Cover-Bild Deadwater High – Den Tod im Team
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19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Magellan
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 19.01.2023
  • ISBN: 9783734850776
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Jessica Goodman

Deadwater High – Den Tod im Team

Ein packender Jugendbuchthriller über sportlichen Leistungsdruck
Jessika Komina (Übersetzer), Sandra Knuffinke (Übersetzer)

Ein Thriller, der einfühlsam über eine komplexe Schwesternbeziehung erzählt und dabei den Konkurrenzdruck an einer amerikanischen Highschool unter die Lupe nimmt.

Crosslaufen – mehr haben die Schwestern Stella und Ellie Steckler nicht gemeinsam. Denn im Gegensatz zur ehrgeizigen, in sich gekehrten Stella will Ellie neben dem Training auch einfach mal Spaß haben. Als die neue Mitschülerin Mila Keene auftaucht, sehen die Schwestern in ihr zunächst bloß eine sportliche Konkurrentin. Aber bald schon kann Ellie sich nicht gegen Milas warme, charmante Art wehren. Stella wiederum merkt,  wie ähnlich Mila und sie sich sind. Mila ist klug und stark – eine, die Stella wirklich versteht. Dadurch macht Stella einen Fehler: Sie lässt sich ablenken. Dabei ist der Druck hoch, denn es stehen Wettkämpfe an. Für beide Schwestern geht es um alles. Auf keinen Fall dürfen sie das für eine Freundschaft aufs Spiel setzen. Genau da verschwindet Mila nach einem Morgenlauf plötzlich spurlos. Niemand weiß, was passiert ist, und alle Augen richten sich auf die Steckler-Schwestern.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2023

Ein spannender Jugendthriller im Leistungssport

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Crosslaufen – mehr haben die Schwestern Stella und Ellie Steckler nicht gemeinsam. Denn im Gegensatz zur ehrgeizigen, in sich gekehrten Stella will Ellie neben dem Training auch einfach mal Spaß haben. ...

Crosslaufen – mehr haben die Schwestern Stella und Ellie Steckler nicht gemeinsam. Denn im Gegensatz zur ehrgeizigen, in sich gekehrten Stella will Ellie neben dem Training auch einfach mal Spaß haben. Als die neue Mitschülerin Mila Keene auftaucht, sehen die Schwestern in ihr zunächst bloß eine sportliche Konkurrentin. Aber bald schon kann Ellie sich nicht gegen Milas warme, charmante Art wehren. Stella wiederum merkt,  wie ähnlich Mila und sie sich sind. Mila ist klug und stark – eine, die Stella wirklich versteht. Dadurch macht Stella einen Fehler: Sie lässt sich ablenken. Dabei ist der Druck hoch, denn es stehen Wettkämpfe an. Für beide Schwestern geht es um alles. Auf keinen Fall dürfen sie das für eine Freundschaft aufs Spiel setzen. Genau da verschwindet Mila nach einem Morgenlauf plötzlich spurlos. Niemand weiß, was passiert ist, und alle Augen richten sich auf die Steckler-Schwestern.

Nach dem Klappentext und dem ansprechenden Cover habe ich mir sehr auf einen Jugendthriller gefreut. Deswegen war ich zunächst noch etwas unschlüssig, da der eigentliche Thriller erst ab ca. Seite 150 beginnt. Besonders davor geht die Autorin mehr auf die Charaktere ein: Die Schwestern Stella und Ellie erzählen aus ihrer Sichtweise und geben dabei tiefe Einblicke in ihre Gefühle, Geheimnisse und ihre Vergangenheit. Wie man es aus Thrillern kennt, kommen hier oft auch die nicht ganz so schönen Seiten zur Tage. Doch gerade auf den ersten 100 Seiten ist mir dies besonders aufgefallen. Die Autorin baut viele Rückblenden ein, die Erklärungen für die Gefühle und das Verhalten der Charaktere bieten, jedoch für mich zunächst etwas unnötig waren, da das Buch ja ein Thriller ist. Gleichzeitig konnte ich zunächst nicht so viel mit den Protagonisten anfangen, da mir beide sehr extrem vorkamen und dabei nicht unbedingt positiv auffielen.
Doch im Laufe der Geschichte konnten so wohl die Hauptfiguren als auch die Story mich fesseln. Nach dem Verschwinden von Mila wird das Buch fesselnd, denn auf einmal stehen die Steckler-Schwestern im Verdacht. Durch die wechselnden Sichtweisen der Schwestern kriegt der Leser tiefe Einblicke und ab dem Zeitpunkt sind auch die Rückblenden interessant und hilfreich, da man von der Unschuld beider Protagonistinnen überzeugt ist, auch wenn beide nicht perfekt sind. Doch gerade dies führt dazu, dass man richtig mit beiden mitfühlt und zeigt, wie komplex Charaktere sein können.
Zwischen die Ermittlungen werden tiefe Einblicke in den Leistungssport und die Psyche junger Sportler erlaubt, die mich zwischendurch doch etwas geschockt haben. Gleichzeitig und auch dies empfand ich als typisch Jugendthriller: Keine Figur ist wirklich unschuldig und kaum einer scheint Grenzen zu kennen. In diesem Buch ist es jedoch nicht ganz so übertrieben, wie ich es oft bemerkt habe, wodurch es für mich realistisch blieb, denn es sind immer noch Teenager.

Gerade die letzten 200 Seiten haben mich somit sehr gefesselt, auch wenn der Beginn mich noch skeptisch zurückgelassen hatte. Eine Empfehlung für jeden, der Jugend-Thriller mag und auch gerne tiefe Einblicke der Charaktere erhalten möchte.
3,5-4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Lauf um dein Leben

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Stella und Ellie Steckler lieben das Crosslaufen, doch mehr haben die beiden nicht mehr gemeinsam. Dann taucht eine neue Mitschülerin auf, die sich von der Konkurrentin zur Freundin mausert und bald darauf ...

Stella und Ellie Steckler lieben das Crosslaufen, doch mehr haben die beiden nicht mehr gemeinsam. Dann taucht eine neue Mitschülerin auf, die sich von der Konkurrentin zur Freundin mausert und bald darauf spurlos verschwindet. Niemand weiß, was Mila Keene zugestoßen ist und dennoch geraten die Steckler-Schwestern unter Verdacht.

Der Schreibstil des Buches konnte mich direkt einnehmen. Der Perspektivwechsel, der fast ausschließlich zwischen den beiden Schwestern stattfindet, sorgt für Tiefe der Charaktere und eine emotionale Bindung. Obwohl mir sowohl Ellie als auch Stella nicht durchweg sympathisch bzw. griffig waren. Das lag daran, dass ich manche Verhaltensweisen/Gedankengänge nicht nachvollziehen konnte, jedoch halte ich diese auch nicht für komplett abwegig, weswegen die Charaktere dennoch stimmig wirkten.

Die Spannungskurve blieb für mich weitestgehend flach. Die Geschichte nahm erst nach 1/3 Fahrt inhaltlich Fahrt auf, überraschend wurde es für mich dann erst auf den letzten 60 Seiten. Bis dahin empfand ich gewisse Handlungsstränge sehr vorhersehbar, weswegen ich glücklich war, dass mich das Buch am Ende noch ein bisschen überraschen konnte. Dennoch hatte ich Spaß dabei, die Geschichte der Steckler-Schwestern zu erfahren.

Am Ende schwankte ich zwischen 3 und 4 Sternen, da mich Deadwater-High – Den Tod im Team am Ende emotional nochmal mitnehmen konnte, vergebe ich die vier Sterne für diesen tollen Jugendthriller. Ich bin mir sicher, dass ich als Teenie noch mehr Spaß mit der Geschichte gehabt hätte, daher eine absolute Leseempfehlung an alle Jugendlichen.

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Veröffentlicht am 17.03.2023

Wettkampf und Leistungsdruck - Jugendthriller mit interessantem Thema

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Die Geschichte, die uns die Autorin Jessica Goodman erzählt, spielt in den USA, um genauer zu sein in einer kleinen Vorstadt von New York namens Edgewater. Diese trägt auch den Spitznamen „ Deadwater“ ...

Die Geschichte, die uns die Autorin Jessica Goodman erzählt, spielt in den USA, um genauer zu sein in einer kleinen Vorstadt von New York namens Edgewater. Diese trägt auch den Spitznamen „ Deadwater“ seit es vor Jahren einige Mordfälle an jungen Crossläuferinnen der örtlichen Highschool gegeben hat. Die Morde wurden nie aufgeklärt. Der Killer schien nur plötzlich sein Interesse an der Kleinstadt verloren zu haben, und das Leben begann sich wieder zu normalisieren.

Die Schwestern Stella und Ellie Steckler gehören dem Highschoolteam der Crossläuferinnen an und sind beide sehr begabt und ehrgeizig. Sie leben für ihren Sport und nicht zuletzt die Hoffnung ein Vollstipendium bei der Uni zu ergattern, lässt sie nie los, so dass sie keine Trainingseinheit ungenutzt lassen. Auch untereinander nehmen die Schwestern die jeweils andere als Konkurrenz wahr und so ist ihr einst inniges Verhältnis deutlich abgekühlt. Als Mila eine neue Schülerin und Topläuferin mit ihrer Mutter nach Edgewater zieht und schnell klar wird, muß Stella noch härter trainieren um ihre Stellung als Schnellste im Team beibehalten zu können. Doch Mila ist immer noch ein bisschen schneller. Trotzdem hat sie eine so sympathische und angenehme Art, dass sich sowohl Stella als auch Ellie schnell mit ihr verbunden fühlen. Umso schlimmer als Mila eines Morgens bei einer Laufrunde spurlos verschwindet.

Der örtliche Polizeichef, der in der Vergangenheit so kläglich versagt hat bei der Tätersuche des Mädchenmörders, will alles verhindern, dass der Ort wieder zu einem „Deadwater“ erklärt wird und sein Fokus richtet sich schnell auf die ehrgeizigen Steckler- Schwestern.



Der Jugendthriller beinhaltet interessante Themen. Insbesondere Druck und Konkurrenzkampf im Leistungssport werden anschaulich dargestellt.

In den Kapiteln wechseln wir immer wieder von Stella‘s zu Ellie‘s Perspektive. Leider ist der Erzählton ziemlich gleich, so dass ich oft zurückblättern musste, um mir nochmal klarzumachen, ob ich gerade aus Stella’s Sicht lese, oder der ihrer Schwester. Die Geschichte läuft auch sehr langsam an. Der Spannungsbogen verläuft eher flach und man ist als Leser
in immer ein bisschen in Wartestellung, wann denn jetzt endlich etwas passiert. Leider fehlte mir auch die Nähe zu den handelnden Personen, insbesondere zu Mila. Auch die Nebenfiguren sind nur sehr knapp skizziert und es fehlte an Hintergrundinformation, z. B. warum die eine Person immer nur rumätzt, die andere extrem verschüchtert wirkt.

Alles in allem habe ich den Jugendthriller zwar ganz gerne gelesen, aber man hätte sicherlich noch mehr draus machen können. Ich fand ihn für die Altersstufe ab 14 Jahren gut geeignet. Auf grausige Details wird komplett verzichtet. Die Dialoge sind locker und leicht, die Sprache ist jugendgerecht. Vielleicht wäre die ein oder andere Triggerwarnung für sensible Leser*innen noch angebracht gewesen.

Die Aufklärung war überraschend, allerdings auch recht schnell abgehandelt. Die Schlussszene hat mir ausgesprochen gut gefallen.



Ich vergebe 3,5 Sterne für einen interessanten und kurzweiligen Jugendthriller mit kleinen Schwächen.

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