Cover-Bild Traumfrauen. Petticoat und große Freiheit -
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16,00
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  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 11.05.2023
  • ISBN: 9783442206445
Anna Jessen

Traumfrauen. Petticoat und große Freiheit -

Roman
Hamburg 1957: Die 20-jährige Klara Paulsen bewirbt sich als Bürokraft bei der Frauenzeitschrift »Claire«. Ihr Vater ist im Krieg gefallen, und Klara hält sich und ihre Mutter als Aushilfe in einem Fotoatelier über Wasser. Sie möchte endlich einen richtigen Beruf, doch in der Personalabteilung des Verlags winkt man ab. Da kommt ihr das Schicksal zu Hilfe: Niemand ist greifbar, um die Fotos für die nächste Ausgabe zu entwickeln. Klara übernimmt spontan und wird als Fotoassistentin angestellt. Sie ist überglücklich und kann nicht ahnen, dass dies der Beginn eines ganz neuen, aufregenden Lebens sein wird. Allerdings muss sie sich immer wieder gegen Intrigen wehren. Nur der schüchterne Fotograf Heinz Hertig ist ihr wohlgesonnen, und schon bald verbindet die beiden mehr als nur der Beruf …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2023

Kurzweiliger Auftakt bringt die 50er Jahre hautnah zurück!

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Im Goldmann Verlag erscheint der Romanauftakt "Traumfrauen. Petticoat und große Freiheit" von Anna Jessen.

Hamburg 1957: Die 20-jährige Klara Paulsen bewirbt sich als Bürokraft bei der Frauenzeitschrift ...

Im Goldmann Verlag erscheint der Romanauftakt "Traumfrauen. Petticoat und große Freiheit" von Anna Jessen.

Hamburg 1957: Die 20-jährige Klara Paulsen bewirbt sich als Bürokraft bei der Frauenzeitschrift »Claire«. Nachdem ihr Vater im Krieg gefallen ist, lebt sie mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen und verdient sich als Aushilfe in einem Fotoatelier etwas Geld, nebenbei besucht sie eine Sekretärinnenschule und hofft auf eine gute Anstellung. Als Sekretärin bekommt sie eine Absage, aber im Verlag wird eine Fotoassistentin gebraucht. Diese Chance nimmt sie sofort an und findet sich schnell zurecht. Dort macht sie neben einigen neuen Freundinnen auch die Bekanntschaft mit ihrem Chef Heinz, der sie beruflich sehr unterstützt. In dieser Männerdomäne hat sie jede Unterstützung nötig, denn die anderen Kollegen zeigen ihr deutlich, was sie von einer Frau im Beruf halten.



Bei dieser Lektüre tauche ich in die Welt der 50er Jahre mit Hamburger Lokalkolorit ein und sehe, wie sich die Menschen ein neues Leben nach den Kriegsjahren aufbauen und die Leidensjahre und menschlichen Verluste hinter sich lassen wollen. Mode und Frisuren werden wieder wichtig, die aufkommende musikalische Szene spiegelt die Lebensfreude der Menschen wieder. An der Seite von Klara erlebt man die Zukunftsträume der jungen, aufgeweckten Frau, durch sie wird die gesellschaftliche Rolle der Frau und die Arbeitswelt sichtbar, die damals noch ganz klar von den Männern dominiert wurde. Klara und ihre Mutter führen nach dem Tod ihres Vaters ein karges Leben, immerhin hat Klara bei einem Fotografen als Aushilfe das Fotografieren gelernt und füllt mit dem verdienten Geld die leeren Kasse. Ihre Hoffnung liegt auf einer Stelle als Sekretärin, doch da bekommt sie eine Absage und hat im letzten Moment Glück, weil bei der Redaktion eine Fotoassistentin ausgefallen ist. Über diese Stelle lernt sie nicht nur tatkräftige und lebensfrohe Freundinnen kennen, sondern auch Heinz Hertig, der sie beruflich unterstützt und als Mensch schätzt.

Klara war mir von Beginn an sympathisch, ihre schlagfertige, unkomplizierte Art und ihr Mut Neues zu wagen, machen sie zu einer fesselnden Romanfigur, der man gerne folgt. Und gemeinsam mit ihren Freundinnen Elke, Rena und Vicki bietet sich viel unterhaltsames Potential, denn die Frauen halten zusammen.

Bei der Arbeit in der Fotoredaktion muss sich Klara mit den Anfeindungen und Intrigen ihrer Kollegen herumschlagen, Frauen wurden damals einfach als minderwertige Arbeitskraft angesehen oder als schmückendes Beiwerk. In der Handlung wird realistisch gezeigt, wie Sekretärinnen einfach mal so gegen eine jüngere Frau ausgetauscht wurden. Anna Jessen lässt die 50er Jahre bildhaft wieder auferstehen, beschreibt die finanziellen Engpässe, die Veränderungen in der Mode und baut die musikalische Entwicklung der Schlagerwelt und des Rock mit ein. Sie zeigt aber auch wie Homosexuelle damals geächtet durchs Leben gingen.

Der authentische, flüssige und flotte Erzählstil von Anna Jessen hat mich locker durch die Geschichte gelotst und lieft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Manche Szenen waren vielleicht etwas zu nebensächlich, gehören aber inhaltlich auch zum großen Ganzen dazu. Eine kleine Unstimmigkeit hat mich verunsichert, mal wurde ein Bruder Klaras erwähnt, dann wieder eine Schwester. Das sollte man noch abändern, ansonsten fühlte ich mich gut unterhalten.


Der Romanauftakt der Traumfrauen ist ein unterhaltsames Lesevergnügen, das mir kurzweilige Lesestunden beschert hat und die 50er Jahre wieder aufleben lässt. Auf den Folgeband bin ich schon sehr gespannt!

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Veröffentlicht am 09.07.2023

„Die Fräuleins von Hamburg, die auf dem besten Weg sind, die Welt zu erobern“ (Seite 428)

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In dem Buch „Traumfrauen – Petticoat und große Freiheit“ begleitet die Leserin die junge Hauptprotagonistin Klara Paulsen in den Jahren 1956 bis 1958. In sechs Teilen und insgesamt 32 Kapiteln schildert ...

In dem Buch „Traumfrauen – Petticoat und große Freiheit“ begleitet die Leserin die junge Hauptprotagonistin Klara Paulsen in den Jahren 1956 bis 1958. In sechs Teilen und insgesamt 32 Kapiteln schildert die Schriftstellerin Anna Jessen den beruflichen Werdegang, aber auch die private Entwicklung der sympathischen Klara und ihrer Freundinnen. Die jungen „Fräuleins“ wollen etwas aus ihrem Leben machen und nicht wie die vorherige Generation lediglich „dienende oder schmückende Funktionen“ einnehmen. Konkreter Handlungsort der Aufbruchstimmung ist Hamburg, aber auch die generellen Themen des gesellschaftlichen Lebens in der Nachkriegszeit Deutschlands mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunder sowie der Lifestyle der 50er kommen nicht zu kurz.

Es war für mich das erste Buch der Autorin, deren lockerer und flüssiger Schreibstil mir sehr gut gefallen hat. Auch die Länge der Kapitel und die unkomplizierte Sprache war äußerst angenehm, so dass das Buch für mich eine perfekte und kurzweilige Urlaubslektüre war. Gestört haben mich leider einige Ungereimtheiten. Das Alter von Klara wird mal mit 20 angegeben und mal ergeben die Angaben ein rechnerisches Alter von 22. Darüber hinaus wird widersprüchlich erwähnt, Klara habe einen Bruder und später, sie habe eine Schwester. Auch die Schilderung, alle Filme seien verknipst und das Material verstaut widerspricht der anschließenden Beschreibung von weiteren Fotoaufnahmen. Trotzdem habe ich die Lektüre sehr genossen und freue mich auf die bereits im August erscheinende Fortsetzung, weil ich unbedingt wissen möchte, wie sich das berufliche und private Leben von Klara und den weiteren Protagonistinnen und Protagonisten weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 06.07.2023

Starker erster Band

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Hamburg, Ende der 1950er Jahre
Klara Paulsen lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen.
Sie kümmert sich um ihre kranke Mutter.
Der Vater ist im Krieg gefallen. Als Aushilfe in einem
Fotoatelier bringt sie ...

Hamburg, Ende der 1950er Jahre
Klara Paulsen lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen.
Sie kümmert sich um ihre kranke Mutter.
Der Vater ist im Krieg gefallen. Als Aushilfe in einem
Fotoatelier bringt sie die kleine Familie über die Runde.
Doch Klara ist damit nicht zufrieden. Sie will
unbedingt eine richtige Ausbildung machen.
Als sie ein Angebot als Fotoassistentin in einem Zeitungsverlag
bekommt, greift sie zu.
Sie ist überglücklich, da es der Beginn zu einem ganz neuen Leben ist.

Das Lebensgefühl und der Zeitgeist der 1950er Jahre werden sehr gut
wiedergegeben und wunderbar in die Geschichte eingebunden.
Es geht um die Liebe, um Träume, Machtkämpfe und um ein selbstbestimmtes Leben.
Das Frauenbild der 50er Jahre ist allerdings noch sehr bestimmt
von einer Männerwelt.
Traditionelle Familien- und Rollenbilder prägen die junge Bundesrepublik.
Bis zur Gleichstellung von Mann und Frau ist der Weg noch weit.
Das ist nicht einfach, denn die Gleichberechtigung ist noch nicht
so im Alltag angekommen.
Die schweren Jahre der Nachkriegszeit gehen zu Ende,
der wirtschaftliche Aufschwung spürbar.
Es darf wieder geträumt werden.
Das bringt die Autorin sehr lebendig rüber.
Ihr gelingt es spielend, die Charaktere interessant
und spannend zu beschreiben und in die Geschichte einzubinden.
Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl ein Teil
zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit.
Eine wirklich gelungene Zeitreise in ein Deutschland kurz nach dem 2. Weltkrieg, der noch lange Schatten wirft.
Ein Buch über eine starke Frau, das Lust auf mehr macht!

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Veröffentlicht am 24.06.2023

Eine junge Frau geht in den 50er Jahren in Hamburg ihren eigenen Weg.

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Das Buch Traumfrauen. Petticoat und große Freiheit von Anna Jessen ist der erste Band einer Dilogie. Es spielt in Hamburg in den späten 50er Jahren. Klara lebt in ärmlichen Verhältnissen. Ihr Vater ist ...

Das Buch Traumfrauen. Petticoat und große Freiheit von Anna Jessen ist der erste Band einer Dilogie. Es spielt in Hamburg in den späten 50er Jahren. Klara lebt in ärmlichen Verhältnissen. Ihr Vater ist im Krieg gefallen. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter in einer Wohnung. Der Zufall ermöglicht ihr eine berufliche Chance.

Die Autorin lässt einen eintauchen in die Welt der späten 50er Jahre. Als Frau hat man es zur damaligen Zeit nicht immer ganz leicht. Vor allem nicht in einer männerdominierenden Medienwelt. Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Klara hat eine starke Persönlichkeit. Das hat mir sehr gut gefallen. Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch, da sie sich nicht so leicht unterkriegen lässt und für ihre Vorstellungen kämpft. Detailgetreu schildert die Autorin in einem flüssigen und leichten Schreibstil Geschehnisse in der Medienwelt. Auch in Klaras Privatleben bekommt man als Leser einen Einblick. Dabei kann man sich gut in das Hamburg der späten 50er Jahre hineinversetzen. Klara muss sie zunächst einmal einen Schicksalsschlag verkraften. Dabei hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Manchmal standen mir die Schilderungen der Medienwelt zu sehr im Vordergrund. Klara und ihre Gefühlswelt blieben dabei teilweise an der Oberfläche. Da hätte ich mir gerne mehr Ausführungen gewünscht. Die anderen Protagonistinnen haben mir ebenfalls gut gefallen. Besonders gefreut habe ich mich über die Hilfsbereitschaft von Elke und von der Empfangschefin Vicky. Zwei sehr sympathische Frauen. Der Kollege Heinz Hertig hat mir auch sehr gut gefallen. Seine Charakterzüge fand ich einfach toll. Mit ihm hätte ich gerne zusammengearbeitet. Gegen Ende nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Das hätte ich mir schon zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht. Manche Abschnitte waren für mich etwas langatmig. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, so dass es erfreulich ist, dass der 2. Band nicht so lange auf sich warten lässt.


Fazit:
Der Autorin ist ein interessanter 1. Band rund um eine starke Frau gelungen. Das Buch hat mich trotz allem gut unterhalten. Ich freue mich schon auf den 2. Band und bin gespannt, wie es mit Klara weiter geht.

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Veröffentlicht am 12.07.2023

Klara und die Fotografie.

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Inhalt:
Hamburg 1956. Klara, Anfang 20, lebt zusammen mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Ihr Geld verdient sie als Aushilfe im Fotoatelier Buschheuer. Der Inhaber, fast schon ein väterlichen ...

Inhalt:
Hamburg 1956. Klara, Anfang 20, lebt zusammen mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Ihr Geld verdient sie als Aushilfe im Fotoatelier Buschheuer. Der Inhaber, fast schon ein väterlichen Freund, hat ihr im Laufe der Zeit alles beigebracht, was man über das Fotografieren wissen muss. Nebenher besucht Klara noch eine Sekretärinnenschule. Dadurch erhofft sie sich bald eine besser bezahlte Arbeit zu bekommen, denn das Geld reicht hinten und vorne nicht. Durch Zufall ergattert sie eine Stelle als Fotoassistentin in einem Zeitschriften-Verlag. Hier hat sie die Chance sich zu beweisen, merkt jedoch schnell, dass man als Frau wenig zählt......

Leseeindruck:
"Traumfrauen - Petticoat und grosse Freiheit" ist der erste Band mit Klara Paulsen. Der Roman beginnt stark und ich habe Klara sofort in mein Herz geschlossen. Ein "Nein" akzeptiert sie nicht. Schneller als sie denken kann, fängt ihr Mund an zu sprechen und zack, hat sie sich in eine Situation befördert, die ihr eine große Chance bietet. So ganz nach dem Motto: Sei frech und frei und wunderbar. Es ist die Zeit des Rock n' Roll und Klara mittendrin. Doch mit Fortschreiten der Geschichte flacht das Ganze zunehmend ab. Aus Weiß wird Schwarz. Überhaupt geht es ziemlich bunt zu. Nicht unbedingt einträglich für den Plot. Denn plötzlich kommen zunehmend gravierende Logikfehler auf. Was mich zu der Frage bringt: wieso hat das das Lektorat nicht bemerkt? Zudem werden viele Nebenschauplätze zwar erwähnt, aber nicht zufriedenstellend zu Ende gebracht. Schade. Der Roman endet mit einem Cliffhanger. Auch wenn ich gespannt bin wie es weiter geht, habe ich die Befürchtung, dass das was mich am meisten interessiert unbeantwortet bleibt. Weshalb ich mit hoher Wahrscheinlichkeit Band 2 nicht mehr lesen werde. Ein bisschen enttäuscht war ich auch über das fehlende Nachwort. Gerne hätte ich gewusst, ob alles fiktiv oder an historische Ereignisse angelehnt ist.

Fazit:
"Die Traumfrauen - Petticoat und grosse Freiheit" ist nicht schlecht. Der Roman konnte mich durchaus gut unterhalten. Die Hauptfigur Klara war mir sofort durch ihre Art sympathisch. Leider haben die vielen Logikfehler und unbeantworteten Fragen das Lesevergnügen erheblich geschmälert.

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