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Veröffentlicht am 12.12.2025

Eine tolle Geschichte mit wunderschönen Illustrationen für Kinder und Erwachsene

Ins hohe Gras
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Trevor Noahs Buch „Ins hohe Gras“ handelt von einem kleinen Jungen, der mit seinem Teddy vor den Regeln seiner Mutter entkommen möchte. Er fühlt sich missverstanden von seiner Mutter und möchte seine eigenen ...

Trevor Noahs Buch „Ins hohe Gras“ handelt von einem kleinen Jungen, der mit seinem Teddy vor den Regeln seiner Mutter entkommen möchte. Er fühlt sich missverstanden von seiner Mutter und möchte seine eigenen Entscheidungen treffen.

Trevor Noah ist eine tolle Geschichte gelungen, die ein Kind auf seinem Weg zum Erwachsen werden schildert. Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen, da es wunderschön illustriert ist. Die Geschichte des Jungen hat mich sehr berührt. Ich konnte mich richtig gut in den kleinen Jungen hineinversetzen. Die Geschichte wird aus der Sicht des Teddys Walter erzählt, der eines Morgens von dem Jungen geweckt wird. Walters Aufgabe ist es, den Jungen an so manche Regeln seiner Mutter zu erinnern. Trevor Noah erzählt in einem leicht zu lesenden und verständlichen Schreibstil den Abnabelungsprozess des Jungen. Kinder möchten manchmal ihren eigenen Kopf durchsetzen und lehnen sich gegen Regeln der Erwachsenen auf. Sie wollen ihre eigenen Entscheidungen treffen. Dabei ist es manchmal sinnvoll, wenn man eine Situation von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, um die richtige Entscheidung zu treffen. Dabei muss man auch lernen mit den Konsequenzen der Entscheidung umzugehen, egal ob positiv oder negativ.

Ganz besonders gut hat mir der Satz gefallen
„Manchmal trifft man die richtige Entscheidung, und es geht schief, dann wieder trifft man die falsche Entscheidung, und alles geht gut.“
Was für eine tolle Aussage.

Das Buch von Trevor Noah ist wunderschön von Sabina Hahn illustriert, so dass es ein echter Hingucker zusätzlich zur Geschichte und somit ein echtes Lesevergnügen ist. Die tollen Zeichnungen sind mit ansprechenden Farben gemalt, so dass man sich die Geschichte vor seinem inneren Auge noch besser vorstellen kann.
Das Buch ist in 4 Teile untergliedert, so dass es für Kinder nicht zu lange zum Zuhören wird. Teilweise erstrecken sich die Zeichnungen über eine Doppelseite und man kann in Ruhe die Bilder betrachten.

Fazit: Trevor Noah ist eine tolle Geschichte mit wunderschönen Illustrationen von Sabina Hahn gelungen. Eine herzerwärmende Geschichte für Kinder und Erwachsene. Es eignet sich zum Vorlesen und zum selbst lesen. Definitiv ist es ein Buch, das man nicht nur einmal liest. Mich hat das Buch sehr berührt und es wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Ein hilfreiches Buch für Migräne geplagte Menschen.

Heute nicht, ich hab Migräne
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In dem Buch „Heute nicht, ich hab Migräne“ berichtet Ute Woltron über ihre eigene Leidensgeschichte und ihre Erfahrungen mit der Erkrankung Migräne.

Ute Woltron geht zunächst darauf ein, was Migräne ...

In dem Buch „Heute nicht, ich hab Migräne“ berichtet Ute Woltron über ihre eigene Leidensgeschichte und ihre Erfahrungen mit der Erkrankung Migräne.

Ute Woltron geht zunächst darauf ein, was Migräne überhaupt ist und wie es diagnostiziert wird. Bereits am Anfang des Buches hat mich die Autorin emotional abgeholt. Ich habe mich verstanden gefühlt. Wie oft ist es mir selbst so ergangen, dass man auf ärztlicher Seite nicht verstanden wird, bis man dann den richtigen Arzt für sich gefunden hat. Die Autorin beschreibt ihre eigenen Erfahrungen mit einem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Es fiel mir nicht schwer, mich in ihre Situation hineinzuversetzen, da ich selbst (wenn auch zum Glück nicht ganz so heftig) betroffen bin. Gleichzeitig habe ich einige Informationen zum Thema Migräne erhalten, die mir noch nicht bekannt waren. Diesen für mich neuen Erkenntnissen werde ich nachgehen. Interessant fand ich auch die unterschiedlichen Arten und auch Ausprägungen von Migräne. Dass es da Unterschiede gibt war mir bewusst, denn in meiner Familie leiden einzelne Mitglieder an Migräne mit unterschiedlicher Stärke und Häufigkeit. Trotz allem fand ich diesen Bereich spannend.
Fast schon schmunzeln musste ich, als die Autorin über die Trigger und Trigger - Mythen berichtet. Wie oft habe ich selbst schon gewisse Ratschläge von „gesunden“ Menschen bekommen, die einfach nichts bewirken. Am besten hört man selbst auf seinen Körper und findet heraus, was einem gut tut und was nicht.
Insgesamt habe ich durch die Lektüre dieses Buches mitgenommen, dass Migräne eine sehr individuelle Erkrankung ist, bei der jeder Einzelne für sich den besten Weg finden muss.

Fazit: Der Autorin ist ein tolles Buch über Migräne gelungen, indem eigene Erfahrungen gemischt mit fachlich fundiertem Wissen zur Sprache kommen. Als Leserin habe ich mich sofort verstanden gefühlt und für mich neue Erkenntnisse gewinnen können. Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung für Menschen, die sich genauer mit dem Thema Migräne auseinandersetzen wollen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein wunderbares Buch über Freundschaft und einen Neuanfang

Das Licht in den Birken
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In dem Roman „Das Licht in den Birken“ von Romy Fölck geht es um Thea, die mit Mitte fünfzig einen Neuanfang in ihrem Leben wagt. Auf einem idyllischen Hof in der Lüneburger Heide möchte sie zusammen mit ...

In dem Roman „Das Licht in den Birken“ von Romy Fölck geht es um Thea, die mit Mitte fünfzig einen Neuanfang in ihrem Leben wagt. Auf einem idyllischen Hof in der Lüneburger Heide möchte sie zusammen mit ihren beiden Ziegen zur Ruhe kommen und mit ihrer Vergangenheit Frieden schließen. Dort lernt sie den Hofbesitzer Benno kennen, der sich für Tiere und Pflanzen sehr einsetzt. Mit Menschen hat er allerdings ein wenig Probleme.

Romy Fölck hat mit „Das Licht in den Birken“ einen wunderschönen Roman mit 3 tollen Protagonisten geschaffen. Einfühlsam erzählt sie die unterschiedlichen Schicksale und wie sie auf dem Hof von Benno zusammentreffen. Thea wagt in der Lüneburger Heide einen Neuanfang, nachdem sie einige Jahre in Portugal verbracht hat. Bei Benno auf dem Hof findet sie ein neues Zuhause. Thea ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich bewundere ihren Mut mit Mitte fünfzig einen Neuanfang zu wagen. Aber auch Benno hat mein Herz erobert. Etwas mürrisch und eigenwillig hat er sich auf seinem Hof zurückgezogen. Er beschäftigt sich lieber mit seinen Tieren und Pflanzen. Zu sehr hat ihn sein Schicksal in Bezug auf die Menschen geprägt. Sein Lebensinhalt ist sein Gnadenhof, auf dem Tiere ein Zuhause gefunden haben, die sonst oftmals keiner haben möchte. Doch der Hof steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Die 3. Protagonistin Juli strandet verletzungsbedingt auf dem Hof und wird auf ihrer Wanderung nach Amsterdam zu einer Zwangspause gezwungen. Juli und Thea setzen nun alles daran den Hof gemeinsam mit Benno zu retten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Dabei beschreibt die Autorin lebendig die einzelnen Schicksale und Gegebenheiten. Ich konnte mich sehr gut in das Leben auf dem Hof hineindenken. Am liebsten hätte ich bei der Hofarbeit mitangepackt und mich um die Tiere gekümmert. Hut ab vor Benno, der sein Leben ganz für die Versorgung der Tiere und den Hof opfert. Durch die abwechselnden Erzählperspektiven wurde der Spannungsbogen durchgängig aufrechterhalten. Innerhalb kürzester Zeit habe ich dieses tolle Buch gelesen.

Fazit: Romy Fölck ist ein wunderbares Buch über Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und Neuanfang gelungen. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und hat mir viele schöne Lesestunden bereitet. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten von der Autorin.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein bewegendes Schicksal, das einen nicht kalt lässt

Hinter den Türen
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In dem Tatsachenroman „Hinter den Türen“ von Hera Lind erzählt die Autorin die Geschichte von Juliane Bressin, die zusammen mit ihrem Mann 3 Pflegekinder in ihrer Familie aufnimmt. Juliane Bressin lebt ...

In dem Tatsachenroman „Hinter den Türen“ von Hera Lind erzählt die Autorin die Geschichte von Juliane Bressin, die zusammen mit ihrem Mann 3 Pflegekinder in ihrer Familie aufnimmt. Juliane Bressin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern zusammen mit einem Hund glücklich und zufrieden. Sie möchte ihr Glück gerne teilen und beschließt mit ihrem Mann 3 thailändische Kinder, die eine Pflegefamilie benötigen, aufzunehmen. Dabei werden ihr und ihrem Mann immer mal wieder einige Steine in den Weg gelegt. Juliane versichert sich auch mehrfach, dass es sich um „normale“ Kinder handelt bzw. sie wird von der zugehörigen Vermittlungsstelle immer wieder darauf hingewiesen. Doch als die Kinder dann in die Familie kommen, stellt sich einiges doch nicht ganz so einfach heraus.

Wieder einmal hat mich ein Tatsachenroman von Hera Lind tief bewegt. Das Schicksal der 3 Kinder hat mich nicht kalt gelassen. Juliane Bressin hat mich beeindruckt. Sie setzt sich intensiv für die Kinder ein und kann auch einiges bewegen. Dabei ist es auch für sie nicht wirklich einfach und sie stößt oftmals an ihre Grenzen. In gewohnt flüssigem und leicht zu lesendem Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Oftmals war ich so erschüttert, dass ich dachte, das kann doch jetzt nicht wahr sein. Da mich das Schicksal so gefesselt und berührt hat, war es nicht verwunderlich, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte.

Fazit: Hera Lind erzählt voller Emotionen das berührende Schicksal von 3 thailändischen Kindern. An dieses Buch werde ich noch oft zurückdenken.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ein tödliches Familiengeheimnis wird gelüftet. Spannend erzählt

Nachtfahrt
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In ihrem Debüt als Thrillerautorin geht es um ein tödliches Familiengeheimnis. Für Katharina ist der Unfalltod ihres Vaters ein Schock. Sie kann es sich nicht erklären, dass ihr Vater als Fahrlehrer an ...

In ihrem Debüt als Thrillerautorin geht es um ein tödliches Familiengeheimnis. Für Katharina ist der Unfalltod ihres Vaters ein Schock. Sie kann es sich nicht erklären, dass ihr Vater als Fahrlehrer an dieser Stelle der Straße während einer Fahrstunde von der Straße abkommt. Nun muss sie sich zunächst um die Fahrschule kümmern. Dabei sieht sie sich mit einem Ereignis vor einigen Jahren konfrontiert das ihr Leben damals deutlich verändert hat. Bisher hat sie die Ereignisse von damals erfolgreich verdrängt. Als dann noch ihre Nichte spurlos verschwindet beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Sie muss das Familiengeheimnis lüften, denn ansonsten droht der Tod ihrer Nichte.

Der Thriller beginnt mit einigen dramatischen Ereignissen. Durch die kurzen Kapitel und der Wechsel der Perspektiven gelingt es Annika Strauss Spannung zu erzeugen. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten. Mit Katharina Holten ist der Autorin eine sympathische Protagonistin gelungen. Allerdings möchte ich nicht in ihrer Haut stecken. Was hat sie in der Vergangenheit erlebt, dass sie sich von der Fahrschule und ihrer Familie so zurückgezogen hat? Häppchenweise erfährt man immer mehr von den Ereignissen, so dass der Spannungsbogen aufrechterhalten bleibt. Da ich die Schauplätze des Thrillers gut kenne, konnte ich auch besonders gut mitfiebern. Mit meinem Kopfkino bin ich gewissen Strecken in den Fahrstunden mitgefahren. Auch in die Nachtfahrt einer Führerscheinausbildung konnte ich mich gut hineinversetzen, da die Autorin die Ereignisse gut beschreibt. Einige unerwartete Wendungen ließen mich immer weiterlesen, so dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Auch die Nebencharaktere fand ich gut ausgearbeitet bzw. waren teilweise für mich mit überraschenden Charaktereigenschaften.

Fazit: Ein gelungenes Debüt von Annika Strauss als Thrillerautorin. Ich bin schon gespannt auf weitere Bücher aus ihrer Feder.

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