Mord in der Nähe der Queen ist keine gute Idee
Ein festlicher Abend auf Schloss Windsor endet abrupt, als ein gefeierter russischer Pianist tot aufgefunden wird. Während der britische Geheimdienst sofort politische Motive vermutet und internationale ...
Ein festlicher Abend auf Schloss Windsor endet abrupt, als ein gefeierter russischer Pianist tot aufgefunden wird. Während der britische Geheimdienst sofort politische Motive vermutet und internationale Spannungen heraufbeschwört, zweifelt Queen Elizabeth an dieser vorschnellen Theorie. Hinter höfischer Zurückhaltung und perfekter Etikette beginnt sie, ganz diskret eigene Nachforschungen anzustellen. Unterstützung findet sie in ihrer neuen Privatsekretärin Rozie, die bald merkt, dass dieser Job deutlich mehr Mut und Eigeninitiative erfordert als erwartet.
Der Roman überzeugt durch sein originelles Konzept und die ruhige, intelligente Erzählweise. Besonders die Perspektivwechsel zu Rozie sorgen dafür, dass Leserinnen und Leser aktiv an den Ermittlungen teilhaben können. Der Humor ist fein und oft herrlich skurril, ohne die Spannung zu unterbrechen. Die Queen wird nicht zur Actionheldin, sondern ermittelt mit Beobachtungsgabe, Menschenkenntnis und Geduld – genau das macht den Reiz aus. Zwar hätte der Stil an manchen Stellen etwas lockerer sein dürfen, doch insgesamt passt der Ton hervorragend zum Cozy-Crime-Genre.