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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2020

Gelungenes Gemeinschaftswerk - - Familienalltag mit jungem Hund

Die Kunst, einen Welpen zu bändigen
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+ + Gelungenes Gemeinschaftswerk einer Romanautorin und eines Hundetrainers - - lebensnah, lehrreich und unterhaltsam + +

Da bei uns ein neuer Welpe eingezogen ist, habe ich ein Auge auf entsprechende ...

+ + Gelungenes Gemeinschaftswerk einer Romanautorin und eines Hundetrainers - - lebensnah, lehrreich und unterhaltsam + +

Da bei uns ein neuer Welpe eingezogen ist, habe ich ein Auge auf entsprechende Fachliteratur geworfen. Trotz Hundeerfahrung ist ein Welpe wieder eine Herausforderung für mich.

Bei diesem Buch hat mich das Konzept neugierig gemacht. Julie Leuze, Romanautorin mit Welpe/Junghund, hat bei ihrer Suche nach Anleitung, die Videos und die Online-Hundeschule von André Henkelmann kennen und schätzen gelernt. Schnell kam die Idee zu einem gemeinsamen Buch.

In 30 Kapiteln begleiten wir eine fiktive Familie mit ihrem Border-Collie Sirius durch das erste Lebensjahr. Die Geschichten sind sehr lebensnah und auch unterhaltsam. Freude, Stolz und Selbstzweifel wechseln sich ab. Jedes Kapitel ( Thema ) wird vom Hundeprofi Andrè Henkelmann kommentiert und mit entsprechenden Tipps ergänzt. Das fand ich sehr hilfreich und sein Stil entspricht mir sehr. Er legt viel Wert auf positive Verstärkung und eine klare Kommunikation. Alles in einer feinen unaufgeregten Sprache. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl belehrt oder gemaßregelt zu werden.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren Übungen zur Vorbereitung von Familienfesten, Weihnachten, Silvester oder auch die ersten Schritte mit Hund als Fahrradbegleiter. Mit den empfohlenen Übungen und Hilfsmittel kann man sich und seinem Hund einigen Ärger und Frust ersparen.

Wer noch nie einen Hund hatte und mit der Anschaffung liebäugelt, kann sich mit diesem Buch einen realistischen und lebensnahen Überblick verschaffen.

Veröffentlicht am 22.11.2020

windige Geschäfte in der Eifel [ Band 2 mit der Eifelhexe ]

Sturm über der Eifel
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+ + kurzweiliger Krimi aus der Eifel, der auch eine wirtschaftspolitische Komponente hat - - hat mir gut gefallen + +

Cover und Klappentext haben mich hier sofort angesprochen und neugierig gemacht. ...

+ + kurzweiliger Krimi aus der Eifel, der auch eine wirtschaftspolitische Komponente hat - - hat mir gut gefallen + +

Cover und Klappentext haben mich hier sofort angesprochen und neugierig gemacht. Ein Krimi mit keltischem Heiligtum und einer "Eifelhexe" ist ganz nach meinem Geschmack. Ich kenne Band 1 "Die Eifelhexe" nicht, bin aber trotzdem sehr gut zurecht gekommen.

Ella Dorn ist Mitte Dreißig und hat sich aus gesundheitlichen Gründen einen ruhigen Platz in der Eifel gesucht. Als "Eifelhexe" ist sie angesehen und geschätzt. Als im Naturschutzgebiet am keltischen Heiligtum ein Toter gefunden wird, ist sie tief getroffen. Der selbsternannte Schamane Leo, war ein Mann, den sie gerne näher kennengelernt hätte, weil er eine faszinierende Persönlichkeit hatte.

Die Polizeibeamten Tanja Marx und Peter Claes ermitteln, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Wie wohl auch in Band 1, kommt ihnen die neugierig Ella während der Ermittlungen in die Quere. Sehr zum Leidwesen der Beamten.

Neben der Krimihandlung erfahren wir etwas über problematische Hintergründe von Windkraftanlagen, nicht nur in in Wäldern und den wirtschaftlichen Nöten von Landwirten in benachteiligten Gebieten. Das fand ich super interessant und hatte auch einen Mehrwert für mich.

Katja Kleiber hat einen sehr angenehmen und flüssig zu lesenden Schreibstil. Die Krimihandlung wurde für mich nachvollziehbar aufgeklärt und das Ende hat mich überrascht. Ich hatte einen anderen Verdächtigen.

Falls die Reihe fortgesetzt wird, bin ich gerne mit dabei

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2020

Er erste "Dengler", der mich nicht begeistert hat [ Band 10 ]

Kreuzberg Blues
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+ + Für mich zu oberflächlich und klischeebeladen - - Geldgier, Immobilienhaie, Corona und Impfgegner sind zuviel des Guten + +

Ich bin ein großer Fan der Dengler-Reihe und habe alle Bände gelesen. ...

+ + Für mich zu oberflächlich und klischeebeladen - - Geldgier, Immobilienhaie, Corona und Impfgegner sind zuviel des Guten + +

Ich bin ein großer Fan der Dengler-Reihe und habe alle Bände gelesen. Ich schätze an Wolfgang Schorlau, dass er gesellschafts- und systemkritische Fragen in seinen spannenden Krimihandlungen sehr geschickt verarbeitet.

In diesem Fall, begleitet Georg Dengler seine Freundin Olga nach Berlin. Dort wurde das Baby von Olgas Freundin Silke, in seinem Bett, von einer Ratte attackiert und blutig gebissen. Es besteht der Verdacht, dass der neue Hausbesitzer seine Mieter auf diese Weise aus dem Haus ekeln möchte. Georg geht der Sache nach und wird mit der Wohnungsnot und der Profitgier von Investoren konfrontiert. Das war alles noch gut gemacht und interessant. Mir hat z.B. gut gefallen, dass der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock ( im Buch Blackhill) vorkommt und man ein Gespür für diese Interessensgruppen bekommt.

Leider kommt ab der Hälfte immer mehr Corona ins Spiel, eine ominöse Organisation, die Impfgegner auf die 'rechte Seite' ziehen möchte und der liebenswürdige Nachbar vom Georg wird zum Verschwörungsschwurbler. Ich glaube über die Zeiten von Corona kann man später noch haufenweise Bücher schreiben, aber das war für mich zu übereilt.

Im Nachwort beschreibt Herr Schorlau wie dieses Buch zustande gekommen ist und das erklärt für mich auch einiges. Herr Schorlau hatte schon am Manuskript gearbeitet, als das ZDF auf ihn zukam, mit dem Wunsch den neuen Dengler-Krimi zeitnah zu drehen. In Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor entwickelte sich die Geschichte weiter und dann kam Corona.

Veröffentlicht am 19.11.2020

Diesmal ist der Emil im Fokus eines Verrückten [ Band 7 mit Emil Bär ]

Gipfelkreuz
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+ + Diesmal gibt es keinen toten Dorfpfarrer, sondern ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel - - Krimi mit geschichtlichem Hintergrund - - 2. WK + +

Ich bin ein Fan der Emil-Bär Reihe und voller Vorfreude ...

+ + Diesmal gibt es keinen toten Dorfpfarrer, sondern ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel - - Krimi mit geschichtlichem Hintergrund - - 2. WK + +

Ich bin ein Fan der Emil-Bär Reihe und voller Vorfreude habe ich zu diesem Band gegriffen. Im Gegensatz zu den ersten Solo-Fällen vom Emil ( in jedem zweiten Band ermittelt er mit seinem fränkischen Spezl Phillip ), geht es diesmal nicht um einen toten Dorfpfarrer.

Emil und seine Lebensgefährtin Stanzi gönnen sich einen Urlaub in der Normandie. Doch statt Erholung gibt es dort auffallend viele Todesfälle von deutschen Rentnern, die während des 2. Weltkriegs dort an der Front standen. Irgendjemand scheint da noch einen Groll zu haben und auf einem Rachefeldzug zu sein.

Sehr schnell zeigt sich der potentielle Täter. Der ist aber so raffiniert, dass man ihn nur mit einer List überführen kann.

Emil wird in diesem Fall sehr hart geprüft und man lernt eine neue Seite von ihm kennen. Er ist oft ängstlich und steht mehr als einmal mit dem Rücken an der Wand. Der hat mir an einigen Stellen richtig leid getan.

Ich habe auch diesen Band gerne gelesen, wünsche mir aber in Zukunft wieder einen energischeren Emil.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

Ein Serienmörder öffnet sich einer jungen Beamtin - - kurzweiliger Regionalkrimi

Wittgensteiner Schatten
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+ + Eine suspendierte BKA Beamtin bekommt in ihrem Heimatort eine besondere Aufgabe - - ein 10 Jahre alter Fall wird neu bewertet + +

Bei diesem Buch haben mich das stimmungsvolle Cover und das Stichwort: ...

+ + Eine suspendierte BKA Beamtin bekommt in ihrem Heimatort eine besondere Aufgabe - - ein 10 Jahre alter Fall wird neu bewertet + +

Bei diesem Buch haben mich das stimmungsvolle Cover und das Stichwort: Serienmord sofort angesprochen.

Die Hauptprotagonistin ist die 28-jährige Caroline ( Caro ) König. Sie ist wegen einem "Patzer" suspendiert und sucht Trost bei ihrer Mutter in Laasphe (NRW). Dort fühlt sie sich aber auch nicht wohl, weil sie alles an den tragischen Tod ihres Vaters und eine verlorene Liebe erinnert.

Ihr Chef bittet sie um einen Gefallen, der ihr Leben nachhaltig verändern wird. Sie soll mit einem geständigen und verurteilten Serienmörder sprechen. Wegen einer schweren Krebserkrankung ohne Aussicht auf Heilung, will derjenige über seine Motive sprechen. Caro muss sich mit diesem Mann und den alten Akten, dem Erbe ihres Vaters, der diesen Fall bearbeitet hat, auseinandersetzen.

Ich habe das Buch fast am Stück gelesen. Die knapp 200 Seiten haben sich dank kurzer Kapitel und einer flüssigen Schreibweise flott lesen lassen.

Handlung und die Moral der Geschichte fand ich sehr gelungen.

Falls es eine Fortsetzung oder eine neue Geschichte von der Autorin geben würde, wäre ich wieder dabei.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere