Cover-Bild Amphibium
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Heranwachsen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 12.06.2025
  • ISBN: 9783423284561
Tyler Wetherall

Amphibium

Roman | »Eines der Bücher, von denen ich wünschte, ich hätte es bereits lesen können, als ich 20 Jahre alt war. Das hätte etwas verändert.« Lea Ruckpaul
Lisa Kögeböhn (Übersetzer)

Über die Schrecken und Wunder des Frauwerdens 

Südwestengland in den 1990ern. Als Kind einer psychisch labilen alleinerziehenden Mutter ist Sissy es gewohnt, für sich allein zu kämpfen. Doch von dem Moment an, als sie sich vor den Augen von Tegan, der selbstbewussten Anführerin einer Mädchenclique, mit einem Jungen an der neuen Schule prügelt, ist sie nicht mehr einsam. Schnell sind Tegan und Sissy unzertrennlich, beste Freundinnen, und teilen fast alles miteinander, nicht zuletzt intime Wünsche und Ängste. Im Laufe des Schuljahres nähern sie sich immer weiter der Schwelle zum Frausein, spüren und sehen Veränderungen, die sie gleichermaßen faszinieren wie beunruhigen. Bald schicken sie Fotos an ältere Männer in Chatrooms, verfolgen fgebannt die Berichte über Entführungen junger Frauen im Landkreis und fragen sich, wie ihre eigenen Gesichter auf Suchplakaten aussehen würden. Die mythisch-märchenhaften Fantasiewelten, in die sie sich flüchten, gewinnen zunehmend an Bedeutung – mit fatalen Konsequenzen.

Mit einem Hauch von magischem Realismus und großem psychologischem Feingefühl beschreibt Tyler Wetherall in ihrem literarischen Debüt die Ambivalenzen weiblicher Pubertät und das Entdecken der eigenen Sexualität. ›Amphibium‹ ist ein eindringlicher Roman über die Schrecken und Wunder des Frauwerdens, poetisch und schonungslos zugleich.

»Ein Roman von großer Wucht, man liest mit mulmigem Gefühl im Bauch und ist gefesselt.« The Times 

»Voller Sex und Gewalt und Bedrohung, die in einem Crescendo von unheimlicher und magischer Schönheit kulminieren.« Rebecca Stott

»Emotional erschütternd und unvergesslich wie ein Märchen.« Lilly Dancyger

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Großartiges Debüt

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»Meine Aufgabe ist auch, Mou vor dem zu beschützen, was andere Leute von ihr denken. Ich weiß, dass Mou mich eigentlich nicht vergessen sollte.« (Seite 42)

Die elfjährige Sissy ist mit ihrer psychisch ...

»Meine Aufgabe ist auch, Mou vor dem zu beschützen, was andere Leute von ihr denken. Ich weiß, dass Mou mich eigentlich nicht vergessen sollte.« (Seite 42)

Die elfjährige Sissy ist mit ihrer psychisch labilen alleinerziehenden Mutter kürzlich nach Südwestengland gezogen, ein Neuanfang musste her. Nun ist sie die Neue an der Schule, den Anschluss zu finden fällt ihr schwer. Als sie sich mit der ein Jahr älteren Tegan anfreundet, werden beide ziemlich schnell beste Freundinnen, erkunden zusammen ihren Körper, flüchten sich in eine Scheinwelt, in der alles möglich ist. Als in ihrer Umgebung Mädchen verschwinden, malen sie sich aus, welche Fotos von ihnen auf den Suchplakaten hängen könnten. Welche Konsequenzen dies zur Folge hätte, ist beiden nicht klar, sie unterschätzen die Gefahr.

»Ich weiß, dass es Kinder gibt, deren Eltern sich nicht um sie kümmern können, sodass sie ihnen weggenommen werden und bei anderen Leuten aufwachsen, die nicht ihre richtigen Eltern sind. Das weiß ich, solange ich denken kann. Das ist unsere größte Angst.« (Seite 113)

Auf dem Weg zur Frau, kein Kind mehr, aber ein Mädchen, bald erwachsen, aber noch nicht jetzt. Auf der Suche nach Identität, nach Geborgenheit und Liebe, den eigenen Körper entdeckend, noch nicht wissend, was erlaubt ist, was richtig und was falsch. Mit einer Mutter, die sich selbst wie ein Kind benimmt, nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, geschweige denn für ein Kind. Einerseits so unreif, andererseits so stark, sich kümmernd, eine Mauer hochziehend, wenn dies notwendig ist. Dies alles und noch viel mehr ist die Ich-Erzählerin und dies ist so authentisch, dass es wehtut. Dieses Debüt hat mich eingesogen, mich durchgeschüttelt und ergriffen, es war lebendig, erschütternd und echt. Bis zuletzt war ich mir nicht sicher, worauf wir zusteuern, aber der gewählte Abschluss war perfekt. Für alle, die nah an der Realität bleiben wollen und sich daran erinnern, wie es war, erwachsen zu werden. Lesen!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Eine mutmachende Geschichte

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Susie mou liegt im Bett, als die elfjährige Sissy aus der Schule kommt. Die Vorhänge, wie immer zugezogen, liegt sie auf der Seite und sieht zur Wand. Ein Blick in den Kühlschrank spiegelt Sissys innere ...

Susie mou liegt im Bett, als die elfjährige Sissy aus der Schule kommt. Die Vorhänge, wie immer zugezogen, liegt sie auf der Seite und sieht zur Wand. Ein Blick in den Kühlschrank spiegelt Sissys innere Leere. Sie füllt eine Schale mir Cornflakes und schüttet die restliche Milch darüber, sie schmeckt sauer.

Sissy kennt Luke Perry nicht, trotzdem hat sie seinen Aufkleber aus der Illustrierten in der Arztpraxis geklaut. Jetzt klebt er unter dem Regal über ihrem Bett, wo nur sie ihn sehen kann. Ihr ist egal, wie er heißt, sie gibt seinem Gesicht eigene Namen (Ramses, Adam oder Freddie) und träumt davon, ihn zu verführen, um ihn dann zu ertränken. Sie hat gemerkt, dass, wenn sie sich auf ihre Matratze hockt und die rechte Ferse zwischen die Beine klemmt, das Becken ein wenig kreisen lässt, ihr Gesicht heiß wird und es in ihr flutet und pocht, wie die Supernova.

Koko aus Griechenland ist nicht mehr da, aber er war der Namensgeber für ihre Mutter. Er nannte sie Susie mou (meine Susie) oder matia mou (meine Augen) anders für ich liebe dich. Sie haben Koko irgendwo draußen auf der Nordsee gelassen. Vielleicht ist er immer noch auf den Bohrinseln, spart für ein kleines Häuschen mit Garten für Mom und seine Tochter.

Neue Schule, neue Sissy. Tegan sitzt auf einer Bank, kichert und flüstert mit einem anderen Mädchen. Hinter ihnen stehen sechs weitere in der Schlange. Sie hat die Illustrierte More auf dem Schoß, aber darum geht es nicht. Sie wollen alle in den Genuss kommen, neben Tegan zu sitzen, denn Tegan ist cool. Sissy läuft die Schulhofbegrenzung auf und ab und schaut ihnen verstohlen über die Schulter zu.

Fazit: Tyler Wetherall hat ein feinfühliges Romandebüt geliefert. Mit großer Empathie versetzt sie sich in ein junges Mädchen, dessen Mutter an einer Depression erkrankt ist. Sie ist nicht in der Lage, sich um ihre Tochter zu kümmern, die sich selbst überlassen bleibt. Die Mutter leidet unter ihrer Unfähigkeit und überträgt die Schuldgefühle auf die Tochter, die sich für deren Wohlergehen verantwortlich fühlt. Die Ängste der Mutter führen zu Übersprungshandlungen mit Fluchttendenzen. Derweil versucht Sissy ihr Leben zu meistern und den rasanten Sprung vom Kindsein zur Frau zu vollenden. Die Autorin trifft genau den richtigen Ton, hat in ihrer klugen Protagonistin die Richtige gefunden, um mich an meine eigenen pubertären Nöte zu erinnern. Immer in Begleitung der Angst, Nein zu sagen, des Gefühls, sich zu verweigern führe dazu, nicht gemocht zu werden. Diese Enttäuschung, wieder nur benutzt worden zu sein und die Hingabe an augenscheinlich Stärkere. Wetherall hat einige mystische Elemente eingebracht, die mich nicht gestört, sondern eher das Besondere an der jungen Heldin Sissy hervorgehoben haben. Die Ich-Erzählung im Präsens erleichtert den Lesefluss und bringt mich ganz nah an Sissy heran. Eine traurige, schöne, kluge und mutmachende Geschichte, die ich ganz arg genossen habe.

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Veröffentlicht am 01.07.2025

Zwischen Baum und Meeresschaum

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Ein Roman über die Schrecken und Wunder des Frauwerdens.
Über das Erwachsenwerden in den 90ern, über Selbstentdeckung, Fremdbestimmung und die Rollen, die wir von der Gesellschaft aufgezwungen bekommen ...

Ein Roman über die Schrecken und Wunder des Frauwerdens.
Über das Erwachsenwerden in den 90ern, über Selbstentdeckung, Fremdbestimmung und die Rollen, die wir von der Gesellschaft aufgezwungen bekommen und glauben spielen zu müssen.
Wer bist du als Mädchen? Wer sollst du als Frau sein?
Bist du Daphne, die sich in einen Baum verwandelt, weil sie zu sehr „geliebt“ wurde? Oder eher die kleine Meerjungfrau, die zu Meeresschaum wird, weil sie zu wenig Liebe erfährt? Und vor allem: Wo dazwischen WILLST du stehen?

In Amphibium verwebt Tyler Wetherall all diese Fragen mit stiller Kraft, poetischer Genauigkeit und psychologischem Tiefgang. Sie erzählt mit einer zarten, fast schwebenden Sprache von Sissy, der Protagonistin, und Tegan, einem Mädchen, mit dem sie nach und nach Freundschaft schließt. Beide tragen ihre Lasten, beide hüten Geheimnisse.
Klug, mal leise, mal laut verwebt Wetherall die Schrecken des Erwachsenwerdens gekonnt mit den Träumereien der Kindheit.
Dabei behandelt sie diese Themen so sensibel und eindringlich, dass ich fast glaube, man könnte dieses Buch auch Onkel Otto beim nächsten Familientreffen in die Hand drücken und -so denn er es wirklich lesen würde-, würde er unter der Last der Erwartungen an junge, verletzliche Mädchen leise schluchzend auf dem Teppich zusammensinken. Das Taschentuch fest an die behaarte Männerbrust gepresst..

Die Figuren sind so lebendig, so fein gezeichnet, dass ich fast glaubte, irgendwo in Südwestengland, in einem Dorf in den 90ern, könnten sie wirklich gelebt haben nicht nur zwischen den Seiten dieses Romans und wer weiß vielleicht erklingt ihr fröhliches Mädchenlachen noch heute in den Wäldern, zwischen Moosen und wilden Bachläufen. Zu wünschen wäre es ihnen irgendwie schon.
Auch die Nebenfiguren bleiben nicht bloßes Beiwerk. Jede einzelne Figur hat Tiefe, Gewicht und Bedeutung.
Wetheralls Stil ist betörend: ein Pendel zwischen Melancholie, Aufbruch und jener besonderen Schwermut, wie sie nur ein Mädchen kennen kann, das gerade an der Schwelle zur Frau steht.

Vielleicht hat es mich deshalb so sehr getroffen: Die Figuren und ich teilen das Geburtsjahr. Die Zeit war dieselbe, der Zeitgeist sowieso: Star-Schnitte an den Wänden, MSN-Chats (bei mir deutlich harmloser), Fotoshootings mit der Einwegkamera in Kleidern aus dem Fundus der Mutter, dazu das übergroße Gefühl, erwachsen zu sein. Sexy zu sein. Und gleich danach: Scham! Schuld! Verlegenes Kichern! Und die Frage: sexy, aber für wen? Was bedeutet es überhaupt und will ich männliche Blicke auf mich ziehen? Aber alle sagen, wenn du Männern gefällst ist das gut und wenn alle das sagen...
Auch das ist eine der großen Stärken dieses Buches: Amphibium ist durch und durch feministisch. Die Kritik am Patriarchat ist spürbar, nicht plakativ, sondern tief in die Sprache und Struktur verwurzelt. Vieles schmerzt beim Lesen, gerade wenn man selbst so groß geworden ist. Aber alles daran ist notwendig.

Kein leichtes Buch, vieles ist nur schwer zu ertragen. Gerade aus erwachsener Perspektive. Das sollte man vor dem Lesen bedenken.
Ein Buch für alle, die wissen wollen, wie es sich anfühlt, vom Mädchen zur Frau zu werden. Und für alle, die sich wieder daran erinnern wollen.
Für die Mutigen und die Träumer.
Für alle, die sich gefragt haben: Was möchte ich sein? Baum oder Meeresschaum? Und warum scheint es für uns Mädchen dazwischen nichts zu geben?

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Veröffentlicht am 30.06.2025

Großartig und heartbreaking

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Wie gut war bitte dieser Roman?!?
Ich bin nicht wirklich Fan von Coming-of-age Romanen und ich weiß auch gar nicht, ob ich „Amphibium“ wirklich als einen bezeichnen würde. Tyler Wetherall sprengt das Genre. ...

Wie gut war bitte dieser Roman?!?
Ich bin nicht wirklich Fan von Coming-of-age Romanen und ich weiß auch gar nicht, ob ich „Amphibium“ wirklich als einen bezeichnen würde. Tyler Wetherall sprengt das Genre. So, so großartig! Für mich ein Highlight.

Dabei ist „Amphibium“ der Debütroman der englischen Journalistin und Drehbuchautorin Tyler Wetherall. Sie fängt in ihrem Roman, in denen das Erwachsen- und Frau werden und eine Freundinnenschaft im Mittelpunkt steht, die Atmosphäre der 90er in Südwestengland ein. Eine Zeit, in der auch ich eine Jugendliche war.
Wetheralls Protagonistin Sissy ist 11 und überschreitet gerade die Schwelle zur Pubertät. Ihre alleinerziehende Mutter leidet oft an starken Depressionen und ist dann nicht in der Lage sich um ihre Tochter zu kümmern und so übernimmt die Jugendliche schon sehr früh viel Verantwortung. In der Schule ist Sissy eine Außenseiterin bis sie die Aufmerksamkeit von Tegan, der Anführerin einer starken Mädchengruppe, auf sich zieht. Die beiden Mädchen werden Freundinnen und verbringen viel Zeit miteinander. Tegan scheint bereits im Besitz von viel mehr Wissen über die Erwachsenenwelt. Sie hat bereits Erfahrungen mit den Veränderungen, die ein Mädchenkörper in der Pubertät durchläuft, die für Sissy noch sehr mysteriös und rätselhaft sind.

Immer wieder greift Wetherall das Erwachsenwerden als Zeit der Metamorphose auf, die beängstigend und verstörend sein kann.

„Am Ende dieser Geschichte werde ich mich verwandelt haben, in etwas Anderes, etwas Grauenvolles. Soll heißen: etwas voll des Grauens.“

Dabei liegt ihr Fokus komplett auf einer weiblichen Perspektive, denn wenn ein Mädchen zur Frau wird, tritt es in Welt ein, die vom männlichen Blick und von sexistischen Strukturen geprägt ist.

„Ich verwandle mich nicht, wie ich soll. Ich bin weder Mädchen noch Frau. Weder Kind noch Erwachsene. Ich verwandle mich in etwas völlig anderes.“

Es ist auch eine Welt, in der der Ich-Erzählerin Sissy allmählich bewusst wird, dass ihr Wert vermeintlich daran festgemacht wird, wie sehr sie gewollt und geliebt wird. Mythologischen Geschichten und Märchen, wie das der kleinen Meerjungfrau, veranschaulichen ihr diese Mechanismen.

Gleichzeitig verschwinden im Umfeld von Sissy und Tegan immer wieder Mädchen und jungen Frauen, und die Pressemeldungen dazu beflügeln die Phantasie der beiden. Bei Sissy vermischen sich ihre erwachenden sexuellen Gefühle, die Verunsicherung und die Angst zu einem verwirrenden emotionalen Gemisch, dass sie nicht sortieren kann.

„Angst und Begehren sind nicht auseinanderzuhalten.“

Ganz toll finde ich auch die minimale und symbolträchtigen Einflechtungen von magischen Realismus, die die Veränderungen in Sissys Leben widerspiegeln.
Der Schluss finde ich unglaublich gelungen, realistisch und heartbreaking und den perfekten Abschluss für einen absolut großartigen Roman.

Definitiv eine große Leseempfehlung und für mich eines der stärksten internationalen Debüts, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Schonungsloser Coming-of-Age-Roman

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Südwestengland in den 90ern. Als Kind einer psychisch labilen alleinerziehenden Mutter ist es die elfjährige Sissy gewohnt, für sich allein zu kämpfen. Aber von dem Moment an, als sie sich vor Tegan, der ...

Südwestengland in den 90ern. Als Kind einer psychisch labilen alleinerziehenden Mutter ist es die elfjährige Sissy gewohnt, für sich allein zu kämpfen. Aber von dem Moment an, als sie sich vor Tegan, der selbstbewussten Anführerin einer Mädchenclique, mit einem Jungen an der neuen Schule prügelt, ist sie nicht mehr einsam. Die bald besten Freundinnen teilen alles miteinander, schicken Fotos an ältere Männer in Chatrooms und verfolgen fasziniert die Berichte über Entführungen junger Frauen im Landkreis. Im Laufe des Schuljahres nähern sie sich immer mehr der Schwelle zum Frausein, sehen und spüren Veränderungen, und die mythisch-märchenhaften Fantasiewelten, in die sie sich flüchten, gewinnen an Bedeutung, mit fatalen Konsequenzen.

„Amphibium“ ist ein Coming-of-Age-Roman von Tyler Wetherall.
Im Mittelpunkt steht Sissy. Sie wächst bei ihrer psychisch labilen Mutter auf und muss mit den Problemen des Erwachsenwerdens allein zurechtkommen. Langsam freundet sich Sissy mit Tegan, einer selbstbewussten Anführerin einer Mädchenclique an.

Tyler Wetherall beantwortet in ihrem Roman viele Fragen über das Erwachsenwerden. Dabei geht sehr sorgfältig und behutsam vor, schreckt aber auch vor Sex und Gewalt nicht zurück.

Die Protagonisten wirken alle sehr lebendig. Der Aschreibstil der Autorin ist fast poetisch zu nennen.
Die Atmosphäre in der Geschichte hat oft was Trauriges, bedrückendes, so wie man sich als Mädchen, am Rande des Frau werden fühlt.

“Amphibium“ ist nicht immer leicht zu lesen, man sollte der Geschichte aber die nötige Zeit geben, die sie braucht.

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