Cover-Bild Die Apotheke der Hoffnung
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hänssler
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 21.01.2026
  • ISBN: 9783775162302
Amanda Barratt

Die Apotheke der Hoffnung

Nach einer wahren Begebenheit im Krakauer Ghetto
Heide Müller (Übersetzer)

Polen 1941. Die Polin Zosia Lewandowska kennt die Brutalität des Krieges. Ihr Mann kam bei der Invasion der Deutschen ums Leben. Als sich die Situation verschlimmert und Nachbarn und Bekannte in Ghettos umgesiedelt werden, entscheidet sich Zosia, in der Apotheke von Tadeusz Pankiewicz zu arbeiten – mitten im Ghetto von Krakau.
Gemeinsam mit Tadeusz und ihren Kollegen riskiert sie ihr Leben, um den Juden zu helfen, die unter der Unterdrückung der Nazis leiden.

Amanda Barratt malt uns in grandioser Schreibkunst eine Geschichte vor Augen, die zu Herzen geht und noch lange nachklingt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2026

Ein Roman über ein Thema das nie vergessen werden darf

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Dieser Roman, beruhend auf wahren Begebenheiten, entführte mich nach Polen, beginnend im Jahr 1941, mitten in die Stadt Krakau. Dabei begleitete ich die junge Apothekerin Zosia. Jedoch nicht nur sie, sondern ...

Dieser Roman, beruhend auf wahren Begebenheiten, entführte mich nach Polen, beginnend im Jahr 1941, mitten in die Stadt Krakau. Dabei begleitete ich die junge Apothekerin Zosia. Jedoch nicht nur sie, sondern auch ihre jüngere Nachbarin Hania, die Jüdin ist.

Zosia erlebt mit, wie Hanias Familie in das Krakauer Ghetto ziehen muss. Das Schicksal der Familie Silbermann lässt ihr keine Ruhe. Als sich ihr die Möglichkeit bietet, in einer Apotheke mitten im Ghetto zu arbeiten, ergreift sie diese und hilft den Silbermanns mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln.

Ich fand den Schreibstil von Barrett flüssig und gut lesbar. Die beschriebenen Szenen sowie die Gegend und die Jahreszeiten waren für mich so bildreich, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.

Zosia war mir sympathisch. Ich konnte mich gut in sie und ihre Gefühlswelt bezüglich des Umgangs mit den Juden hineinversetzen. Die Frage, wo Gott in all dem Leid ist und weshalb er dies zugelassen hat, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Den Wunsch zu helfen und auch aktiv zu werden, fand ich absolut verständlich. Ebenso das Unverständnis darüber, wie sich eine Nation für besser halten kann als eine andere, auf Menschen herabschaut und sie vernichten möchte. Auch Hanias Gefühle und Gedanken waren für mich verständlich und nachvollziehbar.

Die damalige Zeit, die ich mir als hart und freudlos vorstelle, hat Barrett für mich sehr realistisch beschrieben. Ich finde es bewundernswert, wie sie es geschafft hat, einen hoffnungsvollen und bewegenden Roman zu schreiben, der noch lange nachhallt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch allen, die gern Romane lesen, die während der Shoah spielen, tolle und bewegende Lesestunden schenken wird. Denn an einigen Stellen musste ich das Buch selbst zur Seite legen, um innerlich wieder zur Ruhe zu kommen.

Gern empfehle ich es weiter.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Gutes tun

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Was mache ich, wenn schreckliche Gräueltaten vor meiner Haustür geschehen? Sehe ich weg, wenn meine Nachbarn bedroht sind, um mich nicht selbst in Gefahr zu bringen? Das fragt sich die junge Witwe Zosia, ...

Was mache ich, wenn schreckliche Gräueltaten vor meiner Haustür geschehen? Sehe ich weg, wenn meine Nachbarn bedroht sind, um mich nicht selbst in Gefahr zu bringen? Das fragt sich die junge Witwe Zosia, als eine befreundete Familie aus ihrem Krakauer Wohnhaus vertrieben wird. Zusammen mit den anderen Juden in der Stadt muss sie in ein heruntergekommenes Ghetto.

Komischerweise darf die Apotheke im Elendsviertel weiterhin betrieben werden. Dort findet Zosia Arbeit und nutzt die Gelegenheit, um ihre jüdischen Freunde so gut es geht zu unterstützen. Es bedrückt sie, dass die junge Hania ihre Träume begraben muss. Denn das Leben der Juden wird mehr und mehr von den deutschen Besatzern eingeschränkt.

Diese berührende Geschichte erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Zosia und Hania. Beide Erzählstränge greifen immer wieder ineinander über, um sich dann wieder zu trennen, weil die Umstände die beiden Frauen auseinanderbringen. Während Zosia aus Gewissengründen helfen möchte, wo sie nur kann, kämpft Hania hartnäckig ums Überleben. Beide Sichtweisen auf diese schrecklichen Jahre sind wertvoll und ergänzen sich.

Die dargestellten Menschen mit ihren Höhen und Tiefen werden schnell zu Freunden. Ihre Beweggründe und Entscheidungen sind nachvollziehbar. Das Schlimme, das sie erleben, bewegt zutiefst.

Der Roman ist fesselnd geschrieben und lässt sich kaum aus der Hand legen. Gleichzeitig ist er stellenweise schwer zu ertragen, da Gewalt und Unmenschlichkeit eindrücklich geschildert werden. Das ist umso schlimmer, weil die dargestellten Ereignisse auf historische Tatsachen beruhen.

Wichtige Fragen, wie die Frage nach dem Leid, werden angesprochen, doch nicht vollständig beantwortet. Das wirkt authentisch, denn es gibt im Leben oft keine leichten Antworten. Dafür wird der Leser herausgefordert sich bewusst dafür zu entscheiden, Gutes zu tun, selbst wenn es scheint, als könne es nie genug sein.

Fazit: Eine eindrückliche Erzählung über die Hilfsbereitschaft einer kleinen Schar von Menschen im Dritten Reich, die nicht wegsehen wollen, wenn Unrecht in ihrer Umgebung geschieht. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die historische Romane mit Tiefgang lieben.

Veröffentlicht am 16.03.2026

Das Böse, das Gute und der Raum dazwischen

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1941 hat die junge Apothekerin Zosia Lewandowska alles verloren, was ihr bis dahin glückliches Leben ausmachte. Als sie hilflos ansehen muss, wie ihre jüdischen Nachbarn ins Krakauer Ghetto ziehen müssen, ...

1941 hat die junge Apothekerin Zosia Lewandowska alles verloren, was ihr bis dahin glückliches Leben ausmachte. Als sie hilflos ansehen muss, wie ihre jüdischen Nachbarn ins Krakauer Ghetto ziehen müssen, trifft sie eine mutige Entscheidung. Sie nimmt eine Stelle in der Apotheke des jüdischen Ghettos an. So kann sie den Kontakt zu ihren Nachbarn und vor allem zu deren Tochter, ihrer Freundin Hania Silbermann, halten und sie unterstützen.

Die Apotheke im Krakauer Ghetto wurde von dem Polen Tadeuz Pankiewicz geführt, dessen Lebenserinnerungen Amanda Barratt die Idee für diesen Roman lieferten. Er und zwei seiner Mitarbeiterinnen werde mit ihren Namen genannt, während die dritte und alle andere Protagonisten fiktiv sind.

Zosia und Hania erzählen abwechselnd ihre Geschichte, beginnend mit dem 3. März 1941. So wird deutlich, wie unterschiedlich das Leben für die beiden ist. Die Autorin beschreibt das Leiden der jüdischen Bevölkerung, beginnend im Ghetto, wo die erhoffte Wohnung für die fünfköpfige Familie Silbermann ein Zimmer ist, das sie sich mit einer weiteren Familie teilen müssen. In ihrem Nachwort schreibt Amanda Barratt, dass sie sich „bei den Szenen in Konzentrationslagern um besondere Sorgfalt bemüht und die Gewalt, die Menschen dort erfahren haben, ungeschönt dargestellt“ hat. Diese Szenen sind nicht immer leicht zu lesen, denn sofort stehen die Bilder des Holocausts vor Augen. Und dennoch können wir das unermessliche Leiden nur ansatzweise verstehen, da wir diese unmenschlichen Lebensbedingungen nicht kennen.

Gegen das Leid setzt Amanda Barratt die Menschlichkeit und die Liebe. Nicht nur Zosia und der Apotheker Pankiewicz helfen, wo sie können. Auch z.B. Mitglieder der „Blauen Polizei“, die als Bewacher im Ghetto eingesetzt wurden, halfen bei der Umgehung von Vorschriften oder überbrachten Nachrichten, weil ihr Gewissen nichts anderes zuließ. Trotz des großen Leids verliebt sich Hania in Romek, der ihre Gefühle erwidert. Diese Liebe lässt sie durchhalten und gibt Hoffnung auf ein besseres Leben.

Amanda Barratt hat eine Geschichte geschrieben, die unter die Haut geht und lange nachwirkt. Sie beweist, dass jeder an seiner Stelle etwas tun kann, was hilft und unterstützt, egal, wie wenig es scheinen mag. Sie zeigt eindringlich, dass das Geschehene nicht vergessen werden darf und Ungerechtigkeiten nicht hingenommen werden dürfen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Menschlichkeit in dunkler Zeit

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„...Der Tag, an dem ich Ryszard Lewandowski heiratete, ist mir so in Erinnerung geblieben wie das sepiafarbene Foto, das vor der Kirche von uns aufgenommen wurde. Die Arme beladen mit Lilien und Nelken, ...

„...Der Tag, an dem ich Ryszard Lewandowski heiratete, ist mir so in Erinnerung geblieben wie das sepiafarbene Foto, das vor der Kirche von uns aufgenommen wurde. Die Arme beladen mit Lilien und Nelken, strahle ich ihn an, während seine Hand auf meiner gelegen hat. Der Beginn eines schönen Traums…“

Mit diesen Gedanken von Zofia endet der Prolog. Wenige Jahre später ist Zofia allein. Ryszard war Professor in Krakau. Sachsenhausen wurde sein Schicksal, wie das so vieler polnischer Intellektueller.
Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er lässt viel Raum für die Emotionen der Protagonisten. Die Zeitverhältnisse werden realistisch widergespiegelt. Es wird nichts beschönigt. Deshalb sollte der zukünftige Leser wissen, dass es sehr heftige und brutale Szenen gibt.
Die Geschichte wird abwechselnd von Zofia und Hania erzählt. Hania ist die Tochter eines jüdischen Arztes. Die Familie wohnt im gleichen Haus wie Zofia. Die beiden jungen Frauen sind befreundet.
Die eigentliche Handlung beginnt im Jahre 1941. In Krakow kommt es zur ersten Eskalationsstufe. Die jüdischen Bewohner werden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen und in ein Gebiet auf der anderen Seite des Flusses zu ziehen.

„...Bei jeder neuen Regelung sagen wir uns, dass wir sie ertragen können. Wir finden Wege, uns anzupassen, einen Anschein von Normalität aufrecht zu erhalten….“

Durch eine ehemalige Mitstudentin erfährt Zofia, dass es im Ghetto eine Apotheke gibt, die von einem Polen geleitet wird. Durch geschickte Argumentation hat er die Besatzer überzeugt, bleiben zu können. Zofia bekommt dort eine Anstellung.
Die Autorin versteht es, die Unterschiede und die Vielschichtigkeit in der polnischen Gesellschaft auf den Punkt zu bringen. Während in der Apotheke alles getan wird, um den Menschen zu helfen, machen sich polnische Jugendliche einen Spaß daraus, Juden zu terrorisieren.

„...Es ist wohl nicht verwunderlich, in welchem Maß die Polen mittlerweile in dieses Lied mit einstimmen und ihre jüdischen Nachbarn unterdrücken. Die Deutschen haben das Feuer der altehrwürdigen Tradition nur geschürt…“

Im Buch wird nach und nach die Geschichte des Ghettos und ihrer Bewohner erzählt. Magister Tadeusz Pankiewicz, der Apotheker, und seine Mitarbeiterinnen helfen, wo sie können. Sie wissen, dass es eigentlich nie genug ist. Und es ändern sich die Verhältnisse von einem Tag auf den anderen.
Das Buch spiegelt die Vielfalt der menschlichen Empfindungen: Grausamkeit und Gewalt, Angst und Überlebenswillen, Hoffnung und Glauben.
Die Geschichte hat mich tief berührt, obwohl oder gerade weil es nicht mein erstes Buch zu dem Thema war. Es zeigt, wie selbst in einem unmenschlichen Regime Glaube und Menschlichkeit wirken können.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Berührender Roman über Mut und Menschlichkeit

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„Die Apotheke der Hoffnung“ von Amanda Barratt ist ein tief bewegender historischer Roman, der auf einer wahren Begebenheit basiert und lange im Gedächtnis bleibt. Die Geschichte um Zosia Lewandowska, ...

„Die Apotheke der Hoffnung“ von Amanda Barratt ist ein tief bewegender historischer Roman, der auf einer wahren Begebenheit basiert und lange im Gedächtnis bleibt. Die Geschichte um Zosia Lewandowska, die im von den Nationalsozialisten besetzten Krakau ihr Leben riskiert, um anderen zu helfen, ist eindringlich, emotional und sehr respektvoll erzählt.

Besonders beeindruckend ist die Atmosphäre des Krakauer Ghetto, die die Autorin eindrucksvoll und sensibel einfängt. Die Figuren wirken glaubwürdig und menschlich, ihre Angst, ihr Mut und ihre Hoffnung sind beim Lesen deutlich spürbar. Gerade die stillen, zwischenmenschlichen Momente gehen besonders unter die Haut.

Der Schreibstil ist flüssig liest sich sehr leicht und ist und zugleich sehr gefühlvoll, ohne dabei ins Kitschige abzurutschen. Wer bewegende Geschichten über Zivilcourage, Mitgefühl und historische Schicksale schätzt, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.

Insgesamt ein eindrucksvoller, herzzerreißender Roman, der die Bedeutung von Menschlichkeit in dunkelsten Zeiten eindrucksvoll vor Augen führt.

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