Cover-Bild We Burn Daylight
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23,99
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 10.07.2025
  • ISBN: 9783406836930
Bret Anthony Johnston

We Burn Daylight

Roman
Sylvia Spatz (Übersetzer)

Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, um sich der Glaubensgemeinde des charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb anzuschließen. Dort angekommen lernt Jaye Roy kennen, den Sohn des Sheriffs, und die beiden Teenager spüren eine nie gekannte Verbindung. Roy ahnt nicht, dass Jaye auf der Ranch des religiösen Fanatikers lebt, der sich für den neuen Messias und die Behörden in Atem hält. Was geht innerhalb der zurückgezogen lebenden Sekte vor sich?"We Burn Daylight" ist eine zeitlose Auseinandersetzung mit Gewalt und Religion, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Drang, sich freizukämpfen. Die einfühlsam erzählte, zarte Liebesgeschichte zwischen Jaye und Roy führt zu den drängenden politischen Fragen unserer Gegenwart.Texas, 1993: Menschen aus dem ganzen Land machen sich auf nach Waco. Sie verkaufen ihre Häuser und beenden ihre Ehen, um zu Füßen eines Landschaftsgärtners zu beten, der sich selbst zu einem Propheten namens Lamb ernannt hat und nun gemeinsam mit seinen Anhängern das Eintreten von Gottes Prophezeiung für die letzten Tage der Menschheit erwartet. Jayes Mutter ist eine der jüngsten und gläubigsten Anhängerinnen von Lamb, Jaye selbst zweifelt an seinen Methoden – und an seinen Beweggründen. Roy ist der jüngste Sohn des örtlichen Sheriffs, ein Vierzehnjähriger mit einem Sinn für Ärger, der sich in Jaye verliebt. Die beiden Teenager fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch die Folgen dieser Liebe sind für die beiden unabsehbar. Denn Lamb hat Pläne für sie alle – auch für Jaye …Basierend auf den wahren Ereignissen, die sich während der Belagerung der Sekte «Branch Davidians» zugetragen haben, gelingt Bret Anthony Johnston eine unvergessliche Liebesgeschichte, ein bewegender literarischer Pageturner und eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Glauben, Familie und dem, was es wirklich bedeutet, gerettet zu werden.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2025

Tragische Geschichte

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Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, dort will sich ihre Mutter der Glaubensgemeinde Lambs anschließen. Jaye kann mit Lamb lange nicht so viel anfangen, doch ihre Mutter ist ganz begeistert ...

Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, dort will sich ihre Mutter der Glaubensgemeinde Lambs anschließen. Jaye kann mit Lamb lange nicht so viel anfangen, doch ihre Mutter ist ganz begeistert von dem Charma, das der Anführer der Glaubensgemeinde ausstrahlt. Als Jaye Roy kennenlernt, den Sohn des Sheriffs, fühlt sie sich von Anfang an von ihm angezogen. Doch Lamb hat andere Pläne für Jaye. Dann schaltet sich auch noch die Regierung ein, die Situation spitzt sich gefährlich zu.

Die zarte Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen findet statt auf dem Hintergrund der realen Tragödie 1993 von Waco, als die amerikanische Regierung einige grundlegende falsche Entscheidungen traf, was letztendlich viele Menschenleben kostete. Die wechselnde Perspektive der Erzählung gibt besondere Einblicke in eine scheinbar undurchsichtige, aber höchst explosive Situation. Durch die Verknüpfung zu den realen Geschehnissen von Waco wirkt das Buch sehr berührend, teilweise sehr beklemmend: Man weiß, wie es ausgegangen ist, und doch hofft man immer noch für die ahnungslosen Jünger und vor allem für die beiden jugendlichen Liebenden.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.09.2025

Bewegend

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Wir schreiben das Jahr 1993 als die junge Jaye sich gemeinsam mit ihrer Mutter von Kalifornien nach Waco; Texas, auf den Weg macht. Kurz zuvor lernte nämlich ihre Mutter den charismatischen Perry kennen, ...

Wir schreiben das Jahr 1993 als die junge Jaye sich gemeinsam mit ihrer Mutter von Kalifornien nach Waco; Texas, auf den Weg macht. Kurz zuvor lernte nämlich ihre Mutter den charismatischen Perry kennen, der in Waco der Anführer einer christlichen Sekte ist. Nun leben die Beiden bei Perry, doch während Jayer das ein oder andere kritisch sieht, verfällt ihre Mutter Perry immer mehr. Als Jaye kurz darauf den Sohn des Sheriffs, Roy, kennenlernt, scheint es, als würde sich alles zum Positiven wenden, denn die Teenager verlieben sich auf Anhieb. Was beide nicht wissen, Perry handelt scheinbar insgeheim mit Waffen und die Tage auf der Farm der Sekte scheinen gezählt.
Mich sprach das düstere Cover wieder einmal an und da ich das Thema rundum eine Sekte sehr spannend fand, wurde ich neugierig auf We burn daylight.
Autor Bret Anthony Johnston hat einen sehr fesselnden Schreibstil und vermittelt schnell Eindrücke und Gefühle, ohne dabei endlos abzuschweifen.
Seine Art, diese Geschichte zu erzählen, war allerdings nicht immer ganz so leicht. Zum einen lässt er die Teenager Roy und Jaye abwechselnd aus dem Jahr 1993 erzählen, nimmt aber auch einen Podcast mit rein, bei dem ein ehemaliger Freund Roys unterschiedliche Personen in der Gegenwart interviewt. Diese vermitteln durchaus immer wieder neue Denkansätze, aber man musste hier durchaus aufpassen, wer da gerade erzählte, was ja auch durchaus wichtig für die Story ist.
Der Autor nimmt mit seiner Geschichte Bezug zu einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 1993 in Waco, als die Sekte der Branch Davidians mit ihrem Anführer David Koresh zunächst unter Beschuss von US-Behörden genommen und später belagert wurden. Zwar nimmt der Autor hier eine fiktive Person, doch den Bezug zu Koresh ist hier in jeder Hinsicht vorhanden.
Insgesamt fand ich die Geschichte sehr berührend und ergreifend, auch wenn ich auf den ersten Blick noch nicht so ganz begreifen konnte, warum man sich solch einer Sekte anschließt. Doch Perry (alias Koresh) ist durchaus charismatisch und viele seiner Sektenmitglieder haben etwas zu verbergen. Die Darstellung fand ich absolut gelungen und konnte mich fesseln, auch wenn es im Mittelteil ein paar Längen gab, was auch einfach daran lag, dass hier die beiden Teenager im Mittelpunkt stehen.
Roy ist der Sohn des Sherriffs, der sich einsam fühlt, seitdem sein Bruder mit dem Militär das Land verlassen hat. Seine Eltern leben seitdem ein wenig in ihrer eigenen Welt, was durchaus verständlich ist, aber Roy sucht Aufmerksamkeit. Diese bekommt er später durch Jaye, die zwar mit der Mutter in der Sekte lebt, aber durchaus in der Lage ist, diese kritisch zu betrachten. Auch sonst ist Jaye unheimlich weit vom Verhalten und wirkt nicht wie eine x-beliebige Vierzehnjährige.
Die Nebencharaktere sind zahlreich und sorgen für neue Blickwinkel und Denkansätze, was die Story lebendig und greifbar macht.
Mein Fazit: Insgesamt fand ich We burn Daylight sehr bewegend und berührend und die Einblicke in das Leben der Sekte äußerst aufschlussreich. Auch wenn dieser Roman rein fiktiv ist, so ist der Bezug zu den Branch Davidians in jeder Hinsicht greifbar. Bei mir hat das Buch für sehr gute Unterhaltung gesorgt und ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 17.09.2025

keine leichte Lektüre

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Waco, eine amerikanische Kleinstadt in Texas und noch immer ein wunder Punkt in der amerikanischen Geschichte der Sekten. In einer Mischung aus Erzählung und Podcast wird hier die Geschichte einer fanatisch ...

Waco, eine amerikanische Kleinstadt in Texas und noch immer ein wunder Punkt in der amerikanischen Geschichte der Sekten. In einer Mischung aus Erzählung und Podcast wird hier die Geschichte einer fanatisch christlichen Sekte und ihren charismatischen Anführer 'The Lamb' kennen dem die Leute bedingslos und fast blind folgen.

Die Mutter von Jaye ist dem Charme des Anführers bald erlegen während Jaye die Teenager Tochter da weitaus näher an der Realität bleibt. Daneben ist Roy, Sohn des Polizei-Sheriffs von Waco der als Hobby Schlösser knackt und dessen Familie immer noch um den älteren Bruder trauert der im Irak Krieg gestorben ist. Bei einer für Amerika typischen Waffenschau treffen sich die beiden Teenager und eine zarte Romanze entsteht.

Dem Schreibstil ist anfangs nicht leicht zu folgen, es dauert etwas bis man in die Geschichte hineinfindet. Dem Buch liegt eine wahre Begebenheit zugrunde über die ich hier das erste Mal erfahren habe.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

viel mehr als eine Teenagerliebesgeschichte!

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Der Roman „We Burn Daylight“ von Bret Anthony Johnston spielt 1993 im texanischen Waco, wo sich der fanatische Sektenführer „Lamb“ niederlässt und seine Anhänger und Anhängerinnen um sich schart. Unter ...

Der Roman „We Burn Daylight“ von Bret Anthony Johnston spielt 1993 im texanischen Waco, wo sich der fanatische Sektenführer „Lamb“ niederlässt und seine Anhänger und Anhängerinnen um sich schart. Unter dem Verdacht des illegalen Waffenbesitzes und Missbrauch von Minderjährigen spitzt sich die Lage um den selbsternannten Messias immer mehr zu.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Roy (Sohn des Sheriffs) und Jaye (lebt zusammen mit ihrer Mutter, einer Anhängerin Lambs, auf dessen Ranch) erzählt.
Als sich die beiden begegnen und verlieben, wird schnell klar, dass diese Liebe im Schatten der Sekte keine sorglose Teenagerliebe sein kann.
Die Erzählung wird durch Auszüge eines 2023/24 produzierten Podcasts ergänzt, der die Ereignisse von 1993 näher beleuchtet und immer wieder Hinweise auf den Verlauf der Geschichte gibt.
Der Roman, der auf den realen Ereignissen der „Branch Davidians“ basiert, beschäftigt sich mit durchaus aktuellen Themen wie Machtmissbrauch und Fanatismus und gerade auf den letzten Seiten (s.Zitat) gibt es viel zu überdenken und zu diskutieren.
Das Ende lässt mich etwas ratlos zurück. Ist das echt ein gangbarer Weg? Wäre es nicht auch denkbar, die Wahrheit zu leben und sich für die Aufarbeitung des Geschehenen einzusetzen? An die Entscheidung der beiden kann ich nicht ganz anknüpfen.
In der deutschen Übersetzung werden immer wieder „Fräsen“ gesucht. Das war irgendwie merkwürdig. Aus dem Kontext geschlossen werden hier Waffen gesucht. Vielleicht „Fraser“?
Nett fand ich übrigens die Anekdote über den gestohlenen Laptop in der Danksagung!
Ein bewegendes und sehr emotionales, ein bedrückendes und absolut lesenswertes Buch!

„War es das Sterben wert? Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt und auf welcher Seite diese Person steht.“

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Veröffentlicht am 12.07.2025

(K)ein zahmes Lamm

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Das Thema Psychologie interessiert mich schon sehr lange. Dementsprechend auch Dynamiken, die sich durch manipulative und/oder gewalttätige Menschen ergeben. Sekten sind besonders anziehend - ...

Das Thema Psychologie interessiert mich schon sehr lange. Dementsprechend auch Dynamiken, die sich durch manipulative und/oder gewalttätige Menschen ergeben. Sekten sind besonders anziehend - thematisch. Ich hoffe nie in einer zu landen!

Ich habe schon viele Dokus über Sekten gesehen und auch diverse Bücher gelesen. Meistens eher von Betroffenen wie Leah Remini, die aus Scientology ausgestiegen ist. Ich glaube das gefällt mir auch ein wenig besser, weil es sehr authentisch ist. Dennoch will ich nicht außer Acht lassen wie schwer es für einen Autor sein muss dieses komplexe Thema außenstehend in Worte zu fassen. C.H. Beck schafft das recht gut, auch wenn ich mich an den Schreibstil etwas gewöhnen musste. Die Podcasts-Einblicke fand ich anfangs verwirrend.
Lässt man sich drauf ein, ergibt sich ein sehr detaillierter Roman über Sekten-Dynamiken und wie ein einziger Mensch das Leben vieler zerstören kann. An manchen Stellen war es etwas langatmig. Auch hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Es liest sich an manchen Stellen mehr wie eine Nacherzählung. Als wäre man als Leser nicht ganz dazu eingeladen sich ins Geschehen ziehen zu lassen. Dennoch lesenswert und ein gutes Buch. Allerdings absolut nichts für mal eben zwischendurch.

Was hörte ich mal für einen Satz in einer Sekten-Doku? Wenn du denkst dir könnte das nicht passieren, bist du potenziell der beste Kandidat, um genau in die Fänge dieser Leute zu geraten.

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