Cover-Bild Je tiefer der Wald
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: CW Niemeyer
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 01.09.2025
  • ISBN: 9783827192110
Daniel Kohlhaas

Je tiefer der Wald

Psychothriller
Bei einem Spaziergang im oberbergischen Wald verschwindet die dreijährige Leni spurlos. Zurück bleiben ihre Eltern Julia und Sebastian, die sich durch einen Alltag voller Schuldzuweisungen, Trauer und Hoffnung winden. Die eine Frage beherrscht fortan ihr Leben: Wo ist unsere Tochter? Zehn Jahre später taucht aus dem Nichts in einer Nacht ein junges Mädchen auf. Das einzige Wort, das es spricht, ist sein eigener Name: Leni. Dr. Vinzenz Reker, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, betreut das Mädchen. Nach kurzer Zeit vertraut es ihm eine ungeheure Wahrheit an und alle beginnen sich zu fragen: Wer ist diese Leni? „Je tiefer der Wald“ ist ein Psychothriller mit Figuren zum Anfassen, die die Leser an die Hand nehmen und am Ende nicht mehr loslassen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2025

Im Wald

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Mit dem schockierenden Psychothriller "Kleine Engel" hat Daniel Kohlhaas mich das Fürchten gelehrt. Seit dieser Zeit behalte ich ihn im Augen. Denn ich halte ihn für einen vielversprechenden Schriftsteller, ...

Mit dem schockierenden Psychothriller "Kleine Engel" hat Daniel Kohlhaas mich das Fürchten gelehrt. Seit dieser Zeit behalte ich ihn im Augen. Denn ich halte ihn für einen vielversprechenden Schriftsteller, der es durchaus mit renommierten Bestseller-Autoren wie Sebastian Fitzek aufnehmen kann. Nun legt er mit seinem neuen Roman "Je tiefer der Wald" nach, der einen ungeklärten, rätselhaften Vermisstenfall in den Mittelpunkt rückt.

Das Cover fällt aus dem Rahmen des Üblichen. Man konzentriert sich auf das verschwommene Profil eines Kindes. Assoziationen mit dem in einem Wald spurlos verschwundenen Mädchen sind durchaus erlaubt. Der Titel ist gut gewählt, er gibt Rätsel auf und regt zum Nachdenken an.

Dieser Psychothriller ist ganz anders als erwartet. Daniel Kohlhaas erzählt eine schockierende Geschichte. Ein Kleinkind verschwindet während eines Ausflugs, die Eltern sehen sich in einem Alptraum gefangen. Die verzweifelte (und vergebliche) Suche bringt sie an physische und psychische Grenzen. Zehn Jahre lang verharren sie in ihrem Schmerz, ihre Beziehung hält den Belastungen nicht stand. Als ein unbekanntes Mädchen aufweist, das starke Ähnlichkeit mit der vermissten Leni aufweist, reißen die alten Wunden wieder auf - und streng gehütete Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

Dieses Buch sprengt Grenzen. Es ist von einem leisen, melancholischen Grundton durchzogen, der Fokus liegt weniger auf der Aufklärung eines Verbrechens als auf seiner psychologischen Aufarbeitung. Daniel Kohlhaas rührt an Tabus, wenn er "Regretting Motherhood" thematisiert. Seine literarischen Figuren sind instabile Charaktere, überwältigt und überfordert, geprägt von unbewältigten, traumatischen Erfahrungen. Sehr empfehlenswert!Wal

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Ein Psychothriller, der bis in die Seele vordringt

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Daniel Kohlhaas gelingt mit „Je tiefer der Wald“ ein psychologisch ausgefeilter Thriller, der weniger auf blutige Effekte setzt, sondern auf die zerstörerische Kraft von Verlust, Angst und Hoffnung. Die ...

Daniel Kohlhaas gelingt mit „Je tiefer der Wald“ ein psychologisch ausgefeilter Thriller, der weniger auf blutige Effekte setzt, sondern auf die zerstörerische Kraft von Verlust, Angst und Hoffnung. Die Geschichte um das spurlos verschwundene Kind Leni und die verzweifelten Eltern Julia und Sebastian entfaltet sich mit beklemmender Intensität. Zehn Jahre später, als plötzlich ein Mädchen auftaucht, das behauptet, Leni zu sein, kippt die Handlung in ein labyrinthisches Spiel aus Wahrheit, Täuschung und verdrängter Erinnerung. Dr. Vinzenz Reker als empathischer Psychologe fungiert als Bindeglied zwischen den Figuren und der Wahrheit, die im Dunkel lauert. Kohlhaas’ präzise Sprache, sein Gespür für Atmosphäre und die emotionale Tiefe seiner Charaktere machen den Roman zu einem herausragenden Leseerlebnis, das lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Anspruchsvoller, abgründiger Psychothriller

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Manche Albträume beginnen leise – in diesem Fall mit einem Spaziergang im oberbergischen Wald, bei dem die dreijährige Leni spurlos verschwindet. Was bleibt, ist ein klaffendes Loch im Leben ihrer Eltern, ...

Manche Albträume beginnen leise – in diesem Fall mit einem Spaziergang im oberbergischen Wald, bei dem die dreijährige Leni spurlos verschwindet. Was bleibt, ist ein klaffendes Loch im Leben ihrer Eltern, Julia und Sebastian. Ein Jahrzehnt gefüllt mit unerträglicher Trauer, schwelenden Schuldzuweisungen und der einen quälenden Frage: Wo ist unsere Tochter?

Genau dieser Abgrund ist die Grundlage für Kohlhaas’ psychologisch geniales Meisterwerk. Denn nach zehn Jahren der quälenden Ungewissheit taucht in einer Nacht wie aus dem Nichts ein junges Mädchen auf. Ihr einziges gesprochenes Wort ist ihr eigener Name: Leni.

Mit dem Auftauchen des Mädchens beginnt für Julia und Sebastian ein Ritt auf Messers Schneide, denn die Hoffnung, die eigene Tochter endlich in die Arme schließen zu können, kämpft sofort gegen ein beklemmendes, tief sitzendes Unbehagen. Das Mädchen ist verändert, schweigsam und umgeben von einer undurchdringlichen Aura des Geheimnisses.

Hier tritt Dr. Vinzenz Reker auf den Plan, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, der Leni betreut. Durch seine Augen – die eine der beiden zentralen Perspektiven bilden – erleben wir die hochsensiblen, fast schmerzhaften Therapiegespräche. Dr. Reker liebt seinen Beruf, doch dieser Fall geht ihm emotional außergewöhnlich nahe. Er setzt alles daran, das schweigende Mädchen zu verstehen und die Leere zu füllen, die es umgibt.

Der Autor führt uns meisterhaft durch diese doppelte Erzählstruktur. Während wir Dr. Reker bei seinem behutsamen Vordringen in Lenis Trauma begleiten, blicken wir durch die Augen von Julia, der Mutter. Julia ist eine faszinierende, wenn auch verschlossene Protagonistin. Sie kämpft damit, Gefühle offen zu zeigen, doch man spürt in jeder ihrer Reaktionen, wie sehr sie das verschwundene Kind vermisst und wie sehr sie diese neue Leni verunsichert. Sie rekapituliert die Geschehnisse der Vergangenheit und konfrontiert sich mit der erschreckenden Gegenwart.

Kohlhaas’ Schreibstil ist einnehmend, eindringlich und zutiefst emotional. Er erzählt in angenehm kurzen Kapiteln, was der Geschichte eine atemlose Dynamik verleiht und den konstanten Spannungsbogen hält. Dieses Buch ist eine herzzerreißende Familienchronik, verwoben mit einer Welt voller Lügen und dunkler Geheimnisse.

Die beklemmende Atmosphäre, die der Autor durch die sorgfältige Auswahl seiner Charaktere und die düstere Szenerie des oberbergischen Waldes schafft, ist allgegenwärtig. Man spürt die Verzweiflung, die Trauer und die unterschwellige Angst, die alle Beteiligten lähmt. Und mich als stille Beobachterin gleich mit!

Besonders der Schlussteil des Thrillers ist von einer erschütternden Wucht. Als Dr. Reker nach und nach die ungeheure Wahrheit aus Leni entlockt und alle Geheimnisse ans Licht kommen, spürt man als Leser förmlich den Kloß im Hals. Die Auflösung ist so abgründig und schockierend, dass sie einen auch lange nach Beendigung der Lektüre nicht mehr loslässt.

Fazit: Ein psychologisch genialer und außergewöhnlich intensiver Thriller. Dieses Buch ist düster, emotional und von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Kohlhaas erzählt seine erschütternde Geschichte mit solcher Dringlichkeit und Tiefe, dass sie direkt ins Herz trifft und beweist, dass die größte Dunkelheit oft im Schweigen liegt. Ein absolutes Muss für alle Liebhaber des anspruchsvollen, abgründigen Psychothrillers. Sofort lesen!

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Ein Wald voller Geheimnisse

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Inhalt: Bei einem Waldspaziergang verschwindet Leni, die 3-jährige Tochter von Julia und Sebastian, spurlos. Zehn Jahre später taucht eines Nachts plötzlich ein junges Mädchen auf. Das Einzige, was sie ...

Inhalt: Bei einem Waldspaziergang verschwindet Leni, die 3-jährige Tochter von Julia und Sebastian, spurlos. Zehn Jahre später taucht eines Nachts plötzlich ein junges Mädchen auf. Das Einzige, was sie sagt, ist „Leni“. Doch ist sie wirklich die verschwundene Tochter? Kinder- und Jugendpsychologe Vinzenz Reker versucht, ihre Geschichte behutsam ans Licht zu bringen.

Mein Eindruck: Daniel Kohlhaas hat einen Psychothriller geschaffen, der mich sofort gefesselt hat. Die beklemmende Atmosphäre im Wald und im Krankenhaus hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen. Sein bildhafter, flüssiger Schreibstil sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Besonders gefreut habe ich mich über die Zeitsprünge, die lese ich in Büchern einfach unheimlich gerne.

Die Charaktere sind tiefgründig und authentisch gezeichnet. Julia und Sebastian zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer und Schuld umgehen. Dr. Vinzenz Reker wiederum ist eine Figur, die mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Mit seinem eigenwilligen Faible für die 50er Jahre, aber vor allem durch seine Menschlichkeit und kluge, ruhige Art.

Auch der Fall selbst war von Anfang bis Ende spannend. Immer wieder stellte sich mir die Fragen: Ist dieses Mädchen wirklich Leni? Wo war sie all die Jahre? Und wer steckt hinter ihrem Verschwinden? Die Auflösung hat mich schließlich überzeugt. Sie ist clever konstruiert und wirkt stimmig.

Fazit: Ein intensiver Psychothriller mit starker Atmosphäre, tief gezeichneten Figuren und überzeugender psychologischer Spannung. Über ein Wiedersehen mit Dr. Reker würde ich mich freuen!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Je tiefer der Wald umso düsterer die Geheimnisse

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Je tiefer der Wald
Autor: Daniel Kohlhaas
Verlag: Niemeyer Buch

Klappentext:
Bei einem Spaziergang im oberbergischen Wald verschwindet die dreijährige Leni spurlos. Zurück bleiben ihre Eltern Julia und ...

Je tiefer der Wald
Autor: Daniel Kohlhaas
Verlag: Niemeyer Buch

Klappentext:
Bei einem Spaziergang im oberbergischen Wald verschwindet die dreijährige Leni spurlos. Zurück bleiben ihre Eltern Julia und Sebastian, die sich durch einen Alltag voller Schuldzuweisungen, Trauer und Hoffnung winden. Die eine Frage beherrscht fortan ihr Leben: Wo ist unsere Tochter? Zehn Jahre später taucht aus dem Nichts in einer Nacht ein junges Mädchen auf. Das einzige Wort, das es spricht, ist sein eigener Name: Leni. Dr. Vinzenz Reker, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, betreut das Mädchen. Nach kurzer Zeit vertraut es ihm eine ungeheure Wahrheit an und alle beginnen sich zu fragen: Wer ist diese Leni? "Je tiefer der Wald" ist ein Psychothriller mit Figuren zum Anfassen, die die Leser an die Hand nehmen und am Ende nicht mehr loslassen.

Meinung:
Das erste Buch was ich von Daniel Kohlhaas gelesen habe war „Kleine Engel“ und ich war völlig geflasht. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an sein neues Buch „Je tiefer der Wald“ und was soll ich sagen? Ich wurde keinesfalls enttäuscht.
Ein Thriller der ohne Blut und Gewalt auskommt und doch so packend ist, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Die kurzen Kapitel mit den Cliffhangern am Ende gefallen mir sehr gut und der bildhafte Schreibstill lässt sich flüssig lesen.
Der Schauplatz des Thrillers findet überwiegend im Krankenhaus und im Wald statt. Das verbreitet durchgehend eine düstere und stellenweise bedrückende Stimmung.
Die Charaktere sind so unterschiedlich und ich finde sie zu der ganzen Geschichte äußerst stimmig.
Die Eltern Julia und Sebastian vermissen seit 10 Jahren ihre Tochter Leni. Die Ehe hat den Verlust und die Suche nach ihr sowie die ständigen Schuldzuweisungen nicht standgehalten.
Julia war für mich als Leserin ziemlich unnahbar. Ich glaube das liegt daran, was sie durchgemacht hat und dass sie die ganze Zeit versucht so zu sein wie es alle von ihr erwarten.
Dr. Vinzenz Reker ist ein Charakter mit Kommissarin Simone Brandschröder zusammen, den ich sehr mochte und ich würde mich freuen weiteres von ihm zu lesen.
Aus dem Nichts taucht ein Mädchen welches nur ein Wort spricht „Leni“.
Julia und Sebastian schöpfen neue Hoffnungen und im Krankenhaus angekommen überschlagen sich die Ereignisse.
Daniel Kohlhaas hat es geschafft das in diesem Psychothriller auch die Psyche der Charakter im Vordergrund steht und es ist genau, dass was den Thriller ausmacht. Im Vergleich dazu immer der tiefe düstere Wald und die oft greifbare Traurigkeit, Verlorenheit und Verzweiflung.
Aber immer steht die Frage im Raum, ist es Leni und wo war sie all die Jahre?
Wird sich alles aufklären und jeder mit den Geschehnissen seinen Frieden finden? Denn die Zerrissenheit und die Schatten der Vergangenheit sind immer so greifbar und ich war mitten in diesem Strudel gefangen beim Lesen.

Fazit:
Ein Thriller der es psychologisch in sich hat und die düstere angespannte Atmosphäre einen reinzieht in den Strudel der Vergangenheit mit den düsteren Schatten des Waldes und der Menschen.
"Wahrheit ist dehnbar, verformbar und vor allem braucht es gelegentlich jemanden, der sie bewahrt."

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