Cover-Bild Je tiefer der Wald
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: CW Niemeyer
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 01.09.2025
  • ISBN: 9783827192110
Daniel Kohlhaas

Je tiefer der Wald

Psychothriller
Bei einem Spaziergang im oberbergischen Wald verschwindet die dreijährige Leni spurlos. Zurück bleiben ihre Eltern Julia und Sebastian, die sich durch einen Alltag voller Schuldzuweisungen, Trauer und Hoffnung winden. Die eine Frage beherrscht fortan ihr Leben: Wo ist unsere Tochter? Zehn Jahre später taucht aus dem Nichts in einer Nacht ein junges Mädchen auf. Das einzige Wort, das es spricht, ist sein eigener Name: Leni. Dr. Vinzenz Reker, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, betreut das Mädchen. Nach kurzer Zeit vertraut es ihm eine ungeheure Wahrheit an und alle beginnen sich zu fragen: Wer ist diese Leni? „Je tiefer der Wald“ ist ein Psychothriller mit Figuren zum Anfassen, die die Leser an die Hand nehmen und am Ende nicht mehr loslassen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Je tiefer der Wald

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Vor zehn Jahren beginnt ein Albtraum für die Eltern der dreijährigen Leni, als das Mädchen während eines Ausflugs im oberbergischen Wald verschwindet. Seitdem befinden sich Julia und Sebastian in einer ...

Vor zehn Jahren beginnt ein Albtraum für die Eltern der dreijährigen Leni, als das Mädchen während eines Ausflugs im oberbergischen Wald verschwindet. Seitdem befinden sich Julia und Sebastian in einer Spirale zwischen hoffnungsvoller Verzweiflung und Schuld.

Sie reagieren unterschiedlich auf den Verlust, die Ungewissheit und den seelischen Schmerz. Hieran scheitert ihre Beziehung. Denn während Sebastian die Suche nicht aufgibt, spürt Julia Erleichterung von dem Druck, der als Mutter auf ihr lastete.

Unverhofft taucht jedoch ein unbekanntes Mädchen auf und sagt nur ein Wort: Leni.

Ist sie Julias und Sebastians kleine Tochter? Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Aber Leni zeigt sich unzugänglich und ängstlich.

Deshalb widmet sich Dr. Vinzenz Reker, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, dem Kind. Er versucht behutsam und immer im Interesse des Mädchens, Licht ins Dunkel der Identität und Ereignisse zu bringen.

Für Julia und Sebastian werden hingegen alte Dämonen wachgerüttelt, der damalige Albtraum scheint wieder gegenwärtig zu sein. Wäre da nicht einerseits ihre Hoffnung, dass Leni ihre vermisste Tochter ist, auch wenn dieser die klar wahrnehmbaren gravierenden Veränderungen und Geheimnisse, die das Mädchen umgeben, gegenüberstehen …


In “Je tiefer der Wald” geht Daniel Kohlhaas vordergründig einem rätselhaften und ungeklärten Vermisstenfall auf den Grund und verwendet hierbei einen intensiven und empathischen Schreibstil, der den Handlungsverlauf dank kurzer Kapitellänge dynamisch vorantreibt, einen durchgängig kontinuierlichen Spannungsbogen beibehält, eine in Teilen bedrückende Stimmung vermittelt und uns als Leser unweigerlich in das Geschehen hineinzieht.

Doch die im elegischen Grundton erzählte Geschichte bietet noch einiges mehr. Sie fokussiert weniger das Verbrechen an sich, sondern befasst sich akribisch mit der psychologischen Seite der Vorfälle inmitten von Halbwahrheiten, Lügen und Geheimnissen, insbesondere den Empfindungen eines Elternpaares, die sich auf verschiedene Weise äußern.

Außerdem sind wir Zeugen von behutsamen Gesprächen des Psychologen mit einem traumatisierten Kind, in denen der Schmerz fast greifbar wird und die diesem emotional zusetzen. Auch aus diesem Grund legt er alles daran, das Schicksal von Leni zu ergründen und dem schweigsamen Mädchen dauerhaft helfen zu können.

Dabei wagt sich Daniel Kohlhaas auch an ein sozial eher tabuisiertes Thema: das Bedauern der Mutterschaft (“Regretting Motherhood”), einem anhaltenden Zustand, in dem eine Frau bereut, Mutter geworden zu sein, und zudem die Rolle als Mutter negativ erlebt.

Das lässt Julia zu einer Figur werden, bei der Annäherung schwierig ist, die allerdings im Verlauf der Handlung immer deutlicher Verständnis hervorruft.

Möglich wird dies durch die vom Autor gewählte Struktur aus zwei Erzählperspektiven. Neben den Szenen, die wir mit Vinzenz Reker bei den behutsamen Begegnungen mit Leni begleiten, sind wir an Julias Seite und werden in ihre Gedankengänge eingebunden.

Julia und Sebastian sind zwei vom Autor geschaffene Charaktere, die durch die zurückliegenden Ereignisse unter seelischer Erschütterung leiden, verunsichert und überfordert sind, die Erfahrungen der Vergangenheit zu bewältigen.

Erleichternd für die Schwere des Romans ist es, dass es seinem Verfasser in einigen Momenten gelingt, die düstere Grundstimmung etwas aufzuhellen, wozu die Dialoge mit Abir, der Taxifahrerin von Dr. Reker, beitragen.

Mit “Je tiefer der Wald” hat Daniel Kohlhaas einen außergewöhnlichen und ambitionierten Thriller geschrieben, der den Leser auf Grund eines klugen Plots, des psychologisch fesselnden Geschehens sowie den komplex ausgearbeiteten Figuren in den Bann zieht und auch nach der Lektüre beschäftigt.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Im Wald

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Mit dem schockierenden Psychothriller "Kleine Engel" hat Daniel Kohlhaas mich das Fürchten gelehrt. Seit dieser Zeit behalte ich ihn im Augen. Denn ich halte ihn für einen vielversprechenden Schriftsteller, ...

Mit dem schockierenden Psychothriller "Kleine Engel" hat Daniel Kohlhaas mich das Fürchten gelehrt. Seit dieser Zeit behalte ich ihn im Augen. Denn ich halte ihn für einen vielversprechenden Schriftsteller, der es durchaus mit renommierten Bestseller-Autoren wie Sebastian Fitzek aufnehmen kann. Nun legt er mit seinem neuen Roman "Je tiefer der Wald" nach, der einen ungeklärten, rätselhaften Vermisstenfall in den Mittelpunkt rückt.

Das Cover fällt aus dem Rahmen des Üblichen. Man konzentriert sich auf das verschwommene Profil eines Kindes. Assoziationen mit dem in einem Wald spurlos verschwundenen Mädchen sind durchaus erlaubt. Der Titel ist gut gewählt, er gibt Rätsel auf und regt zum Nachdenken an.

Dieser Psychothriller ist ganz anders als erwartet. Daniel Kohlhaas erzählt eine schockierende Geschichte. Ein Kleinkind verschwindet während eines Ausflugs, die Eltern sehen sich in einem Alptraum gefangen. Die verzweifelte (und vergebliche) Suche bringt sie an physische und psychische Grenzen. Zehn Jahre lang verharren sie in ihrem Schmerz, ihre Beziehung hält den Belastungen nicht stand. Als ein unbekanntes Mädchen aufweist, das starke Ähnlichkeit mit der vermissten Leni aufweist, reißen die alten Wunden wieder auf - und streng gehütete Geheimnisse kommen ans Tageslicht.

Dieses Buch sprengt Grenzen. Es ist von einem leisen, melancholischen Grundton durchzogen, der Fokus liegt weniger auf der Aufklärung eines Verbrechens als auf seiner psychologischen Aufarbeitung. Daniel Kohlhaas rührt an Tabus, wenn er "Regretting Motherhood" thematisiert. Seine literarischen Figuren sind instabile Charaktere, überwältigt und überfordert, geprägt von unbewältigten, traumatischen Erfahrungen. Sehr empfehlenswert!Wal

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Ein Psychothriller, der bis in die Seele vordringt

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Daniel Kohlhaas gelingt mit „Je tiefer der Wald“ ein psychologisch ausgefeilter Thriller, der weniger auf blutige Effekte setzt, sondern auf die zerstörerische Kraft von Verlust, Angst und Hoffnung. Die ...

Daniel Kohlhaas gelingt mit „Je tiefer der Wald“ ein psychologisch ausgefeilter Thriller, der weniger auf blutige Effekte setzt, sondern auf die zerstörerische Kraft von Verlust, Angst und Hoffnung. Die Geschichte um das spurlos verschwundene Kind Leni und die verzweifelten Eltern Julia und Sebastian entfaltet sich mit beklemmender Intensität. Zehn Jahre später, als plötzlich ein Mädchen auftaucht, das behauptet, Leni zu sein, kippt die Handlung in ein labyrinthisches Spiel aus Wahrheit, Täuschung und verdrängter Erinnerung. Dr. Vinzenz Reker als empathischer Psychologe fungiert als Bindeglied zwischen den Figuren und der Wahrheit, die im Dunkel lauert. Kohlhaas’ präzise Sprache, sein Gespür für Atmosphäre und die emotionale Tiefe seiner Charaktere machen den Roman zu einem herausragenden Leseerlebnis, das lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Anspruchsvoller, abgründiger Psychothriller

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Manche Albträume beginnen leise – in diesem Fall mit einem Spaziergang im oberbergischen Wald, bei dem die dreijährige Leni spurlos verschwindet. Was bleibt, ist ein klaffendes Loch im Leben ihrer Eltern, ...

Manche Albträume beginnen leise – in diesem Fall mit einem Spaziergang im oberbergischen Wald, bei dem die dreijährige Leni spurlos verschwindet. Was bleibt, ist ein klaffendes Loch im Leben ihrer Eltern, Julia und Sebastian. Ein Jahrzehnt gefüllt mit unerträglicher Trauer, schwelenden Schuldzuweisungen und der einen quälenden Frage: Wo ist unsere Tochter?

Genau dieser Abgrund ist die Grundlage für Kohlhaas’ psychologisch geniales Meisterwerk. Denn nach zehn Jahren der quälenden Ungewissheit taucht in einer Nacht wie aus dem Nichts ein junges Mädchen auf. Ihr einziges gesprochenes Wort ist ihr eigener Name: Leni.

Mit dem Auftauchen des Mädchens beginnt für Julia und Sebastian ein Ritt auf Messers Schneide, denn die Hoffnung, die eigene Tochter endlich in die Arme schließen zu können, kämpft sofort gegen ein beklemmendes, tief sitzendes Unbehagen. Das Mädchen ist verändert, schweigsam und umgeben von einer undurchdringlichen Aura des Geheimnisses.

Hier tritt Dr. Vinzenz Reker auf den Plan, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, der Leni betreut. Durch seine Augen – die eine der beiden zentralen Perspektiven bilden – erleben wir die hochsensiblen, fast schmerzhaften Therapiegespräche. Dr. Reker liebt seinen Beruf, doch dieser Fall geht ihm emotional außergewöhnlich nahe. Er setzt alles daran, das schweigende Mädchen zu verstehen und die Leere zu füllen, die es umgibt.

Der Autor führt uns meisterhaft durch diese doppelte Erzählstruktur. Während wir Dr. Reker bei seinem behutsamen Vordringen in Lenis Trauma begleiten, blicken wir durch die Augen von Julia, der Mutter. Julia ist eine faszinierende, wenn auch verschlossene Protagonistin. Sie kämpft damit, Gefühle offen zu zeigen, doch man spürt in jeder ihrer Reaktionen, wie sehr sie das verschwundene Kind vermisst und wie sehr sie diese neue Leni verunsichert. Sie rekapituliert die Geschehnisse der Vergangenheit und konfrontiert sich mit der erschreckenden Gegenwart.

Kohlhaas’ Schreibstil ist einnehmend, eindringlich und zutiefst emotional. Er erzählt in angenehm kurzen Kapiteln, was der Geschichte eine atemlose Dynamik verleiht und den konstanten Spannungsbogen hält. Dieses Buch ist eine herzzerreißende Familienchronik, verwoben mit einer Welt voller Lügen und dunkler Geheimnisse.

Die beklemmende Atmosphäre, die der Autor durch die sorgfältige Auswahl seiner Charaktere und die düstere Szenerie des oberbergischen Waldes schafft, ist allgegenwärtig. Man spürt die Verzweiflung, die Trauer und die unterschwellige Angst, die alle Beteiligten lähmt. Und mich als stille Beobachterin gleich mit!

Besonders der Schlussteil des Thrillers ist von einer erschütternden Wucht. Als Dr. Reker nach und nach die ungeheure Wahrheit aus Leni entlockt und alle Geheimnisse ans Licht kommen, spürt man als Leser förmlich den Kloß im Hals. Die Auflösung ist so abgründig und schockierend, dass sie einen auch lange nach Beendigung der Lektüre nicht mehr loslässt.

Fazit: Ein psychologisch genialer und außergewöhnlich intensiver Thriller. Dieses Buch ist düster, emotional und von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Kohlhaas erzählt seine erschütternde Geschichte mit solcher Dringlichkeit und Tiefe, dass sie direkt ins Herz trifft und beweist, dass die größte Dunkelheit oft im Schweigen liegt. Ein absolutes Muss für alle Liebhaber des anspruchsvollen, abgründigen Psychothrillers. Sofort lesen!

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Ein Wald voller Geheimnisse

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Inhalt: Bei einem Waldspaziergang verschwindet Leni, die 3-jährige Tochter von Julia und Sebastian, spurlos. Zehn Jahre später taucht eines Nachts plötzlich ein junges Mädchen auf. Das Einzige, was sie ...

Inhalt: Bei einem Waldspaziergang verschwindet Leni, die 3-jährige Tochter von Julia und Sebastian, spurlos. Zehn Jahre später taucht eines Nachts plötzlich ein junges Mädchen auf. Das Einzige, was sie sagt, ist „Leni“. Doch ist sie wirklich die verschwundene Tochter? Kinder- und Jugendpsychologe Vinzenz Reker versucht, ihre Geschichte behutsam ans Licht zu bringen.

Mein Eindruck: Daniel Kohlhaas hat einen Psychothriller geschaffen, der mich sofort gefesselt hat. Die beklemmende Atmosphäre im Wald und im Krankenhaus hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen. Sein bildhafter, flüssiger Schreibstil sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Besonders gefreut habe ich mich über die Zeitsprünge, die lese ich in Büchern einfach unheimlich gerne.

Die Charaktere sind tiefgründig und authentisch gezeichnet. Julia und Sebastian zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer und Schuld umgehen. Dr. Vinzenz Reker wiederum ist eine Figur, die mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird. Mit seinem eigenwilligen Faible für die 50er Jahre, aber vor allem durch seine Menschlichkeit und kluge, ruhige Art.

Auch der Fall selbst war von Anfang bis Ende spannend. Immer wieder stellte sich mir die Fragen: Ist dieses Mädchen wirklich Leni? Wo war sie all die Jahre? Und wer steckt hinter ihrem Verschwinden? Die Auflösung hat mich schließlich überzeugt. Sie ist clever konstruiert und wirkt stimmig.

Fazit: Ein intensiver Psychothriller mit starker Atmosphäre, tief gezeichneten Figuren und überzeugender psychologischer Spannung. Über ein Wiedersehen mit Dr. Reker würde ich mich freuen!

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