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Veröffentlicht am 01.07.2020

Von der Liebe und den Jahren dazwischen

Von der Liebe und den Jahren dazwischen
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Mit dem Buch "Von der Liebe und den Jahren dazwischen" hat Frida Matthes einen modernen Frauen-Roman über die Liebe, das Leben und die Familie vorgelegt.

Henriette managt jeden Tag das Familienleben rund ...

Mit dem Buch "Von der Liebe und den Jahren dazwischen" hat Frida Matthes einen modernen Frauen-Roman über die Liebe, das Leben und die Familie vorgelegt.

Henriette managt jeden Tag das Familienleben rund um Ehemann Patrick und die drei (pubertierenden) Töchter sowie um ihre frisch pensionierte Mutter. Der vielbeschäftigte Patrick glänzt ohnehin meist durch Abwesenheit und kann Henriettes Sorgen um die Kinder sowieso nicht verstehen. Bis Max auftaucht und Henriette Avancen macht ... Das setzt eine Ereigniskette in Gang, die Henriette bald nicht mehr im Griff hat und die sie - und ihre Familie - bis nach Frankreich führt.

Das ansprechende Cover ist in zarten Farben gehalten und verbreitet ein heiteres Lebensgefühl, das man durchaus in Frankreich verorten könnte. Wer aufmerksam hinschaut, erkennt sogar eine Radfahrerin, die sich mit einem großen Hut vor der Sonne geschützt hat. Gewisse Assoziationen zu Henriette Henkemeier, der Heldin dieses Buches, liegen auf der Hand. Der Titel erinnert an ein erfolgreiches Buch der Autorin, das vor einigen Monaten erschienen ist. Dennoch handelt es sich keineswegs um eine Reihe, wie man vermuteten könnte, sondern es sind in sich abgeschlossene Geschichten, die keinerlei Berührungspunkte aufweisen.

Frida Matthes lädt ihre Leserinnen auf eine interessante Reise ein. Ihr Roman spielt in Deutschland und in Frankreich, genauer gesagt: an der Cote d' Azur. Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Henriette Henkemeier vermittelt, wobei jedes Kapitel mit einem lockeren Spruch der Protagonistin eingeleitet wird. Henriette ist eine humorvolle, liebenswerte und zuverlässige Frau in den besten Jahren, mit der sich jede Mutter identifizieren kann. Beruflich gesehen, hat sie nichts vorzuweisen. Nach dem Abbruch von Studium und Ausbildung leitet sie ein kleines erfolgreiches Familienunternehmen, wie man so schön sagt. Sie hält ihrem vielbeschäftigten Mann den Rücken frei, zieht drei lebhafte Töchter groß, wuppt den Haushalt und engagiert sich ehrenamtlich in einigen Vereinen. Auf der Strecke bleibt sie selbst. Sie ist zu einer unsichtbaren grauen Maus geworden, ihre Beziehung ist in eine Sackgasse geraten, ihre Töchter fühlen sich von ihr bevormundet. Als ihre älteste Tochter Saskia ihr Abitur in der Tasche hat und mit einem wesentlich älteren Fotografen nach Frankreich fährt, überfällt sie das Empty-home-Syndrom. Henriette kann und will nicht loslassen; sie will die absolute Kontrolle behalten und fällt die spontane Entscheidung, sich an ihre Fersen zu heften und ihr nach Frankreich hinterherzufahren, um sie vor allem Schaden zu bewahren.

Alles in allem ist Frida Matthes eine kurzweilige, humorvolle Geschichte gelungen, die vom ganz normalen Wahnsinn in einer deutschen Familie erzählt. Auch wenn es sich nicht um einen klassischen Wohlfühl-Roman handelt, darf man sich auf ein versöhnliches Ende freuen. Henriettes Reise markiert einen wichtigen Wendepunkt in ihrem Leben, das durch schicksalhafte Begegnungen wieder bunt und lebenswert wird. Genau das Richtige für unbeschwerte Urlaubstage!.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Die Perlenfarm

Die Perlenfarm
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Mit ihrem Roman "Die Perlenfarm" entführt die schwedische Autorin Liza Marklund ihre Leser an einem traumhaften Ort. Die junge Kiona lebt im Paradies, sie taucht in den tropischen Gewässern der Südsee ...

Mit ihrem Roman "Die Perlenfarm" entführt die schwedische Autorin Liza Marklund ihre Leser an einem traumhaften Ort. Die junge Kiona lebt im Paradies, sie taucht in den tropischen Gewässern der Südsee nach Perlen. Dabei kann sie alles andere um sich herum vergessen. Doch eines Tages zieht ein Zyklon über die Insel und zwingt sie, den harten Realitäten der westlichen Welt ins Auge zu sehen. Vor der Perlenfarm ihrer Eltern strandet ein Segelboot. An Bord ein verletzter Mann, der sich Erik nennt und behauptet, ein Banker aus London zu sein. Kiona pflegt ihn gesund und verliebt sich unsterblich in ihn. Als Erik die Insel fluchtartig verlässt, kommen Kiona Zweifel. Ist Erik gar nicht der, für den er sich ausgegeben hat? Sie beschließt, ihn zu suchen, und bricht auf in ein Abenteuer, das sie quer durch Amerika, Europa und Afrika führt und bei dem sie selbst in Lebensgefahr gerät …

Das Cover atmet tropisches Flair; man blickt auf einen feinen Sandstrand, der von einem dichten Palmenwald gesäumt wird. Der Titel rekurriert auf die Herkunft der Heldin, die - wie ihre Geschwister - nach Perlen taucht.

In ihrem Roman nimmt Liza Marklund ihre Leser mit auf eine aufregende Reise zu vielen exotischen Zielen wie Manihiki, Rarotonga, Los Angeles, London, Malmö und Daressalam. Das Geschehen erstreckt sich über einen relativ langen Zeitraum, von 1990 bis 1996, und wird aus der Sicht von Kiona erzählt, einer jungen Frau, die mit ihrer Familie auf Manihiki, einem Atoll der Cook-Inseln, das als Insel der Perlen bekannt ist, lebt und ihren Lebensunterhalt als Perlentaucherin in dem kleinen familieneigenen Unternehmen verdient. Kiona ist eine gebrochene Figur; sie leidet unter dem tragischen Tod ihrer klugen älteren Schwester, für den sie sich selbst verantwortlich fühlt. Sie ist ein nüchtern und rational agierender, praktisch veranlagter Mensch, tiefe Emotionen sind nicht ihre Welt.

Dieser Roman ist ein interessanter, packender Mix aus einer Liebes- und Kriminalgeschichte, der sich in drei große Abschnitte gliedern lässt.

Der erste Teil ist der Romanze von Kiona mit Erik gewidmet, der nach einem Schiffbruch auf der idyllischen Insel strandet und von Mama Evelyn und Kiona gesund gepflegt wird. Auf den ersten Blick haben Erik und Kiona nichts gemeinsam, dennoch verliebt sich Kiona in den schweigsamen und intellektuellen Schweden, der von einem dunklen Geheimnis umwittert ist. Im Laufe ihrer Beziehung bringt sie zwei Kinder von ihm zur Welt, bis Erik durch eine Meldung in einer Zeitung aufgespürt und gewaltsam von der Insel verschleppt wird.

Der zweite Teil ist ein Roadtrip um die ganze Welt. Kiona verlässt ihre Heimat, um das Rätsel um ihren spurlos verschwundenen Mann zu lösen. Es ist eine haarsträubende Reise, und sie wird mit vielen lebensgefährlichen Situationen konfrontiert, die sie mit HIlfe von Menschen bewältigen kann, die am Rande der Gesellschaft leben. Dennoch gibt sie nicht auf, sondern sammelt unermüdlich Informationen wie Puzzlestücke, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu einem komplexen Bild zusammenzusetzen.

Der dritte Teil erzählt von Kionas Rache an den Verbrechern und ihrer Flucht auf eine einsame Insel, mit der sie ihre Familie schützen will. Hierbei geht sie rational und zielbewusst vor; sie verwischt ihre Spuren und führt ihre Widersacher bewusst in die Irre.

Alles in allem hat mich dieses Buch mehrere Tage lang in Atem gehalten. Hin und wieder ist die Geschichte etwas langatmig geraten, wenn die brisante und komplizierte internationale Finanzpolitik ausführlich erklärt wird. Dennoch ist es eine empfehlenswerte Lektüre, nicht nur in diesem Sommer. Schwache Nerven sollte man allerdings nicht besitzen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

Die Liebe kommt auf Zehenspitzen

Die Liebe kommt auf Zehenspitzen
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Mit dem Roman "Die Liebe kommt auf Zehenspitzen" hat Kristina Günak ein neues Buch vorgelegt, das ihre Leser in den rauhen Norden entführt.

Ganz unverhofft erben Autorin Lucy, die an einem Liebesroman ...

Mit dem Roman "Die Liebe kommt auf Zehenspitzen" hat Kristina Günak ein neues Buch vorgelegt, das ihre Leser in den rauhen Norden entführt.

Ganz unverhofft erben Autorin Lucy, die an einem Liebesroman schreibt, und Klinikarzt Ben, der an Panikattacken leidet, einen alten Bauernhof. Nur dumm, dass sie sich eigentlich nur flüchtig kennen. Aber weil Lucy dringend eine Bleibe und Ben eine Auszeit braucht, ziehen sie in die ländliche Idylle eines kleinen Dorfs. Gemeinsam, aber nur als Freunde, versteht sich, und bloß auf Zeit. Doch das Leben hat andere Pläne mit ihnen ...

Das in hellen Farben gehaltene Cover ist relativ unauffällig und definitiv kein Hingucker, auch wenn die Füchsin Tausendschön liebevoll integriert worden ist. Dagegen hat mich der aussagekräftige Titel überzeugt, weil er den Inhalt dieses Romans schön zusammenfasst.Liebe kommt nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sie muss sich entwickeln!

Nach dem hektischen Lärm der Stadt sehnt man sich nach einem ruhigen Landleben. Deswegen könnte das Setting auf einem abgelegenen Dorf mitten in Schleswig-Holstein nicht besser sein. Lucy und Ben sind nicht fernab jeglicher Zivilisation, aber sie können abschalten und "entschleunigen", was sie bitter nötig machen. Damit sind wir schon bei den Protagonisten, die auf mich "total normal" und damit absolut authentisch wirken. Der attraktive Arzt Ben hat seinen Beruf nicht mit dem Blick auf einen hohen sozialen Status, sondern aus Liebe zu den Menschen gewählt. In dem hektischen Getriebe einer Notfallstation in einem Krankenhaus in Hamburg ist er an seine Grenzen gelangt. Er leidet unter den Schikanen seines Vorgesetzten, kämpft mit massiven Panikattacken und gegen den drohenden Burnout. Auch Lucy hat es nicht leicht. Allerdings macht sie sich ihren Stress selber, wenn ich es so flapsig formulieren darf. Als Freiberuflerin ist sie für die Struktur ihres beruflichen Alltags selbst verantwortlich. Sie ist chronisch blank, verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Übersetzen von literarischen Texten und schreibt an ihrem ersten eigenen Roman, den sie sogar in einem Verlag unterbringen konnte. Leider kämpft sie mit ihrem Exposé und sieht wertvolle Zeit davonrinnen. Durch die unerwartete Erbschaft bekommen sie die einmalige Chance, sich eine bezahlte Auszeit auf einem uralten Bauernhof gönnen zu können. Die Handlung erstreckt sich von einem bitterkalten Dezember bis in den warmen Spätsommer, und wir haben genügend Zeit, unsere Helden Lucy und Ben zu beobachten. Von wohlmeinenden alten Nachbarn werden sie in die intakte Dorfgemeinschaft integriert und lernen nicht nur die Freuden des Landlebens, sondern auch einander und sich selbst kennen. Ganz allmählich entwickelt sich aus ihrer lockeren WG eine gute Freundschaft - und tiefe Gefühle füreinander, die sie sich nicht einzugestehen wagen.

Kristina Günak hat einen leisen, verhaltenen Liebesroman mit liebenswerten Protagonisten geschaffen, der mich nicht im Sturm, sondern ganz langsam, gleichsam auf Zehenspitzen, erobert hat. Es sind nicht nur die liebevoll ausgestalteten menschlichen Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind, sondern auch tierische Helden wie Helmut, der ängstliche Schäferhund, der lange braucht, um Vertrauen zu Lucy und Ben zu fassen, die genauso wie er selbst aus dem Gleichgewicht gekommen sind. Dieser humorvolle Roman bringt seine Leser zum Nachdenken, erdet sie und ist weitaus mehr als eine heitere Sommerlektüre!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2020

Schwestern im Tod

Schwestern im Tod
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Auf den Thriller "Schwestern im Tod" habe ich mich sehr gefreut. Denn der französische Bestseller-Autor Bernard Minier führt seine Leser in seine eigene (literarische) Szene, in dem er von einem eitlen, ...

Auf den Thriller "Schwestern im Tod" habe ich mich sehr gefreut. Denn der französische Bestseller-Autor Bernard Minier führt seine Leser in seine eigene (literarische) Szene, in dem er von einem eitlen, selbstgefälligen Krimi-Autoren mit verstörender Fantasie erzählt, der in einem aufsehenerregenden Fall mit zwei ermordeten Schwestern verwickelt ist, die sich ihm als seine begeisterten Fans geoutet hatten.

Im 5. Psychothriller des französischen Bestseller-Autors Bernard Minier wird Kommissar Martin Servaz mit seinem allerersten Fall konfrontiert, der damals nur scheinbar gelöst werden konnte. Für Kommissar Martin Servaz aus Toulouse ist es ein Schock, als er in einer eisigen Februar-Nacht zum Tatort eines Mordes gerufen wird: Nicht nur liegt das Opfer inmitten giftiger Schlangen – die Ermordete trägt ein Kommunionkleid, und es handelt sich um die Ehefrau des Krimi-Autors Erik Lang.
Mit Lang hatte Servaz bereits vor 25 Jahren bei seinem ersten Fall zu tun. Damals waren am Ufer der Garonne in den Pyrenäen zwei Studentinnen ermordet aufgefunden worden, an Baumstämme gefesselt und in Kommunionkleider gehüllt. Die Schwestern waren Fans von Lang gewesen, auf ihrem Zimmer hatte dessen Bestseller »Das Kommunionkind« gelegen. Zufall? Doch gerade, als sich die Lage für Lang zuzuspitzen schien, hatte der Fall eine dramatische Wendung genommen.
Für Kommissar Servaz steht bald fest, dass sie damals etwas Wichtiges übersehen haben. Und tatsächlich fördert eine DNS-Analyse aller drei Mordopfer Erstaunliches zutage …

Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden. Das aufsehenerregende Cover hat mich geflasht. Eine zarte dunkelhaarige Schönheit in einem langen weißen Kleid, das gewisse Assoziationen mit einem Kommunionkleid weckt, läuft vor einem Unbekannten davon. Was ist geschehen? Wer ist hinter ihr her? Ist ihr Leben in Gefahr? Die gleiche Erwartungshaltung spiegelt der ansprechende Titel, der den Leser auf eine denkwürdige Geschichte einschwört, die tief in den Literaturzirkus mit gewöhnungsbedürftigen Hauptdarstellern eintaucht, die Fiktion und Realität nicht voneinander trennen können.

Leider ist die interessante Story an einigen Stellen zu überdreht, um realistisch zu wirken. Hin und wieder hätten einige Passagen drastisch gekürzt werden müssen, weil die Spannung auf der Strecke bleibt. Alles in allem hat mich dieser langatmige Thriller um selbstgefällige Autoren und fanatische Fans nicht richtig überzeugen können, auch wenn er - wie wir es von Bernard Minier gewohnt sind - düstere Spannung mit Twists und Turns bis zum überraschenden Ende bietet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Sommernächte am Tegernsee

Sommernächte am Tegernsee
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Habt ihr euch schon Gedanken über euren nächsten Urlaub gemacht? Träumt ihr von einem erholsamen Urlaub in Bayern? Dann lasst euch von der beliebten Autorin Johanna Nellon in eine wunderschöne Urlaubsregion ...

Habt ihr euch schon Gedanken über euren nächsten Urlaub gemacht? Träumt ihr von einem erholsamen Urlaub in Bayern? Dann lasst euch von der beliebten Autorin Johanna Nellon in eine wunderschöne Urlaubsregion entführen. In ihrem neuen Roman "Sommernächte am Tegernsee" erzählt sie von einem idyllisch gelegenen Landgasthof am See der Träume, der zum Schauplatz einer romantischen Liebesgeschichte wird.

Für Sabine wird ein Traum wahr, als sie offiziell die Besitzerin des kleine Landgasthofs am Tegernsee wird. Sie liebt "Die Goldene Eiche" seit ihrer Kindheit und kann es kaum erwarten, das Familienlokal weiterzuführen. Alles wäre perfekt, wären da nicht der eigensinnige Koch und die vielen anspruchsvollen Gäste. Als Sabine eines Abends Thorsten begegnet, spürt sie augenblicklich diese gewisse Magie und fühlt sich von dem charmanten Mann auf unerklärliche Weise angezogen. Doch ist in ihrem geregelten Leben überhaupt Platz für die Liebe? Als ein Unfall passiert, wird Sabines Herz auf eine schwere Probe gestellt …

Das ansprechende Cover verbreitet ein heiteres Urlaubsfeeling. Am liebsten möchte man sich in den bequemen Liegestuhl fallen lassen und den traumhaften Ausblick auf den Tegernsee genießen. Wie der Titel verrät, geht es um einen ganz besonderen Sommer in Bayern, der für alle Protagonisten unvergesslich bleibt.

"Sommernächte am Tegernsee" ist ein echtes Wohfühlbuch für alle Generationen. Nicht nur der betagte Onkel findet eine späte Liebe, sondern auch Sabine, die bodenständige Besitzerin der "Goldenen Eiche", und ihre beste Freundin, die liebenswürdige Inhaberin einer edlen Boutique, die gar nicht mehr an das große Glück geglaubt haben. Auch wenn die Handlung recht vorhersehbar ist, fühlt man sich gut unterhalten, was nicht zuletzt an den vielen einzelnen Erzählsträngen liegt, die geschickt miteinander kombiniert werden.

Wer selbst keine Reise an den Tegernsee machen kann, darf sich dorthin träumen. Gemeinsam mit den Protagonisten lernen wir die schönsten Sehenswürdigkeiten aus der Region kennen und erhalten wichtige Hintergrundinformationen, die man normalerweise in einem Reiseführer nachlesen müsste. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Liebe geht durch den Magen. Deshalb rundet Johanna Nellon ihre spannende, unterhaltsame Geschichte mit vielen Rezepten ab, wie man sie in dem idyllisch gelegenen Landgasthof am Tegernsee genießen könnte. Diese schöne Lese-Reise macht eindeutig Lust auf mehr. Vielleicht sehen wir uns am Tegernsee?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere