Cover-Bild MUH!

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Humor
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 01.11.2013
  • ISBN: 9783499256264
David Safier

MUH!

Oliver Kurth (Illustrator)

Schwarzbunt ins Glück.

Kuh Lolle aus Ostfriesland hat gerade eine ziemlich schlechte Phase: Nicht nur, dass ihr heißgeliebter Stier Champion sie mit der dusseligen Kuh Susi betrügt. Nein, Lolle erfährt auch vom Plan des Bauern, den Hof zu verkaufen und alle Kühe zwischen zwei Brötchenhälften enden zu lassen. Aber es gibt Hoffnung. Ein weitgereister italienischer Kater verrät ihr, dass es ein Paradies für Kühe gibt: Indien! Und so beschließt Lolle, sich mit ihren beiden besten Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, vom Acker zu machen und die gefährliche Reise in das Land zu wagen, wo Kühe den Menschen heilig sind ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.02.2018

Witzige Geschichte mit Moral

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In Muh! von David Safier läuft es nicht rund für Protagonstin Lolle, Milchkuh aus Ostfriesland. Ein betrunkener Bauer, dem das Tierheil nicht wichtig ist, ihr Stier Champion, der sie mit der verhassten ...

In Muh! von David Safier läuft es nicht rund für Protagonstin Lolle, Milchkuh aus Ostfriesland. Ein betrunkener Bauer, dem das Tierheil nicht wichtig ist, ihr Stier Champion, der sie mit der verhassten Susi betrügt und überhaupt der Traum vom ganz großen Glück in einem Land, in dem Kühe heilig sind (wie es ein Kater auf Reisen berichtet) halten sie auf Trab.
Als der Hof insolvent ist, fürchtet Lolle um ihr Leben und macht sich mit drei anderen Kühen auf den Weg nach Indien - dabei ist natürlich der italienisch sprechende Kater als Reiseleiter.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Geschichte aus Sicht eines Tiercharakters. Dabei gefällt mir ganz besonders gut die Schöpfungsgeschichte samt Kuhgöttin und die Fähitkeit, sich mit anderen Tierarten (aber nicht mit den dämlichen Menschen) zu unterhalten. Und die menschliche Rasse schneidet hier nicht allzu intelligent ab und scheint dabei auch noch total hinterlistig zu sein.

Mich erinnert das Buch an "den gestiefelten Kater aus Shrek in der Italovariante" und "Glennkill in Kuhversion" - hat mir aber beides gut gefallen.

Das Buch vermittelt eine Botschaft, die Kühe haben eine Mission und diese wird humoristisch erzählt. Wer mag, greift auch gerne zum großartig gelesenen Hörbuch, denn der Sprecherin gelingt es, allen Figuren authentisch Leben einzuhauchen.

Fazit: Eine witzige Geschichte mit Moral.

Veröffentlicht am 05.06.2017

Leider nicht kuhl

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Von Safier bin ich bisher eigentlich nur Gutes gewöhnt. „Mieses Karma“ war für mich ein richtiges Highlight. „Plötzlich Shakespeare“ und „Happy Family“ konnten mich auch noch begeistern. „Muh!“ kann allerdings ...

Von Safier bin ich bisher eigentlich nur Gutes gewöhnt. „Mieses Karma“ war für mich ein richtiges Highlight. „Plötzlich Shakespeare“ und „Happy Family“ konnten mich auch noch begeistern. „Muh!“ kann allerdings mit seinen Vorgängern überhaupt nicht mithalten. Wie in seinen anderen Büchern versucht Safier auch in „Muh!“ dem Leser auf skurrile und humorvolle Art und Weise eine Lebensweisheit mit auf den Weg zu geben. Diesmal geht es um die große Frage: „Was ist Glück?“ Das Glück finden will die Kuh Lolle, die auf einem ostfriesischen Bauernhof lebt. Nachdem sie ihren Stier Champion in flagranti mit einer anderen Kuh erwischt und erfahren hat, dass der Bauer alle Kühe schlachten lassen will, steckt Lolle in einer Lebenskrise. Da verrät ihr ein italienischer Kater, dass es einen Ort auf dieser Welt gibt, an dem Kühe wie im Paradies leben: Indien. Zusammen mit ihren Freundinnen Hilde und Radieschen will Lolle nun in dieses tolle Land fliehen, in der Hoffnung, dort auch das Glück zu finden. Die Idee mochte ich eigentlich sehr und die Geschichte hat auch ein paar brauchbare, gute Ansätze (der Kater mit seinen trockenen Sprüchen gefiel mir zum
Beispiel sehr). Die Umsetzung ist aber mehr als misslungen. Die Reise der Kühe zieht sich wie Kaugummi, es passiert kaum etwas Nennenswertes und die paar Wendungen, die es gibt, waren mir entweder zu albern, zu wirr oder zu belanglos. Safiers normalerweise so humorvoller, sarkastischer Schreibstil bleibt total auf der Strecke. In „Muh!“ war mir der Humor einfach viel zu flach und klamaukig, zum Teil ging es fast schon in Richtung Fäkalhumor. Eigentlich konnte ich kein einziges Mal schmunzeln, geschweige denn lachen. Auch so hat mich die Botschaft des Romans nicht wirklich erreicht oder berührt. Schade, denn Safier kann es besser.

Veröffentlicht am 08.03.2017

Lesenswerter Kuh-Roman

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Kühe, die vor dem Tod flüchten und ihr Glück in Indien finden wollen und sich auf eine abenteuerliche Reise dorthin begeben - Anfangs war ich etwas skeptisch gegenüber der Buchidee, aber der Tierroman ...

Kühe, die vor dem Tod flüchten und ihr Glück in Indien finden wollen und sich auf eine abenteuerliche Reise dorthin begeben - Anfangs war ich etwas skeptisch gegenüber der Buchidee, aber der Tierroman hat mir gut gefallen.

Die Kuh Lotte mit ihrem einzigartigen Charakter wurde mir sehr sympathisch im Laufe der amüsanten Geschichte mit Moral und Tiefgang.

Lesenswerter Kuhroman!

Veröffentlicht am 04.02.2017

Macht Spaß

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Kuh Lolle hat bisher ein schönes Leben gehabt. Doch dann kommt es knüppeldick. Sie erwischt ihren Stier Champion, wie er sie mit der etwas arroganten Kuh Susi betrügt. Der Streit ist da. Als sie mit ihren ...

Kuh Lolle hat bisher ein schönes Leben gehabt. Doch dann kommt es knüppeldick. Sie erwischt ihren Stier Champion, wie er sie mit der etwas arroganten Kuh Susi betrügt. Der Streit ist da. Als sie mit ihren Freundinnen Radieschen und Hilde auf der Weide ist und ihnen ihr Herz ausschüttet, flüchtet Kater Giacomo zu ihnen - er war auf der Durchreise und ist von dem Hund Old Dog, der Schreckensfigur des Bauernhofes, schwer verwundet worden. Old Dog war früher ein gefürchteter Wachhund des Hofes, der auf einmal verschwand... Doch Lolle wäre nicht Lolle, wenn sie Giacomo nicht helfen würde. Durch ihn erfährt sie, wofür Kühe wirklich da sind. Und er erzählt ihr, daß es ein Land namens Indien gibt, in denen Kühe verehrt werden. Lolle glaubt ihm nicht, doch dann hört sie, wie ihr Bauer sagt, daß sie alle am nächsten Tag zum Schlachter gehen...
Lolle ruft eine Kuhversammlung ein und versucht ihrer Herde begreiflich zu machen, daß sie nach Indien flüchten müssen. Doch nur Radieschen, Hilde und Susi schenken ihr glauben, so daß sie sich zu viert mit Giacomo auf die Flucht begeben. Am nächsten Tag versucht der Bauer sie mit Hilfe von Champion in eine Falle zu locken, doch sie überrumpeln den Bauern und auch Champion kann gerettet werden, der mittlerweile weiß, was mit dem Rest der Herde passiert.
Ihre Flucht führt sie nach Cuxhafen, von dort per Schiff nach New York, wo sie wiederum auf einer Ranch landen, zuerst das Paradies, doch auch dort holt sie die Wahrheit ein und sie müssen flüchten. Es geht per Flugzeug weiter nach Indien. Als dieses abstürzt, da die Kühe als blinde Passagiere zu viel Gewicht an Bord bringen, finden sie sich im Himalaya wieder. Dort werden Lolle und Champion Eltern eines kleinen Kälbchens, doch Old Dog hat die Verfolgung nicht aufgegeben und will Rache an Lolle für seine eigenen Vergangenheit nehmen...
Dieses Buch ist absolut gut! Sehr humorvoll, mit kleinen Seitenhieben auf die Menschheit und ihren Gewohnheiten. Die Kühe haben, jeder Charakter für sich, Verhaltensweisen an sich, die man auch bei Menschen wiederfindet. Diese Verhaltensweisen geben dem Leser doch etwas zu grübeln. Der Schreibstil ist gewohnt locker und leicht zu lesen.
MUH! bereitet sehr viel Spaß, für mich das beste Buch, was David Safier bisher geschrieben hat!

Veröffentlicht am 12.12.2016

Keine Kuh...le Lektüre

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Teilweise ist das Buch sehr lustig. Aber viel zu häufig wirkt es erzwungen oder einfach so, als müsse der Autor noch irgendeine lustige Bemerkung suchen. Zum Beispiel wenn der Kater flucht und dabei neben ...

Teilweise ist das Buch sehr lustig. Aber viel zu häufig wirkt es erzwungen oder einfach so, als müsse der Autor noch irgendeine lustige Bemerkung suchen. Zum Beispiel wenn der Kater flucht und dabei neben Schimpfwörtern auch "Berlusconi" auspackt oder - wirklich als Fluch - "Spaghetti, die nicht seien al dente".
Oft musste ich also schmunzeln, manchmal sogar laut lachen, häufig aber auch den Kopf schütteln.

Die Frage nach dem Glück wird immer wieder gestellt, und es ist sehr schön, wie herausgestrichen wird, dass Glück für alle etwas anderes bedeutet. Aber mit der Zeit ging mir diese immer gleiche Fragestellung irgendwann doch auch auf die Nerven. Auch das Aufgreifen von gesellschaftspolitischen Fragestellungen kam mir teilweise gezwungen vor. So als "müsse das auch noch mit rein".

Dass der Autor auch noch der Erschaffer der Serie "Berlin Berlin" ist (eine Serie, die ich sehr gerne mochte!) und sowohl für die Serie als auch für das Buch der Protagonistin den selben Namen gibt, zeugt nicht gerade von Kreativität.

Alles in Allem ist es also eine leicht lesbare Lektüre, bei der man teilweise schmunzeln, manchmal sogar lachen kann aber nichts Besonderes.