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Veröffentlicht am 05.06.2020

Toller Abschluss

Stoneheart 2: Befreites Feuer
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Bei „Stoneheart: Befreites Feuer“ handelt es sich um den zweiten Band der Stoneheart Dilogie, die bereits vollständig erschienen ist. Die beiden Bücher sind sowohl einzeln wie auch als Bundle als E-Book ...

Bei „Stoneheart: Befreites Feuer“ handelt es sich um den zweiten Band der Stoneheart Dilogie, die bereits vollständig erschienen ist. Die beiden Bücher sind sowohl einzeln wie auch als Bundle als E-Book only erhältlich. Bitte diese Buchkritik nicht lesen, wenn du Band 1 nicht kennst. Spoilergefahr!

Worum geht es?
Es handelt sich um den zweiten Band der Stoneherat-Dilogie. Der erste Band soll unbedingt zuerst gelesen werden, da die Handlung aufbauend ist. Die Handlung des zweiten Bandes schließt nahtlos beim ersten Band an – weshalb ich auch keine Inhaltsangabe schreibe. Lass dich überraschen und nicht spoilern – es wäre schade.

Meine Meinung
Wer hätte mit dem Ende von Band 1 gerechnet? Ich jedenfalls nicht. Dass sich Cressa und Drayce schon mal begegnet sind, habe ich vermutet. Was genau hinter dem Opferritus der Jungfrauen steckt, hätte ich nicht mal erahnen können. Mit den weiteren Handlungen aus Band 2 macht das jedoch total Sinn. Dass sich Cressa bemüht, mit Drayce zusammenzuarbeiten, hat mir gut gefallen, ein bisschen erwartet habe ich das natürlich auch. Vor allem, wo nach und nach klar wird, was ihr Beitrag zu den Geschehnissen war.
Die besitzergreifende Art von Drayce kommt sehr gut durch, ebenso die Standhaftigkeit von Ez, der erst nach und nach dämmert, was für ein großes Geschenk Drayce ihr mit der Herzschuppe gemacht hat.
Seine Rückkehr in die alte Heimat kommt nicht überraschend, jedoch hätte ich auch nicht vermutet, wie verwoben die Geschichte ist und welchen Grund sein damaliger Weggang hatte.
Das Ende hat mich total überzeugt, auch, wenn ich es in dieser Form nicht erwartet hätte. Ich finde es sehr schade, dass die Dilogie damit abgeschlossen ist und würde gerne noch weitere Bücher über die Dracheninsel lesen – es gebe ja noch genügend Jungfrauen und männliche Jungdrachen, deren Geschichte erzählt werden könnte. Und auch für Cressa wäre ja jetzt eine Alterative denkbar. Ich blicke also hoffnungsvoll in die Zukunft, dass die Autorin diese fantastische Welt noch einmal (oder mehrmals aufgreift).

Fazit: Die bisher besten Drachenbücher, die ich als Vampirfan bisher gelesen habe. Ich möchte mehr!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 05.06.2020

Toller Fantasyroman in einer patriachalen Welt

Stoneheart 1: Geraubte Flamme
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Bei „Stoneheart: Geraubte Flamme“ handelt es sich um den ersten Band der Stoneheart Dilogie, die bereits vollständig erschienen ist. Die beiden Bücher sind sowohl einzeln wie auch als Bundle als E-Book ...

Bei „Stoneheart: Geraubte Flamme“ handelt es sich um den ersten Band der Stoneheart Dilogie, die bereits vollständig erschienen ist. Die beiden Bücher sind sowohl einzeln wie auch als Bundle als E-Book only erhältlich.

Worum geht es?
Ezlain lebt, zusammen mit ihrer Sklavin Cressa, bei ihrer wohlhabenden Tante und soll demnächst verheiratet werden. Auf der fiktiven Insel herrscht eine männerdominierte Kriegergesellschaft, wo Frauen dem Mann zu Diensten sein sollen und eine eigene Meinung nicht geduldet wird. Für Freigeist Ezlain Grund genug, mit ihrer Sklavin gemeinsam zu fliehen – und zwar als Männer getarnt auf einem Segelboot. Der Schwindel fällt jedoch auf, und Ezlain wird ins Meer geworfen, überlebt wie durch ein Wunder und trifft auf einer Insel einen rätselhaften Fremden – mit dem sie sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer besten Freundin macht.

Meine Meinung
Ezlain ist ein starker Charakter, der im Buch eine große Entwicklung durchmacht. Ihre behütete Naivität merkt man ihr in vielen Situationen an, sie wirkt jedoch nicht aufgesetzt sondern total authentisch. Sie bietet für moderne Frauen und Mädchen in unserer Gesellschaft eine gute Identifikationsfigur, hält sie doch wichtige Werte wie Freundschaft hoch und geht aktiv gegen Unterdrückung vor, anstatt wegzusehen oder sich gar daran zu beteiligen.
Ich konnte mir die fiktive Welt und die Charaktere sehr gut vorstellen, das Kopfkino ist bei mir schon am Beginn des Buches angesprungen, die Seiten sind beim Lesen nur so dahingeflogen.
Der geheimnisvolle Fremde war jetzt für mich nicht so geheimnisvoll, war mir doch recht schnell klar, um welche Art es sich handelt. Auch er spielt seine Rolle wunderbar und authentisch, auch wenn im ersten Band noch einige Handlungsmotive im Verborgenen bleiben, so ergibt sich doch ein stimmiges Gesamtbild, ohne, dass einem alle Hintergründe bewusst sind.
Das Ende des ersten Bandes war für mich überraschend und ein riesiger Cliffhanger, so dass ich froh war, gleich im zweiten Band weiterlesen zu können.
Die Dilogie sollte daher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, auch, wenn die Rahmenhandlung des ersten Bandes abgeschlossen ist und sich für den zweiten Band neue Probleme mit einem neuen Handlungstwist aufgetan haben.

Fazit: Ein großartiger Fantasyroman, in dem die Protagonistin ihre beste Freundin sucht und sich dabei selbst besser kennenlernt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Verwirrender Anfang, dann guter Thriller

Marta schläft
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Marta schläft ist ein Thriller von Romy Hausmann, der im dtv Verlag im Frühling 2020 erschienen ist. Das Buch ist als Thriller gelistet und das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

Worum ...

Marta schläft ist ein Thriller von Romy Hausmann, der im dtv Verlag im Frühling 2020 erschienen ist. Das Buch ist als Thriller gelistet und das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

Worum geht es?
Es geht um eine fiktive Gerichtsverhandlung. Drei Menschen befinden sich miteinander in einem Raum und mittels Rückblenden wird die ganze Geschichte aufgerollt. Dabei erzählen die Charaktere abwechselnd den Handlungsstrang aus ihrer Perspektive.

Meine Meinung
Nadja ist, meiner Meinung nach, der interessanteste Charakter in diesem Buch. Nachdem ich mich auf den ersten 50 Seiten überhaupt nicht ausgekannt habe, hat die Geschichte nach und nach Fahrt aufgenommen und wurde mit jeder Seite spannender.
Vor allem ab dem Zeitpunkt, wo man als Leserin erfährt, wer denn diese Marta ist und was es mit ihr auf sich hat, denn ganz lange kommt sie in der Geschichte gar nicht vor. Danach macht jedoch alles Sinn und Nadjas Handlungen lassen sich noch besser nachvollziehen.
Der Schreibstil lässt sich gut lesen und nach und nach sind auch immer mehr Bilder bei mir im Kopf entstanden. Schwierigkeiten hatte ich nur dabei, mir die Personen vorzustellen.
Der Spannungsbogen wird nach und nach aufgebaut, die Personen bekommen dadurch, dass sie abwechselnd erzählen, mehr Tiefe. Dadurch habe ich zwar kein konkretes optisches Bild vor Augen gehabt, konnte mir jedoch charakterlich vorstellen, wie sie drauf sein müssen.
Bei einem Thriller ist es sehr schwer, mehr ins Detail zu gehen, da ich, um mit Beispielen Begründen zu können, wesentliche Spannungselemente der Handlung vorwegzunehmen, was ich auf gar keinen Fall bei einem Thriller oder Krimi machen möchte.


Fazit: ein spannender Thriller, wenn man sich mal verwirrt durch die ersten Seiten gelesen hat. Auch die Personen werde immer interessanter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2020

Die Handlung endet kurz nachdem sie endlich Fahrt aufgenommen hat

Die Drachenwandler 1: Fire in your Eyes
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„Fire in your eyes“ ist der erste Band der Drachenwandler-Reihe von Annika Hanke. Die Reihe ist bisher nur als E-Book erschienen, ob eine Veröffentlichung als Druckwerk geplant ist, konnte ich nicht in ...

„Fire in your eyes“ ist der erste Band der Drachenwandler-Reihe von Annika Hanke. Die Reihe ist bisher nur als E-Book erschienen, ob eine Veröffentlichung als Druckwerk geplant ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Worum geht es?
In diesem Jugendbuch lernt Protagonistin Romy gerade mit ihrer sehr schlauen besten Freundin und deren Freund für Prüfungen im Park, als Hamburg plötzlich angegriffen wird und sich in ein Kriegsgebiet verwandelt. Drachen, Wandler, Berkane - alle Angreifer und potentielle Gefahr. Vorerst zumindest, denn die Drachenwandler befinden sich auf der Suche nach den Bruchstücken eines Juwels, das ihre Existenz retten kann und das auf die Erde gefallen ist. Die Menschen sind nicht die Zielgruppe, sondern geraden mehr oder weniger zufällig zwischen die Fronten. Doch EIN Erdling ist besonders und wird dringend für die Suche gebraucht und gerät nicht nur deshalb ins Visier der Anführer der Drachenwandler

Meine Meinung
Die Rahmenhandlung finde ich spannend, auch, wenn die einzelnen Elemente (Suche nach einem zerbrochenen Juwel wird zum Beispiel auch in dem Nintendospiel Yoshi’s Crafted World und anderen Teilen der Serie als Rahmenhandlung verwendet) nicht neu sind, so versprach der Klappentext gerade als Jugend und Young Adult Buch eine gute Unterhaltung und eine spannende potentielle Liebesgeschichte zwischen Romy und dem Anführer der Drachen.
Wer damit gerechnet hat, liegt zumindest in Band 1 daneben. Denn 50 Seiten, nachdem die Handlung, die eher an Shakespears Stücke erinnert (leider nicht vom Gefühlsfaktor, sondern nur vom Blutvergießen), endlich etwas Fahrt aufnimmt, endet die Geschichte dort, wo ich Band 1 eigentlich handlungsmäßig vermutet hatte, und lässt mich daher neugierig auf Band 2, aber extrem enttäuscht von Band 1 zurück.
Viele Menschen, die Romy nahe stehen, finden in der Handlung den Tod oder werden verschleppt. Die Trauer wird zwar im Buch kurz erwähnt, ist jedoch nicht spürbar. Es kam mir vor, als wäre der Verlust Jahre her, und nicht erst Tage, so, wie Romy und auch andere damit umgegangen sind. Ich hatte beim Lesen nicht mal Tränen in den Augenwinkeln, obwohl mir der Verlust von Nahestehenden von Protagonisten meist extrem nahe geht, da ich selbst das Thema Tod meiner Liebsten seit langer Zeit versuche aufzuarbeiten. Im emotionalen Bereich fehlen mir Schilderungen, wodurch viele Charaktere für mich sehr flach wirken.
Für mich liest sich der erste Teil leider eher nach einem Drehbuch mit fehlenden Regieanweisungen als ein Jugendfantasyroman. Da mir die letzen Seiten sehr gut gefallen haben, würde ich dem zweiten Band noch eine Chance geben.
Weiterempfehlen kann ich den ersten Band jedoch nicht, da ich niemanden kenne, der wiederholt von Angriffen und Gemetzel ohne spürbare Konsequenz oder Veränderung lesen möchte. Wesentliche Inhalte werden so oft wiederholt (z.B. dass die Splitter gesucht werden), dass ich innerlich schon die Augen verdreht habe, als die Information wieder und wieder im Buch auftauchte –und zwar nicht in Dialogen mit Charakteren die davon nichts wussten. Hier würde ich das Lektorat auch in der Pflicht sehen, da es sich um keinen Indyroman handelt (wo so etwas passieren kann, weil Budget und Erfahrung fehlen).

Fazit: Wenig Handlung, viel Redundanz, viel Blutvergießen, wenig Gefühl, Charaktere bleiben flach und machen in Band 1 keine nennenswerte Entwicklung durch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2020

Volle Unterhaltung mit einem jungen Halbvampir

Wie man 13 wird und die Welt rettet
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„Wie man 13 wird und die Welt rettet“ ist der dritte Band der Reihe. Dieser Band war für April 2020 geplant und wird jetzt Ende Juni 2020 erscheinen. Die ersten beiden Bände habe ich noch nicht gelesen, ...

„Wie man 13 wird und die Welt rettet“ ist der dritte Band der Reihe. Dieser Band war für April 2020 geplant und wird jetzt Ende Juni 2020 erscheinen. Die ersten beiden Bände habe ich noch nicht gelesen, das werde ich aber bald nachholen.

Worum geht es?
Markus ist ein ganz normaler Teenager. Naja – fast! Denn an seinem 13. Geburtstag hat er von seinen Eltern erfahren, dass er ein Halbvampir ist. Zusätzlich zu seinen Teenagerproblemen hat er auch ein Halbvampirproblem – seine außergewöhnliche Fähigkeit zeigt sich noch nicht. Und sein bester Freund hat keine Zeit für ihn –da er schon seit Wochen (!) mit einem Mädchen „geht“. Und, so nebenbei, soll dann auch noch die Welt gerettet werden.

Meine Meinung
Vampirbücher haben es mir immer schon angetan – mir war jedoch wegen des Titels nicht bewusst, dass es sich bei der Reihe hier um eine Vampirbuchreihe handelt – sonst hätte ich sicher schon die ersten beiden Bände gelesen.
Markus ist ein sympathischer Protagonist – auch, wenn ich mit der Altersgruppe beruflich zu tun habe (das wird was, wenn auch mein eigenes Kind in dieses Alter kommt). Da ja gerade Weihnachtsferien sind, spielt Schule eine untergeordnete Rolle.
Ob Blogbeiträge noch so in sind bei den Jugendlichen? Davon bekomme ich jedenfalls nichts mit – auf jeden Fall viel fetziger als Tagebuch offline schreiben, zumindest bei den Jungs. Wenn die wüssten, dass auch viele Erwachsene Blogs schreiben, wäre es sicher noch uncooler.
In diesem Buch jedoch wird mit dem heimlichen Schwarm Jagd auf gefährliche Vampire gemacht. Und wie besiegt man so einen Vampir? Durch reines Bloßstellen! Denn wenn sterbliche darauf kommen, dass diese geheim lebende Kreatur ein Vampir ist, dann will diese ihre Existenz nicht mehr fortsetzen. Das fand ich sehr witzig geschrieben.
Meine Lieblingsstelle war, wo die Lehrerin in der Winterschule Markus „hilft“ seine Fähigkeit zu erwecken. Da hatte ich Tränen in den Augen vor Lachen.
Sicher hat man noch mehr davon, wenn man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest – ich werde das auf jeden Fall noch nachholen.

Fazit: eine sehr gelungene Buchreihe für Jungs ab 10 bis zum Anfang der Pubertät.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere