Cover-Bild Die Buchhändlerin
Band 1 der Reihe "Historischer Frankfurt-Roman"
(12)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 23.03.2021
  • ISBN: 9783499005152
Ines Thorn

Die Buchhändlerin

Bücher und Schicksale: Die Geschichte einer starken Frau, Liebe und Literatur in den 1940er Jahren.
Frankfurt, kurz nach dem 2. Weltkrieg: Christa bricht enttäuscht ihr Germanistikstudium ab, weil sie als Frau an der Universität nicht für voll genommen wird. Zunächst aus Verlegenheit fängt sie an, in der Buchhandlung ihres Onkels auszuhelfen, die dieser nach der Enteignung durch die Nationalsozialisten nun wieder aufbaut. Bald schon wird das Bücherverkaufen für Christa zur Passion - und die Buchhandlung zu einem Ort, an dem sich Gleichgesinnte treffen, an dem Freundschaften entstehen und sogar Liebe. Doch noch sind die Wunden der Kriegszeit nicht verheilt, und Christa muss all ihre Klugheit und Tatkraft einsetzen, um die Buchhandlung und ihr eigenes Glück zu bewahren.

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2022

Die Buchhändlerin

0

Handlung
Frankfurt, kurz nach dem 2. Weltkrieg
Für Christa geht endlich ein großer Traum in Erfüllung: Sie beginnt ein Germanistikstudium. Doch schnell zeigt sich, dass Frauen an Universitäten noch immer ...

Handlung
Frankfurt, kurz nach dem 2. Weltkrieg
Für Christa geht endlich ein großer Traum in Erfüllung: Sie beginnt ein Germanistikstudium. Doch schnell zeigt sich, dass Frauen an Universitäten noch immer nicht richtig akzeptiert werden und die Professoren keine Damen im Hörsaal akzeptieren. Christa bricht ihr Studium ab und hilft ihrem Onkel erst einmal in seiner Buchhandlung aus. Dabei merkt sie, dass sie ihre Passion gefunden hat und ihr abgebrochenes Studium rückt in den Hintergrund. Schließlich übernimmt Christa die gesamte Leitung der Buchhandlung und kann dabei auf die Hilfe eines besonderen Menschen zählen...

Meinung
Schon in der Verlagsvorschau ist mir der Roman ins Auge gefallen und ich fand, dass die Geschichte sehr ansprechend klang. Jeder Satz des Klappentextes hat mein Interesse gesteigert und ich wollte mir das Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Als ich dann gesehen hatte, dass die Autorin bei Instagram ein Gewinnspiel dazu veranstaltet, musste ich mein Glück versuchen und durfte mich tatsächlich über ein Exemplar freuen. Aus diesem Grund auch nochmal an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Ines Thorn!

Eigentlich hatte ich vorgehabt, dass ich das Buch gern parallel lesen möchte, mein Ziel war es, jeden Tag um die fünfzig Seiten lesen. Schnell hat mir dieser Roman allerdings besser als meine Hauptlektüre gefallen und daher habe ich bevorzugt zu diesem Werk gegriffen. Durchweg hat es auf mich eine große Anziehung verübt und ich wollte es nicht beiseite legen. Mir hat einfach jeder Aspekt des Buches gefallen, es liegt eine durch und durch stimmige und gute Handlung vor, die Sprache lässt sich fein lesen, die Ereignisse sind natürlich und lebendig geschildert. Bei jedem Wort konnte ich mir vorstellen, dass die Ereignisse genauso hätten stattfinden können und ich finde, dass ein gutes Bild der Zeit vermittelt wird. Man lernt einiges darüber, was die einzelnen Charaktere beschäftigt und mit welchen Problemen und Sorgen sie zu kämpfen hatten. Durchweg wirkt die Geschichte authentisch und ich konnte mir gut vorstellen, dass sie genauso hätte stattfinden können. Es werden sehr lebendige Bilder gezeichnet, sowohl die Figuren, als auch die Handlungsorte hinterlassen einen interessanten Eindruck und sorgen dafür, dass die Erzählung den Leser von der ersten Seite an willkommen heißt.

Christa ist ein sehr interessanter Charakter. Sie besitzt ein sympathisches Auftreten, ist eine interessante Persönlichkeit, zu der ich von der ersten Seite an eine Bindung aufbauen konnte. Sie ist willensstark und vernünftig, zeigt viele Gefühle und Emotionen und tritt äußerst lebendig auf. Eine Hauptprotagonistin, die in ihrer gesamten Darstellung sehr gelungen ist, was sich auch positiv auf die anderen Figuren auswirkt. Den diese strahlen ebenfalls im Licht von Christa auf und wirken ebenso natürlich und authentisch, weshalb ich zusammenfassend sagen kann, dass ich mit den Personen vollends zufrieden bin!

Fazit
Eine supergute Geschichte, bei der ich mich sehr ärgere, sie nicht schon eher gelesen zu haben! Ich hatte unterhaltsame Stunden mit dem Buch und finde, dass die Handlung trotz der teils sehr mitreißenden und dramatischen Stimmung eine gewisse Leichtigkeit hat, die vor allem von Christa ausgeht. Sie ist eine interessante Figur, die eine tolle Ausstrahlung mit sich bringt und mir von der ersten Seite an sehr angenehm war. Zudem finde ich die Dynamiken zwischen den Protagonisten sehr spannend und nachdem die Geschichte mit solch einem krassen Cliffhanger geendet hat, möchte ich unbedingt die Fortsetzung lesen, ich freue mich darauf!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2021

Dieses Buch hat mich abgeholt und sehr berührt ...

0

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass es sich bei dem Buch um „eines von vielen“ handelt, eben genau nach dem Schema, nach dem im Moment von vielen Autoren geschrieben wird, über „starke Frauen in einer ...

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass es sich bei dem Buch um „eines von vielen“ handelt, eben genau nach dem Schema, nach dem im Moment von vielen Autoren geschrieben wird, über „starke Frauen in einer unsicheren Zeit“. Entsprechend skeptisch habe ich mir das Buch dann auch vorgenommen. Umso positiver überrascht war ich jedoch, dass sich dieser Roman meiner Meinung nach deutlich von der Masse abhebt. Ich habe beim Lesen mitgelitten mit Christa, die – bedingt durch die Verkettung vieler unglücklicher Umstände – doch nie wirklich in ihrem eigenen Leben ankommt. Ihr Traum vom Studium der Germanistik muss sie schweren Herzens aufgeben, nachdem ihr Onkel Martin, der jüngere Bruder des Vaters, der wohl aus dem Krieg nicht zurückkehren wird, verhaftet wird. Und somit zerplatzt nicht nur ihr eigener, sondern auch der Traum der Mutter, die sich nichts sehnlicher wünscht, als dass ihre Tochter nach erfolgreichem Abschluss der „Bräuteschule“ einen anständigen Mann zum Heiraten findet.

Doch noch hat Christa sich nicht aufgegeben und kämpft an allen Fronten, erleidet Rückschläge und steht immer wieder auf und steht „ihren Mann“.

In jeder Zeile des Romans der Autorin Ines Thorn steckt Leidenschaft. Man spürt die Liebe, die Christa für die Buchhandlung und die Bücher hat aber auch ihren Kampfgeist, der sie im Studium und im Buchgeschäft nicht scheitern lässt. Sie ist wirklich eine starke Frau, doch immer wieder siegt bei ihr die Empathie und Menschlichkeit, mit der sie nicht nur ihrem Onkel aus seiner misslichen Lage hilft, immer wieder gibt sie nach …

Beim Zuklappen des Buchs habe ich mir Glück und Erfüllung für diese besondere junge Frau gewünscht, die ihre eigenen Träume immer wieder hintenanstellt. Nun sehe ich zu meiner großen Freude, dass es einen Folgeband geben wird! Ich vergebe für diese eindringliche Geschichte, die mich sehr berührt hat, gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl, spreche eine absolute Lesempfehlung aus und sehe gespannt dem nächsten Teil entgegen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2021

Eine abwechslungsreich gestaltete Erzählung, die nach dem Zweiten Weltkrieg spielt

0

Ines Thorn nahm mich als Leserin in ihrem Roman „Die Buchhändlerin“ mit in die Nachkriegszeit ins hessische Frankfurt. Das Buch ist der erste Teil einer mehrbändigen Serie, bei der Christa Schwertfeger ...

Ines Thorn nahm mich als Leserin in ihrem Roman „Die Buchhändlerin“ mit in die Nachkriegszeit ins hessische Frankfurt. Das Buch ist der erste Teil einer mehrbändigen Serie, bei der Christa Schwertfeger die Protagonistin der Geschichte ist, der Titel nimmt Bezug auf sie. Als endlich die US-Armee die Stadt am Main Ende März 1945 befreit, ist Christa 18 Jahre alt und hat gerade ihr Notabitur bestanden. Sie träumt davon Literaturwissenschaft zu studieren, aber ihr ist bewusst, dass ihre konservativ denkende Mutter sie lieber wohlversorgt von einem Ehemann als Hausfrau und Mutter sehen würde. Ihr Vater ist noch nicht aus seinem Kriegseinsatz zurückgekehrt, sein jüngerer Bruder Martin führt die im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses in der Innenstadt gelegene Buchhandlung in dritter Generation weiter.

Vier Jahren vorher hat Christa erlebt, dass Martin von der Gestapo festgenommen und verurteilt wurde. Sie fühlt eine Mitschuld an diesem Umstand. Die Buchhandlung wurde schließlich enteignet, die Konfiszierung jetzt aber zurückgenommen. Christa nimmt sich der Arbeit in der Buchhandlung an, macht ihren Job sehr gerne, aber dennoch möchte sie ihren Traum vom Studium nicht aufgeben.

Ines Thorn greift in der Geschichte verschiedene Themen auf. Ihre Figuren erleben Hunger und Kälte, Leid und Not, gewinnen aber auch zunehmend an Lebensfreude. Viele Männer kehrten vom militärischen Einsatz nicht wieder, Frauen engagierten sich im Beruf, aber die Ansicht, dass sie keine Ausbildung benötigten, weil sie bald heiraten und Kinder bekommen würden, war verbreitet. Christa ist eine selbstbewusste Frau, die nach Möglichkeiten sucht, den von ihr gewünschten Weg zu gehen und Hindernisse beiseite zu räumen, auch wenn sie gelegentlich mit ihrer Art und Weise aneckt. Jedoch muss sie aufgrund der geltenden Verhaltensmuster und Konventionen auch mit einigen Rückschläge zurechtkommen. Als Leserin begleitete ich Christa bis zum Jahr 1949.

Die Autorin zeigt anhand ihrer Figuren, wie vielfältig Partnerschaften damals sein konnten und welche Schwierigkeiten es gab, die Liebe frei zu leben. Eine Buchhandlung wird zum Handlungsort mancher wichtigen Geschehnisse in diesem Roman. Man spürt das Wissen um und die Liebe zu den Büchern, die die Autorin als gelernte Buchhändlerin in die Geschichte einfließen lässt. Einen breiteren Raum gewährt sie dabei auch der Lyrik. Ines Thorn kleidet das Unternehmen und Christas beruflichen Weg in die Geschichte des Literaturbetriebs ein. Verlage nahmen nach dem Krieg ihre Tätigkeit wieder auf und es gründeten sich neue; 1949 fand die erste Buchmesse statt. Autoren und ihre Bücher, Filme und Musik vermitteln einen Eindruck der erwachenden kulturellen Vielfalt.

Ines Thorn hat mit ihrem Roman „Die Buchhändlerin“ eine abwechslungsreich gestaltete, unterhaltsame Erzählung geschrieben, die den Sound der Zeit nach dem Krieg aufgreift und auf die Welt der Bücher fokussiert. Daneben bindet sie weitere wichtige Themen ein, die die Menschen damals bewegten. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung und freue mich auf die Fortsetzung, die in den 1950ern spielen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2021

Authentisch und lebendig erzählte Geschichte

0

Frankfurt 1945, nach Ende des 2. Weltkrieg
Christa Schwertfeger hat einen Traum, sie möchte Literatur studieren.
Leider muss sie schnell feststellen, dass sie als Frau an der Universität nicht ernst genommen ...

Frankfurt 1945, nach Ende des 2. Weltkrieg
Christa Schwertfeger hat einen Traum, sie möchte Literatur studieren.
Leider muss sie schnell feststellen, dass sie als Frau an der Universität nicht ernst genommen wird.
Ihre Mutter hingegen möchte, dass Christa auf die Bräuteschule geht und sich auf das Dasein als Hausfrau und Mutter vorbereitet.
Aber Christa möchte mehr als nur Hausfrau und Mutter sein.
So arbeitet Christa erst einmal in der Buchhandlung ihres Onkels, die nach der Enteignung durch die Nazis an die Familie zurückgegeben wurde.
Hier umgeben von Büchern hat sich Christa schon als Kind wohl gefühlt.
Christa steckt alle ihre Energie hinein um der Buchhandlung wieder ihren altem Glanz zu verleihen.
Es soll ein Ort werden wo sich „Büchermenschen“ treffen.

„Die Buchhändlerin“ von Ines Thorn ist eine authentisch und lebendig erzählte Geschichte.
Mit ihrer Protagonistin Christa Schwertfeger hat die Autorin einen klugen und starken Charakter erschaffen.
Ines Thorn vermittelt dem Leser in ihrer Geschichte sehr viel Zeitkolorit.
-Die Frauen, die im Krieg ihren Mann gestanden haben sollen plötzlich wieder zurück in die 2. Reihe rücken.
-Der Hunger, die Entbehrung und der kalte Winter 1946/47.
-Die zerstörte Altstadt in Frankfurt.
-Das Einmarschieren der Amerikaner.
All diese Ereignisse kenne ich aus Erzählungen meiner Mutter(die keine 10 Minuten Fußweg von der Buchhandlung Schwertfeger gelebt hatte) und finde sie in diesem Roman detailgetreu wieder.
Auch ich lebe in Frankfurt Bornheim, kenne die Straßen und die Plätze.
So macht es natürlich doppelt so viel Freude das Buch zu lesen.
Ines Thorn macht auch vor dem Thema Homosexualität nicht halt.
Zur damaligen Zeit wurden die Männer als „Perverse“ tituliert und nach Paragraph 175 mit Gefängnis bestraft.
Die gründliche Recherchearbeit der Autorin kann man beim Lesen spüren.
Auch die Liebe der Autorin zu Büchern ist auf fast jeder Seite präsent.
Interessant ist ich auch die Erwähnung der ersten Buchmesse nach dem Krieg in der Frankfurter Pauskirche. Wer schon einmal auf der Frankfurter Buchmesse war kann sich das kaum vorstellen. Ist doch die Paulskirche mit ihrem Platz recht begrenzt.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und flüssig, die Handlungsorte gut beschrieben.
Vor allem die Sprache ist authentisch und ehrlich. Ich finde es manchmal irritierend, wenn Bücher in einem Wortlaut geschrieben sind, den man im Alltag, bei Unterhaltungen nie verwenden würde.
„Die Buchhändlerin“ ist ein rundum gelungener Roman der die Zeit nach dem 2. Weltkrieg authentisch widerspiegelt.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung „Die Buchhändlerin. Die Macht der Worte“ der im Februar 2022 erscheinen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2021

Authentisch und Emotional wird hier eine Geschichte von , über und mit Liebe erzählt .

0

Wirklich selten habe ich ein Buch gelesen wie dieses. Bereits die ersten Sätze zogen mich in Ihren Bann und mit jeder Seite spürte ich immer mehr, dass hier jemand ein Buch geschrieben hatte,der Bücher ...

Wirklich selten habe ich ein Buch gelesen wie dieses. Bereits die ersten Sätze zogen mich in Ihren Bann und mit jeder Seite spürte ich immer mehr, dass hier jemand ein Buch geschrieben hatte,der Bücher ebenso liebt wie ich. Da ich noch kein anderes Buch von Ines Thorn zuvor gelesen hatte, war ich freudig überrascht zu lesen, dass auch sie (genau wie ich ) eine Buchhändlerin ist .Mir war nun klar,wieso ich auf jeder Seite die Liebe zu Worten und Geschichten nahezu spüren konnte.
Neben der Tatsache, dass es in diesem Buch um eine Buchhandlung geht hat mich vor allem die Zeit angesprochen , in der die Handlung angesiedelt ist. Deutschland liegt in Schutt und Asche, junge Frauen müssen nicht nur Trümmer beseitigen, sondern warten entweder vergebens auf die Rückkehr Ihrer Liebe aus dem Krieg, oder versuchen sich mit einen der wenigen unversehrten Männern zu arrangieren, die bereits wieder heimgekehrt sind. Ines Thorn hat die Stimmung dieser Zeit sehr gut eingefangen. Atmosphärisch dicht verpackt beschreibt sie , wie eine junge Frau hin- und hergerissen ist zwischen dem was hinter Ihr liegt, und dem was vor Ihr liegen könnte. Sie schreibt sich an der Uni ein und möchte studieren, doch das Schicksal meint es anders mit Ihr. Sie muss sich entscheiden, ob sie die Buchhandlung Ihres Onkels weiterführt, oder Ihre eigenen Träume verwirklicht. Für junge Menschen auch heute keine einfache Entscheidung, doch für eine junge Frau im Nachkriegsdeutschland, scheint diese Entscheidung alles abzuverlangen.
Sowohl die Handlung, als auch die Figuren (hier vor allem die junge Christa, aber auch ihr Onkel Martin der für seine Überzeugung schließlich im Zuchthaus landet) haben mein Herz erobern können. Das Buch ist wahrlich kein dicker Schicken, aber die Autorin schafft es auf diesen Seiten nicht nur dem Leser die Liebe zu Büchern spüren zu lassen. Auch die Liebe zu der eigenen Familie, die verbotene und teilweise unerfüllte Liebe zwischen zwei Menschen, sowie die Liebe zu Menschen, die einem irgendwann auf dem eigenen Lebensweg begegnen wird hier spürbar mit Worten erzählt und zugleich mit einer sehr amotionalen Zeit der Deutschen verknüpft. Die Spannungen zwischen Heimkehrern und Heimgebliebenen, zwischen Besatzern und Deutschen werden genauso erzählt wie der Umgang mit den Nationalsozialisten nach dem Krieg. Ines Thorn hat hier die Geschichte einer Buchhandlung ganz wunderbar mit der Deutschen Nachkriegszeit verknüpft. Für mich als Buchhändlerin gab es zu dem ganz viele wunderbare kleine Geschichten über Bücher in diesem Buch. Sie haben mein Herz noch ein bisschen höher schlagen lassen. Dieses Buch ist nicht nur ein Muss für alle Menschen, die sich für die Nachkriegszeit interessieren, sondern auch für alle Buchmenschen.
Ines Thorn ist hier eine spannende Geschichte mit tiefgründigen und vielseitigen Figuren gelungen die unbedingt das Prädikat lesenswert verdient hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere