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Veröffentlicht am 02.11.2018

Schwert und Krone - Zeit des Verrats

Schwert und Krone - Zeit des Verrats
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Handlung:
Aachen 1152
Der bisherige Herzog von Schwaben, Friedrich, wurde zum König gekrönt und macht es sich zum Ziel, das Land in Frieden zu einen und die Kaiserkrone zu erhalten. Eine Aufgabe, an dem ...

Handlung:
Aachen 1152
Der bisherige Herzog von Schwaben, Friedrich, wurde zum König gekrönt und macht es sich zum Ziel, das Land in Frieden zu einen und die Kaiserkrone zu erhalten. Eine Aufgabe, an dem seinVorgänger gescheitert ist. Außerdem will er dringend die Scheidung von Adela von Vohburg, um eine Gemahlin zu finden, die seinem neuen Stand als König noch angemessener ist.
Friedrich I. hat einen genauen Plan, um Frieden im Reich zu schaffen. Er will Verbündete gewinnen, indem er ihnen Land und Titel gibt, seinen Feinden will er das Fürchten lehren. Doch dies ist leichter gesagt als getan, es bilden sich heimlich Fürstenoppositionen gegen ihn, die nicht zufrieden mit seiner Politik sind.
Neben starken Männern steht meist eine kluge und mutige Frau, so wird Otto von Wettin mit Hedwig von Ballenstedt vermählt, die ihm nicht nur eine liebevolle Gemahlin ist, sondern auch eine intelligente, wenn auch heimliche Beraterin. Und auch die junge Beatrix von Burgund weiß nicht nur ihr hübsches Gesicht einzusetzen, sondern auch ihren wachen Geist.

Meinung:
Das Cover bildet einen direkten Wiedererkennungswert zu den anderen beiden Teilen, die aus der Reihe bisher erschienen sind. Es erstrahlt in einem starken und einnehmenden Grün. Die goldenen Details heben sich deutlich davon ab und geben dem Cover viel Klasse und Hochwertigkeit. Es wurde schlicht gehalten und setzt sich meiner Meinung doch von anderen Romanen stark ab. Ich finde es sehr geschmackvoll und bin schon gespannt, in welchen Farben die folgenden Teile erstrahlen werden.

Wenn man den Roman das erste Mal aufschlägt, erblickt man direkt eine historische Karte, die nicht nur eine Übersicht über Mitteleuropa gibt, sondern auch weitere Details, u.a. den Königsumritt 1152 von Kaiser Friedrich I. Ebenso lässt sich auf der letzten Umschlagseite findet sich eine Karte, hier handelt es sich um den südlichen Teil Europas, welcher dargestellt wird. Dies ist für mich ein sehr positiver erster Eindruck, ich finde es immer schön, wenn Details wie Karten miteingebunden werden und dem Leser einen besseren Eindruck vermitteln, was für Entfernungen im Mittelalter nur zu Fuß oder zu Pferd zurückgelegt wurden.
Als nächstes folgt die übliche Auflistung aller historischhen Persönlichkeiten, sowie auch einiger, weniger fiktiver Personen. Bevor ich mit dem Lesen des Romans begonnen habe, hatte ich mir erst einmal diese Übersicht angeschaut, durchgelesen und wurde direkt an einige Details aus den vorherigen Bänden erinnert, konnte mich leichter wieder in die Handlung zurückfinden und war noch gespannter darauf, mit dem Lesen zu beginnen.
An den Roman anschließen tun sich sowohl ein tolles Nachwort, als auch ein Anhang, welcher unglaublich umfangreich ist. Von genealogischen Tafeln, über ein Glossar, eine Zeittafel und eine Auswahl von Fachlektüre. Das sind meiner Meinung nach sehr sinnvolle und hilfreiche Details, die mir das Lesen erleichtern. Besonders gerne schaue ich mir nachdem Beenden des Romans die Zeittafel an, sie gibt in Kurzfassung noch einmal wieder, was ich gerade gelesen habe und brennt sich immer leicht in mein Gedächtnis ein.

Am Anfang eines jeden Kapitels steht wie immer nicht nur eine Überschrift, sondern auch der Ort, sowie ein Datum und eine kleine Auflistung von wichtigen Personen, die in diesem Abschnitt auftreten.
Die Schreibweise besticht und verleiht der ganzen Handlung noch mehr Glaubwürdigkeit und Lebendigkeit. Sie ist anspruchsvoll, trotzdem gut verständlich und durch die Einbindung von alten Begriffen sehr authentisch. Es war eine große Freude für mich, den Roman zu lesen und in die Welt des Mittelalters abzutauchen. Häufig wollte ich den Roman nicht aus der Hand legen, weil mich die ganze Handlung so sehr begeistert hat. Als ich den Epilog gelesen hatte, war das für mich ein kleiner Schock, ich wollte noch nicht aus der Welt wieder in die Realität zurückkehren, die mich gefangen genommen hat.

Der Handlungszeitraum erstreckt sich über fünf Jahre. Eine Zeit, in der nicht jedes kleine Detail auf das Genauste beschrieben wird, sondern auch mal ein paar Monate übersürungen werden, um den Umfang nicht ins Unendliche zu strecken. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, dass wichtige Details verschwiegen oder ausgelassen werden, sondern immer wurde an bereits vergangenes angeknüpft, sodass man als Leser keine Lücken hat.

Eine große Rolle in dem Buch spielen die historisch verbürgten Personen, welche klar im Mittelpunkt stehen, was auch das Ziel von Frau Ebert war. Ihr ist es mit Bravour gelungen, die Personen nicht nur zu beschreiben und handeln zu lassen, sondern sie auch für den Leser lebendig zu machen und ihnen Charakter zu geben. Eine Aufgabe, die unglaublich schwer gewesen sein muss, jedoch auf das Beste erledigt wurde.
Auch die fiktiven Personen haben viel Liebreiz und wurden bis ins Letzte ausgefeilt, um perfekt in die Geschichte zu passen.

Das Setting ist einfach traumhaft. Sagenhafte Landstriche, romantische Burgen und gemütliche Katen oder Räume. Eindrucksvoll und natürlich bewegen sich die Protagonisten darin und wirken nie fehl am Platze. Dadurch wurde auch ein spannendes Bild von dem Leben am Hofe gezeichnet. Das Leben mit all den Dienern, unzähligen anderen Leuten und den damit verbunden Intrigen. Besonders in den Dialogen liegt viel Bedeutung, sie beherbergen stumme Nachrichten, aber auch Bosartigkeiten und deuten auf allerhand Intrigen hin.

An den Romanen von Frau Ebert fasziniert es mich stets aufs Neue, wie umfangreich ihre Recherchen sind und was für eine Gabe sie hat, dies verständlich und unterhaltsam an den Leser zu vermitteln. An vielen Stellen wurde fast schon sichtbar, dass wirklich alles, was geschrieben vor mir liegt, Hand und Fuß hat und nicht irgendetwas erfunden wurde. Dies macht ihre Romane aus und machen sie für mich immer wieder zu etwas besonderem.

Fazit:
Es war mir eine Freude und ein Vergnügen, den Roman zu lesen und ich freue mich schon jetzt auf den Nachfolgeband. Es wurde nicht nur historisches Geschehen wiedergegeben, sondern der Roman bietet auch einiges an Unterhaltung und absurden Szenen, die sich wirklich so zugetragen haben.

In dem Nachwort schrieb Sabine Ebert, dass sie sich selbst in der Verpflichtung sieht, einen jeden neuen Roman noch besser zu schreiben, als den letzten. Als ich diese Worte gelesen habe, konnte ich wirklich nur daran denken, wie ihr das zu 100% gelungen ist. Ich verbeuge mich, Frau Ebert!

Veröffentlicht am 30.06.2018

Das Mätressenspiel

Das Mätressenspiel
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Handlung:
Hannover 1682
Zusammen mit ihrer Mutter, sowie den beiden Schwestern lebt Helena von Minnigerode auf ihrem Gut und führt ein unbeschwertes und angenehmes Leben. Bis eines Tages die Nachricht ...

Handlung:
Hannover 1682
Zusammen mit ihrer Mutter, sowie den beiden Schwestern lebt Helena von Minnigerode auf ihrem Gut und führt ein unbeschwertes und angenehmes Leben. Bis eines Tages die Nachricht vom Tod ihres Bruders eintrifft und sich für die Familie alles ändert. Aufgrund des Fehlens eines männlichen Erbens fallen nun die ganzen Ländereien, auch das Gut, in den Besitz ihres Onkels Roderick.
Die Familie will sich damit nicht abfinden und Helena reist mir ihrer Mutter an den herzöglichen Hof, um bei der Herzogin Sophie eine Aufnahme als Hofdame zu erbitten, um einen geeigneten Gemahl zu finden. Doch dies ist nicht so einfach und schließlich wird Helena in ein Intrigenspiel zwischen der Herzogin Sophie und Clara von Platen, der Mätresse des Herzogs, hineingezogen.

Meinung:
Das Cover finde ich sehr schön zu betrachten, es ist stimmig und ein Hingucker. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, finde es aber toll, dass sich die Cover von „Das Mätressenspiel“ und „Das blaue Medaillon“ ähneln, dadurch tritt ein Wiedererkennungswert auf. Die Farben sind sehr angenehm gewählt und besonders toll finde ich die Dame mit ihrem fantastischen Kleid, was eindeutig ein Blickfang ist. Im Hintergrund ein Herrenhaus, welches hübsch ist und alles abrundet.

Direkt positiv aufgefallen ist mir der Vermerkt, dass es am Ende des Romans ein Personenverzeichnis, sowie ein Glossar gibt. Ich hätte es besser gefunden, wenn sich die Auflistung der Personen am Anfang befunden hätte, da ich mir dieses gerne vor dem Lesen eines Buches durchlese, um schon einmal einen leichten Überblick zu haben.

Die Personen in dem Roman waren recht lebendig, leider wurden sie mir im Verlauf des Romans etwas eintönig. Am Anfang hat man so viele verschiedene Seiten von ihnen gesehen und miterlebt, das ist am Ende des Buches leider etwas eingeschlafen und sie zeigten für mich nur noch wenig Abwechslung.
Mir ist besonders aufgefallen, dass Helena unglaublich stark und ausführlich beschrieben wird, der Fokus ist ganz klar auf sie gerichtet und deshalb ist es leider aufgetreten, dass die anderen Figuren häufig blass neben ihr wirkten und mit diesem schillernden Charakter nicht mithalten konnten. Dies ist mir vor allem bei den Herren im Roman aufgefallen, viele waren recht unscheinbar neben der starken, mutigen und sympathischen Helena.

Ein großer Teil des Fokus lag ganz eindeutig auf der Beschreibung der Gärten von den Schlössern. Diese waren äußerst eindrucksvoll beschrieben, haben dem Roman eine interessantes Setting gegeben und zum träumen eingeladen. Hier wurde sehr deutlich, dass viel Recherche dafür betrieben wurde, die mich vollkommen überzeugt hat und definitiv ein Highlight des Romans ist.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich die verschiedenen Handlungsorte wunderbar beschrieben und sehr authentisch empfand. Es fiel mir leicht, mir Räume und Details vorzustellen und in Gedanken mit Helena durch die Flure zu streifen.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, es gab eine stets passende Einstreuung von historischen Begriffen, die nicht zu häufig vorkamen und dem Roman Authentizität verliehen haben. Viele dieser Begriffe stammen aus dem französischen, was jedoch kein Problem war, da es für jedes Fremdwort eine Übersetzung im Glossar gab und viele Begriffe geläufig waren.
Der Spannungsaufbau war gekonnt dargestellt, leider ließ die Dramatik für mich im letzten Drittel des Romans ab. Das Ende war immer noch offen gestaltet und es geschahen immer noch Dinge, die überraschend waren, jedoch hat der Anreiz weiterzulesen für mich etwas nachgelassen und ich konnte der Handlung des Romans nicht mehr mit einer so großen Freude folgen, wie noch am Anfang.

Fazit:
Zu weiten Teilen hat mich der Roman vollkommen überzeugt, besonders das Setting hat es mir unglaublich angetan und stets aufs Neue begeistert. Da ich nicht immer mit den Personen zufrieden war und die Spannung für mich etwas nachließ, ziehe ich dem Roman einen halben Punkt ab.

Veröffentlicht am 06.08.2017

Die Tänzerin von Paris

Die Tänzerin von Paris
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Paris, 1928:

Lucia Joyce, die Tochter des bekannten Schriftstellers James Joyce, widmet sich vollkommen ihrem Hobby und ihrer großen Leidenschaft, dem Tanzen. Dabei erlangt die junge Frau auch einige ...

Paris, 1928:

Lucia Joyce, die Tochter des bekannten Schriftstellers James Joyce, widmet sich vollkommen ihrem Hobby und ihrer großen Leidenschaft, dem Tanzen. Dabei erlangt die junge Frau auch einige Berühmtheit und wird von dem Publikum gefeiert. Doch nicht alle Menschen in ihrem Umfeld sind glücklich mit der Entscheidung, dass sich Lucia so stark dem Tanz widmet und damit erfolgreich werden will. Die Mutter findet es schamlos, in der Öffentlichkeit zu tanzen und der Vater will, dass sie nur für ihn tanzt und ihn dabei inspiriert.

Im Paris der 1920er Jahre tummelten sich einige Berühmtheiten und so trifft Lucia den jungen Autor Samuel Beckett. Von der ersten Sekunde an ist sich die junge Frau sicher, dass er die Liebe ihres Lebens ist und sie mit ihm eine strahlende Zukunft erleben wird. Doch am Ende kommt es ganz anders, als Lucia gedacht hat.

Küsnach, 1934:

Lucia befindet sich in Behandlung des Schweizer Therapeuten Dr. Jung. Mit ihm zusammen arbeitet sie während der Therapiestunden die Vergangenheit wieder auf und erkennt, welche Fehler in der Vergangenheit getan wurden.

Meinung:

Das Cover finde ich sehr gelungen . Es erinnert mich an eine alte Postkarte und strahlt für mich aus diesem Grund Charme aus. Auaßerdem gibt es auch einen Bezug zu dem Inhalt des Romans (eine junge Frau als Hauptprotagonistin; der Eiffelturm symbolisiert den Ort der Handlung).

Der Roman wurde durchgängig aus der Ich-Perspektive geschrieben, aus der Sicht von Lucia. Dadurch erhält man viele Informationen darüber, was der jungen Frau gerade so durch den Kopf spuckt und man kann ihre Entwicklung auch gut mitverfolgen. Von einer anfänglich noch sehr faszinierenden und selbstbewussten Frau entwickelt sich Lucia zu einer emotional schwachen und verwirrten Dame. Man kann auch sehr gut mitverfolgen, wie sie immer mehr dem Wahnsinn verfällt und sie sich Dinge einbildet, die in Wirklichkeit vollkommen anders aussehen. Dies hat mich beim Lesen sehr überrascht, da ich vorher weder beim Klappentext noch bei kurzen Beschreibungen irgendeinen Hinweis auf eine aufkeimende psychische Erkrankung entdeckt habe. Dadurch hat mir das Buch wahrscheinlich im Verlauf auch immer wneiger gefallen, da Romane über Nervenerkrankungen eigentlich nicht sonderlich interessieren.

Die eigentliche Darstellung der Geschichte, d.h. der Aufbau hat mir sehr gut gefallen. Es gibt einen häufigen Perspektivwechsel zwischen den 1920er und den 1930er Jahren. Lucia befindet sich 1934 bei einem Therapeuten in Behandlung und dieser fordert sie immer auf, von Sitzung zu Sitzung ihre Erinnerungen und damit ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Bei den Überlegungen dazu gibt es einen Rückblick und somit erfährt man als Leser, wie Lucias Jugend aussah.

Die Schreibweise hat mich immer etwas nachdenklich gemacht. Einerseits fand ich sie teilweise sehr angenehm und flüssig zu lesen, andererseits fand ich einige Dinge zu stark ausgeschmückt oder zu kitschig dargestellt. Dies ist aber nicht unbedingt der Autorin geschuldet, sondern können auch Übersetzungsfehler sein.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Kapitel und Abschnitte relativ kurz gehalten wurden und sich nicht über viele Seiten erstreckt haben. Andererseits hat es mich gestört, dass es immer mal wieder größere Zeitsprünge gab. Ich hatte das Gefühl, dass diese zu groß waren und die Dinge, welche in der Zeit passiert sind, für den Verstand des Buches von Bedeutung gewesen wären. Es tauchten plötzlich Personen auf oder waren einfach so verschwunden und dies konnte ich teilweise nicht richtig einordnen.

Lucia stand als Hauptprotagonistin ganz klar im Vordergrund, doch es fiel mir sehr schwer, sie mir als menschliches Wesen vorzustellen. Sie hat viele Emotionen gezeigt, aber teilweise hätte ich sie auch mit einem Roboter vergleichen können, weil sie immer die Dinge getan hat, die von ihr erwartet wurden. Leider sind auch die anderen Personen sehr blass gezeichnet gewesen, ich konnte mir keinen wirklich vorstellen oder mit irgendjemanden sympathisieren.

Fazit:

Ich hatte große Erwartungen in das Buch gesetzt und war sehr gespannt darauf, näheres über Lucia Joyce zu erfahren, besonders, weil die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Leider hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt und ich fand die Geschichte etwas zu verwirrend erzählt. Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, in der Ausführung hat es leider etwas gehapert.

Veröffentlicht am 10.12.2018

Die Schneeschwester

Die Schneeschwester
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Handlung:
Normalerweise hat sich Julian immer wie ein Schneekönig auf Heiligabend gefreut. Nicht nur, dass Weihnachten ist, sondern er hat an dem Tag auch Geburtstag. Doch dieses Jahr kann sich Julian ...

Handlung:
Normalerweise hat sich Julian immer wie ein Schneekönig auf Heiligabend gefreut. Nicht nur, dass Weihnachten ist, sondern er hat an dem Tag auch Geburtstag. Doch dieses Jahr kann sich Julian nicht auf die Tage freuen. Denn es hat sich etwas verändert: seine ältere Schwester Juni ist tot und die Familie funktioniert nur noch wie eine Maschinerie. Julian fürchtet, dass seine Familie dieses Jahr das Weihnachtsfest einfach übergehen wird.

Doch dann macht Julian eine besondere Begegnung. Er lernt Hedvig kennen, ein aufgewecktes Mädchen, dass sich unglaublich auf Weihnachten freut und ein großes Geheimnis mit sich trägt. Mit ihrer Freude auf die Festtage steckt sie Julian an und so langsam glaubt er daran, dass er seine Familie überzeugen kann, dass sie doch noch Weihnachten feiern werden.

Meinung:
Das Cover ist ein Traum. Starke Rot-Nuancen, die sofort auf einen weihnachtlichen Roman hinweisen. Viele kleine Details, u.a. Schneeflocken oder alle wichtigen Protagonisten. Das Bild in der Mitte des Cover gibt dem Gesamtbild einen märchenhaften Charakter und weist auf ein tolles Abenteuer der Kinder hin. Alles in allem ergibt sich ein freundliches und liebevoll gestaltetes Bild, welches einfach nur ein Traum ist.

Wenn man das Buch aufschlägt, fallen als erstes die wundervollen Illustrationen ins Auge. Diese wurden mit so vielen kleinen Details und mit viel Liebe gezeichnet, sie sind einfach wunderbar geluungen und geben der Geschichte einen Rahmen, sowie den Protagonisten ein Aussehen. Auf so gut wie jeder Seite befand sich eine Illustration und es gab immer wieder etwas neues zu entdecken. Schon das Betrachten der Bildchen hat bei mir den Wunsch geweckt, sofort mit dem Lesen zu beginnen.

Die Schreibweise war sehr einfach gehalten, nicht sehr anspruchsvoll, entsprach jedoch genau meinen Erwartungen für ein Kinderbuch. Mir hat es trotzdem Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen und war besonders angetan von vielen, detailreichen Beschreibungen. Dies fand u.a. statt, als Julian geschildert hat, wie das Weihnachtsfest früher immer in der Familie stattgefunden hat und auf was er sich immer am meisten gefreut hat.
Viele Dialoge fand ich sehr tiefsinnig und musste ab und an mal innehalten, um mir Sätze nochmals durchzulesen, weil so viel Wahres dahintersteckt. Ich fand es gut, dass sich lustige und traurige Passagen immer abgewechselt haben und insgesamt eine gute Mischung ergeben haben.

Es tauchen in der ganzen Geschichte nur wenige Protagonisten auf, es wird sich auf eine überschaubare Anzahl beschränkt und mehr Wert auf die Geschichte und vor allem auf Julian und Hedvig gelegt. Besonders die beiden Kinderfiguren sind sehr stark gezeichnet, sie stehen durchweg im Vordergrund und sind am meisten charakterisiert. Ihnen wurden als Einzige viele Attribute und Details zugeordnet, seien es Informationen über ihre Hobbys oder Details über ihren Charakter und Beziehungen.
Hierbei ist es besonders, dass Julian die ganze Zeit wie ein normaler Junge von neun Jahren beschrieben wird, während Hedvig von der ersten Sekunde an etwas besonderes und märchenhaftes an sich hat. Angefangen bei der Beschreibung ihres Aussehens, über ihren Charakter und auch ihr Zuhause hat fast schon märchenhafte Züge.

Fazit:
Der Klappentext verspricht eine wunderschöne, weihnachtliche Geschichte mit kleinen Abenteuern und vielen Gefühlen. Genau das hält der Roman auch ein. Die Geschichte war interessant und mit vielen kleinen Details angereichert, die ein schnelles Lesen ermöglicht. Dazu kommen tolle Charaktere und sehr schöne Illustrationen.
Eine unfassbar schöne Geschichte, die mich am Ende vollkommen in Tränen aufgelöst allein gelassen hat und eine große Empfehlung meinerseits.

Veröffentlicht am 05.12.2018

Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam

Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam
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Handlung:
Straßburg 1538
Die letzten Tage des Jahres stehen an und fast überall herrscht Vorfreude und Harmonie. Nur Jakob will nicht wirklich in eine weihnachtliche Laune kommen. Dafür hat der junge Bursche ...

Handlung:
Straßburg 1538
Die letzten Tage des Jahres stehen an und fast überall herrscht Vorfreude und Harmonie. Nur Jakob will nicht wirklich in eine weihnachtliche Laune kommen. Dafür hat der junge Bursche zu viele Sorgen. Seit Tagen hat Jakob nichts richtiges gegessen, er besitzt keinen Heller und keine Unterkunft. In seiner Verzweiflung begeht der Straßenjunge eine Tat, die er später selbst bereut: er bricht in das Haus einer Schneidersfamilie ein, die gerade auf dem Friedhof den ältesten Sohn beerdigt, und stiehlt der armen Familie ihre Speisen.
Jakob kann sein schlechtes Gewissen einfach nicht verdrängen und will der Familie eine Freude machen. Schließlich ist ja Weihnachten und es gibt auch besondere Geschenke, für die man kein Geld ausgeben muss.

Meinung:
Ich habe mich riesig auf das Lesen gefreut, weil ich im Dezember einige winterlich-weihnachtliche Romane lesen will. Mit diesem Büchlein bin ich gestartet und es war ein perfekter Anfang. Eine wirklich niedliche und fast schon märchenhafte Geschichte, die verzaubert.

Vor zwei Jahren habe ich schon einmal eine Weihnachtsgeschichte aus dem Rowohlt-Verlag gelesen und schon diese fand ich einfach zauberhaft. Deshalb war ich begeistert, als ich diese Geschichte als Taschenbuch gefunden habe, da ich auch schon ein paar Bücher von Astrid Fritz gelesen habe und mir diese durchweg immer gefallen haben.

Das Cover ist sehr niedlich und ich finde es unglaublich passend für die Erzählung. Hier passt das gemalte Bild einer Straße perfekt, es verleiht dem Cover viel Charme und zeigt dem Leser eine wunderschöne Seite des Winters: verschneite, ruhige Straßen. Nach dem Lesen habe ich das Cover erneut und noch genauer betrachtet und einige Szenen aus dem Buch könnten auf das Bild zutreffen, wodurch eine tolle Verbindung zwischen Cover und Inhalt entsteht.

In der Geschichte tauchen immer wieder sehr niedliche Illustrationen auf, die viele Szenen darstellen und versinnbildlichen. Diese wurden gezielt eingesetzt, sodass man davon nicht überschlagen wurde und wirklich liebevoll gezeichnet. Sie gefallen mir richtig gut und geben der Geschichte noch mehr Liebreiz.

Die Schreibweise war sehr einfach, sodass die Geschichte wohl auch für Kinder eingängig und verständlich ist. Mir hat das sehr gut gefallen, an einigen Stellen habe ich mich fast gefühlt, als würde ich ein kleines Märchen lesen. Innerhalb von wenigen Stellen war das Buch ausgelesen und ich war überrascht, wie schnell ich damit durch war. Es hat richtig Spaß gemacht, in die Geschichte einzutauchen, weil einfach alles gepasst hat. Es wurden nette Charaktere erschaffen, die Handlungen wurden ausführlich beschrieben und Astrid Fritz hat es geschafft, dass ich mir so einige Situationen und Orte vorgestellt habe.

Die Charaktere waren liebevoll dargestellt, ihnen hat zwar viel Tiefe und einige Eigenheiten gefehlt, jedoch kann man bei einer solch kurzen Geschichte auch nicht perfekt ausgearbeitete Protagonisten erwarten, sonst würde sich die Handlung zu sehr ausweitern. Mir haben sie sehr gut gefallen, sie waren einfach und niedlich dargestellt. In ihren Lebensverhältnissen waren sie perfekt dargestellt und man kann gar nicht anders, als sie ein Stück weit ins Herz zu schließen.

Fazit:
Eine wirklich faszinierende Geschichte, die unglaublich liebevoll dargestellt wurde und fast schon märchenhafte Züge hat. Ich bin in die Geschichte eingetaucht und habe das Buch erst beiseite gelegt, nachdem ich es beendet hatte. Für mich war es ein fantastischer weihnachtlicher Roman, worauf in den nächsten Wochen hoffentlich noch viele weitere folgen.