Cover-Bild Unschuldslamm
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 04.01.2014
  • ISBN: 9783548285641
Judith Arendt

Unschuldslamm

Der erste Fall für Schöffin Ruth Holländer
Ruth Holländer kann sich nicht beklagen: Die Scheidung ist durch, der Sohn aus dem Haus, und die 16-jährige Tochter pubertiert fast nicht mehr. Auch Ruths französisches Bistro läuft erfreulich gut. Aber dann kommt ein Bescheid vom Amtsgericht: Zu ihrem Entsetzen wird Ruth zur Schöffin berufen. Sie muss in einem Mordfall beisitzen. Schon bald hegt sie Zweifel an der Schuld des Hauptangeklagten: Hat der junge Mann wirklich seine Schwester getötet? Ruth beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Und schon nach den ersten Fragen im Umfeld des vermeintlichen Mörders wird ihr klar, dass sie mitten im gefährlichsten Abenteuer ihres Lebens gelandet ist ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Der Fluch eines Schöffen

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In diesem Krimi wird die alleinerziehende Mutter Ruth Holländer als Schöffin ans Gericht berufen. Mit den fast erwachsenen Kindern und das Leiten ihres französischen Bistros hat sich schon genug Probleme ...

In diesem Krimi wird die alleinerziehende Mutter Ruth Holländer als Schöffin ans Gericht berufen. Mit den fast erwachsenen Kindern und das Leiten ihres französischen Bistros hat sich schon genug Probleme zu lösen und dann vergisst sie auch noch den Einspruch gegen das Schöffen-Amt einzulegen und sowie schon ist sie mitten in einem heiklen Prozess. Dieser beschäftigt sich mit dem Mord an der 16jährigene Türkin Derya. Angeklagt ist der Bruder, der sie in einem so genannten „Ehrenmord“ getötet haben soll. Doch schnell stellt sich Ruth dem Fall und aufgrund gewisser Unklarheiten und Verhaltensweisen hinterfragt sie schnell die Anschuldigungen. Auch wenn der Mörder mir von Beginn an klar war, handelt es sich um einen spannenden Krimi, der mit einer tollen Protagonistin überzeugen konnte. Es gibt einige Rückblenden, die stets für Wendungen im Fall sorgen und dadurch die Spannung aufrecht erhalten. Das Buch ist aufgrund des flüssigen Schreibstils auch schnell gelesen und sorgt auch ohne großen Thrill für ein krimireiches Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Unschuldslamm

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Ruth Holländer ist fast 50 und Besitzerin eines kleines Bistros, geschieden, 2 Kinder und eigentlich völlig ausgelastet mit ihren beruflichen und privaten Verpflichtungen. Da bekommt sie die Aufforderung, ...

Ruth Holländer ist fast 50 und Besitzerin eines kleines Bistros, geschieden, 2 Kinder und eigentlich völlig ausgelastet mit ihren beruflichen und privaten Verpflichtungen. Da bekommt sie die Aufforderung, als Schöffin zu arbeiten und gleich ihr erster Prozess ist ein Mord an einer jungen Kurdin.
Das Buch ist für mich ein solider Krimi. Die Geschichte wird abwechselnd zwischen dem Prozess, der Vorgeschichte der beteiligten Personen und ihrer Sicht auf die Dinge, dem Berufs- und Privatleben von Ruth erzählt. Dabei ist es interessant, das ganze aus dem Blickwinkel einer Schöffin zu sehen. Die sonst übliche Ermittlungsarbeit bleibt völlig außen vor. Trotzdem kann man die Entwicklung gut mitverfolgen. Was mir etwas gefehlt hat, war die Spannung. Es gibt Bücher, die kann ich nicht aus der Hand legen. Dieses zählte nicht dazu. Was mir aber gut gefallen hat und für mich auch sehr realitätsnah war, war die Hauptfigur Ruth. Ihr Leben war „herrlich normal“ mit all den Problemen, die man gut selbst nachvollziehen kann. Auch die Parallelen ihrer privaten Erfahrungen z. B. mit ihren Kindern zu denen des Opfers war gut herausgearbeitet. Die Beschreibungen der Verhältnisse der Kurden in Deutschland und der Türkei waren nicht überzogen und nicht einseitig. Hier ist der Autorin gelungen, nicht allzu viele Klischees aufzubauen, sondern differenziert die einzelnen Personen zu beschreiben. Insgesamt hat mir das Buch gefallen und es hat auch Potential für die geplante Reihe.

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Veröffentlicht am 10.08.2018

im Zweifel für den Angeklagten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Ruth Holländer feiert gerade ihren 50. Geburtstag, ist geschieden und hat zwei Kinder im Teenageralter. Sie hat sich vor kurzem ihren Lebenstraum – ein eigenes französisches ...



Kurze Inhaltszusammenfassung:
Ruth Holländer feiert gerade ihren 50. Geburtstag, ist geschieden und hat zwei Kinder im Teenageralter. Sie hat sich vor kurzem ihren Lebenstraum – ein eigenes französisches Bistro – erfüllt und arbeitet dort bis zur Erschöpfung. Zudem wird sie auch noch vom Gericht als Schöffin einberufen und soll in einem Mordfall mitentscheiden, bei dem ein türkischer Junge beschuldigt wird, seine Schwester im Zuge eines „Ehrenmordes“ getötet zu haben. Ruth geht der Prozess sehr nahe, da sie auch Kinder im gleichen Alter hat und recherchiert zwischen den Verhandlungstagen auf eigener Faust weiter um ein gerechteres Urteil treffen zu können.

Meine Meinung zum Buch:
Judith Arendt hat den 1. Fall, in dem Ruth Holländer als Schöffin fungiert, sehr spannend aufgebaut. Einerseits wird die Hauptakteurin Ruth sehr authentisch beschrieben: Ruth ist eine Frau im mittleren Alter, einerseits sehr eingespannt in ihrem Beruf, auf der anderen Seite aber durch ihre Scheidung und die fast erwachsenen Kinder auch manchmal einsam. Zu ihren Eltern hat sie eine ambivalente Beziehung, da sie ihre Eltern einerseits finanziell sehr unterstützt haben, aber andererseits auch kaum Kontakt haben, da sie sich gegenseitig nerven, aber dann bemerkt sie auch, dass ihre Eltern älter werden und sich ihr Leben verändert hat. Ruths Kinder sind zwar schon im Teenageralter, aber manchmal gibt es doch Situationen, in denen sie ihre Mutter oder ihre finanzielle Unterstützung noch sehr benötigen. Die Arbeit im Bistro füllt ihr Leben und ihre Freizeit nahezu komplett aus, dennoch ist sie glücklich, dass sie sich ihren Lebenstraum erfüllen konnte. Als Ruth als Schöffin einberufen wird, nimmt die ansonsten teilweise recht chaotische Ruth, ihren Auftrag äußerst ernst und möchte erst entscheiden, nachdem sie alle Fakten auf dem Tisch hat. Für Ruth ist es emotional sehr belastend, da sie selbst etwa gleichaltrige Kinder hat und das Opfer auch auf der Schule ihrer Tochter war, sodass sich diese beiden Welten für Ruth auch ein wenig vermischten.
Außerdem ist auch der zweite Handlungsstrang, das Leben des türkischen Mädchens Derya sehr gut beschrieben. Derya lebt schon immer in Deutschland und ist mit der deutschen Kultur aufgewachsen, außerdem hat sie einen deutschen Freund. Ihre Eltern sind eigentlich sehr aufgeschlossen und lassen ihren Kindern viele Freiheiten, doch in den Sommerferien mussten die beiden Jugendlichen ihre Eltern das erste Mal in ihre ursprüngliche Heimat begleiten um ihrer Familie zu helfen. Dort wurde geplant, Derya mit einem Mann zu verheiraten, den sie weder kannte noch mochte und von dort an nahm das Unglück seinen Lauf.
Spannend fand ich auch, dass sich die Handlungsstränge abwechselten und teilweise in Deutschland und teilweise in Südostanatolien stattfanden. Dies machte das Lesen sehr kurzweilig und gab einen zusätzlichen kurzen Einblick in einen anderen Kulturkreis.

Titel und Cover:
Das Cover ist farblich sehr ansprechend gestaltet und die Gewitterwolken lassen schon die unheilvolle Stimmung erahnen. Den Titel „Unschuldslamm“ finde ich persönlich nicht ganz so ansprechend, aber okay. Als Titel hätte auch „Ehrenmord“ usw. gepasst.

Mein Fazit:
Ich finde, dass der Autorin ihr erster Krimi und die Akteure gut gelungen sind und würde mich freuen, wenn ich bald eine Fortsetzung von Ruth Holländer als Schöffin lesen könnte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unschuldslamm

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Das Buch behandelt hier ein Thema mit dem ich mich so noch nicht beschäfftigt habe. Auf der einen Seite geht es um einen sogenannten "Ehrenmord" und auf der anderen ist eine Schöffin.

Ruth Holländer ist ...

Das Buch behandelt hier ein Thema mit dem ich mich so noch nicht beschäfftigt habe. Auf der einen Seite geht es um einen sogenannten "Ehrenmord" und auf der anderen ist eine Schöffin.

Ruth Holländer ist 50, geschieden hat zwei fast erwachsenen Kinder und ein gut gehendes restaurant. da wird sie zur Schöffin vor Gericht berufen. Aus dem ersten Unwillen von Ruth wird schnell interesse. Es wird der Mord der jungen Kurdin Derya verhandelt. Diese soll von ihrem Bruder ermordet worden sein. Sie ist sehr westlich erzogen worden hatte sogar einen deutschen Freund. Hat sich aber dagegen gesträubt einen ihr unbekannten zu heiraten, weil die Tradition es so will. War ihre Familie wirklich so religös? Ruth hat schnell Zweifel daran das Aras seine Schwester ermordet hat. Doch warum schweigt dieser zu der Tat?

Dies ist ein Roman der etwas anderen Art. Es ist gut recherchiert und geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Man kommt gut und schnell in die Geschichte rein. Zudem lockert die Rückblendungen das ganze Buch auf.