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Veröffentlicht am 26.04.2026

Band I

Die weiße Nacht
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Der erste Fall für Lou & König | Historischer Kriminalroman zur Stunde Null

Anne Stern ist promovierte Germanistin und Historikerin und lebt in Berlin. Mit ihrer Spiegel-Bestseller-Reihe um die Berliner ...

Der erste Fall für Lou & König | Historischer Kriminalroman zur Stunde Null

Anne Stern ist promovierte Germanistin und Historikerin und lebt in Berlin. Mit ihrer Spiegel-Bestseller-Reihe um die Berliner Hebamme «Fräulein Gold» feierte sie ihren größten Erfolg. Ich kannte bisher noch kein Werk der Autorin und war deshalb sehr neugierig auf ihren Schreibstil. Das Cover zeigt den Blickwinkel aus einer Kamera und nimmt somit Bezug zur Protagonistin Lou, die als Fotografin arbeitet.

„Die weiße Nacht“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe und somit der erste Fall für Lou & König. Der Schauort des historischen Kriminalromans ist Berlin und findet in den Jahren 1946/47 statt. Kommissar Alfred König soll den Mord an einer jungen Frau aufklären. Lou Faber hat die Tote zufällig bei der Motivsuche entdeckt und wird durch ihre Fotos in die Ermittlungen hineingezogen. Als kurz danach eine zweite Leiche gefunden wird, stehen die Ermittler unter Druck. Doch der rastlose Kommissar König hat ein Geheimnis, was Lou schnell spürt. Bald verbindet die Beiden mehr, als ihnen bewusst ist und die Ermittlung führt in die finstere Vergangenheit.
Die Autorin hat die kalte und dunkle Kriegs-Atmosphäre des zerstörten Berlins sehr gut in ihren Plot eingefangen. Das Setting, die Handlungen sowie die Darstellung der Charaktere hat sie lebendig und glaubwürdig gezeichnet. Die Zusammenarbeit von König und Faber entwickelt sich langsam und ruhiger, so dass sich einige Kapitel in die Länge zogen.
Dazwischen gab es auch Handlungsstränge, die zum aktuellen Fall eher wenig beigetragen haben, aber vermutlich im Folgeband wieder aufgegriffen werden. Ebenso wie der kleine Cliffhanger am Ende dieses ersten Bandes, der einige Fragen offen lässt.

Wer Krimis mit historischem Hintergrund mag und sich für die Nachkriegszeit interessiert, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Guter Krimi

Giftiger Grund
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Thoms Knüwer konnte mich mit seinem auffallend „giftgrünen“ Cover sowie der Inhaltsangabe zum Lesen animieren und so schloss ich mich der Lesegruppe von Pocketbook an, um gemeinsam unser Lesen auszutauschen.
Ich ...

Thoms Knüwer konnte mich mit seinem auffallend „giftgrünen“ Cover sowie der Inhaltsangabe zum Lesen animieren und so schloss ich mich der Lesegruppe von Pocketbook an, um gemeinsam unser Lesen auszutauschen.
Ich kannte den Autor vorher noch nicht, doch sein Verlagsdebüt “Das Haus in dem Gudelia stirbt” wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2024 und den Stuttgarter Krimipreis 2025 ausgezeichnet. Und wie ich hier nach dem Beenden feststellen konnte zu Recht, denn er konnte mich mit diesem Titel völlig überzeugen.

In diesem Krimi, der für mich allerdings auch als Drama mit Spannungselementen einzustufen wäre, geht es um drei Protagonisten: Joran, Charu und Edda. Die unterschiedlichen Charaktere haben nichts gemeinsam und treffen sich zufällig auf einem „Lost Place“ einer Tankstelle. Joran kommt gerade aus dem Jugendgefängnis und kehrt zu diesem Platz zurück, die er Jahre zuvor überfallen hatte. Dort will er seine versteckte Beute holen – doch stattdessen entdeckt er die Leiche seines ehemaligen Komplizen. Zur gleichen Zeit tauchen dort auch Charu, eine Lost-Places-Fotografin, und die kleine Edda auf. Drei Menschen, drei Schicksale – verbunden durch ein Geheimnis, das langsam ans Licht kommt.

Und genau dieses Geheimnis hat der Autor sehr gut einen düsteren, spannenden Plot gebracht, der mich bis zum Ende gefesselt hat. Ich mochte besonders die beklemmende Atmosphäre und die wechselnden Perspektiven der Figuren. Sie alle wurden sehr tiefgründig dargestellt und man konnte zu jedem eine intensive Verbindung aufbauen.

Ein flüssiger Schreibstil, überraschende Wendungen sowie eine starkes, packendes Finale haben diesen Roman über Schuld, Hoffnung und zweite Chancen zu einer absoluten Leseempfehlung gemacht.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Hier fehlte mir der Thrill!

This Story Might Save Your Life
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𝕋𝕙𝕚𝕤 𝕊𝕥𝕠𝕣𝕪𝕄𝕚𝕘𝕙𝕥 𝕊𝕒𝕧𝕖𝕐𝕠𝕦𝕣 𝕃𝕚𝕗𝕖 von Tiffany Crum erschienen am 27. Januar 2026 im rowohlt-Verlag


Der Thriller „This Story Might Save Your Life“ ist das Debüt der Autorin Tiffany Crum und sticht einem ...

𝕋𝕙𝕚𝕤 𝕊𝕥𝕠𝕣𝕪𝕄𝕚𝕘𝕙𝕥 𝕊𝕒𝕧𝕖𝕐𝕠𝕦𝕣 𝕃𝕚𝕗𝕖 von Tiffany Crum erschienen am 27. Januar 2026 im rowohlt-Verlag


Der Thriller „This Story Might Save Your Life“ ist das Debüt der Autorin Tiffany Crum und sticht einem bereits im Regal vor allem durch die tolle Covergestaltung und den auffälligen Farbschnitt ins Auge. Auch der Klappentext macht neugierig: Joy und Benny betreiben gemeinsam einen erfolgreichen Podcast über Überlebensgeschichten. Als Joy und ihr Ehemann plötzlich verschwinden, gerät Benny ins Visier der Polizei. Während er selbst verzweifelt nach Antworten sucht, entdeckt er Joys Memoiren – und merkt, dass er seine beste Freundin vielleicht nie wirklich gekannt hat.
Der Roman ist aufgrund der Schreibweise aus der Ich-Perspektive und den unterschiedlichen Zeitebenen spannend aufgebaut und erzählt die Story aus verschiedenen Blickwinkeln. Hauptsächlich begleitet man Benny, während Auszüge aus Joys Manuskript zusätzliche Einblicke in ihre Vergangenheit und die Ereignisse rund um ihr Verschwinden geben. Dadurch entsteht eine gewisse Grundspannung, und auch die verschiedenen Figuren wirken zunächst alle ein wenig verdächtig und lässt somit verschiedene Mutmaßungen zu.
Trotz der interessanten Idee und einiger Wendungen konnte das Buch meine Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllen. Ich hatte auch einige Kapitel gebraucht, um überhaupt ins Buch zu kommen.
Der Schreibstil der Autorin liest sich insgesamt angenehm und flüssig, und die Grundidee rund um Podcast, Freundschaft und Geheimnisse ist gut gewählt. Dennoch fehlt es der Geschichte stellenweise an dem erhofften Thrill.
Wer sich allerdings auch auf romantische und dramatische Elemente einlassen möchte, könnte hier sein Lesevergnügen haben.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Ein Thriller voller Geheimnisse

DIE TOCHTER. Du dachtest, niemand würde es je erfahren
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Ich kenne bereits den „Little Lies“ von der Autorin, den ich vor fast 6 Jahren gelesen hatte. Seitdem hatte ich sie mich mit interessanten Titeln angesprochen. „Die Tochter“ allerdings konnte mich aufgrund ...

Ich kenne bereits den „Little Lies“ von der Autorin, den ich vor fast 6 Jahren gelesen hatte. Seitdem hatte ich sie mich mit interessanten Titeln angesprochen. „Die Tochter“ allerdings konnte mich aufgrund der düsteren Covererscheinung und der Inhaltsangabe überzeugen. Es geht hier um Hazel, die widerwillig in die Kleinstadt ihrer Kindheit zurückkehrt, um vom Tod ihres Vaters Abschied zu nehmen. Sie hatte sich mit ihm zerstritten und wundert sich, dass ausgerechnet sie das Haus am See erbt und nicht ihre Brüder, die stets an seiner Seite standen. Die Anspannung unter den Geschwistern wächst von Tag zu Tag und längst verdrängte Erinnerungen kommen ans Licht. Als der sinkende Wasserstand des Sees dunkle Geheimnisse freigibt, beginnt Hazel nach der Wahrheit über das Verschwinden ihrer Mutter zu suchen – und stößt auf Ereignisse, die alles verändern.
Mit einem packenden, flüssigen Schreibstil, fesselnden Perspektivwechseln und guter Struktur hat man diesen doch etwas umfangreicheren Thriller schnell gelesen. Die Autorin hat wunderbar die Protagonisten gezeichnet und ein düsteres Setting erschaffen. Die düsteren Kleinstadt-Atmosphäre und die vielen überraschenden Wendungen machen dieses Buch zu einem PageturnerDie Spannung steigert sich Kapitel für Kapitel, während Geheimnisse und Familienkonflikte nach und nach ans Licht kommen. Ein atmosphärischer Thriller voller Geheimnisse, der bis zur letzten Seite fesselt – absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Spannend und rasant

Good Night, Pretty Girl
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Nach dem Thriller „Allein gegen die Lüge“, welchen ich Anfang letzten Jahres gelesen hatte ist dies mein zweites Buch des Autors. Die Covergestaltung ähnelt dem Vorgänger und lässt sich sehr stimmig ins ...

Nach dem Thriller „Allein gegen die Lüge“, welchen ich Anfang letzten Jahres gelesen hatte ist dies mein zweites Buch des Autors. Die Covergestaltung ähnelt dem Vorgänger und lässt sich sehr stimmig ins Bücherregal dazustellen. Wir befinden uns zu Beginn im Jahr 1999. In einer Videothek werden vier Mädchen bei ihrer Arbeit überfallen, drei sterben – nur eine überlebt. Der Täter flüstert ihr zum Abschied: „Good night, pretty girl“ ins Ohr. 15 Jahre später wiederholt sich ein fast identisches Verbrechen in derselben Kleinstadt. Wieder sterben drei Mädchen, wieder überlebt eine und wieder flüstert er diesen Satz als Abschied dem Mädchen zu. Steckt derselbe Täter dahinter? 1999 hatte die Polizei als Verdächtigen den Freund eines Opfers festgelegt, dieser konnte aber fliehen und ist seither verschwunden. Nun führt der aktuelle Alptraum die damals einzige Überlebende, den Bruder des verdächtigen Freunds und die FBI Agentin Sarah Keller zusammen, um gemeinsam den Fall aufklären zu können.

Der Thriller überzeugt mit einem flüssigen Schreibstil, mehreren Perspektiven und zwei Zeitebenen, die die Geschichte spannend und interessant machen. Die gut beschrifteten Kapitel sind schnell gelesen und bauen nach und nach eine fesselnde Spannungskurve auf. Besonders die überraschenden Wendungen im letzten Drittel sorgen für Nervenkitzel. Die Protagonisten sind gut gezeichnet, nahbar und bringen eine glaubhafte Handlung in den Plot.

Ein schnell gelesener Thriller, der mit einem spannungsgeladenen Plot und gutem Aufbau überzeugen konnte und ich freu mich schon auf weitere Titel des Autors.

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