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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

Sehr guter Auftakt der dritten Trilogie!

Die Tiefe: Versunken
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Der Thriller „Die Tiefe – Versunken“ von Karen Sander ist der Auftakt der neuen Trilogie um Tom Engelhardt und Mascha Krieger. Die beiden Ermittler kennt man schon aus den vorigen Reihen „Der Strand“ und ...

Der Thriller „Die Tiefe – Versunken“ von Karen Sander ist der Auftakt der neuen Trilogie um Tom Engelhardt und Mascha Krieger. Die beiden Ermittler kennt man schon aus den vorigen Reihen „Der Strand“ und „Der Sturm“. Alle beiden vorigen Trilogien haben mich überzeugt und aufgrund der Sympathie gegenüber den beiden Hauptprotagonisten war klar, dass auch diese Reihe verfolgt werden muss. Die Aufmachung des Covers ähnelt den vorigen Büchern und hat somit hohen Wiedererkennungswert.
In Band 7 gehen Hobbytaucher auf die Suche nach dem Wrack eines Wikingerschiffs. Unter Deck entdecken diese die Leichen einer Familie. Was zunächst nach einem tragischen Unglück aussieht, entpuppt sich rasch als grausames Verbrechen: Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt bricht seinen Urlaub ab, um die Ermittlungen zu leiten. In den nächsten Tagen und Wochen geschehen weitere Morde, doch die Taten hängen scheinbar nicht zusammen. Bis sich herausstellt, dass in allen Fällen rätselhafte anonyme Briefe an die Angehörigen geschickt wurden. Kryptologin Mascha Krieger entschlüsselt die Briefe und findet heraus, dass es um Rache geht. Doch es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, die Hinweise auf den Täter liefern könnte. Tom und Mascha müssen alles geben, um diesen Fall zu lösen.
Die Handlung verknüpft mehrere komplexe Fälle, die tief in die deutsche Vergangenheit reichen und zugleich Maschas sehr persönliche Suche nach ihrer leiblichen Mutter berühren. Ihre schwierige Beziehung zu ihrem Halbbruder Holger, der als Soko-Leiter durch sein egozentrisches Verhalten eher Konflikte als Lösungen schafft, sorgt zusätzlich für Spannung und Reibungspunkte innerhalb des Ermittlerteams.
Besonders hervorzuheben ist die düstere Atmosphäre, die bereits zu Beginn entsteht, als das gesunkene Segelboot der erschossenen Familie gefunden wird. Parallel dazu arbeitet Mascha an einem weiteren rätselhaften Mordfall. Die vielen offenen Fragen, mysteriösen Personen und ineinander verwobene Handlungsstränge lassen einen bis zum Ende mitfiebern.
Wie gewohnt ist Karen Sanders Schreibstil wieder flüssig, bildstark und geschichtlich sehr informativ. Die wechselnden Zeitebenen geben der Story zusätzliche Tiefe.
Tom und Mascha sind mir schon sehr vertraut und ich lese gespannt deren Entwicklung. Auch die Nebencharaktere gehen hier nicht unter und das tolle Setting an der Ostsee machen diesen Auftakt zu einem sehr interessanten Lesevergnügen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band „Verblendet“, der im Februar 2026 erscheint.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Konnte mich nicht überzeugen!

Der Nachbar
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In „Der Nachbar“ erzählt Sebastian Fitzek die Geschichte der Strafverteidigerin Sarah Wolff, die mit ihrer Tochter in ein neues Zuhause am Stadtrand von Berlin gezogen ist. Sarah leidet an Monophobie, ...

In „Der Nachbar“ erzählt Sebastian Fitzek die Geschichte der Strafverteidigerin Sarah Wolff, die mit ihrer Tochter in ein neues Zuhause am Stadtrand von Berlin gezogen ist. Sarah leidet an Monophobie, der Angst vor Einsamkeit und als die Tochter auf Klassenfahrt ist, ereignen sich plötzlich merkwürdige Dinge: Gegenstände verschwinden oder tauchen an anderen Stellen wieder auf und fremde Geräusche hallen durchs Haus…..
Das Cover passt zu einem düsteren Psychothriller und sorgt schon beim Anblick für ein beklemmendes Gefühl. Und so schafft es Fitzek wieder mit dieser Geschichte rund um Sarah und ihrer Angst uns an die Seiten zu fesseln. Die düstere Atmosphäre, dieses ständige Spiel zwischen Wahrnehmung und Paranoia und das hervorragend gezeichnete Setting bieten eine perfekte Vorstellung. Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen für einen schnellen Lesefluss. Aufgrund der vielen Cliffhanger zweifelt man fast schon im Minutentakt an seinen Vermutungen und misstraut jedem, der im Plot vorkommt.
Doch dann, je näher man dem Ende kommt fällt die Story immer weiter ab. Immer mehr Ereignisse und Szenen werden zu weit hergeholt und das Ende zu abrupt und hastig herbeigeführt. Auch der Epilog sorgte bei mir für Stirnrunzeln und ich beendete eher etwas enttäuscht das Buch. Nach den vielen überzeugenden Fitzek-Werken hat man schon ein hohes Erwartungsniveau und ich muss sagen, dass dieser Titel eher zu den „Schwächeren“ zählt.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Toll!

Love, Mom
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Ich kannte die Autorin bisher noch nicht, denn „Love Mom“ ist ihr Thriller Debüt. Es wurde zunächst als Selfpublishing vermarktet, es gab aber so viel Begeisterung für das Buch, dass es in kürzester Zeit ...

Ich kannte die Autorin bisher noch nicht, denn „Love Mom“ ist ihr Thriller Debüt. Es wurde zunächst als Selfpublishing vermarktet, es gab aber so viel Begeisterung für das Buch, dass es in kürzester Zeit weltweit für Furore sorgte und nun in zahlreichen Ländern erschienen ist und meiner Ansicht nach zu Recht. Auch mit seinem optischen Erscheinungsbild kann man gar nicht vorbeisehen, denn mit dem in pink herausstechenden Kuvert auf dem Cover sowie dem schwarzen Buchschnitt finde ich die Gestaltung sehr gelungen. „Kennst du ihr Geheimnis?“ lautet der Untertitel und so war klar, dass uns hier wohl eine geheimnisvolle Story erwartet.
Die Geschichte dreht sich um die Studentin Mackenzie Casper die stets im Schatten ihrer berühmten Mutter Elizabeth gestanden ist, einer der bekanntesten Thriller-Autorinnen der Welt. Doch jetzt ist Elizabeth tot und Mackenzie ist nicht die Einzige die Zweifel daran hat, dass ihr Tod ein tragischer Unfall war. Auf der Trauerfeier erhält sie einen mysteriösen Brief mit Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter. Weitere Briefe folgen und sie fragt sich ob ihre Mom wohl solche Geheimnisse hatte, die sie das Leben kosteten? Um das herauszufinden, muss Mackenzie selbst Nachforschungen anstellen, doch dabei darf und kann sie niemandem trauen. Vor allem nicht ihrer Familie.
Von Beginn an war die Suche nach der Wahrheit um den Tod der Mutter spannend und fesselnd. Die Entwicklung der Protagonisten fand ich ebenfalls gelungen, denn auch wenn Mackenzie zu Beginn etwas kühl wirkte so wurde sie mir von Kapitel zu Kapitel immer sympathischer. Doch auch die Mutter, die man durch die Briefe immer intensiver kennenlernte sowie alle Nebencharaktere verfolgte ich gespannt. So war das Buch auch sehr schnell gelesen, denn auch der Schreibstil ist super flüssig. Der Thriller besitzt eine sehr emotionale Tiefe, die ich aufgrund des Klappentextes niemals erwartet hätte. „Love Mom“ ist ein tolles Werk, mit viel Spannung und überraschenden Wendungen. Ich freue mich schon sehr auf Xander’s nächstes Werk.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Wie immer überragend!

Mit kalter Hand
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Es handelt sich hier um den dritten Band rund um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao. Ich kenne den Vorgängerband „Mit kaltem Kalkül“ und hatte mich damals überzeugt. Band 1 „Mit kalter Präzision“ hatte ...

Es handelt sich hier um den dritten Band rund um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao. Ich kenne den Vorgängerband „Mit kaltem Kalkül“ und hatte mich damals überzeugt. Band 1 „Mit kalter Präzision“ hatte ich leider verpasst und konnte damals trotzdem dem zweiten Band folgen. Ich bin der Meinung, dass man deshalb auch die Titel aus der Reihe eigenständig lesen kann und das notwendige Vorwissen geschickt in den aktuellen Titel eingebracht wurde. Wer Fan von rechtsmedizinischen Untersuchungen ist, der sollte definitiv zu Tsokos Büchern greifen, denn auch hier erhalten wir detailliert und sehr bildhaft die Todesumstände ins kleinste Detail beschrieben. Sabine Yao muss diesmal ihre rechtsmedizinische Expertise in der Sonderkommission um Profiler Milan Hasanović einbringen, der die Ermittlungen zum »Pferderipper von Lübars« übernommen hat. Die Befürchtung, dass der brutale Täter früher oder später von Tieren auf Menschen umschwenkt, ist mehr als begründet. Noch von allen unbemerkt, plant ein online-süchtiger Mann in einer schäbigen Pankower Einzimmerwohnung, seine barbarischen Fantasien erneut in die Wirklichkeit umzusetzen. Auf einer Erotik-Plattform für Männer bahnt er eine Verabredung für ein tödliches Rendezvous mit seinem nächsten Opfer an. Zeitgleich werden an verschiedenen Orten über Berlin verteilt Leichenteile gefunden. Sabine Yao muss immer tiefer in die düsteren Gefilde der menschlichen Seele hinabsteigen, um die labyrinthischen Abgründe einer kranken Psyche ergründen zu können ...
Der Thriller ist definitiv nichts für zarte Gemüter, denn Tsokos nimmt bei seinen Beschreibungen keine Rücksicht auf „schwache“ Leser. Der Fall ist spannend und wendungsreich. Der Schreibstil wie gewohnt flüssig und sehr bildlich detailliert beschrieben. Tsokos ist für mich immer ein Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Hatte zu viele Längen!

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Ich kannte bisher noch keine Titel der Autorin, mich hatte einfach das Cover sowie die Inhaltsangabe neugierig gemacht. Der Roman „Fabula Rasa“ der in einer gebundenen Ausgabe mit einem Umschlag kommt, ...

Ich kannte bisher noch keine Titel der Autorin, mich hatte einfach das Cover sowie die Inhaltsangabe neugierig gemacht. Der Roman „Fabula Rasa“ der in einer gebundenen Ausgabe mit einem Umschlag kommt, handelt von einer Frau, die sich nimmt, was ihr nach ihrer Meinung zusteht. Die Hauptprotagonistin ist Angelika Moser, ein Achtzigerkind und in Wien in eher einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Sie schaffte es dennoch alle Hürden zu überwinden und macht Karriere als Buchhalterin in einem Traditionshotel. Doch alles wird anders, als sie unerwartet mit einem kleinen Kind auf sich alleine gestellt ist. Um ihrem Sohn und sich selbst ein gutes Leben zu sichern, ist Angelika bereit, bis an und über alle Grenzen zu gehen. Sie manipuliert immer wieder Rechnungen, bis ihr diese nach Jahrzenten dann zum Verhängnis werden.
Der Leser erfährt von Beginn an , welches Vergehen Angelika begangen hat und in welche Richtung dieser Roman führt. Die Autorin hat mit der Hauptprotagonistin eine charakterstarke junge Frau erschaffen, deren Handeln aufgrund ihrer Kindheit und dem Umstand als junge Mutter nachvollziehbar und realistisch wirkt.
Über Jahrzehnte hinweg beschreibt Vea Kaiser in ihrem Titel „Fabula Rasa oder Die König des Grand Hotels“ den Aufstieg und den Fall der Angelika Moser. Auf über 550 Seiten konnte sie mit der Darstellung der Charaktere, einem atmosphärischen Schauplatz und bedeutsamen gesellschaftlichen Themen punkten. Wer den Wiener Dialekt mag, der kann hier schmunzelnde Dialoge erleben. Ein Roman, der leider für mich auch einige Längen hatte aber dennoch eine lesenswerte Reise ins „Grand Hotel“ war.

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