Angst vor dem Morgen und davor, dass es kein Morgen geben wird
»Die Hand an die Türklinke legen, die Tür aufmachen
die Schwelle überschreiten
den Garten durchqueren
durch das kleine Tor gehen
auf die Straße treten ...
Dann werde ich es geschafft haben.
Ich werde draußen gewesen sein,
werde ein paar Meter zurückgelegt haben.
Zum ersten Mal
seit sechs Monaten.«
Ein starker Roman über ein sensibles Thema: Was ist, wenn man der Welt nicht mehr begegnen will, nicht mehr kann, aber gar nicht weiß, wie das plötzlich gekommen ist? Dem 16-jährigen Ich-Erzähler ergeht es so, und er spürt alle Augen auf sich. Seine Eltern, seine besten Freunde, seine Therapeutin – sie warten. Darauf, dass er den ersten Schritt zurück in sein altes, »normales« Leben macht. Nur eine Laune? Depressionen? Oder simuliert der Teenager, um nicht in die Schule zu müssen? Der junge Erzähler muss sich vielen Fragen stellen, aber seine eigenen sind die drängendsten. »Was da draußen macht meinem Körper solche Angst?« Stück für Stück findet er Hilfe und Antworten.
Bei „ Hundertsiebenundachtzig Tage“ von Ludovic Lecomte handelt es sich um einen Jugendroman.
Dieser Roman wird aus der Sicht des 16 jährigen Ich – Erzählers erzählt. Die Mischung aus tagebuchartiger ...
Bei „ Hundertsiebenundachtzig Tage“ von Ludovic Lecomte handelt es sich um einen Jugendroman.
Dieser Roman wird aus der Sicht des 16 jährigen Ich – Erzählers erzählt. Die Mischung aus tagebuchartiger Form mit Listen , Fragmenten und inneren Monologe passt hier hervorragend.
Man sollte das Gelesene auf sich wirken lassen, Satz für Satz lesen und darüber nachdenken. Dies ist kein Buch, das man mal so nebenbei liest.
Die Angststörung etc. des Jugendlichen hat mich sehr mitgenommen und ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen.
Der Plot ist kurz, intensiv, interessant und man erfährt, wie es Betroffenen ergeht, welchen inneren Kampf sie führen usw.
Ein klasse Buch, welches helfen kann, Betroffene besser verstehen zu können.
"Hundertsiebenundachtzig Tage" von Ludovic Lecomte, übersetzt aus dem Französischen von Nadine Püschel, erschienen Februar 2026 im
Mixtvision Verlag, Covermotiv von Carine Brancowitz
Ein 16-jähriger ...
"Hundertsiebenundachtzig Tage" von Ludovic Lecomte, übersetzt aus dem Französischen von Nadine Püschel, erschienen Februar 2026 im
Mixtvision Verlag, Covermotiv von Carine Brancowitz
Ein 16-jähriger Junge hat sein Zimmer seit 187 Tagen nicht mehr verlassen. Für ihn ist die Außenwelt kein Ort der Freiheit, sondern eine Quelle nackter Panik.
Der Roman beschreibt diesen Zustand der Selbstisolation als eine lähmende Hürde.
Die Angst vor dem Draußen ist überwältigend groß.
Ludovic Lecomte hat es meisterhaft zu Wort gebracht, die Enge und die innere Zerrissenheit intensiv zu beschreiben.
Die Hilflosigkeit der Eltern, die zwischen Verständnis, Sorge und dem Drang, ihren Sohn nach Draußen zu bekommen schwankt, ist kaum auszuhalten.
Dieses Buch hat mich tief bewegt. Es ist ein langer Weg von der eigenen Zimmertür bis zur Straßenseite. Auf den wenigen Seiten steht so viel Gefühl. Die Angst nach Draußen zu gehen, ist übermächtig. Gleichzeitig ist es eine interessante Erzählung über den Kampf gegen die Krankheit.
Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es auf jeden Fall empfehlen. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber absolut passend zu der Atemlosigkeit von dem Jugendlichen.
Das Cover zeigt einen nachdenklichen Jungen, den die Angst quält. Dieses Bild hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht.
187 Tage“ ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest – es ist eher wie ein intensives, leicht verstörendes Tagebuch, das direkt aus dem Innersten eines Jugendlichen mit Angststörung stammt. Schon beim ...
187 Tage“ ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest – es ist eher wie ein intensives, leicht verstörendes Tagebuch, das direkt aus dem Innersten eines Jugendlichen mit Angststörung stammt. Schon beim ersten Aufschlagen fällt die ungewöhnliche Schreibweise ins Auge: Sätze, die manchmal springen, Gedanken, die abbrechen, Wiederholungen, die fast hypnotisch wirken – alles zusammen erzeugt das Gefühl, direkt im Kopf der Hauptfigur zu sein. Man merkt sofort, dass der Ursprung französisch ist; der Text trägt diese melancholische, feinfühlige Leichtigkeit, die man mit französischer Literatur verbindet, aber gleichzeitig eine raue, rohe Direktheit, die den Leser fordert.
Die Geschichte ist nicht eng gestrickt, sondern eher fragmentarisch, fast schon assoziativ. Es geht weniger um eine klassische Handlung als um die Erlebnisse, Ängste und Reflexionen des Protagonisten. Diese literarische Freiheit macht das Buch sehr stark, aber auch anspruchsvoll – nicht jeder Leser wird sich hier sofort heimisch fühlen. Gerade Jugendliche oder Menschen ohne Bezug zu psychischen Herausforderungen könnten den Zugang schwer finden, aber wer sich darauf einlässt, erlebt eine intensive emotionale Reise.
Die Sprache ist poetisch, fast experimentell, und dennoch sehr authentisch. Die Angstzustände werden nicht nur erzählt, sie werden spürbar. Manchmal wirkt der Text wie ein Puzzle aus Momentaufnahmen, in dem man selbst versuchen muss, die Lücken zu füllen – und genau das macht ihn so nachhaltig. Nach dem Lesen bleibt nicht nur die Erinnerung an einzelne Szenen, sondern auch das Gefühl, die Welt ein Stück aus der Perspektive eines sensiblen, verletzlichen Jugendlichen gesehen zu haben.
„187 Tage“ ist literarisch mutig, ungewöhnlich und emotional tief. Es ist definitiv kein Buch für schnelle Unterhaltung, aber ein Werk, das lange nachhallt und nachdenklich zurücklässt – ein literarisches Experiment, das die Grenzen des Jugendromans auslotet. Wer sich traut, kann sich auf eine außergewöhnliche Leseerfahrung einlassen, die sowohl irritiert als auch berührt.
Hundertsiebenundachtzig Tage ist ein stiller, intensiver Roman über Trauer & Hoffnung.
Lecomte beweist großes Feingefühl für die Gefühlswelt junger Menschen & zeigt, dass Heilung Zeit benötigt. Mit "Hundertsiebenundachtzig ...
Hundertsiebenundachtzig Tage ist ein stiller, intensiver Roman über Trauer & Hoffnung.
Lecomte beweist großes Feingefühl für die Gefühlswelt junger Menschen & zeigt, dass Heilung Zeit benötigt. Mit "Hundertsiebenundachtzig Tage" legte er einen eindringlichen & zugleich sensiblen Jugendroman vor, welches lange nachwirkt. Alleine der Titel, eine Zeitangabe welche andeutet, dass es sich um das Warten, Aushalten und Verarbeiten eines Ereignisses geht.
Im Mittelpunkt, ein Jugendlicher Erzähler, der probiert einen Halt im Leben zu finden. Der Titel "187 Tage", markiert dabei eine Zeitspanne zwischen dem Ereignis & einem Wendepunkt.
Lecomte erzählt in einer klaren Sprache, die besonders eindrucksvoll wirkt, weil sie Emotionen nicht dramatisiert, sondern nüchtern & diese als ehrlich beschreibt. Gerade diese zurückhaltung, macht die Geschichte berührender.
Thematisch behandelt der Roman Schuldgefühle, Sprachlosigkeit, Angst & den schwierigen Weg zurück ins Leben zu finden. Besonders auffällig ist die authentische Darstellung von denn Gedanken und Gefühle des Jugendlichen.
Lecomte schafft es, innere Konflikte Glaubwürdig & Nachvollziehbar zu schildern, ohne belehrend zu wirken.
"Hundertsiebenundachtzig Tage" ist ein Buch was in der Schule gelesen werden sollte. Das was der junge Erzähler durchmacht, ist ein aktuelles Thema, was viele Menschen betrifft, viele aber nicht davon wissen.
Ganz in sich versunken, den Blick nach unter gerichtet, sehen wir den gezeichneten Jungen auf dem Cover.
„Höhlensyndrom“ nennt sich der Zustand, in dem er sich seit 187 Tagen befindet. Sein Zeit in den ...
Ganz in sich versunken, den Blick nach unter gerichtet, sehen wir den gezeichneten Jungen auf dem Cover.
„Höhlensyndrom“ nennt sich der Zustand, in dem er sich seit 187 Tagen befindet. Sein Zeit in den nächsten Stunden ist es das Haus zu verlassen und einen Brief an eine Freundin einzuwerfen. Nachdem der Schüler plötzlich nicht mehr die Wohnung verlassen konnte, igelt er sich zu Hause ein. Seine Therapeutin hat sich darauf eingelassen ihn telefonisch zu unterstützen. Zu Freunden und Familie hat er den Kontakt verloren, während seine hilflosen Eltern versuchen ihn zu unterstützen.
Die Geschichte wird aus der Sichte des Jungen geschrieben und die Buchstaben passen sich mit der Groß- und Kleineschreibung dem Gemütszustandes des Jungen an. Auch die Zeichensetzung fehlt manchmal völlig. Das Buch hat nur etwas über 100 Seiten und im Text gibt es große Freiräume und SMS-Texte. Es ist also schnell zu lesen, aber trotzdem könnte ich die Empfindungen sehr gut nachvollziehen. Ich würde meinen, der Text geht unter die Haut und hinterlässt einen Nachgeschmack der Ängste, die der Protagonist durchleidet.