Das Horror-Haus
Eine eingeschworene Clique, acht junge Leute, dann starb die jüngste von ihnen, die 18-jährige Bea, unter unbekannten Umständen. Angeblich ein Suizid, doch Luna, die Bea sehr nah stand, glaubt/e das nicht. ...
Eine eingeschworene Clique, acht junge Leute, dann starb die jüngste von ihnen, die 18-jährige Bea, unter unbekannten Umständen. Angeblich ein Suizid, doch Luna, die Bea sehr nah stand, glaubt/e das nicht. Darcie, Beas ältere Schwester, war damals ziemlich geheimniskrämerisch und sie hat auch später hartnäckig geschwiegen. Der Kontakt zwischen den Freunden und Freundinnen wurde daraufhin immer loser.
Neun Jahre später: Darcie lädt die ehemalige Clique von auf das Familienanwesen in den neuseeländischen Bergen ein und Luna will die Gelegenheit nutzen, um endlich zu erfahren, was genau damals geschah, als Darcie für ein Wochenende verschwand, um nach der vermissten Bea zu suchen. Nach ihrer Rückkehr erzählte sie, dass Bea sich das Leben genommen hatte, so, dass eine Einäscherung nötig war ...
Die Stimmung innerhalb der Freunde und Freundinnen ist gut, aber unterschwellig angespannt, denn: Bea war der strahlende Mittelpunkt, die Blume, um die alle herumschwirrten, was unterdrückte Eifersüchteleien bzw. Neid mit sich brachte/bringt. Sind zwei beste Freundinnen nur beste Freundinnen, weil Bea tot ist? Ist ein bestimmtes Paar nur ein Paar, weil Bea tot ist? Einige fühlen sich wie Lückenbüßerinnen.
Und was haben der Skandal um einen Richter, ein Einbruch mit verstörendem Vandalismus sowie der Todesfall eines Familienarztes mit all dem zu tun?
Seltsame Begebenheiten und Entdeckungen, verdächtige Vorfälle sowie Unfälle häufen sich, dann kommt auch noch ein Sturm mit heftigem Schneefall auf, sodass die Clique isoliert wird - mit ernsthaft Verletzten und einem schwer Erkrankten! Die Stimmung in dem alten Haus, dessen finstere Familiengeschichte Schauerroman-Potential hat, das bis heute nachhallt, wird zunehmend lebensbedrohlicher. Doch allmählich drängen tief vergrabene Geheimnisse an die Oberfläche und die entsetzliche Vergangenheit überschattet die Gegenwart, verwandelt sie in einen tiefen, dunklen Abgrund, aus dem es nicht alle schaffen werden.
“Die Rache der Freundin” ist ein ausgesprochen atmosphärischer Psychothriller, der von Anfang an fesselt. Der Schauplatz, ein altes abgelegenes Haus mit präparierten Hirschköpfen an der Wand, staubigen, halb zerfallenen Vorhängen, dem abgebrannte Seitenflügel (eine Ruine mit dunklen Flammenspuren und zerbrochenen Fenster), umgeben von dem Familienfriedhof in Garten sowie dem launischen, feindseligen Wetter, ist ein schaurig schönes Rahmen für die unheimlichen Geschehnisse.
Der ausdrucks- und bildstarke Schreibstil ist lebendig, die Charaktere sind interessant sowie realistisch, und die Dynamik zwischen ihnen ist herrlich unheilvoll. Die komplexe, düstere, dramatische Handlung entfaltet sich Stück für Stück, was wirklich spannend und wendungsreich gestaltet ist, zudem ist die Auflösung der Wahnsinn!
Manchmal empfand ich es aufgrund der vielen Hauptfiguren als Herausforderungen den Überblick zu behalten und teilweise hätte mMn ein bisschen mehr Tempo nicht geschadet – aber das ist natürlich Geschmackssache!