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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2025

Tolle Urban Fantasy im ländlichen Texas

Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis
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In Lovely Curse lernen wir die 16-jährige Aria kennen, die gerade ihre Eltern durch einen Autounfall verloren hat. Aus diesem Grund zieht sie aus New York in eine Kleinstadt in Texas. Dort besitzt ihre ...

In Lovely Curse lernen wir die 16-jährige Aria kennen, die gerade ihre Eltern durch einen Autounfall verloren hat. Aus diesem Grund zieht sie aus New York in eine Kleinstadt in Texas. Dort besitzt ihre Tante eine Pferderanch. In diesem ländlichen Umfeld muss sie ihre Trauer verarbeiten, sich mit ihren Verwandten arrangieren und sich an ihrer neuen Schule zurechtfinden. Darüber hinaus passieren auch noch seltsame Dinge in der Kleinstadt, für die Aria eine Erklärung finden will.
Kira Licht hat hier eine spannende Urban Fantasy Geschichte geschaffen. Aria ist eine interessante Protagonistin. Sie hat den großen Traum Parfümeurin zu werden und trainiert ihren Geruchssinn schon seit langem. Dadurch schafft die Autorin sich die Chance, die Welt von Aria auch in vielen Duftnoten zu beschreiben. Das unterscheidet das Buch von vielen anderen und hat mir sehr gut gefallen.
Die fantastischen Elemente in Lovely Curse sind gut durchdacht und werden immer wieder toll eingesetzt. Ich finde es wird deutlich, dass Kira Licht sich lange mit den verschiedenen Mythen beschäftigt hat, die sie als Grundlage genutzt hat.
Aria ist ein interessanter Charakter. Sie hat verschiedene Interessen und entwickelt sich auch im Laufe der Geschichte weiter. Daher war sie auch über das gesamte Buch hinweg sympathisch.
Wer gerne Urban Fantasy mit mythischen Elementen liest, ist hier sicherlich gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Ein gelungener Abschluss einer spannenden und blutigen Reihe

Die Chroniken von Alice - Dunkelheit im Spiegelland
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Der dritte Teil der Chroniken von Alice besteht aus vier Kurzgeschichten. Damit gibt uns Christina Henry weitere Einblicke in Alices Geschichte, aber auch in die Geschichten und Gedanken anderen Figuren ...

Der dritte Teil der Chroniken von Alice besteht aus vier Kurzgeschichten. Damit gibt uns Christina Henry weitere Einblicke in Alices Geschichte, aber auch in die Geschichten und Gedanken anderen Figuren aus dieser Welt.
In der ersten Geschichte lernen wir Alices jüngere Schwester Elizabeth kennen. Wir sehen, wie die Familie mit Alices Schicksal umgegangen ist. Elizabeth weiß nicht einmal, dass Alice existiert. Aber auch sie muss sich der irren und grausamen Realität in der alten Stadt stellen. Sie ist stark, neugierig und unerschrocken. Es ist interessant die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede zwischen den beiden Charakteren und ihren Reaktionen auf die Welt zu entdecken.
Danach kehren wir zu Alice zurück und entdecken einen neuen Schrecken auf dem Weg zu einem hoffentlich sicheren Leben. Diese Kurzgeschichte knüpft in Tempo und Ton an die ersten zwei Bände der Reihe an. Besonders schön fand ich, dass die einzelnen Kurzgeschichten von der Autorin miteinander verknüpft wurden. Damit entsteht das Gefühl einer fortlaufenden Geschichte, die aber in unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten erzählt wird.
Das wird vor allem in der dritten Kurzgeschichte klar. Hier springen wir mit Hatcher in eine Zeit zurück, bevor er Alice kannte. In dieser Zeit hieß er noch Nicholas und war deutlich unerfahrener. Wir finden heraus, wie er zu dem Hatcher wurde, den wir mit Alice kennenlernen.
Anschließend kehren wir noch einmal zu Alice zurück und begleiten sie auf dem Weg in ihre Zukunftsvision.
Insgesamt hat der dritte Band die Reihe um Alice und Hatcher schön abgerundet.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Alice trifft auf weitere Schrecken und lernt sich selbst kennen

Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin
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Der zweite Band von Christina Henrys Neuerzählung von Alice im Wunderland führt die Hauptfigur in neue Teile ihrer verrückten Welt. Auch dieser Teil der Geschichte hat mich in den Bann gezogen. Der Schreibstil ...

Der zweite Band von Christina Henrys Neuerzählung von Alice im Wunderland führt die Hauptfigur in neue Teile ihrer verrückten Welt. Auch dieser Teil der Geschichte hat mich in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist wieder spannend und atmosphärisch.
Wir sehen mehr von der Welt in der Alice lebt und reisen durch die Landstriche außerhalb der großen Stadt. Auch hier gibt es grausame und fantastische Lebewesen, die es Alice und Hatcher nicht leicht machen.
Vor allem gewinnen wir hier einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt von Alice. Die Ereignisse bringen sie dazu, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und über sich hinauszuwachsen. Dadurch ist die Dynamik anders als im ersten Band. Mir hat das aber auch sehr gut gefallen. Wir erfahren mehr über die Magie der Welt und wie Alice sie einsetzen kann.
Die Gestaltung des Buchs ist genauso schön wie von den anderen Bänden der Reihe. Vor allem der schlichte schwarze Farbschnitt ist wunderschön und auffällig.
Wer den ersten Teil der Reihe mochte, wird auch an dieser Geschichte Gefallen finden.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Eine Vampirgeschichte im Stil orientalischer Märchen

Die Stimme der Finsternis
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Die Mitglieder einer Karawane finden sich während einer Reise durch den Kaukasus im Gebiet eines Vampirs wieder. Als nach und nach ein Mann nach dem anderen verschwindet, erinnert sich einer der Reisegefährten ...

Die Mitglieder einer Karawane finden sich während einer Reise durch den Kaukasus im Gebiet eines Vampirs wieder. Als nach und nach ein Mann nach dem anderen verschwindet, erinnert sich einer der Reisegefährten an einen alten Aberglauben. Angeblich kann ein Vampir durch das Erzählen von Geschichten im Bann gehalten werden. Und so erzählen sie Nacht für Nacht bis tatsächlich eine unheimliche Gestalt auftaucht.
Tad Williams und Nina Kiriki Hoffman haben hier eine spannende und unheimliche Geschichte geschaffen. Die Erzählweise erinnert an alte Sagen und Geschichten aus dem Orient. Das hat dieses Buch für mich zu einem besonderen Erlebnis gemacht.
Die äußere Gestaltung hat mir auch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist nicht sehr lang und daher ist das Buch auch in einem handlichen Format gehalten. Das Titelbild spiegelt die Stimmung der Erzählung gut wider.
Insgesamt eine schöne Geschichte, die an Märchen aus 1001 Nacht erinnert.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Eine wichtige Botschaft verpackt in einem wunderschönen Buch

Das Parlament der Natur
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In „Das Parlament der Natur“ kommen drei Menschen zusammen, um über die Natur, die Evolution und die Bedeutung von Naturkundemuseen für unsere Zukunft. Diese Menschen sind das Biologenpaar Sarah Darwin ...

In „Das Parlament der Natur“ kommen drei Menschen zusammen, um über die Natur, die Evolution und die Bedeutung von Naturkundemuseen für unsere Zukunft. Diese Menschen sind das Biologenpaar Sarah Darwin und Johannes Vogel sowie der Journalist Boris Herrmann. Sarah Darwin ist die Ururenkelin von Charles Darwin. Johannes Vogel ist der Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Beide sind erfolgreiche Forscher und aktiv im Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben.
In diesem Buch spielt nicht nur der Text an sich eine wichtige Rolle. Auch die Gestaltung trägt zur Vermittlung der Botschaft bei. Außen findet sich ein wunderschöner Schutzumschlag und ein passender Farbschnitt. Der Umschlag zeigt ein wichtiges Exponat des Berliner Naturkundemuseums vor einem dunklen Hintergrund. Unter dem Papier finden sich Buchdeckel mit dem Muster eines Jaguarfells. Und das Vorsatzpapier zeigt eine Skizze und Zitate von Charles Darwin.
Auch im Buch finden sich weitere schöne Bilder. Sie zeigen wichtige Exponate aus dem Museum und Tiere und Pflanzen in der Natur. Zusätzlich gibt es wunderschöne Zeichnungen am Seitenrand. Alle Abbildungen beziehen sich auf den Text und unterstützen den Inhalt daher.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Zunächst trafen sich die Autoren im Berliner Naturkundemuseum. Dieser Teil der Gespräche ist unter der Überschrift „Drinnen“ zusammengefasst. Weitere Gespräche finden sich im Teil „Draußen“ und wurden im südenglischen Essex geführt.
Die drei Autoren schaffen es, einfach und eindringlich darzulegen, warum es für uns Menschen wichtig ist, auf die Natur zu achten. Nur wenn wir die natürlichen Ressourcen nicht mehr als unendlich betrachten und mit viel Achtung mit ihnen umgehen, kann die Menschheit überleben. Aus diesem Grund prägt Johannes Vogel den Spruch „Nichts ist so politisch wie die Natur“.
„Das Parlament der Natur“ erläutert, warum die Biodiversität, also die Vielfalt der Natur, für das Überleben der Menschen wichtig ist. Die beiden Biologen erklären, was wir für die Rettung von Umwelt, Klima und letztendlich der Menschen tun können. Dafür können wir auch die gesammelten Proben nutzen, die in den verschiedenen Naturkundemuseen aufbewahrt werden. Aber vor allem müssen die Menschen endlich verstehen, wie wichtig die Natur ist.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für die Evolution, Umweltschutz und unsere Naturkundemuseen interessieren. Und eigentlich sollte das alle Menschen umfassen, weil wir aktuell an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen.

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