Profilbild von Alexa45

Alexa45

Lesejury Star
offline

Alexa45 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alexa45 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2021

Ist Rachel Howarth wirklich der Hexerei schuldig?

MATTHEW CORBETT und die Hexe von Fount Royal - Band 1
0

Zum Buch: Wir befinden uns im Jahr 1699 in Carolina. Das sumpfige Land ist noch nicht dicht besiedelt. Fount Royal, eine Kolonie von Europäern mitten in den Sümpfen, soll einmal eine große Stadt und Handelspunkt ...

Zum Buch: Wir befinden uns im Jahr 1699 in Carolina. Das sumpfige Land ist noch nicht dicht besiedelt. Fount Royal, eine Kolonie von Europäern mitten in den Sümpfen, soll einmal eine große Stadt und Handelspunkt werden, wenn es nach dem Bürgermeister Bidwell geht. Leider gab es in letzter Zeit zwei Morde und andere unheimliche Vorkommnisse. Dafür verantwortlich gemacht wird die schöne Rachel Howarth, die von den Bürgern als Hexe tituliert wird. Da es sich bei den Kolonisten aber überwiegend um Engländer handelt, soll hier auch das englische Recht gesprochen werden. Und das soll der Richter Woodward tun, der mit seinem Gerichtsdiener Matthew Corbett dort anreist. Doch Matthew ist nicht so richtig von Rachels Schuld überzeugt…

Meine Meinung: Das ist mein erstes Buch dieses Autors, aber sicher nicht das Letzte! Zumal dieses Buch nur der 1. Band der Geschichte um die Hexe von Fount Royal ist, da der Luzifer-Verlag das Buch in zwei Bände eingeteilt hat. Und jetzt möchte ich natürlich auch wissen, wie es weitergeht!

Aber nun zum Fall: Rachel wird der Hexerei angeklagt und wenn es nach den Einwohnern geht, soll sie recht schnell auf dem Scheiterhaufen brennen. Doch der Richter Isaac Woodward bricht nichts übers Knie und möchte erst einmal alle Zeugen sowie die Angeklagte anhören. Da kommen fürchterliche Begebenheiten zum Vorschein, was die Hexe alles mit dem Teufel getan haben soll. Und natürlich ist sie auch für Missernten und Hausbrände, sowie das Wetter verantwortlich. Denn in den Sümpfen regnet es seit Wochen…

Der junge Matthew ist sehr neugierig und die Verhöre werfen für ihn Fragen auf, die nicht beantwortet werden können. Somit ist in seiner Logik nicht alles stimmig. Als er dann wegen eines Hausfriedensbruchs (es war natürlich wieder seine Neugier, die ihn in diese Situation gebracht hat) dann selber für 3 Tage ins Gefängnis muss, direkt neben der Hexe, ist er noch mehr von ihrer Unschuld überzeugt.

Die Charaktere sind in dieser Geschichte wunderbar gezeichnet, so wie die Landschaft, die man sich wirklich bildhaft vorstellen kann. Im Jahre 1699 gab es leider noch nicht so viel Komfort wie heute und das kommt in vielen Situationen richtig gut rüber.
Matthew ist mit seinen 20 Jahren noch Jungfrau und wirkt sehr unschuldig. Aber er ist über alle Maßen neugierig und sehr clever, das macht ihn sofort sympathisch. Der Richter möchte auf jeden Fall der Gerechtigkeit dienen, wird aber sehr krank in den Sümpfen und von daher möchte er eigentlich nur schnell wieder weg von dem Ort. Die Menschen sind einfach gestrickt und glauben halt alles, was man ihnen so erzählt und so brodelt die Gerüchteküche…

Mein Fazit: Mich hat der Schreibstil und die ganze Szenerie im Buch sehr mitgerissen beim Lesen und ich werde mir auf jeden Fall noch die anderen Bände mit Matthew Corbett besorgen! Das Buch kann ich empfehlen, wenn man auf düstere Sumpflandschaften im 17. Jahrhundert steht, wo die Menschen alles glaubten, was die Herren ihnen sagten…

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2021

Was will der "Mondteufel"?

Mondteufel
0

Zum Buch: Stella erwacht nach einer Hirnblutung in der Rehabilitationsklinik Euphoria. Sie liegt schon Wochen hier und hatte wohl auch wache Momente, kann sich aber an gar nichts nach dem Schlaganfall ...

Zum Buch: Stella erwacht nach einer Hirnblutung in der Rehabilitationsklinik Euphoria. Sie liegt schon Wochen hier und hatte wohl auch wache Momente, kann sich aber an gar nichts nach dem Schlaganfall erinnern. Sie versucht, sich zu erinnern. Hilfe bekommt sie ungewollt durch mysteriöse Karten und Tagebuchseiten ihrer Mutter, die in der Zwischenzeit verstorben ist. Stellas kleiner Bruder Jordi ist vor vielen Jahren ermordet worden und es wurden drei junge Männer angeklagt und bestraft. Doch es gibt Zweifel, ob die drei es wirklich gewesen sind. Aber gerade an diesen Tag kann sich Stella nicht erinnern. Zweifel säen auch ihre Freunde und Familienangehörige, die sich merkwürdig benehmen. Und in der Reha-Klinik geschehen auch unheimliche Dinge. Spielt Stellas Gehirn ihr einen Streich?

Meine Meinung: Der Schreibstil von Astrid Korten ist wie gewohnt flüssig, die Kapiteleinteilung macht das schnelle Lesen ziemlich leicht. Meistens wird die Geschichte aus Stellas Sichtweise erzählt, aber manchmal kommt auch der „Mondteufel“ zu Wort und in diesen Kapiteln stehen einem die Haare zu Berge, denn der Mondteufel hat nichts Gutes im Sinn…

Die Spannung ist von Anfang an eigentlich gegeben, auch wenn ich mich zu Beginn manchmal schwergetan habe. Ich habe die Reaktion von Stella, die plötzlich viel wütender und forscher ist als vor der Hirnblutung, nicht ganz nachvollziehen können. Auch wie manche ihrer Freunde reagieren und dass da niemand sofort hellhörig wurde. Aber ich will hier nicht vorgreifen. Außerdem weiß ich, dass die Autorin immer sehr gut für ihre Bücher recherchiert!
Fakt ist, dass der Leser bis zum Schluss nicht weiß, wem er trauen kann und wem auf keinen Fall! Das macht die Story dann doch zu einem Pageturner!

Die Tagebucheinträge bringen immer mehr Licht ins Dunkel, was damals geschehen ist mit Jordi. Aber bis zum Ende muss Stella kämpfen, für sich, für Jordi und für ihre Mutter. Das Ende lässt den Leser erstaunt, aber sehr zufrieden zurück!

Mein Fazit: Ein spannender Psychothriller, der für mich anfangs allerdings etwas holprig war. Aber die gut durchdachte Story und die schnellen Wendungen haben das wieder wettgemacht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Mit Floras Verschwinden nahm die Geschichte seinen Anfang...

Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du
0

Zum Buch: Eine junge Frau stürmt morgens in ein Haus und erschießt, augenscheinlich ohne jeden Grund, einen 50-jährigen Mann und seine Mutter. Es stellt sich heraus, dass es Heather Underwood war, die ...

Zum Buch: Eine junge Frau stürmt morgens in ein Haus und erschießt, augenscheinlich ohne jeden Grund, einen 50-jährigen Mann und seine Mutter. Es stellt sich heraus, dass es Heather Underwood war, die anschließend versucht hat, sich in ihrer Scheune das Leben zu nehmen. Sie wird jedoch rechtzeitig gefunden, liegt aber im Koma. Die Journalistin Jessica Fox wird mit dem Fall beauftragt, da sie während ihrer Schulzeit mit Heather befreundet war. Das war, bevor sie Heather einfach so fallen lassen hat. Diese alte Geschichte kommt nun wieder hoch und nimmt eine Richtung an, die so keiner erwartet hätte…

Meine Meinung: Ein Geheimnis umhüllt die Freundschaft und diese Familie, das wird dem Leser schnell klar. Langsam wird die Geschichte Stück für Stück enthüllt. Jessica bekommt von Heathers Mutter Margot ein Exklusiv-Interview und taucht so wieder in ihre Vergangenheit ein. Schnell ist die alte Vertrautheit zu Margot wieder da. Sie hat sie wie eine Mutter geliebt und sich immer gewünscht, ihre Mutter würde sich ähnlich um sie sorgen. Sie gehörte damals fast zur Familie, bis Flora, Heathers Schwester verschwand. Warum Jessica sich dann zurückgezogen hat, wird so nach und nach aufgelöst.

Mir hat gut gefallen, wie sich ihre moralische Seite ändert, als sie plötzlich nicht nur Journalistin, sondern auch und vor allem wieder Freundin der Familie ist. Nach wie vor kann sie nicht glauben, dass Heather zu so einem kaltblütigen Mord fähig ist. Aber wie gut kennt sie ihre alte Freundin wirklich? Es ist ein Spagat zwischen Privatem und Beruflichem, den Jessica da erlebt, als sie sich auch noch verfolgt fühlt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, auch die Kapitel sind schön kurz. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Jessica und von Margot, Heathers Mutter. Einzig den Einstieg in die Geschichte fand ich etwas langatmig. Aber wenn man dann drin ist, hat die Story einen gefangen und man kann fast nicht mehr aufhören zu lesen! Besonders die Frauen werden hier als starke Charaktere hervorgehoben. Das Ende ist dann wirklich überraschend und man muss erst einmal durchatmen!

Mein Fazit: Mir hat der Thriller sehr gut gefallen! Der ständige Wechsel in die Vergangenheit macht die Geschichte aufregend und man will am Ende auch alles wissen! Das Buch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2021

Victor von Holsten zieht eine blutige Spur quer durch Deutschland...

Carnivore 2
0

Zum Buch: Der Kannibale Victor von Holsten sitzt seit 15 Jahren in einer psychiatrischen Anstalt und soll dort eigentlich auch verbleiben, denn er ist gemeingefährlich. Seine Ärztin Beatrice Stiller ist ...

Zum Buch: Der Kannibale Victor von Holsten sitzt seit 15 Jahren in einer psychiatrischen Anstalt und soll dort eigentlich auch verbleiben, denn er ist gemeingefährlich. Seine Ärztin Beatrice Stiller ist besessen von Victor und möchte ihn ganz für sich alleine haben. Darum verhilft sie ihm zur Flucht. Alles ist vorbereitet, denn auch Beatrice begibt sich natürlich in Gefahr. Doch Victor hat andere Pläne und zwar in Freiheit. Es kommt, wie es kommen muss: Victor kann fliehen und zieht wieder eine blutige Spur hinter sich her…

Meine Meinung: Dieses Buch knüpft an den ersten Teil von Victor an, man muss ihn zwar nicht gelesen haben, aber ich empfehle dringend, ihn doch zu lesen. Nicht für das Verständnis, denn A.C. Hurts hat es so geschrieben, dass auch ein neuer Leser die Geschichte von Victor nachvollziehen kann. Aber diesen Spaß sollte man sich nicht entgehen lassen!

Victor ist gefährlich, ja, dennoch mag man ihn einfach trotzdem! Er ist sehr kultiviert, intelligent und ein ausgezeichneter Koch! Der sogar Natascha, die ihn nichtsahnend aufgabelt, Menschenfleisch vorsetzen kann, ohne dass dies bemerkt wird! Natascha ist selber gerade sehr unzufrieden mit ihrem Leben und von daher kommt die abenteuerliche Reise zusammen mit Victor gerade recht! Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber wir dürfen Beatrice Stiller nicht vergessen, die möchte Victor aufspüren und immer noch für sich haben. Wird Victor mit beiden Frauen fertig? Außerdem hat er noch eine alte Rechnung auf mit Jonas, der für seine Verhaftung verantwortlich war…

Auch nach 15 Jahren in psychiatrischer Abstinenz schafft Victor es mal wieder, seine Vorhaben mehr oder weniger durchzusetzen. Doch wie dieser blutige, außergewöhnliche Road Trip ausgeht und ob Beatrice, Natascha und Jonas diese Reise überleben, das müsst ihr schon selber lesen!

Mein Fazit: Auch in diesem Teil hat die Autorin mich wieder sofort abgeholt! Victor ist auch einfach ein faszinierender Charakter! Von mir gibt es wieder volle Punktzahl!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2021

Was für ein Martyrium...

Girl A
0

Zum Buch: Ein 15-jähriges Mädchen stürmt auf die Straße vor ein Auto und sagt: „Mein Name ist Alexandra Gracie, bitte rufen Sie die Polizei!“ und beendet damit ein jahrelanges Martyrium in ihrem Elternhaus. ...

Zum Buch: Ein 15-jähriges Mädchen stürmt auf die Straße vor ein Auto und sagt: „Mein Name ist Alexandra Gracie, bitte rufen Sie die Polizei!“ und beendet damit ein jahrelanges Martyrium in ihrem Elternhaus. Zusammen mit sechs weiteren Geschwistern wurde sie eingesperrt, angekettet und bekam nichts zu essen. Die Geschwister sind in einem desaströsen Zustand, in der Presse gibt man ihnen Decknamen. Alexandra wird zu „Girl A“.

Meine Meinung: Der Leser steigt ein, als die Mutter 20 Jahre später im Gefängnis stirbt und den Kindern das Haus vererbt. Alexandra, Lex genannt, wird zur Testamentsvollstreckerin ernannt und muss nun ihre in alle Richtungen verstreuten Geschwister informieren. Und so lernt man alle Mitglieder der Familie in Rückblenden kennen. Ethan, der Älteste, der schon fast in Vaters Fusstapfen steigt, Evie, zu der Lex die meiste Zuneigung hat, weil sie sich lange ein Bett teilten, Gabriel, der fast an seiner Kindheit zerbrochen ist, Delilah, die auch nach der schlimmen Zeit den Kontakt zur Mutter beibehalten hat und Daniel und Noah, die noch Babys waren, als der Terror beendet wurde.

Der Schreibstil ist großartig, denn obwohl jedes Kind sein eigenes Kapitel bekommt, erfährt der Leser doch so viel von allen. Am meisten beeindruckt hat mich der schleichende Prozess des religiösen Wahns des Vaters, der immer größer wurde. Und man kann die Entwicklung der Kinder bis ins Erwachsenenalter sehr gut nachvollziehen. Wie sich jeder denken kann, ist solch eine Kindheit sehr prägend und alle tragen ihr Schicksal ständig mit sich herum. Alle Charaktere haben eine unglaubliche Tiefe.

Das einzige, was mich an dem Buch gestört hat, ist, dass ich eine andere Erwartungshaltung an das Buch hatte. Es wurde in den Medien als Thriller dargestellt, was es meiner Meinung nach nicht ist. Es ist ein großartiges und aufwühlendes Drama, welches auch spannend erzählt wird, aber auf den großen Knall am Ende (da muss doch jetzt noch etwas Großes passieren…) habe ich vergeblich gewartet.

Mein Fazit: Vielleicht kein richtiger Thriller, aber dennoch sehr lesenswert! Die Geschichte lässt den Leser aufgewühlt und in meinem Fall auch dankbar zurück. Ein beeindruckendes Debüt der Autorin!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere