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Veröffentlicht am 22.01.2025

Ätherwelt!

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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Lucy freut sich, dass sie auf einem magischen Fest in London ihre neuste Erfindung präsentieren kann, denn sie ist eine Spellcrafterin, die Gegenständen Magie einhauchen kann. Doch der Tag soll zu einem ...

Lucy freut sich, dass sie auf einem magischen Fest in London ihre neuste Erfindung präsentieren kann, denn sie ist eine Spellcrafterin, die Gegenständen Magie einhauchen kann. Doch der Tag soll zu einem der schlimmsten ihres Lebens werden, denn ihre Oma Serena wird vor ihren Augen entführt und Lucy kann sich kaum noch erinnern. Schnell fällt ihr auf, dass auch das wenige, was sie noch weiß nicht stimmen kann, denn ihre Erinnerungen werden als Lüge enttarnt. Lucy macht sich mit ihrem Freund Renly auf die Suche nach der Wahrheit und findet dabei nicht nur neue Freunde, sondern auch unentdeckte Gefahren. Kann Lucy ihre Oma finden und retten?

Spellcraft - Die Magie der silbernen Flamme ist der erste Band eines neuen Fantasy-Abenteuers für Kinder ab zehn Jahren von R.L. Ferguson, die mit einem spannenden Magiesystem und Spannung von der ersten Seite überzeugen kann.

Das Worldbuilding ist insgesamt noch ausbaufähig, das hat mich in diesem Fall aber absolut nicht gestört, da es mit der Geschichte Hand in Hand ging und ich das Gefühl hatte, dass mir alles aktuell relevante erzählt wird und dennoch noch sehr viel mehr diese Welt ausmacht. Dinge, von denen man in Zukunft hoffentlich mehr erfährt.

Gefallen hat mir auch, dass viele Aspekte in die reale Welt übertragbar sind. Sowohl die gesellschaftlichen Unterschiede, die angesprochen, aber nicht vertieft werden, als auch die Weisheiten, die Lucy von ihrer Oma bekommt. Die Freundschaft zwischen Lucy und Renly hat mir auch sehr gut gefallen, vor allem im Bezug auf die Entwicklung, die es dann noch mit Adele und Carter gibt.

Die Magie der silbernen Flamme ist zwar ein Reihenauftakt, trotzdem ist er in sich abgeschlossen und lässt nicht zu viele Fragen offen. Dennoch gibt es einen Aspekt, der den Anreiz zum Weiterlesen auf jeden Fall fördert und einen spannenden zweiten Teil verspricht.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Academy of Dream Analysis

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
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Nemesis von Winther kommt aus einer Familie voller Traumwandler, weswegen sie an die Academy of Dream Analysis gehen soll. Im Norden Finnlands wird sie dann zu einer Luziden ausgebildet, diese können durch ...

Nemesis von Winther kommt aus einer Familie voller Traumwandler, weswegen sie an die Academy of Dream Analysis gehen soll. Im Norden Finnlands wird sie dann zu einer Luziden ausgebildet, diese können durch Träume die Wirklichkeit beeinflussen. Niemand ahnt, dass Nemesis nicht nur ihre Ausbildung antritt, sondern auch den Tod an ihrem Bruder Oneiro rächen möchte, für den sie die Direktorin verantwortlich macht. Doch ausgerechnet ihr Neffe Mercury ‚Mercy‘ Sterling wird für Nemesis zum Verhängnis.

Mit Vengeance hat Ruby Braun einen starken Auftakt für ihre Dark-Academia-Romantasy-Dilogie hingelegt. Im Perspektivwechsel zwischen Mercy und Nemesis bin ich nur so durch die Geschichte gerauscht, die durch kleinere und größere Cliffhanger am Ende eines Kapitels auch immer wieder zum Weiterlesen animieren konnten. Spannung war daher immer garantiert.

Besonders gut gefallen hat mir die düstere Atmosphäre, die durch die Gedankenwelt der beiden Protagonist:innen erschaffen wird. Beide haben eine dunkle Vergangenheit, die sie bis heute stark beeinflussen und ihr Handeln definieren. Aufgrund ihrer Vergangenheit, konnte ich ihr Handeln und Denken immer nachvollziehen.

Die Familiengeschichte Nemesis’ ist kaum zu ertragen, dennoch finde ich es gut, dass Ruby Braun dieses Thema anspricht und damit häusliche Gewalt - psychisch wie physisch - und ihre Folgen in den Fokus stellt.

Nicht nur die Protagonist:innen, sondern und vor allem die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Allen voran Jupiter Sterling und Elio, aber auch Esra und Victoria bringen eine ganz besondere Art mit in die Geschichte. Die erschaffene Welt fand ich faszinierend, besonders die Mischung zwischen fantastischen Elementen und realen Fakten konnte mich abholen. Durch das Ende bin ich super gespannt, wie sich die Welt weiter aufbauen wird und freue mich schon auf den Abschlussteil.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Der gläserne Mann

Eisiges Glas
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Leonore Asker hat ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst, da nimmt ihr Vater wieder Kontakt zu ihr auf. Prepper Per setzt seine Tochter unter Druck und droht ihr, sich ...

Leonore Asker hat ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst, da nimmt ihr Vater wieder Kontakt zu ihr auf. Prepper Per setzt seine Tochter unter Druck und droht ihr, sich einer möglichen Verhaftung gewaltsam zu widersetzen. Die Drohung im Blick möchte Leo verhindern, dass ihr Vater unter Verdacht der Kollegen fällt und sucht nach dem Mörder eines jahrelang Vermissten und erst vor kurzem gefundenen Toten.

Leos Kindheitsfreund Martin Hill erhält einen ganz speziellen Auftrag. Er soll eine Biografie schreiben und dafür auf eine Privatinsel mit verlassenem Observatorium kommen. Für Hill geht ein Traum in Erfüllung, denn das verlassene Observatorium hat für den Urban Explorer schon lange einen großen Reiz. Doch auf der Insel tummeln sich noch ganz andere Geheimnisse.

Eisiges Glas von Anders de la Motte ist der zweite Teil der Reihe um die Ermittlerin Leonore Asker und den Urban Explorer Martin Hill. Nachdem mir der Auftaktband Stille Falle sehr gut gefallen hat, musste ich unbedingt den zweiten Teil lesen. Der Beginn war trotz Vorwissen etwas holprig, da ich erstmal wieder in die Geschichte reinkommen musste, denn der zweite Teil knüpft direkt an den Ersten an. Der Fall selbst ist zwar als Einzelband zu lesen, da es aber auch sehr stark um die Beziehungen der Charaktere untereinander geht, ist das Lesen des ersten Bands zu empfehlen.

Während mir Leonore Asker im ersten Band noch zu unnahbar war, habe ich hier schnell gemerkt, dass mein Vorwissen sie mir deutlich sympathischer macht bzw. mein Verständnis für sie ihr zu Gute kommt. Dennoch bleibt sie weiterhin ihrer Art treu, was mir gefällt.

Wie im ersten Teil auch, konnten mich die sehr kurzen Kapitel aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen wieder einnehmen, vor allem die Perspektive des Gläsernen Mannes hat eine sehr düstere Atmosphäre geschaffen. Trotz des guten Schreibstils kam es vor allem im Mittelteil zu vielen Längen, die mich im Buch gefühlt kaum voranbrachten und ein zähes Lesegefühl erzeugten. Das lag für mich an mehreren Aspekten. Da gab es die Sci-Fi Elemente, die das Gelesene nicht nur unrealistisch machten, sondern für mich auch mit das Langweiligste sind, was ich lesen könnte. Das darf natürlich thematisiert werden, für mich hätte es aber im Klappentext einen Hinweis auf diese Elemente geben müssen, vor allem weil der Fokus darauf doch sehr stark ausgeprägt ist. Dann gab es leider auch keine großen Überraschungen, die Geschichte wirkte von Beginn an ziemlich vorhersehbar, weswegen die Spannung größtenteils ausblieb. Erst gegen Ende der Geschichte konnte das sehr hohe Tempo nochmal etwas Schwung reinbringen.

Eisiges Glas konnte meiner Vorfreude auf die Fortsetzung leider nicht gerecht werden, da ich die Ermittlerin und den Schreibstil des Autors jedoch weiterhin sehr mag, freue ich mich schon auf die Fortsetzung und hoffe, dass diese dann wieder etwas realistischer und überraschender wird. Für alle die aber auch gerne Sci-Fi-Elemente - explizit UFOs, Außerirdische und Kryo - dürfte Eisiges Glas jedoch genau das Richtige sein.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Tödlicher Junggesellinnenabschied

Die Villa
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Aoife starb vor drei Jahren als sie mit ihren Freundinnen ihren Junggesellinnenabschied in Marbella feierte. Nun kehren die vier Freundinnen nach Marbella zurück, um Aoife zu feiern und um ihre Erinnerungen ...

Aoife starb vor drei Jahren als sie mit ihren Freundinnen ihren Junggesellinnenabschied in Marbella feierte. Nun kehren die vier Freundinnen nach Marbella zurück, um Aoife zu feiern und um ihre Erinnerungen aufzufrischen, denn bis heute ist Aoifes Tod ungeklärt.
Jede erinnert sich an andere Dinge und nahm das Wochenende anders wahr, doch alle eint, dass sie Geheimnisse bewahren und diese auch nicht preisgeben möchten. Wie weit gehen sie, um das Wochenende vor drei Jahren endgültig zu vergessen?

Die Villa von Jess Ryder wird vom Verlag als Thriller gewertet, ich würde jedoch mit den Erwartungen an einen Spannungsroman wie „One of the Girls“ von Lucy Clarke oder „Nur eine Lüge“ von Malin Stehn einsteigen, denn an einen Thriller kommt der Inhalt für mich nicht ran.

Wir erleben die Geschichte auf zwei Zeitebenen: damals und heute und aus vier verschiedenen, während wir Danis Perspektive Heute und Damals kennenlernen, beschränkt sich die Perspektive der drei Freundinnen - Beth, Celine und Tiff - auf damals. Das sorgt dafür, dass wir die damalige Zeit sehr detailliert beschrieben bekommenen und trotzdem bleiben die drei weiteren Perspektiven sehr nebulös, da wir sie nur ‚damals' genauer beschrieben bekommen und aus heutiger Sicht doch einiges offen bleibt.

Die Geschichte selbst empfand ich sehr vorhersehbar, wenngleich nicht alles wie gedacht ausging. Dennoch hat die Autorin eine spannungsgeladene Story erschaffen, denn aufgrund des super Schreibstils, kurzen Kapiteln und vielen Perspektiven konnte mich der Inhalt dennoch mitnehmen. Die große Überraschung blieb zwar aus, das hat der Lesefreude aber keinen Abbruch getan.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Spuk im Harz

Villa Obscura
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Die angesehene Fotografin Constanze Eschede veranstaltet eine Halloweenparty in einer abgelegenen Villa im Harz. Was als berauschender Abend in Erinnerungen bleiben sollte, wird für sechs Jugendliche zu ...

Die angesehene Fotografin Constanze Eschede veranstaltet eine Halloweenparty in einer abgelegenen Villa im Harz. Was als berauschender Abend in Erinnerungen bleiben sollte, wird für sechs Jugendliche zu einem absoluten Albtraum, denn zwei maskierte Fremde nehmen sie als ihre Geiseln und schicken sie mit auf einen tödlichen Trip.

Villa Obscura von Melissa C. Hill und Anja Stapor ist ein Jugendthriller für Leser:innen ab 14 Jahren, der perfekt für die Halloweenzeit scheint, doch auch zu jeder anderen Jahreszeit Grusel verspricht. Besonders gut gefallen hat mir die Einarbeitung des Settings - des Brocken im Harz - in die Geschichte, die für eine mysteriöse Atmosphäre sorgen konnte.


Doch das Konstrukt um die sechs Jugendlichen wird durch Perspektivwechsel gut dargestellt, sodass wir erfahren warum die sechs Personen auf der Party erscheinen und welche Beziehung sie zur Veranstalterin haben. Dennoch wirkte bereits die Zusammenstellung sehr konstruiert, wie dann auch der weitere Storyverlauf, was mir ein wenig die Lesefreude nahm.

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