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Veröffentlicht am 14.05.2021

Die Bill-Hodges-Trilogie geht in die zweite Runde

Finderlohn
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John Rothstein ist ein bekannter Autor, der Jimmy Golds Trilogie auf den Markt gebracht hat. Doch seitdem letzten Buch haben keinerlei Werke den Weg auf die Öffentlichkeit gefunden. Während die Menschen ...

John Rothstein ist ein bekannter Autor, der Jimmy Golds Trilogie auf den Markt gebracht hat. Doch seitdem letzten Buch haben keinerlei Werke den Weg auf die Öffentlichkeit gefunden. Während die Menschen spekulieren, ob die Trilogie möglichweise eine unveröffentlichte Fortsetzung erfahren hat, ermordet Morris Bellamy den Autor aus Wut über dessen Verrat. Dabei erbeutet er einen Haufen Bargeld und Notizbücher des Autors.

Bellamy vergräbt seinen Schatz an einem vermeintlich sicheren Ort und wandert dann, für ein anderes Verbrechen, für viele Jahre in den Knast. In dieser Zeit findet ein 13-jähriger die Beute und erahnt nicht, in welche Gefahren er sich stürzt, denn die Haftentlassung von Morris Bellamy rückt immer näher.

Finderlohn ist der zweite Teil von Stephen Kings Bill-Hodges-Reihe.

Der pensionierte Kommissar Kermit William „Bill“ Hodges hat mittlerweile zurück ins Leben gefunden und mit der Firma „Finders Keepers“ seine neue Lebensaufgabe auf die Beine gestellt. Auch Holly Gibney, die unter zwanghaften Störungen leidet, ist ein Bestandteil dieser Firma.

Mit Bill Hodges und Holly Gibney hat Stephen King für mich zwei wahre Sympathieträger erschaffen. Bill Hodges, der kein Blatt vor den Mund nimmt und dessen Leben es ist, sich in den Dienst der Wahrheitsfindung stellt und Holly Gibney, die trotz ihrer offensichtlichen Schwächen und den größeren Startschwierigkeiten ins Leben, sich etwas aufbaut und einen Weg findet, sich in die Gesellschaft einzubringen oder zumindest nicht von dieser unterdrückt zu werden.

Morris Bellamy ist ein psychopathischer Verehrer des Autors John Rothstein oder besser gesagt, ein besessener seiner Romane. Sein Rothstein-Wahn ist nicht zu durchbrechen und erhält ihn regelrecht am Leben. Dieser Wahn wird dem 13-jährigen Peter Saubers zum Verhängnis, der eines Tages das Geld und die Notizbücher von John Rothstein findet.

Fast die Hälfte des Buches besteht aus einem ständigen Wechsel zwischen zwei Zeitebenen. Einerseits befinden wir uns im Jahr 1978 und andererseits im Jahr 2004. Dieser ständige Wechsel spannt ein gutes Netz, auf das sich dann die andere Hälfte des Buchs aufbaut.

Zeitlich befinden wir uns, in den Passagen der Gegenwart, etwa 4 Jahre hinter dem Anschlag von Mr. Mercedes. Manche Figuren haben noch Verbindungen zu diesem Fall und machen das Buch(/die Reihe) dadurch noch kompakter. Mir persönlich gefällt es gut, wenn nicht nur die Ermittler altbekannte sind, sondern auch neue Figuren eine Beziehung zu alten Geschehnissen besitzen. Durch meine Emotionen in den Teilen zuvor ist eine solche Person für mich automatisch schon etwas greifbarer.

Hinzukommt, dass Stephen Kings Schreibstil so detailgetreu und malerisch ist, dass ich mich in die Charaktere gut hineinversetzen kann und das Geschriebene wie ein innerer Film vor mir abläuft.

Wieder bin ich begeistert von diesem Werk und wieder freue ich mich, mit Mind Control, auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Wenn ein Kinderbuch zur Inspiration wird!

Todesfrist
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„Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie“. Diese Botschaft und ein Hinweis erreichen einen Bekannten des potenziellen ...

„Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie“. Diese Botschaft und ein Hinweis erreichen einen Bekannten des potenziellen Mordopfers und für den Täter beginnt damit das Spiel.

Die Münchner Kommissarin Sabine Nemez und der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder sind auf der Suche nach einer Gemeinsamkeit zwischen den Morden, die bis auf die Nachricht, kaum unterschiedlicher sein könnten.

Todesfrist ist der erste Teil der Reihe um die Münchner Kommissarin Sabine Nemez und den niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder, deren Charaktere nicht unterschiedlicher sein könnten. Einzeln könnte ich wohl mit beiden wenig anfangen, zusammen haben sie aber eine spannende Teamchemie, die für einige Lacher gut ist und gerade die kauzige Art von Maarten S. Sneijder sorgt dafür, dass ich den nächsten Teil kaum erwarten kann!

Die kurzen Kapitel und der ständige Perspektivwechsel, sowie die Sprünge in die Vergangenheit, sorgen für ein sehr schnelles Lesen und einen umfassenden Einblick in das Leben des Mörders.

Das Einbeziehen eines Kinderbuchs empfand ich als sehr außergewöhnlich und lässt einen auch über die Darstellungen in diesen Büchern nachdenken.
Insgesamt war das für mich ein klasse Auftakt und ich bin gespannt, wie es mit Nemez und Sneijder weitergeht.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Ein kleines Intermezzo, aber keine richtige Vorgeschichte

Racheopfer
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Wie Francis Ackerman jr. wieder zum jagen kam, erfährt man in diesem Teil.

Ich hatte mich richtig über Racheopfer gefreut, da ich aufgrund des Klappentexts mit einer Vorgeschichte gerechnet hätte. Zwar ...

Wie Francis Ackerman jr. wieder zum jagen kam, erfährt man in diesem Teil.

Ich hatte mich richtig über Racheopfer gefreut, da ich aufgrund des Klappentexts mit einer Vorgeschichte gerechnet hätte. Zwar spielt diese Geschichte vor dem ersten Teil der "Ich bin"-Reihe, aber durch die tragende Rolle von Francis Ackermans Kindheit, dachte ich, dass genau diese hier thematisiert wird. Leider war das nicht der Fall.

Generell hatte ich auch das Gefühl, dass nicht Ackerman, sondern eine junge Frau aus seiner Vergangenheit hier die Hauptrolle übernommen hat. Diese wurde zwar konsequent (in ihrem Handeln) gezeichnet, allerdings nicht sonderlich sympathisch.

Nun bleibt die Hoffnung, dass Ethan Cross eines Tages vielleicht doch noch die Vorgeschichte von Francis Ackerman jr. erzählt.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Gute Fortsetzung der Tom-Babylon-Reihe

Zimmer 19 (Tom-Babylon-Serie 2)
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Die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller hat die Hauptrolle in einem Snuff-Film, der während der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale gezeigt wird. Ist dieser Film nur Fiktion oder zeigt er die pure ...

Die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller hat die Hauptrolle in einem Snuff-Film, der während der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale gezeigt wird. Ist dieser Film nur Fiktion oder zeigt er die pure Realität? Tom Babylon und Sita Johanns nehmen die Ermittlungen auf und führ die Psychologin beginnt eine Reise in die Vergangenheit, bei der sich alles um die Zahl 19 dreht.

Mit Zimmer 19 veröffentlich der Autor Marc Raabe den ersten Teil vom Ermittler Tom Babylon und die Psychologin Sita Johanns.

Marc Raabes Schreibstil ist angenehm zu lesen und bringt einen sehr schnell mitten ins Geschehen. Dabei wechselt der Thriller die Zeitebenen und berichtet, neben den aktuellen Fällen, auch genauer über Sita Johanns Vergangenheit und den (möglichen) Zusammenhängen zum aktuellen Fall.

Durch Zeitangaben und verschieden Schreibarten, die Vergangenheit ist kursiv gedruckt, wird dem Leser nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell die Zeit klar und der Wechsel bietet keinerlei Probleme.

Tom Babylon arbeitet beim LKA Berlin und vermisst seine kleine Schwester Viola seit vielen Jahren. Die Geburt seines Sohnes scheint die Suche unterbrochen zu haben, doch so ganz los wird er seine kleine Schwester dennoch nicht. Babylon ist mir in diesem Teil zwar sympathischer geworden, aber einige Aspekte sind für mich weiterhin (noch) nicht nachvollziehbar.
Die Psychologin Dr. Sita Johanns steht in diesem Teil deutlich stärker im Fokus, auch die Rückblenden handeln von ihr, sodass man endlich mehr von ihr erfahren kann. Ihre Vergangenheit und ihren Charakter finde ich deutlich stimmiger und interessanter als Tom Babylons.

Den Fall fand ich interessant, auch wenn die Auflösung für mich keinen Überraschungsfaktor hatte und dennoch ist Marc Raabe mit diesem Teil eine gute Fortsetzung gelungen. Einziger Kritikpunkt ist für mich, :spoiler: dass Tom Babylon und Dr. Sita Johanns Vergangenheit nah beinander liegt. Zufälle gibt es, klar und dennoch ist mir das für eine Stadt wie Berlin doch ein Zufall zu viel.:spoiler:

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Auftakt der Bill-Hodges-Trilogie

Mr. Mercedes
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Ein Mercedes rast in eine Menschenmenge, der Täter verschwindet unentdeckt und kündigt sich Monate später bei einem pensionierten Kommissar an. Die Suche nach ihm wird zu einem Spiel auf Zeit.

Mr. Mercedes ...

Ein Mercedes rast in eine Menschenmenge, der Täter verschwindet unentdeckt und kündigt sich Monate später bei einem pensionierten Kommissar an. Die Suche nach ihm wird zu einem Spiel auf Zeit.

Mr. Mercedes ist der erste Teil von Stephen Kings Bill-Hodges-Reihe.

Der pensionierte Kommissar Kermit William „Bill“ Hodges steht kurz vor dem Selbstmord als ihn ein alter Fall wieder ins Leben wirft und seine Ermittlungsfähigkeiten gefragt sind. Bill Hodges hinterfragt seine ehemaligen Handlungen, denk viel nach und hat einen guten Spürsinn. Die detailgetreue Schreibweise von Stephen King schafft es, dass ich mir Bill Hodges gut vorstellen kann und mit jeder Seite mehr mit ihm mitleide und mitfieber.
Seine Partner Jerome Robinson und Holly Gibney gewinnen beide auf ihre Weise meine Sympathien und gerade Holly Gibney hat eine interessante Entwicklung vor sich.

Die Gegenseite, Mr Mercedes, wird ebenso detailliert beschrieben. Seine Vergangenheit kommt ans Licht, seine Gedankengänge decken sich auf und mit jeder Seite hofft man, dass die Drei ihn endlich kriegen.

Mr. Mercedes war mein erstes Buch von Stephen King und es werden weitere folgen. Ich bin begeistert von der Stephen Kings Schreibweise, die so wahnsinnig detailgetreu ist und dennoch nicht langweilig wirkt.

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