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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Eine kulinarische Reise durch den Orient

Orient trifft vegan
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Orient trifft vegan von Serayi führt einen in die Geschmackswelt des Orients. Dabei erfahren wir zu Beginn erst einmal etwas über die Autorin, den Veganismus und die Geschmacksvielfalt des Orients und ...

Orient trifft vegan von Serayi führt einen in die Geschmackswelt des Orients. Dabei erfahren wir zu Beginn erst einmal etwas über die Autorin, den Veganismus und die Geschmacksvielfalt des Orients und ihre besonderen Zutaten. Anschließend gibt es 81 Rezepte auf fünf verschiedene Kategorien verteilt: Vorspeisen, Hauptgerichte, Kindheitsessen, Desserts und Getränke.

Die Rezepte sind in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen unterteilt, von leicht bis schwer ist auch etwas für Anfänger dabei und vor allem zum stetigen Entwickeln seiner eigenen Kochfähigkeiten. Nährwertangaben sucht man hier vergebens, was anhand der Rezepte für mich auch die richtige Wahl ist, denn die Gerichte sind nicht darauf ausgelegt Kalorien zu reduzieren, sondern ein schmackhaftes, veganes und orientalisches Esserlebnis zu zaubern.

Die Rezepte lassen sich anhand der Beschreibung gut nachkochen. Anfängern könnten manche Gerichte zu grob beschrieben worden sein, zum Beispiel könnte das Formen der Mantı detaillierter beschrieben oder durch Bilder vorgeführt werden.

Da ich orientalisches Essen liebe, gab es für mich viele Rezepte, die ich bereits beim ersten Durchblättern markieren und so schnell wie möglich kochen musste. Mein persönliches Highlight waren die Daal Kofta! Aber auch ganz viele andere Gerichte werden regelmäßig gekocht. Die Zutaten sind teilweise außergewöhnlich, aber durchaus zu finden und gerade die Gewürze erweitern das Regal um ein Geschmackserlebnis mehr!

Orient trifft vegan kann auf vielen Ebenen überzeugen und bietet eine Menge Rezepte zum ausprobieren und das Essen sieht nicht nur gut aus, sondern schmeckt auch hervorragend. Wahnsinnig hilfreich war auch das Register, über das man auch nach einzelnen Zutaten suchen und dadurch Rezeptideen entwickeln kann. Toll!

Veröffentlicht am 08.10.2025

30 Minuten fertig? Nur die Zubereitung!

Vegan trifft Orient – Express
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Orient trifft Vegan von Serayi gehört zu meinen liebsten Kochbüchern, natürlich musste dann auch das Expressbuch her. Das Cover wirbt mit Köstlichkeiten, die in 30 Minuten fertig sind, umso enttäuschter ...

Orient trifft Vegan von Serayi gehört zu meinen liebsten Kochbüchern, natürlich musste dann auch das Expressbuch her. Das Cover wirbt mit Köstlichkeiten, die in 30 Minuten fertig sind, umso enttäuschter war ich dann bereits beim ersten Rezept: 25 Minuten + ‚einige‘ Abkühlzeit und 15-20 Minuten Backzeit sind alles, aber keine 30 Minuten. Wenn ich mit ’in 30 Minuten fertig’ werbe, dann sollte das eigentlich alle Zeiten inkludieren und nicht nur die Zubereitungszeit. Diesem Maßstab können nur 32 von 75 Gerichten gerecht werden und darunter befinden sich dann auch Gerichte wie ‚gebratene Oliven‘, ‚Tofuschnitzel‘ oder ‚Rosenbutter‘, die alles, aber nicht vollwertig sind. Die Werbung verfehlt damit sein Ziel und sorgt eher für Missmut.

Auch bei den Hauptgerichten fehlt mir das Gefühl, dass die einzelnen Rezepte als vollwertiges Essen durchgehen. Wenige können das, aber einige wirken eher wie ein Snack (u.a. Frühlingszwiebeln im Teigmantel).

Die Rezepte sind in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen unterteilt, von leicht bis schwer ist auch etwas für Anfänger dabei und es auch hier wirklich tolle Rezepte, wie u.a. die Rote-Linsen-Bällchen in Tomatensauce. Die Zubereitung ist anhand der Beschreibung absolut machbar, die Zutaten sind teilweise natürlich nicht überall zu finden, aber doch organisierbar.

Vegan trifft Orient - Express - wird seiner Werbung nicht gerecht, aber der Geschmack weiß zu punkten. Mich konnten hier leider nicht so viele Rezepte ansprechen, wie bei Orient trifft Vegan, dennoch habe ich auch in diesem Buch ein paar wundervolle Rezepte gefunden.

Veröffentlicht am 08.10.2025

Nicht nur optisch 1a!

The art of food
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Kaum eine Seite lässt Essen im Internet so sexy aussehen wie veganer.wandel, die Videos von Kevin Leeder sind für mich auf Instagram zu einem absoluten Highlight geworden, die ich vor allem durch den vielfältigen ...

Kaum eine Seite lässt Essen im Internet so sexy aussehen wie veganer.wandel, die Videos von Kevin Leeder sind für mich auf Instagram zu einem absoluten Highlight geworden, die ich vor allem durch den vielfältigen Einsatz von Gemüse lieben gelernt habe. Mittlerweile ist die Autorin des Kochbuchs als linnslittlekitchen mit ihren Rezepten unterwegs und natürlich auch einen Besuch wert.

Durch die vielfältigen, farbenfrohen und schmackhaften Gerichte, die bereits im Internet gestreut wurden, war für mich klar, dass ich auch das Kochbuch The art of food unbedingt haben möchte. Dieses gliedert sich in einem Vorwort, das nicht nur den Werdegang, sondern auch die Einkaufsliste beinhaltet. Gerichte werden in sieben weiteren Kategorien unterteilt: 1. Brot & Aufstriche, 2. Frühstück, 3. Hauptgerichte, 4. Salate & Bowls, 5. Snacks, 6. Suppen & Eintöpfe und 7. Süßes & Gebäck. Eine Unterteilung die bereits die bunte Mischung andeutet.

Die Mengenangaben der Gerichte haben für mich perfekt gepasst, selbst die (Menge der) Gewürze haben meistens genau meinen Geschmack getroffen. Besonders praktisch finde ich die Auflistung der Utensilien, die für das Rezept gebraucht werden und mir damit direkt einen perfekten Überblick geben. Portionenangaben, die Zeitangaben, welche auch in ihren einzelnen Schritten (bspw. Zubereitung, Geh- und Backzeit) unterteilt ist und Nährwertangabe runden den ersten Überblick perfekt ab. Die Zubereitung ist feingliedrig aufgeschrieben, sodass auch Anfänger nicht überfordert sein dürften. Durch eine grobe Einteilung der einzelnen Schritte wird auch hier ein guter Überblick erzielt, der das Folgen des Rezepts erleichtert.

Auf den ersten Blick wirken wenige (!) Rezepte sehr simpel. Belegte Brote hätte ich im ersten Moment nicht in einem Rezeptbuch erwartet und doch haben genau die Dinge mir am Ende auch sehr gut gefallen. Nicht weil sie besonders innovativ sind, sondern weil sie das eigene Muster durchbrechen können und im Buch auch ganz einfach als ‚Idee‘ tituliert werden, also auch seitens der Autorin eben nicht den Anspruch eines Rezeptes haben.

Hervorragend gefallen haben mir der wilde Mix der Rezepte, von Indien nach Asien und wieder zurück nach Europa, gibt es einfach eine Menge zum ausprobieren. Wir lieben das Kashmiri Tofu, aber auch viele andere. Ein Buch, das in allen Belangen überzeugen kann und dessen Fotos bereits den Hunger wecken. Inspirierend, lecker und innovativ.

Veröffentlicht am 06.10.2025

Turbulente Autofahrt

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
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Tiffany hat gute Laune, doch mit der ist sie scheinbar ganz allein. Ihre Mutter ist genervt vom Koffer packen, ihr Vater vom neusten Kratzer am Auto. Die Oma sucht mal wieder ihr Handy, Luisa hat Stress ...

Tiffany hat gute Laune, doch mit der ist sie scheinbar ganz allein. Ihre Mutter ist genervt vom Koffer packen, ihr Vater vom neusten Kratzer am Auto. Die Oma sucht mal wieder ihr Handy, Luisa hat Stress mit Hormone, Opa möchte lieber mit dem Zug fahren und Max har das ‚kleiner Feigling‘ Problem. Ein Problem, dass im Laufe der Fahrt nicht nur seins ist, sondern die ganze Familie ins Wanken bringt.

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat von Marc-Uwe Kling ist wunderbar vom Autoren selbst eingesprochen und mit Musik von Boris Löbsack untermalt worden. Auf dieser Ebene wirklich eine absolut grandiose Umsetzung und als Highlight gibt es den Text nochmal aus einer Live-Lesung!

Nun aber zum Inhalt. Ich mochte den Anfang sehr, Tiffanys Sicht auf die Welt, ihre Zuordnung gewisser Antworten war wirklich herrlich. Doch mit der Fahrt ging mir dieser feine Humor etwas verloren und es wirkte etwas erzwungen. Vielleicht fehlt mir etwas das Vorwissen, denn erst im Nachhinein bekam ich mit, dass es ein 5. Band ist. Die Story selbst ist zwar abgeschlossen, aber die Beziehungen der Figuren und meine zu ihnen könnten möglicherweise mit dem Vorwissen eine andere Reaktion in mir auslösen. Auch für Eigenwerbung bin ich weniger zu haben und mag es daher nicht, wenn auf andere Werke hingewiesen wird.

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat konnte mich inhaltlich zwar nicht gänzlich überzeugen, dennoch sind Marc-Uwe Klings Hörspiele immer wieder ein absolut schönes Hörerlebnis!

Veröffentlicht am 06.10.2025

Mari und ihre Finken

Season for Scandal
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1898 - Marigold Bloom steckt in großen Schwierigkeiten. Ihr Verlobter hat ihr den Rücken gekehrt und plötzlich steht auch der Erhalt des Blumenladens ihrer Familie in Gefahr, denn ihr Ex-Verlobter hat ...

1898 - Marigold Bloom steckt in großen Schwierigkeiten. Ihr Verlobter hat ihr den Rücken gekehrt und plötzlich steht auch der Erhalt des Blumenladens ihrer Familie in Gefahr, denn ihr Ex-Verlobter hat seine Finger im Spiel. Mari findet Hilfe im Miesepeter Oliver Lockhart, der sie an die Agency for Scandal bringt. Dort wird sie die neuste Rekrutin und soll mit Oliver das frisch verlobte Paar spielen. Denn nach vielen Jahren ist Olivers Schwester wieder aufgetaucht. Doch ist die junge Frau wirklich seine verlorene Schwester? Und spielen die beiden wirklich nur noch das frisch verliebte Pärchen?

Season for Scandal ist der zweite Band der The Agency for Scandal Reihe von Laura Wood. Im Gegensatz zum ersten Band, bin ich an diesen bereits mit viel Erwartungen und Vorfreude gegangen. Ich habe den ersten Band und seine Atmosphäre geliebt und dementsprechend hoch war die Bürde, die der zweite Teil unheimlich gut tragen konnte und damit nahtlos an den ersten Band anknüpfte.

Laura Wood hat einen unfassbar schönen Schreibstil, der einen sofort in das Jahr 1898 transportiert und die damalige Zeit durch die Augen von Mari sehen lässt. Immer wieder gibt es schöne Metaphern, aber auch lustige Dialoge oder Gedankengänge der Protagonistin. Marigold gefiel mir als Protagonistin sogar noch einen Tick besser als Izzy, da ich ihre unperfekte Art liebe, die sie für mich perfekt gemacht hat. Die Romanze zwischen Mari und Oliver ist auch hier fein dosiert eingebracht und basiert nicht nur auf äußerlichen Merkmalen, sondern vor allem auf die Eigenschaften der beiden, weswegen es ein leichtes ist, die Gefühle zu verstehen. An dieser Stelle hat mir die Chemie zwischen Izzy und dem Duke damals zwar etwas besser gefallen, aber auch hier war es sehr schön!

Das Rätsel um Olivers Schwester hat mir ausgesprochen gut gefallen, man kann selbst dahinter kommen und hat dennoch Spaß an der Auflösung und das Buch verliert an keiner Stelle die Spannung.

Die tollen Nebencharaktere des ersten Bands finden glücklicherweise auch wieder ihren Platz und wissen zu überzeugen. Egal ob Sylt, Mrs. Finch, Winnie oder Maud, sie finden den Weg ins Herz und machen Spaß. Besonders schön ist natürlich, dass auch Izzy und Max wieder mit am Start sind und wir sie weiterhin erleben dürfen.

Besonders schön finde ich, dass dieses Jugendbuch - das so viel mehr ist - im Jahre 1898 angesiedelt ist und den jungen Leser:innen zeigt, welchen steinigen Weg Frauen gehen mussten, damit Frauen heute mehr Rechte haben.

Season for Scandal ist ein wunderschönes Buch, das viel Charme versprüht und mit einer ruhigen Spannung daherkommt. Eine Zeitreise zu starken Frauen!