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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2026

Geheimnisvolle Schattenmagie

Shadowrunner 1. Aufbruch ins Reich der Schatten
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Da Quinn laut Aussage ihrer Eltern das Sonnenlicht nicht verträgt, wird sie zu Hause unterrichtet und wächst abgeschirmt von der Außenwelt – ohne Freunde – auf. Bis sie eines Tages das Haus verlässt und ...

Da Quinn laut Aussage ihrer Eltern das Sonnenlicht nicht verträgt, wird sie zu Hause unterrichtet und wächst abgeschirmt von der Außenwelt – ohne Freunde – auf. Bis sie eines Tages das Haus verlässt und durch einen Schatten in der magische Welt Noctura landet. Dort erfährt sie, dass sie die Gabe besitzt, die Schatten zu beherrschen. Fortan soll sie auf der Akademie für Shadowrunner lernen, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren. Doch warum haben ihre Eltern sie all die Jahre belogen? Und weshalb begegnen ihr einige Lehrer und Schüler mit offener Ablehnung?

Bereits nach den ersten Seiten hat mich das Worldbuilding vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Idee, was sich alles mit Schattenkräften erschaffen lässt, wirkt auf mich neu und außergewöhnlich innovativ.
Quinn – ebenso wie die anderen Figuren – ist vielschichtig und authentisch gestaltet. Besonders Quinn, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Ihre Gedanken und Gefühle sind so greifbar, dass ich mich mühelos in sie hineinversetzen konnte.
Die Handlung bleibt von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und dabei genau auf das anvisierte Lesealter abgestimmt.


Themen wie Einsamkeit, Freundschaft, Mut und Zusammenhalt werden sensibel und zugleich packend aufgegriffen. Besonders spannend finde ich den Gedanken, dass selbst die besten Absichten nicht immer zu den erhofften Ergebnissen führen – ein Aspekt, der viel Raum für Diskussionen bietet. Auch aktuelle Themen wie Klimawandel und Umweltverschmutzung werden auf kreative und stimmige Weise in die Fantasyhandlung eingebunden, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.

Fazit: Ein äußerst spannender Fantasy-Jugendroman mit faszinierendem Worldbuilding, der Lust auf mehr macht. Auf Band 2 bin ich schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Hauptsache Klicks

Belladonnas
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Die Zwillinge Julie und Chloe werden nach dem Tod ihrer Eltern getrennt. Chloe wird adoptiert und wächst bei einem wohlhabenden Ehepaar in New York auf. Sie wird eine gefeierte Influencerin und verdient ...

Die Zwillinge Julie und Chloe werden nach dem Tod ihrer Eltern getrennt. Chloe wird adoptiert und wächst bei einem wohlhabenden Ehepaar in New York auf. Sie wird eine gefeierte Influencerin und verdient damit ihren Lebensunterhalt. Julie hingegen verbringt ihre Kindheit bei einer Tante in ärmlichen Verhältnissen und arbeitet später als Kassiererin. Als Julie ihre Schwester tot in deren Wohnung auffindet, nutzt sie die Gelegenheit und übernimmt kurzerhand Chloes Leben.

Der Klappentext hat meine Neugier geweckt und mich zum Kauf des Buches bewegt. Die erste Hälfte der Geschichte entsprach zunächst voll meinem Geschmack und meinen Erwartungen. Durch die Ich-Perspektive aus Julies Sicht erhalte ich einen intensiven Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Ihre Motive und Handlungen sind gut nachvollziehbar, auch wenn mir ihr Charakter nicht unbedingt sympathisch ist.

Liann Zhang bedient sich dabei einiger Klischees: Die Welt der Influencer wird erwartungsgemäß als oberflächlich dargestellt, mit dem alleinigen Ziel, möglichst viele Klicks zu generieren. Besonders gelungen ist die Darstellung von Julies innerem Wandel, als sie erkennt, dass das Leben ihrer Zwillingsschwester keineswegs so unbeschwert war, wie es zunächst schien. Die Atmosphäre des Buches ist insgesamt düster und bedrückend; Julies Isolation und Einsamkeit sind dabei deutlich spürbar.

Leider hat mich die Handlung in der zweiten Hälfte des Buches verloren, da ich mit diesem Teil deutlich weniger anfangen konnte. Einige Szenen wirkten auf mich eher wie ein Horrorszenario mit Ekelfaktor und spirituellen Anklängen. Der rote Faden geht zunehmend verloren, sodass ich mich am Ende des Buches frage, welche Aussage die Autorin eigentlich vermitteln wollte.

Fazit: Ein vielversprechender Beginn mit kritischen Ansätzen, der in der zweiten Hälfte leider nicht konsequent weitergeführt wird. Daher kann ich keine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Tödliche Prüfungen und düsteres Setting

The Ordeals
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Sophia de Winter ist seit frühester Kindheit durch einen magisches Schwur an ihren Onkel gebunden, dadurch ist sie gezwungen für ihn zwielichtige Aufträge auszuführen. Um sich von dieser Bindung zu befreien, ...

Sophia de Winter ist seit frühester Kindheit durch einen magisches Schwur an ihren Onkel gebunden, dadurch ist sie gezwungen für ihn zwielichtige Aufträge auszuführen. Um sich von dieser Bindung zu befreien, bewirbt sie sich als Studentin an der Killmarth Academy. Doch bevor sie aufgenommen wird, muss sie mehrerer tendenziell tödliche Prüfungen, die sogenannten Ordeals, bestehen.

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, aber nach den ersten Kapiteln hat mich die Erzählung dann doch gepackt. Einige unerwartete Plot-Twists halten die Spannung beständig hoch. Die Atmosphäre ist durch das gesamte Buch hindurch bedrohlich und düster. Verstärkt wird die Grundstimmung durch die Ordeals, die die Anzahl der Studienanwärter schnell minimieren.

Sophia ist eine mutige junge Frau, die sich nicht schnell einschüchtern lässt und für ihre Ziele kämpft. Ihr Charakter ist am tiefgründigsten beschrieben und sympathisch. In sie kann ich mich gut einfühlen. Die anderen Protagonisten hingegen bleiben für mich eher oberflächlich. Auch die Liebesgeschichte packt mich leider nicht wirklich.

Die magische Welt ist faszinierend, wenn auch nicht neu. Die Ordeals werden sehr bildhaft beschreiben und ihre grausame Natur lässt den Leser mitfiebern. Allerdings frage ich mich, warum diese Prüfungen tödlich sein müssen, da Magiebegabte doch so selten sind und daher wertvoll sein müssten. Im letzten Kapitel überrascht das Buch mit einem völlig unerwarteten Showdown, der Lust auf die Fortsetzung macht.

Die Sprecherin des Hörbuchs Sarah Dorsel hat eine sehr angenehme Stimme. Ihre Lesung ist gut verständlich und von de Schnelligkeit genau richtig. Die verschiedenen Charaktere werden unterschiedlich intoniert, so dass ich sie gut auseinander halten kann.

FAZIT: Spannender Fantasy-Roman mit ein paar Mängeln, aber durchaus lesenswert.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Wo sind die Drachen?

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Tamsyn wächst am Hof des Königreiches Penterra als Prügelmädchen der Prinzessinnen auf. Seit ihrer Kindheit erträgt sie die Strafen, die eigentlich ihren königlichen Schwestern gelten. Doch schon bald ...

Tamsyn wächst am Hof des Königreiches Penterra als Prügelmädchen der Prinzessinnen auf. Seit ihrer Kindheit erträgt sie die Strafen, die eigentlich ihren königlichen Schwestern gelten. Doch schon bald werden die Prinzessinnen heiraten, damit endet auch Tamsyns Dienst und ein Leben in Freiheit scheint greifbar nahe zu sein. Doch dann wird sie gezwungen, anstelle einer ihrer Schwester das Ehegelübde mit dem gefürchteten und grausamen Grenzlord Fell zu schwören. Alle ihre Hoffnungen sind damit zunichte und die Reise in eine ungewisse Zukunft steht ihr bevor.

Ich muss zugeben, dass mich das ausnehmend hübsche schwarzrot Cover mit dem dazu passenden Farbschnitt schon vor der Leseprobe in seinen Bann gezogen hat. Doch auch die Geschichte hat mich restlos begeistert und ist für mich eines der ersten Lesehighlights am Beginn des Jahres 2026.

Der einfach zu lesende und flüssige Schreibstil hat es mir leicht gemacht, nur so durch die Seiten zu gleiten. Positiv empfinde ich die wechselnde Erzählperspektive von Tamsyn und Fell. Auf diese Weise wird das gleiche Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und ermöglicht es dem Leser, sich in die Protagonisten einzufühlen. Die Charaktere der beiden sind authentisch und sehr gut beschrieben. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und mit Spannung ihre sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte verfolgt.

Das Worldbuilding ist einfach nachzuvollziehen und nicht kompliziert. Spannend sind die Intrigen am Hof und diplomatischen Schachzüge. Auch die Idee, das Konzept des Prügelknaben in die Geschichte aufzunehmen, hat mich neugierig gemacht.

Zugegeben ist die Handlung teilweise voraussehbar, doch das hat mich persönlich nicht gestört. Ich habe mit Spannung darauf gewartet, wann sich endlich meine Vermutungen bestätigen. Wann kommen endlich die Drachen ins Spiel, es können doch nicht alle vernichtet sein?

Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich freue mich schon auf den zweiten Band.

FAZIT: Ein absoluter Pageturner!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannende Unterhaltung

Das Signal
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Ursula Poznanski beweist mit „Das Signal“ erneut ihr Talent für packende und fesselnde Thriller. Nachdem ich bereits mehrere ihrer Bücher gelesen habe, bestätigt auch dieser Roman meinen durchweg positiven ...

Ursula Poznanski beweist mit „Das Signal“ erneut ihr Talent für packende und fesselnde Thriller. Nachdem ich bereits mehrere ihrer Bücher gelesen habe, bestätigt auch dieser Roman meinen durchweg positiven Eindruck – enttäuscht wurde ich noch nie.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht zugänglich und zieht mich von der ersten Seite an mitten ins Geschehen.
Der Ausgangspunkt der Handlung wirkt zunächst vertraut, da ich bereits mehrere Bücher mit einer ähnlichen Ausgangssituation gelesen habe: Nach einem Unfall, bei dem Viola ein Bein verloren hat, ist sie in ihrem außerhalb von Wien gelegenen Haus isoliert. Ihr scheinbar fürsorglicher Ehemann engagiert für sie eine eher kühle Pflegerin und ist selbst meist beruflich abwesend. Schon früh kommen Viola Zweifel, ob ihr perfektionistischer Mann eine einbeinige Ehefrau dauerhaft an seiner Seite akzeptieren kann. Sie beginnt, ihn zu beobachten und ihm nachzuspionieren – doch auch sie selbst hütet einige Geheimnisse.

Der Thriller ist aus der Ich-Perspektive erzählt, was dazu führt, dass ich mich als Leserin ebenso gefangen fühle wie Viola und mich intensiv in sie hineinversetzen kann. Ihr Charakter wirkt auf mich durchweg glaubwürdig und authentisch. Von der hilflosen Patientin und bemitleidenswertem Opfer entwickelt sie sich zunehmend zu einer selbstbestimmt handelnden Person, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Gerade diese Entwicklung macht das Buch für mich zu einem echten Lesehighlight.

Einige der Plottwists lassen sich im Verlauf der Handlung erahnen, andere hingegen treffen einen gerade zum Ende hin völlig unerwartet.

Fazit: Der Roman bietet eine äußerst spannende und gelungene Variation eines bekannten Genres, die trotz vertrauter Elemente mit überraschenden Wendungen überzeugt. Ein fesselnder Thriller, der bis zum Schluss packend ist. Definitiv eine Leseempfehlung wert!

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