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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2026

Gelungener Auftakt mit einer sympathischen Ermittlerin

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
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Tatort Trelleborg von Mattias Edvardsson ist das erste Buch des Autors, das ich gelesen habe und ganz sicher nicht das letzte.

Die Handlung ist von Beginn an äußerst spannend: Im Jahr 1989 wird in einem ...

Tatort Trelleborg von Mattias Edvardsson ist das erste Buch des Autors, das ich gelesen habe und ganz sicher nicht das letzte.

Die Handlung ist von Beginn an äußerst spannend: Im Jahr 1989 wird in einem Waldstück in Südschweden die Leiche des achtjährigen Robin gefunden. Die junge Polizeimeisterin Gunni Hilding, die selbst noch mit ihrer schwierigen Kindheit und Jugend zu kämpfen hat, wird daraufhin ins Dezernat für Gewaltverbrechen berufen. Es gibt zahlreiche Verdächtige und schließlich scheint der Fall gelöst, doch Gunni bleiben Zweifel. Als 1994 erneut ein Junge ermordet aufgefunden wird, ist sie überzeugt, dass beide Fälle zusammenhängen.

Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil mit den kurzen Kapiteln. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Die Geschichte spielt in einer Zeit ohne Mobiltelefone, was für mich, die ich diese Ära noch selbst erlebt habe, einen ganz eigenen nostalgischen Reiz hatte. Ich fühlte mich zurückversetzt in eine Zeit, in der Rauchen noch allgegenwärtig und Frauen in Führungspositionen längst nicht selbstverständlich waren. Auch die immer wieder eingestreuten Verweise um die Ereignisse rund um die WM 1994 haben zur authentischen Atmosphäre beigetragen.

Gunni ist eine äußerst sympathische und vielschichtige Protagonistin. Man erfährt viel über ihr Innenleben, ihre Unsicherheiten und ihren Umgang mit der eigenen Vergangenheit, das macht sie sehr greifbar und menschlich. Ich hoffe sehr, in Zukunft noch mehr von ihr lesen zu können.

Der Krimi lebt von der Vielzahl an Verdächtigen und überraschenden Wendungen. Gerade wenn man glaubt, der Lösung nahe zu sein, tauchen neue Hinweise auf. Genau dieses Miträtseln liebe ich an diesem Genre. Einziger Kritikpunkt: Das Motiv des Täters wird am Ende meiner Meinung nach etwas zu knapp behandelt. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

FAZIT: Ein gelungener und vielversprechender Auftakt zu einer neuen Krimireihe. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Thriller-Highlight

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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„Der Boss“ von Iliana Xander ist für mich ein echtes Lesehighlight!

Es ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich muss sagen: Es hat mir richtig gut gefallen. Nach einer Partynacht ...

„Der Boss“ von Iliana Xander ist für mich ein echtes Lesehighlight!

Es ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich muss sagen: Es hat mir richtig gut gefallen. Nach einer Partynacht liegt Natalies Freundin Cara im Koma. Die Polizei tappt im Dunkeln. Als Natalie, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, in einer Zeitschrift den Mann wiedererkennt, mit dem Cara in der Nacht zusammen war, beschließt sie kurzerhand, selbst Nachforschungen anzustellen. Durch einen Zufall ergattert sie einen Job als Haushälterin in der Villa des verdächtigen Unternehmers. Die Atmosphäre in der Villa ist beklemmend, unheimlich und bedrohlich. Man spürt förmlich, dass dort etwas nicht stimmt.

Natalie ist eine mutige Protagonistin, die ich wirklich gern begleitet habe. Gleichzeitig wirkt sie stellenweise etwas naiv, da sie sich recht auffällig verhält und dadurch selbst in Gefahr bringt. Genau das macht sie aber auch menschlich und authentisch.

Der Thriller ist von der ersten Seite an wahnsinnig spannend. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgesuchtet, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Besonders gut gefallen hat mir, dass man als Leser ständig miträtseln kann, wer hinter allem steckt. Immer wieder sorgen unvorhergesehene Wendungen für Überraschungen und halten die Spannung konstant hoch.

Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und leicht zu lesen. Man gleitet förmlich durch die Seiten. Die kurzen Kapitel tragen zusätzlich dazu bei, dass man „nur noch ein Kapitel“ lesen möchte. Neben Natalies Perspektive taucht immer wieder eine unbekannte Stimme auf, die das Geschehen noch geheimnisvoller macht und die Spannung weiter steigert.

FAZIT: Ein durchgehend spannender Thriller mit vielen Wendungen und einer dichten Atmosphäre. Für mich ein echtes Highlight und definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Kleine Lebensweisheiten

Zeit für meine Träume
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Dieser Roman ist ein liebenswertes, zugleich nachdenkliches Buch, das auf leichte Weise wichtige Lebensfragen berührt. Im Mittelpunkt steht eine 38-jährige Frau, deren Name nie genannt wird. Sie steckt ...

Dieser Roman ist ein liebenswertes, zugleich nachdenkliches Buch, das auf leichte Weise wichtige Lebensfragen berührt. Im Mittelpunkt steht eine 38-jährige Frau, deren Name nie genannt wird. Sie steckt in einer tiefen Lebenskrise: Ihr Mann hat sie für eine andere verlassen, die zudem ein Kind von ihm erwartet. Ein besonders schmerzhafter Umstand, da sie selbst jahrelang vergeblich versucht haben, Eltern zu werden. Verloren und emotional erschöpft trifft sie eher zufällig auf Lotte, eine lebensfrohe Seniorin, die in einer Senioren-WG lebt.

Lotte verkörpert das genaue Gegenteil der Protagonistin: Mit ihrer positiven Grundeinstellung sieht sie selbst in schwierigen Situationen das Gute. Durch die Begegnung mit ihr und den zwei anderen BewohnerInnen der WG beginnt die junge Frau langsam ihre Perspektive zu verändern. Die Lebensgeschichten der älteren Generation zeigen ihr, dass das Leben selten geradlinig verläuft und auch Fehlentscheidungen ihren Platz haben. Gerade diese Erfahrungen vermitteln Mut und machen deutlich, wie wichtig es ist, nicht in der Vergangenheit zu verharren.

Der Roman überzeugt durch einen flotten, angenehmen Schreibstil und lässt sich sehr gut lesen. Trotz seiner Leichtigkeit besitzt er Tiefgang und regt immer wieder zum Nachdenken an. Humorvolle, pfiffige Szenen wechseln sich mit stillen, berührenden Momenten ab. Eine gelungene Mischung, die den Ernst des Lebens mit einem Augenzwinkern betrachtet.

Besonders schön ist die Botschaft des Buches: den eigenen Weg zu gehen, sich seinen Träumen zu stellen und den Blick bewusst auf das Positive zu richten. Fast wirkt die Geschichte wie ein kleiner Ratgeber, der sich geschickt in eine warmherzige Erzählung kleidet.

FAZIT: Ein Buch, das Mut macht, neue Perspektiven eröffnet und zeigt, dass es nie zu spät ist, dem Leben wieder zu vertrauen. Für mich eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Düster, verspielt und absolut spannend

Darkly
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Schon vorweg: Der Thriller Darkly von Marisha Pessl hat mich restlos begeistert!

Bereits das schwarze Cover mit der leicht holographisch verspielten Zeichnung ist ein echter Hingucker. Das kunstvoll gestaltete ...

Schon vorweg: Der Thriller Darkly von Marisha Pessl hat mich restlos begeistert!

Bereits das schwarze Cover mit der leicht holographisch verspielten Zeichnung ist ein echter Hingucker. Das kunstvoll gestaltete Stundenglas und die filigranen Ranken laden dazu ein, genauer hinzusehen, denn dazwischen verstecken sich viele kleine Details. Diese Verspieltheit spiegelt perfekt die Atmosphäre des Romans wider.

Auch inhaltlich konnte mich das Buch vollkommen überzeugen.
Der Klappentext hat sofort meine Neugier geweckt: Die 17-jährige Dia setzt sich gegen 600.000 Mitbewerber durch und sichert sich einen der begehrtesten Praktikumsplätze bei der legendären Louisiana-Veda-Foundation.
Noch ganz überwältigt von ihrem Glück, findet sie sich mit sechs weiteren Auserwählten auf einer einsamen Insel wieder. Dort müssen sie sich in dem berühmten Darkly-Spiele Walküre beweisen, um das Verschwinden eines ehemaligen Mitspielers aufzuklären.
Doch können sie auch das Geheimnis um die umstrittene, aber geniale Gründerin und Erfinderin dieser Spiele Louisiana Veda lüften?

Dia, aus deren Perspektive der Thriller erzählt wird, ist mir von Anfang an ausgesprochen sympathisch. Sie ist eigensinnig, eigenwillig, auf eine charmante Weise exzentrisch und fast schon altmodisch in ihrer Individualität. Gerade weil sie sich nicht anpasst und konsequent ihren eigenen Weg geht, wirkt sie unglaublich authentisch. Im Vergleich dazu verblassen viele der anderen Figuren, was ihre starke Persönlichkeit nur noch mehr unterstreicht.

Die Handlung ist durchgehend packend. Die Idee, ein Spiel, das ursprünglich als ein Holzbrettspiel konzipiert wurde, in die Realität zu übertragen, ist ebenso faszinierend wie beklemmend. Ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert. Immer wieder sorgen überraschende Wendungen für Spannung, und selbst auf den letzten Seiten hält der Roman noch einen echten Knalleffekt bereit.

FAZIT: Ein ideenreicher, fesselnder Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Für mich ein absolutes Lesehighlight und tatsächlich ein Buch, an dem ich nichts auszusetzen habe.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Spannend, düster und nicht immer leicht zu durchschauen

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Nizzara, Tochter des Königs von Zarr, wächst in einer Welt auf, die von ständigen Intrigen, Machtkämpfen und tödlichen Duellen geprägt ist. Um ihren Thron zu sichern, wird sie von ihrem Vater gezwungen, ...

Nizzara, Tochter des Königs von Zarr, wächst in einer Welt auf, die von ständigen Intrigen, Machtkämpfen und tödlichen Duellen geprägt ist. Um ihren Thron zu sichern, wird sie von ihrem Vater gezwungen, eine Vessel zu tragen, einen nicht abnehmbaren Ring, mit dem der Träger einen Geist an sich binden und dessen Macht und Fähigkeiten nutzen kann.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptcharaktere Nizzara und Dagen erzählt. Ihre Gefühle und Gedanken wirken dabei sehr authentisch und nachvollziehbar. Vor allem Nizzaras Persönlichkeit ist stark, vielschichtig und mir äußerst sympathisch. Obwohl sie den ständigen Repressalien ihres Vaters ausgesetzt ist, versucht sie, Freiräume und Möglichkeiten zu finden, um ihr Mitgefühl und ihre Menschlichkeit zu bewahren. Dabei gerät sie immer wieder in Konflikt mit ihren Pflichten und den an sie gestellten Erwartungen.

Der Weltenbau ist äußerst innovativ und komplex. Der Leser begegnet Wesen aus unterschiedlichen Dimensionen, die bis zum Ende hin rätselhaft bleiben. Im letzten Viertel des Buches werden die Zusammenhänge jedoch zunehmend komplizierter und für mich teilweise schwer zu durchschauen. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Klarheit gewünscht.

Die Atmosphäre des Buches ist durchweg bedrohlich und düster. Die Kämpfe und Duelle sind bildhaft und grausam geschildert, was für mich gut zur finsteren Grundstimmung passt, aber möglicherweise nicht jedermanns Geschmack ist.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich fand sofort in die Handlung hinein, und die Spannung wird konstant hochgehalten, bevor sich die Ereignisse zum Ende hin regelrecht überschlagen. Die Liebesgeschichte zwischen Nizzara und dem Geist Dagen entwickelt sich sehr langsam und findet in einem fiesen Cliffhanger ein abruptes Ende.

FAZIT: Ein spannender Fantasyroman mit innovativem Weltenbau, der zum Ende hin viele Fragen offenlässt. Trotz kleinerer Schwächen spreche ich eine klare Leseempfehlung aus und freue mich bereits auf die Fortsetzung.

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