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Veröffentlicht am 23.12.2024

Steigerung zu Band 1

House of Destiny (Packende Fortsetzung der dystopischen Fantasysaga)
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Averie hat unwissentlich zum Untergang von Eternity beigetragen. Die Aionen sind aufgetaucht und die Hoffnung, die Welten von ihnen zu befreien, schwindet. Ein riskanter Plan zur Rettung reift in ihr, ...

Averie hat unwissentlich zum Untergang von Eternity beigetragen. Die Aionen sind aufgetaucht und die Hoffnung, die Welten von ihnen zu befreien, schwindet. Ein riskanter Plan zur Rettung reift in ihr, und um ihn durchzuführen, muss sie an den Zeitenspielen teilnehmen, die einmal pro Dekade auf Destiny veranstaltet werden. Doch was ist Averie bereit, dafür aufzugeben ...?

Für mich ist House of Destiny eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich emotional noch mehr packen konnte als Band 1. Und das obwohl ich die Entwicklung mit den Zeitenspielen unerwartet fand, und erst nicht sicher war, was ich davon halten soll. Der Plot ging dadurch in eine Richtung, die ich nicht so ansprechend fand. Doch sie wurden gut in das Gesamtkonstrukt eingebettet und haben schnell für Spannung gesorgt, sodass ich dringend weiterlesen wollte. Ich fand es gut, hier eine neue Welt kennenzulernen, generell mehr über das Universum zu erfahren, und gemeinsam mit Averie zu lernen, das eigentlich nichts so ist, wie sie es von Geburt an gelernt hat. Sie macht in dem Buch eine Entwicklung durch, die realisitisch ist und mir gefallen hat.

Auch die anderen Charaktere, ihre Freund*innen und andere, bleiben irgendwie die gleichen und verändern sich doch. Dadurch entstehen auch neue Dynamiken, die das ganze nochmal aufregender machen. Obwohl es sich manches Mal im Kreis dreht, hab ich mich nicht gelangweilt, und es gab einiges Potenzial für Spekulationen. Das Ende war mir mit Bezug auf eine gewisse Beziehungsdynamik zu schnell und ein wenig unglaubwürdig, das fand ich etwas zu schade. Trotzdem hat mich der Cliffhanger extrem mitgenommen und ich kanns nicht erwarten, Band 3 zu lesen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles verstanden habe, es war definitiv Verwirrung da. Aber ich hoffe, das ist Absicht so und klärt sich alles in der Fortsetzung.

Ich hab das Buch extrem gerne gelesen und freue mich auf das Finale! 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Lehrreich, aber nicht belehrend

Und jetzt du.
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Mir hat "Und jetzt du" sehr gut gefallen. Tupoka Ogette schafft es, einfühlsam, aber auch eindringlich zu erklären, was rassismuskritisch denken bedeutet und wie man an sich arbeiten kann. Eingebettet ...

Mir hat "Und jetzt du" sehr gut gefallen. Tupoka Ogette schafft es, einfühlsam, aber auch eindringlich zu erklären, was rassismuskritisch denken bedeutet und wie man an sich arbeiten kann. Eingebettet ist das ganze in Kontext, Erklärungen, eigene Erfahrungen. Dass wir alle rassistisch sozialisiert sind, sollte keine Frage sein. Die Frage ist stattdessen, wie wir damit umgehen. Und ob wir bereit sind, an uns zu arbeiten. Und die Gesellschaft positiv mitzuentwickeln.

Das Buch ist strukturiert in verschiedene Oberthemen, zum Beispiel erklärt die Autorin auch viele Begriffe, die mit Rassismus zusammenhängen, und auch Awendungsorte wie zum Beispiel im Freundeskreis, in der Schule oder im Beruf etc. Dadurch deckt sie vieles ab, nicht alles gleich tief, aber doch genug, um zum Nachdenken anzuregen. Oft gibt es auch am Ende der Kapitel explizite Fragen, die man sich selbst stellen kann.

Ich mag an ihrem Schreibstil sehr, dass sie nahbar bleibt, viel Wissen aus ihrer jahrelangen Expertise, aber auch Persönliches einfließen lässt, und dass ich mich dabei an keiner Stelle von oben herab behandelt habe. Gleichzeitig mit aber deutlich vermittelt wurde, was nicht in Ordnung ist, was sich ändern muss. Da wurde nichts beschönigt, und ich musste oft schlucken. Sie scheint außerdem ganz gut einschätzen zu können, wie ihre Leser*innen (die sicherlich hauptsächlich weiß sind und so auch erwartet) sich fühlen oder reagieren könnten. Denn wenn ich mich mal dabei erwischt habe, mich rechtfertigen zu wollen, hat sie mich genau da abgeholt.

Das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt und war ein weiterer Schritt darin, mich und andere mehr zu reflektieren. Danke dafür.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Rittersage mit starken Frauen

Sisters of Sword and Shadow (Sisters of Sword and Shadow 1)
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Cass hat keine Lust auf ein vorbestimmtes, einengendes Leben mit Ehe und Kindern. Als eines Tages eine Ritterin an ihrem Zuhause vorbeikommt, ergreift sie deshalb kurzerhand die Chance und begleitet sie. ...

Cass hat keine Lust auf ein vorbestimmtes, einengendes Leben mit Ehe und Kindern. Als eines Tages eine Ritterin an ihrem Zuhause vorbeikommt, ergreift sie deshalb kurzerhand die Chance und begleitet sie. Ihr Ziel ist die Schwesternschaft der Seidenritter – ein Orden, der nur aus Frauen besteht, die gemeinsam das Kämpfen lernen, ihre Gemeinschaft schützen und sich ein selbstbestimmtes Leben aufbauen. Zwischen Training, harter Arbeit und aufregenden Ritterturnieren lernt Cass nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst immer besser kennen und beginnt schließlich zu verstehen, dass eine besondere Kraft in ihr schlummert. Doch der Orden ist in ständiger Gefahr, denn es gibt genügend Männer, die ihnen ihre Freiheit nur zu gern nehmen würden ...

Rittertum, aber weiblich. Das bekommen wir in "Sisters of Sword and Shadow" und das gefällt mir wirklich gut. Die weiblichen Charaktere überweigen deutlich und wir begleiten sie in ihrem Alltag und fiebern mit, wie sie alle Herausforderungen bewältigen, die sich ihnen in den Weg stellen. Es wird deutlich gemacht, dass alle die gleichen Chancen haben sollen, und sie trainieren hart, um niemals wieder wehrlos zu sein. Das mochte ich sehr, und es war spannend, wie Cass sich nach und nach in diese Gemeinschaft eingefunden hat. Zunächst hat sie noch mit sich gehadert, doch nach und nach wird ihr klar, dass das ihr Platz ist. Sie wächst über sich hinaus, findet Freundschaften, und lässt sich von den älteren Frauen inspirieren. Generell ist ein großer Fokus, dass sie alle sich nicht länger von Männern unterdrücken lassen wollen, und die gleichen Rechte verdient haben. Trotzdem gibt es erschütternde Szenen, die zeigen, dass sie eben doch in einer Welt leben, die das nicht zulassen will.
Die Turniere sind eine schöne Abwechslung zur Burg, in der der Großteil des Buches spielt, und man spürt richtig dieses Ritter-Feeling und freut sich mit den Frauen, wenn sie siegreich sind.

Inhaltlich fand ich die Geschichte super. Nur leider war der Schreibstil nicht so mein Fall. Es liest sich sehr wie eine typische Rittersage – das heißt, es bleibt recht oberflächlich, die Handlung macht mittendrin teilweise sehr große Sprünge (manchmal sehr unmittelbar), es wird viel zusammengefasst, statt auserzählt, und einzelne Szenen bleiben kurz angebunden. Ich persönlich mag mehr Details, vor allem, um mich den Charkateren verbunden zu fühlen. So blieben Cass und die anderen für mich sehr auf Distanz, etwas unnahbar, nicht ganz ausgereift.

Trotzdem hat die Handlung selbst mich so weit neugierig gemacht, dass ich auf jeden Fall den zweiten Band lesen möchte. Und es gefällt mir einfach, dass wir hier einen typisch "männlichen" Bereich mal ganz neu aufziehen. Gerne mehr davon.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Sehr kurzweilige, interessante Storyline

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Die Mondia ist in Gefahr. Die uralte Weltenbibliothek unter den Straßen von Paris, die für das Gleichgewicht in der Welt sorgt, hat sich verschlossen. Die Rettung ist die letzte Erbin der Ripari – die ...

Die Mondia ist in Gefahr. Die uralte Weltenbibliothek unter den Straßen von Paris, die für das Gleichgewicht in der Welt sorgt, hat sich verschlossen. Die Rettung ist die letzte Erbin der Ripari – die 19-jährige Remy. Die ahnt von nichts und führt ein ruhiges Leben in der Werkstatt hinter dem Blumenladen ihrer Schwester. Doch eines Tages steht der geheimnisvolle Kasimir in ihrer Tür und nimmt sie mit in seine Welt. Plötzlich steht Remys ganzes Leben Kopf und während sie gemeinsam versuchen, eine Lösung für die bevorstehende Katastrophe zu finden, sind ihnen ihre Feinde bereits dicht auf den Fersen ...

Ich hatte viel Spaß mit Silent Secrets und habs wirklich gern gelesen. Von älteren Büchern der Autorin war ich nicht ganz überzeugt, aber die Geschichte klang so gut, dass ich es nochmal versuchen wollte, und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil war auch echt angenehm und kurzweilig, ich bin ziemlich durch die Seiten geflogen und hab mich durch Paris und die anderen Städte führen lassen.

Am Anfang tappt man wie Remy noch etwas im Dunkeln, aber da man nicht nur aus ihrer Perspektive, sondern auch aus der von Sim liest, findet man relativ schnell durch, wie die Mondia und das ganze System funktionieren. Trotzdem bleiben noch genug offene Fragen und Geheimnisse, um es spannend zu machen. Von Büchern und der Bibliothek bekommt man in diesem Band noch nicht ganz so viel mit, da sie eben zu Beginn verschlossen ist. Dafür gibt es Road Trip-artig eine Reise durch einige Ecken von Europa, die die Story temporeich machen und mit einigen Gefahren verbunden sind. Eine Liebesgeschichte ist eher im Hintergrund und kein wirklicher Fokus, hat mir aber auch nicht gefehlt. Die zarte Annäherung passte gut zur Geschichte. Die Nebencharaktere haben nicht allzu viel Raum bekommen, weil Remy und Sim eben viel unterwegs waren, aber sie waren eine schöne Ergänzung und ich hoffe, dass wir in Band 2 mehr von ihnen bekommen.

Insgesamt bleiben auf jeden Fall so einige Fragezeichen was Remys Familiengeschichte, die Novas und einige andere Punkte angeht. Außerdem endet das Buch echt fies, sodass ich der Fortsetzung schon sehr entgegenfiebere und froh bin, dass sie schon bald erscheint. 4-4,5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Bisschen holprig, aber süße Weihnachts-Lovestory

Luis & Dima - Forever our beginning
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Luis hat sich in seinen neuen Nachbarn Dima verguckt. Die Weihnachtszeit in Fountainbridge ist da die perfekte Gelegenheit, Zeit mit ihm zu verbringen. Bei Schlittschuhlaufen, Karaoke-Singen und verschiedenen ...

Luis hat sich in seinen neuen Nachbarn Dima verguckt. Die Weihnachtszeit in Fountainbridge ist da die perfekte Gelegenheit, Zeit mit ihm zu verbringen. Bei Schlittschuhlaufen, Karaoke-Singen und verschiedenen Wettbewerben kommen sie sich näher. Aber Luis ist sich gar nicht sicher, ob Dima überhaupt auf Jungs steht. Und er scheint dunkle Wolken aus seiner Heimat mitgebracht zu haben. Kann Dima seine Probleme lösen und haben Luis und er eine Chance auf Liebe ...?

"Luis & Dima" ist eine süße, queere Weihnachts-Liebesgeschichte. Das winterliche, gemütliche Feeling kommt auf jeden Fall an. Jeden Tag steht etwas besonderes an, überall weihnachtet es und alles ist dekoriert, leuchtet, und gibt einem wohlig-warme Gefühle. Dabei sind die Kapitel abwechselnd aus Luis und Dimas Sicht, und so aufgebaut, dass man sie wie ein Adventskalender lesen kann, weil jedes Kapitel genau ein Dezembertag ist. Das fand ich wirklich schön und es stimmt gut auf Weihnachten ein. Auch fand ich es schön, dass queere Themen über die Liebesgeschichte hinaus ihren Platz gefunden haben. Die Charaktere sind alle sehr süß, haben nicht unbedingt super viel Tiefgang, aber genau richtig für so eine Weihnachtsromance. Das betrifft sowohl die beiden Protagonisten als auch die Nebencharaktere, die dem ganzen noch mehr Leben eingehaucht haben.

Ich muss allerdings sagen, dass ich mich am Anfang lange mit dem Schreibstil schwer getan habe. Ich fand den Einstieg etwas dick aufgetragen; den Prolog, aber vor allem wie Luis Schwärmerei für Dima nach 2 Minuten treffen beschrieben wurde, und dann so Formulierungen wie "es schnurrte in seinem Bauch" etc. Zudem fand ich den Stil manchmal etwas hölzern, die Dialoge wirkten auf mich nicht immer natürlich, und manche Punkte wurden für mich ein bisschen mit der Brechstange an manchen Stellen eingearbeitet. Entweder ist das aber weniger geworden, oder ich hab dann irgendwann doch reingefunden, denn ab der zweiten Hälfte des Buches ist mir das nicht mehr so aufgefallen.

Luis und Dima waren aber sehr süß zusammen. Ich mochte, wie sie miteinander umgegangen sind, wie Luis aber auch für sich eingestanden ist, und wie Dima über sich selbst hinauswachsen musste, ohne sich zu verlieren. Das Ende ist schön, macht glücklich und passt zu Weihnachten.

Eine schöne Lektüre für die Weihnachtszeit, deren Schreibstil mich nicht ganz so überzeugen konnte, ihr Inhalt aber definitiv. 3,5 Sterne.

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