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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Absolut unglaubwürdig.

Wir
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Damals war es „Du“ und heute ist es „Wir“. Drvenkar hat seine Mädels aus dem ersten Teil neu aufgegriffen und sie durch das wilde und unberechenbare und teilweise sehr gefährliche Berlin gescheucht.

Von ...

Damals war es „Du“ und heute ist es „Wir“. Drvenkar hat seine Mädels aus dem ersten Teil neu aufgegriffen und sie durch das wilde und unberechenbare und teilweise sehr gefährliche Berlin gescheucht.

Von „Stinke“ die bei ihrer Tante lebt und keine Eltern zur Verfügung hat, sich selbst mit Kerlen prügelt.

Die junge Rute die was mit einem Kerl am laufen hat, ohne wirklich Bock drauf zu haben.

Schnappi, welche durch ihr Aussehen ständig in eine Schiene gesteckt wird und kein Geheimnis für sich behalten kann.

Nessi die ungewollt schwanger ist und es mehrere Jungen gibt die es sein könnten.

Taja, die anfangs sehr unbekannte, die dann zeigt, dass auch ein Leben mit Geld nicht das wahre ist.

Ein Haufen pubertierender, saufender, Drogen schmeißender, rumvögelnder Jugendlicher in einem Buch mit gefühlt mehr Charakteren als die Bibel und einem Sprachgebrauch, welcher nicht mehr mit der Jugendsprache begründbar ist. Stinke die wirkt als könnte sie nur fluchen und sexuelle Kommentare von sich geben, aber dahinter dann doch eine tiefergehende, philosophische Seite hat. Sie gehörte für mich noch zu den angenehmsten, wenn auch nicht immer einfach zu lesenden Charakteren.

Darüber hinaus gab es Kapitel, wo ein Pfleger in einem ständigen Wortwechsel angemacht wurde. Es gibt nur den Dialog, keine Geschehnisse. Keine Beschreibung, einfach nur der sture Text wie in einer Theateraufführung ohne Anweisungen was die Personen zu tun haben.

So wirkt das Buch für mich einfach wie dahingerotzt. Der Autor hat sich sicherlich einige Gedanken gemacht und Mühe es so dermaßen in die Extreme zu bringen.

Aber darüber hinaus frage ich mich wo die Logik bleibt und er seine Geschichte selbst glaubt. Ein Erwachsener der seine minderjährige Tochter wochenlang alleine lässt und dann mit offenem Bruch aus dem Haus kriecht? Im Anschluss den dicken SUV zur Verfügung stellt, weil er keinen RTW will? Fremde Kids die ein Mädel, fremd, mit der Verspa nach Hause bringen wollen und denn Anschiss ihres Lebens kassieren? Kids die ihre Freundin aus der psychologischen Hilfe einfach so rausholen können?

Gefühlt werden die Erwachsenen als gestörter noch als die Kids dargestellt. Ich konnte mir leider nicht weiterhelfen und hab das Buch auf der Seite 174 abbrechen müssen. Tut mir leid, aber ich dachte ich bekomme einen Thriller und keinen gestörten Fantasyroman auf härtesten Drogen.

Veröffentlicht am 05.05.2025

"Ich bin dein bester Freund" - sagte mir die Droge und sah mir in die Augen

Roxy
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Wir befinden uns in einem leerstehenden Haus. Ein Mensch wird wiederbelebt. Naloxon kämpft und gibt nicht nach. Erfüllt die Pflicht, welches es hat. Die Sanitäter können Naloxon nicht sehen. Wie es kämpft, ...

Wir befinden uns in einem leerstehenden Haus. Ein Mensch wird wiederbelebt. Naloxon kämpft und gibt nicht nach. Erfüllt die Pflicht, welches es hat. Die Sanitäter können Naloxon nicht sehen. Wie es kämpft, in den Blutadern, auf dem Weg durch das Herz. Doch die Person stirbt. Sie wird erwähnt. Es ist Ramey, I.

Zwei Monate zuvor, wir lernen Isaac und Ivy Ramey kennen. Und nein, es ist nicht ersichtlich wer von den beiden gestorben ist, dies erfahren wir erst zum Ende des Buches. Aber wie kommt es dazu? Geschwister, unterschiedlich wie Tag und Nacht. Isaac will studieren, hat einen Plan. Doch es ist ein sehr schwer erreichbarer, da die Chancen dafür gering sind. Also hofft er auf ein Sportstipendium.

Seine Schwester Ivy, dass schwarze Schaf der Familie, welche den Eltern im Job nicht helfen mag und welcher die Schule egal ist. Partys, Drogen, ein beknackter Dealer als Freund. Das Gegenteil von Isaac.

Doch dann begegnen sie beiden einer Welt, Psychopharmaka, mit denen sie vorher niemals gerechnet haben. Isaac lernt Roxy kennen (Titelblatt die große Frau), sie verkörpert Oxycodon, dass Schmerzmittel und wird von ihr abhängig. Ihrer Wirkung, ihrer Worte, sie sagt ihm wie wichtig er für sie ist, wie sehr sie ihn liebt. Sie ist menschlich für ihn, auch wenn wir sie nicht sehen, so steht sei neben ihm, gibt ihm die Hand, gibt ihm Ruhe vor den Schmerzen und dem Stress des Alltags.

Ivy wird ADHS diagnostiziert, ihre Eltern sind es leid ihr Verhalten zu akzeptieren. Noch ist sie 17, also geht es zum Psychologen. Dort wird sie Addison bekannt gemacht, dass Aufmerksamkeitssteigende Mittel Adderall. Er bringt sie durch die Schule, die Noten werden besser, die Freunde uninteressant. Ivy erarbeitet sich Chancen.

Doch was die beiden Jugendlichen nicht sehen, ist der Wettkampf der Medikamente, welche als Droge fungieren. Es gibt einen Club, da sind sie alle, jede Nacht. Bringen ihre Errungenschaften hin, verlieren diese oftmals an den Boss. So will Addison nicht mehr der Streber sein, der immer nur ihren Job macht. So geht er eine Wette mit Roxy ein, welche gerne gewinnt und der Gewinn ist die vollständige Abhängigkeit ihres Opfers, bis in den Tod.

Beide verfallen den Drogen und dem Missbrauch schneller als sie schauen können und merken dies nicht mal. Bis das Drama seinen Lauf beginnt zu nehmen.

Die beiden Shusterman´s haben mit diesem Buch einen neuen Knüller im Bereich der Dystophie/High-Fantasy geschrieben. Man muss sich vorstellen, dass die Drogen wie Menschen sind. Sie unterhalten sich mit dir, berühren dich und du denkst sie sind echt. Aber niemals ist ein dritter dabei, der sie sehen kann. Ihr seit gemeinsam, immer zu zweit. Ihr seid füreinander da.

Dabei handelt es sich um Chemikalien welche zum Teil synthetisch gebaut wurden und manche die aus der Natur kommen. So gibt es die Aufputschmittel wie Addison oder seine Schwester Rita (Ritalin) aber auch die Droge Crys (Crystal Meth), neben den Schmerzmitteln Roxy, neben ihren Verwandten Vic (Vicodin) oder Phineas (Morphium) mit dem Familienoberhaupt Hiro (Heroin) und nicht zu vergessen die Halluzinogene wie LSD, MDNA und Marihuana. Aber auch die gängigste Droge Alkohol namens „Al“ dürfen bei der Party und im Buch nicht fehlen.

Die Kapitel werden aus der Sicht von Ivy, Isaac, Roxy und Addison beschrieben. Hin und wieder gibt es eine chemische Zusammensetzung welche eine Droge oder ein Medikament darstellen und wo diese aus der Ich-Perspektive von sich erzählt. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar wo diese aufgelistet sind, mich hatte es aber gereizt zu raten wer es ist und habe es dann im Internet herausgesucht.

So hat jedes Kapitel welches mit einer Zahl beginnt noch eine tolle Aufmerksamkeit. Es sind einzelne Buchstaben gelb und dick hinterlegt. Diese lassen sich zu einem oder zwei Worten, passend zur Thematik und dem Schwerpunkt des Kapitels verbinden. Man kann diese mitschreieben oder zum Ende einfach nachlesen.

Das Buch ist für mich sehr gelungen. Das Cover ist der Wahnsinn. Der Kampf der Drogen ihre Aufgabe, ihrer Bestimmung zu folgen und sich dann darin verlieren um sich zu beweisen, war super. Die Kids welche zeigten wie schnell eine Abhängigkeit entsteht, wie blind die Familie dafür ist.

Dann die chemischen Hauptdarsteller, wie sie über ihre Familie und Verwandtschaft denken und über den Sinn ihrer Existenz. Warum soll ich heilen? Warum kann ich nicht stärken? Warum soll ich mich an meine Aufgabe halten?

So weiß Roxy, dass sie heiß und begehrt ist, aber sie sagt von sich selbst das „nichterfüllend“ ist.

Für mich ist es ein Highlight für 2022 und ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Auch jüngeren Lesern ab 14, einfach der Abschreckung schon wegen. Und ältere Leser werden auch ihre Zeit nicht als verschwendet sehen, denn dass Schrecken des Buches ist alterslos. Denn Abhängigkeit kennt kein Alter und keine soziale Schicht.

Oder wie sagt Roxy es:

„Wir existieren nicht als Dinge, sondern als Ereignisse in der Zeit“.

Veröffentlicht am 05.05.2025

In einer Welt, wo du einsam bist, findest du deine Familie in der dunkelsten Stunde.

Die Gilde der Schatten
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Farisio ist ein 20-Jähriger Kuftari, welcher in der Menschenwelt ein etwa 16-Jähriger Junge ist, und in dem windigen Land Wirilat lebt. Als Halbwaise zieht er durch die Straße, auf der Suche nach Antworten ...

Farisio ist ein 20-Jähriger Kuftari, welcher in der Menschenwelt ein etwa 16-Jähriger Junge ist, und in dem windigen Land Wirilat lebt. Als Halbwaise zieht er durch die Straße, auf der Suche nach Antworten und einen Platz wo er leben kann. Von seiner Mutter verstoßen und auf eine ganz besondere Art und Weise misshandelt wurden, fühlt er sich alleine. Bis er ein kleines Mädchen in einer Mülltonne findet. Die kleine, bei uns einem Kleinkind gleich, nimmt er auf und nennt sie Ileija. Er hat kein Dach über dem Kopf, kein Geld, aber er nimmt sie auf.

So wird er von den Mitgliedern der Gilde der Schatten entdeckt. Denn seine Fähigkeiten in ein Haus einzubrechen sind bemerkenswert. So wird er gezwungen der Probezeit von zwei Monaten nachzukommen, denn Ileija wurde als Druckmittel entführt. Farisio tritt als Koll der Gilde bei.

Dort erfährt er die Wahrheit über die Gilde welche nach außen hin aus Mördern und Dieben besteht.

So erfahren wir von einer Welt der Magie, der Mächte, geheimer Helfer, Freundschaft und Verantwortung.

Die Geschichte ist sehr bildlich geschrieben und liest sich flüssig. Eine kleine Geschichtsstunde und ein wunderbares Glossar geben die Charaktere, die Domänen und die Besonderheiten der Kuftari wieder. So das dem Leser keine großartigen Fragen mehr offenbleiben. Die Autorin hat dabei so gutes Lob zum Buch erhalten und mehrfach die Bitte um eine Fortsetzung, so dass uns die Splitterwelt in Zukunft nochmal begegnen wird.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Für jeden was dabei, von Warm bis Kalt, von Früchten über Tee, vegan oder vegetarisch

Alkoholfreie Drinks
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Es gibt viele Menschen, gerade in meinem Bekanntenkreis, welche ungerne alkoholische Cocktails trinken. Gründe um auf Alkohol zu verzichten gibt es viele. Aber warum deswegen auf Cocktails verzichten? ...

Es gibt viele Menschen, gerade in meinem Bekanntenkreis, welche ungerne alkoholische Cocktails trinken. Gründe um auf Alkohol zu verzichten gibt es viele. Aber warum deswegen auf Cocktails verzichten? Denn mit Säften, Sirup, Tee und alkoholfreien Varianten von u.a. Sekt kann man sich dennoch leckere und farblich gut ansprechende Getränke Mixen.

So haben die beiden Autorinnen gemeinsam die sogenannten Minutendrinks in diesem Buch zusammengefasst. Bis auf wenige Ausnahmen ist innerhalb von wenigen Minuten und mit wenigen Handgriffen der schnelle Drink für die Couch oder der nächsten Party geschaffen.

So beginnt das Buch mit einer tollen Übersicht, welche Gläser es gibt und welches wofür ist. Natürlich kann man in jedem Glas welches zu Hause vorrätig ist die folgenden Rezepte zubereiten. So startet das Buch mit der leckeren Sommerbar welche wunderbar kühl und erfrischend an den heißen Tagen ist. Viele Rezepte haben hier als Basis gekühltes Wasser.

Wer Früchte mag wird hier ebenfalls seine helle Freude finden. Von A bis Z ist alles dabei und schön frisch sollten diese sein. Damit der pure Genuss sich zeigen kann. Aber auch das Kapitel Weinbar und dann auch gezielt die Cocktailbar sind Bestandteil. Wer einen alkoholfreien Tequila Sunrise sucht, wird hier fündig. Viele Rezepte brauchen nur drei oder vier Zutaten, wenige etwas mehr. Aber so mancher Sirup kann auch selbst auf Vorrat erstellt werden und dazu gibt es die passende Anleitung.

Das Rad des Jahres Endet dann mit einer schönen Winterbar, wo wir auch mit warmen Varianten die kalte Zeit wunderbar ohne Glühwein überstehen kann. Von der Kaffeevariante, über Tee und Früchte ist auch hier alles vorhanden.

Das Buch zeichnet sich aus durch eine schöne Vielfalt, sehr gut erklärte Rezepte und Erklärende Texte. Einziges Manko für mich persönlich war, dass ich Schwierigkeiten hatte, nicht alles Zutaten so einfach, selbst in einer Großstadt, erhalten zu haben.

Empfehlen würde ich das Buch dennoch, denn vielleicht freut sich auch der eine oder andere an den alkoholfreien Sorten, wo dieser sonst die reguläre trinkt.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Coole Story mit großer Erwartung an den zweiten Teil

Emerdale 1: Two Sides of the Dark
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Da ich gar nicht so viel zum Inhalt erzählen mag, um nicht zu viel zu spoilern, gebe ich an dieser Stelle wieder wie es mich emotional getriggert hat. Vor allem mit einer sehr großen Überraschung die überaus ...

Da ich gar nicht so viel zum Inhalt erzählen mag, um nicht zu viel zu spoilern, gebe ich an dieser Stelle wieder wie es mich emotional getriggert hat. Vor allem mit einer sehr großen Überraschung die überaus sympathischen und tollen Charaktere gepaart mit einer sehr spannenden Geschichte.

Taylor kauft man das Schicksal als Opfer der Experimente auf jeden Fall voll ab. Einfach frei sein, ihr Leben zu leben und gleichzeitig Hayden und alles was sie kennt zu vergessen ist unheimlich schwierig. Das sie Jo auf Distanz hält und Teddy nicht vollständig traut, war für mich schon sehr stark nachvollziehbar. Auch wenn man ihr am liebsten sagen würde: Du spendest dem fast täglich Blut und machst dir keine Gedanken darüber? So muss man bedenken, sie kennt es nicht anders und breche mal aus dem Käfig aus den du nur kennst.

Jo der gefallene Star der, dafür das er nur noch wenig Bein auf der einen Seite hat, es echt gut verkraftet. Mehr gestraft ist er ja bald mit seiner Mutter und seinem Ex-Manager plus der Schauspielerkollegin, welche er am besten im Klo ersäuft. Boah war ihr Charakter anstrengend.

Vincent der ihm beisteht, trotz dessen das er keinen Bodyguard mehr braucht und dann diese verhängnisvolle Situation mit Taylor. Sehr interessiert mich hierbei die Andeutung, wo der zweite Teil noch hingehen wird, da wir erfahren wo Vincent seine Fühler drinstecken hat, wenn es um die Dales geht.

Und so kommen wir bei der Kernthematik an. Junge Menschen die mehr tot als lebendig zu Experimenten gezwungen wurden und das sind was sie nun sind bzw. können. Eine tolle Übersicht, aber Vorsicht Spoiler, befindet sich hinten im Buch. Ich finde hier wurde eine sehr schöne Vielfalt an Fähigkeiten und Charakteren aufgebaut. Den Einsatz der Fähigkeiten fand ich super interessant, sei´s im Kampf oder wenn Taylor ein Buch liest und in bequemer Lage das Buch vor sich schweben lässt. Das würde ich auch sehr gerne können.

Die Geschichte entwickelt dabei ein tolles Tempo. Düster zum Start, mit den Kameras, den Wachen, den Waffen. Dann die Flucht. Keine Ruhe in LA finden. Jo kennen lernen und dann geht es nie ruhig zu, sondern immer Actionreich. Aber auch mit viel Humor. Taylors Sprachkenntnisse im Restaurant fand ich dabei super.

Einziger Kritikpunkt war für mich, dass innerhalb von zwei Sätzen mal der Spitzname und mal der volle Vorname viel. So denkt Jo an Taylor in „Lory“ und spricht dann von „Taylor“. Dann wird über „Vin“ in der dritten Person gesprochen und im nächsten Satz spricht man ihn an mit „Vincent“. So ging es im ganzen Buch mit allen Charakteren. Das war für mich ein No-Go.

Aber alles in allem hat es mir sehr gut gefallen und ich freue mich darauf, auch den zweiten Teil zu lesen und hoffentlich dann auch zeitnah 😊