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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2019

Weniger Thriller und mehr Psychodrama

Blood Orange - Was sie nicht wissen
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Wer einen klassischen Thriller erwartet ist hier falsch. Ein Psychodrama würde eher passen. Denn wir lernen die Schicksale zweier Frauen kennen, welche beide sehr unterschiedlich handhaben.

Da wäre die ...

Wer einen klassischen Thriller erwartet ist hier falsch. Ein Psychodrama würde eher passen. Denn wir lernen die Schicksale zweier Frauen kennen, welche beide sehr unterschiedlich handhaben.

Da wäre die Alison. Sie ist Mutter einer Tochter und mit Carl verheiratet. Als Prozessanwältin hat sie nicht die klassischen 9 to 5 Arbeitswoche und ist unter Dauerstrom. Dies führt dazu, dass sie nach Feierabend, zusammen mit den Kollegen, schonmal einen über den Durst trinkt. Ihre Ehe ist bereits seit langem nicht mehr rosig, nur nach Außen wird der Schein gewahrt. Carl ist Therapeut und auf Sexuelle Fälle konzentriert. Nur in der eigenen Ehe scheint er wenig zu investieren. Die Gemeinsame Tochter steht zwischen den Fronten und erlebt auch schonmal die Abwesenheit der Mutter und auch den ein oder anderen Streit.

So hat sie mit ihrem Kollegen Patrick eine Affäre, welche nicht unbedingt mit Blümchensex gleichzusetzten, ist. Immer wieder erfahren wir von Szenen welche mehr an eine Vergewaltigung erinnern als wirklich Lust auf Alisons Seite.

Sie bekommt die Aufgabe Madeleine zu vertreten. Sie ist angeklagt ihren Mann ermordet zu haben. Wir erfahren über eine gewaltvolle Vergangenheit und allen Schikanen. Schneller als sie es wahrhaben will, wird Alison Gemeinsamkeiten sehen.

Die Leser dürfen an dieser Stelle kein Buch erwarten welcher viele Stunden in einem Gerichtssaal stattfindet. Der Prozess um Madeleine ist ein Bestandteil, der Schwerpunkt ist hier aber auf die Geschehnisse und warum ein Mensch diesen Schritt geht. So ist im Mittelpunkt Alison mit ihren Alkohol- und Sexeskapaden.

Viele Szenen sind echt heftig beschrieben und wer Probleme mit Alkoholkonsum oder sexueller Gewalt hat, sollte dieses Buch nicht lesen. Alles in allem ist es für mich ein Drama, denn es zeigt wohin kranke Menschen sich entwickeln können und wie sie die Umwelt mit hineinziehen. Alles in allem ein gutes Buch, welches auch rasant gelesen ist.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Schöne, schnell gelesene Liebesgeschichte

Bleib doch, wo ich bin
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Wenn ich etwas nicht bin, dann ist ein Fan von Liebesromanen. Aber hier muss ich sagen bin ich positiv angetan. Denn neben der Zeit des Zusammenkommens, der Nähe und der vielen körperlichen Situationen ...

Wenn ich etwas nicht bin, dann ist ein Fan von Liebesromanen. Aber hier muss ich sagen bin ich positiv angetan. Denn neben der Zeit des Zusammenkommens, der Nähe und der vielen körperlichen Situationen hat das Buch einen wunderbaren Humor gehabt.

Ich als Kölnerin, kann Lasse schon verstehen, wenn ihm die Großstadt auf die Nerven geht. Gerade die Geschichte um seine Ex fand ich schon echt übel. Mit der falsch geknöpften Bluse ihn noch für doof verkaufen und dann noch dieses Pseudogeschwatze. Ne, da wäre ich auch geflohen. Seine bodenständige und so emotionale Seite fand ich schon total süß. Ganz der Typ Mann wie ich ihn mag und somit konnte der Charakter bei mir nur punkten.

Kaya in dem kleinen Dorf, das passt irgendwie. Ich bewundere sie, dass sie sich ihren Traum erfüllt hat und die Buchhandlung aufgemacht hat. Das mit ihrem Ex ist ja auch ne harte Nummer und umso mehr freut man sich auch hier das sie mal weg von ihren One-Night-Stands kommt und ne handfeste Beziehung für sich findet.

Ihr bester Freund Rob tut mir schon leid. Er ist halt in der klassischen „Friendzone“. Hier würde man sich wünschen das auch er mal eine Frau findet, die zu ihm passt. Gerade ihr vorheriges rumspringen durch die Betten und sich das anhören müssen, ist ja echt anstrengend und ziemlich deprimierend. Als guter Freund und fabelhafter Tierarzt war mir auch sein Charakter sehr angenehm zu lesen.

Kleines Highlight mit Schockmoment ist für mich Achterbahn. Ich liebe so kleine Miniponys

Alles in allem habe ich das Buch in gut drei Tagen verschlungen. Es war sehr flüssig zu lesen. Die Geschichte hat einen roten Faden und nicht einmal in sich gestockt. Die Sexszenen waren nicht jugendfrei, darüber hinaus aber für jedermann Alters schön zu lesen. Gerade der Humor im Buch hat mir sehr gut gefallen. Es gab viele Stellen wo ich schmunzeln musste.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Überlänge in ihrem schlimmsten Zustand

Clans of London, Band 1 - Hexentochter
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Ganz kurz zusammengefasst, weil ich muss nicht das ganze Buch wiedergeben wie andere Leute, geht es um eine 17-jährige die eine Hexe ist und nichts von ihrem Glück weiß. Sie ist allein auf der großen bösen ...

Ganz kurz zusammengefasst, weil ich muss nicht das ganze Buch wiedergeben wie andere Leute, geht es um eine 17-jährige die eine Hexe ist und nichts von ihrem Glück weiß. Sie ist allein auf der großen bösen Welt und lässt niemanden an sich ran. So ist ihre Mitbewohnerin die einzige Bezugsperson, welche sie hat. Um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern kellnert das Mädchen und hat das Pech, das ihre Mitbewohnerin gerne Party machen gehen will und dem ein oder anderen Kerl schonmal die Zunge in de Hals steckt. Umso schlimmer das sie nun von einem angesprochen wurde. Eine absolut unverschämte Abfuhr, welches generell ihren Charakter im ganzen Buch wiederspiegelt, zeigt dem Jungen erstmal die Grenzen auf. Ash ist natürlich wenig begeistert, da er gar nichts böses vorhatte. Denn er wird ihr verhelfen die Hexe, welche sie ist, frei zu setzen. Wenn es denn so einfach wäre. So kommt zu der bestehenden Problematik, sonst wäre das Buch ja schon zu Ende, noch Hilfe vom Voodookollegen Henri (gesprochen Ori). Also hier nicht wundern, wenn jemand Henri sagt und die anderen Ori.

So kommt es nun zum Drama das Caroline in nächster Zeit stirbt, wenn die Kräfte nicht freigesetzt werden. Zudem die schlimmem Migräneähnlichen Kopfschmerzen. – Drama 1

Beide Kerle wollen sie haben. Natürlich nur um Händchen zu halten. Dabei sind beide best friends. – Drama 2

Somit entwickelt sich das große Drama für den Leser oder auch Zuhörer. Ich muss leider sagen zuhören war echt schwierig. Eine sehr gute Synchronsprecherin hat eine kleine, unreife und sehr zickige Person geschafft so viel Leben einzuhauchen, dass man denkt das Kind steht neben einem. Selten habe ich einen so nervigen Charakter erlebt. Zuletzt war es in einer Serie, in der man jeden Moment hoffte, die Person stirbt gleich. Aber wie auch hier wäre dies sinnbefreit. Daneben stehen zwei junge Kerle, die ihr helfen wollen. Welche Absichten dahinterstehen mal beiseitegelassen. Im wirklichen Leben hätten beide der Alten ein Tritt in den Allerwertesten gegeben und sie für ihre charakterlichen Schwächen stehen gelassen. Hier muss aber eine Liebesgeschichte entstehen, also lassen sie sich beleidigen, anzicken und demütigen.

Die Geschichte nimmt dann fast schon einen Platz in der zweiten Reihe ein. Denn eigentlich steht ihr kindlicher Charakter durchgängig im Mittelpunkt und alles andere verschwindet förmlich. Man könnte in dem Spiel auch gut ein Trinkspiel für ihre Launen einbauen. Aber dann kann man sich sehr zeitnah ins Krankenhaus bringen lassen, um sich dort den Magen auspumpen zu lassen.

Die Geschichte selbst ist wie gesagt kurz zusammengefasst: Problem groß, kaum lösbar, irgendwann kommt ein Ende. Wie dies aussieht kann ich leider nicht sagen, da es mir bei 70 % gereicht hat. Klar wirkt das nun einfach so dahingerotzt. Aber leider ist es auch innerhalb des Buches so. Versuche voran zu kommen sind kaum gegeben. Es ist wie ein Kaugummi, nach all der Zeit sind die Herrschaften gerade mal zwei drei Meter an ihr Ziel herangekommen.

Einzig allein die Sequenzen wo man böse Menschen / Hexer? Hört welche den Tod des Mädchens wollen, ist nichts, aber wirklich überhauts nichts am Passieren.

Alles in allem ist es für mich ein Buch gewesen, wo ich mir mehr erhofft habe und leider vollständig enttäusch wurde. Ich bin froh es über eine kostenlose Probemitgliedschaft gehört zu haben, denn Geld hätte ich dafür definitiv nicht ausgeben wollen.

Wer also auf Bock auf charakterliche Schwächen und eine lieblose Story hat und sich daran nicht stört, kann sich das Buch antun.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Zu blutig, zu langamtig, zu viel Unlogik

DOORS ? - Kolonie
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Das Buch beginnt auf den ersten 80 Seiten mit einem Einstieg, welcher bis auf kleine Details in allen drei Teilen identisch ist. Wir werden sofort in die Story mit reingenommen, wo wir erfahren das eine ...

Das Buch beginnt auf den ersten 80 Seiten mit einem Einstieg, welcher bis auf kleine Details in allen drei Teilen identisch ist. Wir werden sofort in die Story mit reingenommen, wo wir erfahren das eine junge Frau in Gefahr ist. Sie spricht von Türen und unheimlichen Geschehnissen. Der Entscheidung welche Türe sie nehmen will. Es handelt sich hierbei um Anna-Lena von Dam, die Tochter eines reichen Mannes, welche seit geraumer Zeit verschwunden ist. Ihr Vater weiß das sie in einem Höhlensystem unter einer Villa ist und sich dort Türen befinden, welche nicht vergleichbar mit einer normalen Zimmertür sind.

Daher stellt Herr van Dam einen Suchtrupp aus unterschiedlichen Spezialisten zusammen.

Hier haben wir Exmilitäranhänger, Höhlenforscherin, einen Geologen, einen Parapsychologen, einen Personenschützer und eine Hellseherin. So unterschiedlich die Gruppe erscheint, so hat jeder von ihnen einen festen Grund dabei zu sein. Selbst bei der Hellseherin wird später klar warum diese angeheuert wurde.

Hier erfahren wir in kleinen Szenen das sich der ein oder andere schon kennt, wegen einer gemeinsamen Vergangenheit oder dem ein oder anderen Geheimnis, welches sie haben. Auch liest man gut zwischen den Zeilen das nicht jeder die Person bzw. der Experte ist der er zu sein scheint.

In diesem Band springt die Suchgruppe durch eine Tür, welche sie in eine andere Version von Deutschland in der Vergangenheit bringt. Wir befinden uns im Jahre 1944, Nazi-Deutschland hat früh kapituliert, die USA haben kolonialgleiche Kontrolle über Europa übernommen und drohen dem Widerstand, angeführt von Russland, mit einem Atomschlag. Will Viktor überleben, muss er diesen Wahnsinn stoppen - um jeden Preis! Hier müssen sich unsere Protagonisten als Russen ausgeben, um nicht sofort erschossen zu werden. Immerhin landen sie in der Silvesternacht in einer Kolonie von betrunkenen und feiernden Amerikanern, welche erst schießen und dann fragen.

Zeitgleich findet ein aufeinandertreffen einer merkwürdigen Kreatur und van Dam in der Villa statt.

Ich fand den Band insofern gut, das man hier etwas mehr von der merkwürdigen Kreatur erfährt und die Geschichte der Türen aufgegriffen wird. Der Versuch der Truppe einen Angriff durch eine Atombombe zu vereiteln ist ja schön und gut, aber damit verändern sie die Geschichte in dieser Parallelwelt, was ich persönlich etwas dumm finde, den das Hauptziel Anna-Lena zu retten rutscht in den Hintergrund. Zudem fand ich den Band etwas zu blutig und die Art wie Charaktere sterben echt ekelhaft. Das hat nichts mehr von Horror, sondern nur von billigem Splatter.

Alles in allem war es mir der Band einfach zu trocken, zu geschichtslastig und die Charaktere nicht greifbar. Da es mein erster Band war, hatte dieser mir die Reihe auch sehr unschmackhaft werden lassen. Leider kann ich daher nur einen Stern geben, da ich aber alle drei Bände zeitglich gekauft habe, wurden alle drei gelesen.

Wie auch bei den anderen Teilen, ist unterm Strich, das Buch einfach zu teuer, wenn man bedenkt, das die ersten 80 Seiten für umsonst bereits, vorab lesbar waren.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Interessanter Einstieg, welcher leider nicht zu so interessanten Büchern führt

DOORS - Der Beginn
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Vorab möchte ich hier anmerken, dass es sich um lediglich um die ersten 80 Seiten handelt, welche in allen drei Hauptbüchern vorzufinden sind. Es muss daher nicht separat dieses Buch angeschafft werden.

Wir ...

Vorab möchte ich hier anmerken, dass es sich um lediglich um die ersten 80 Seiten handelt, welche in allen drei Hauptbüchern vorzufinden sind. Es muss daher nicht separat dieses Buch angeschafft werden.

Wir werden sofort in die Story mit reingenommen, wo wir erfahren das eine junge Frau in Gefahr ist. Sie spricht von Türen und unheimlichen Geschehnissen. Der Entscheidung welche Türe sie nehmen will. Es handelt sich hierbei um Anna-Lena von Dam, die Tochter eines reichen Mannes, welche seit geraumer Zeit verschwunden ist. Ihr Vater weiß das sie in einem Höhlensystem unter einer Villa ist und sich dort Türen befinden, welche nicht vergleichbar mit einer normalen Zimmertür sind.

Daher stellt Herr van Dam einen Suchtrupp aus unterschiedlichen Spezialisten zusammen.

Hier haben wir Exmilitäranhänger, Höhlenforscherin, einen Geologen, einen Parapsychologen, einen Personenschützer und eine Hellseherin. So unterschiedlich die Gruppe erscheint, so hat jeder von ihnen einen festen Grund dabei zu sein. Selbst bei der Hellseherin wird später klar warum diese angeheuert wurde.

Hier erfahren wir in kleinen Szenen das sich der ein oder andere schon kennt, wegen einer gemeinsamen Vergangenheit oder dem ein oder anderen Geheimnis, welches sie haben. Auch liest man gut zwischen den Zeilen das nicht jeder die Person bzw. der Experte ist der er zu sein scheint.

Die Anfangsszenerie vor den Türen fand ich etwas verwirrend, wird aber später in den drei Hauptbüchern verständlich.

Warum Anna-Lena da unten ist, wo die Kollegen nur mit Kletterausrüstung hinkommt, warum sie in einem Abendkleid dort ist, das erfährt man alles erst in den drei Geschichten, welche alle für eine Tür stehen und einem anderen Ort zu einer anderen Zeit. Wer hier also erstmal Fragenzeichen vor Augen hat, der soll sich davon nicht beirren lassen, die hat erstmal jeder. Warum es bereits Tote mit Profiausrüstung gibt, warum die Türen Markierungen haben, all das erfährt man in den jeweiligen Bänden.

Kleiner Spoiler:

Ich empfehle den einzelnen Vorband nicht zu lesen, da die drei Startbücher kleine Unterschiede in der Anfangsstory aufweisen. Hintergrund ist hier, dass immer die Türe genommen wird, wo Anna-Lena sich hinter befindet. Das führt dazu das sie in diesem Band durch Tür A geht. Aber im Band B muss sie durch die Tür B gegangen sein. Im Band C natürlich durch C.

Ende Spoiler:

Ich fand den Einstieg interessant und habe mir daher die drei Bände gekauft. Zu den ersten Seiten kann man wenig sagen, außer dass es stellenweise etwas verwirrend ist und man mit den Charakteren noch Recht wenig anzufangen weiß. Wem die Story gefällt, empfehle ich, erstmal eins der Bücher zu lesen. Denn diese sind dann doch anders als der Einstieg und je nach Buch leider sehr langweilig.

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