Die Prämisse von "Spielverderberin" hat mich generell erstmal angesprochen: Da gibt es dieses freundschaftliche Dreiergespann aus Sophie, Lotte und Romy. Sophie und Lotte wachsen auf dem Land auf, Romy ...
Die Prämisse von "Spielverderberin" hat mich generell erstmal angesprochen: Da gibt es dieses freundschaftliche Dreiergespann aus Sophie, Lotte und Romy. Sophie und Lotte wachsen auf dem Land auf, Romy stößt in der Oberstufe aus München hinzu. Eine Weile nach dem Schulabschluss treffen sich die Drei wieder und es wird klar, dass etwas vorgefallen sein muss. Was genau, wird über den Großteil der Geschichte nicht geklärt, allerdings immer mal wieder angedeutet.
Figuren müssen nicht immer SympathieträgerInnen sein, aber hier hatte ich Schwierigkeiten mit jeder der Freundinnen. Sie schienen mir grundsätzlich zu unsympathisch, zu blass und das war auch einer der Gründe, warum mir das Weiterlesen schwer fiel.
Gefallen hat mir dafür der flüssige Erzählstil, der mich letztendlich doch zum Ende der Geschichte getragen hat.
Für mich eine tolle Grundidee, die Potential verschenkt hat.
"Elf ist eine gerade Zahl" ist ein Buch mit einem hochenotionalem Thema. Paula ist an Krebs erkrankt und schottet sich aufgrund dieses Schicksals von ihrer Mutter Katja ab. Diese leidet auch sehr unter ...
"Elf ist eine gerade Zahl" ist ein Buch mit einem hochenotionalem Thema. Paula ist an Krebs erkrankt und schottet sich aufgrund dieses Schicksals von ihrer Mutter Katja ab. Diese leidet auch sehr unter der Situation. Zugang zu Paula findet sie über das Geschichtenerzählen und einen kleinen Fuchs und ein Mädchen, die einem dunklen Schatten entkommen müssen.
Die Momente im Krankenhaus, wie die ganze Familie an Paulas Schicksal anteilnimmt und versucht, einen Umgang mit dieser Ausnahmesituation zu finden, war total berührend zu lesen.
Die Geschichte in der Geschichte nahm für meinen Geschmack einen etwas zu großen Anteil in der Handlung ein. Ich war gefühlsmäßig ganz gefangen im Leben von Katja und Paula und wollte gerne noch mehr über die beiden lesen.
Für nich war "Elf ist eine gerade Zahl" zwar eine emotionale Lektüre, das Konzept mit der Fantasygeschichte ging aber nicht ganz für mich auf.
Matilda lebt als jüngste Göttin im Untenreich. Hier ist sie der ständigen Gefahr durch andere Götter und Göttinnen ausgeliefert, die einem vergleichsweise wehrlosem Götterkind nach dem Leben trachten, ...
Matilda lebt als jüngste Göttin im Untenreich. Hier ist sie der ständigen Gefahr durch andere Götter und Göttinnen ausgeliefert, die einem vergleichsweise wehrlosem Götterkind nach dem Leben trachten, um sich seine Macht einzuverleiben. Matildas Mutter hat deswegen stets ein wachsames Auge über sie und stellt ihr den Kriegsgott Bade als Verbündeten zur Seite. Dieser ist für die junge Göttin ein heimlicher Vaterersatz und nicht nur derjenige, der ihr ihren Namen gegeben hat, sondern sie auch das Kämpfen lehrt.
Als Heroldin der Götter ist es Matilda allerdings bestimmt, zwischen den verschiedenen Reichen zu wandeln, und so führt das Schicksal sie schnell über die Grenzen des Untenreichs hinaus.
In Schriftrollen liest sie von Vincent, der regelmäßig von ihr träumt. Matilda freut sich jedes Mal, wenn sie von ihm liest und es entspinnt sich eine zarte Freundschaft zwischen den beiden. Sie erforscht ihre Magie weiter, schafft es, Vincent in einem Traum zu besuchen und trifft ihn sogar einmal im Reich der Sterblichen.
Doch auch wenn die beiden eine schicksalhafte Anziehung verbindet – Matilda ist eine Göttin und Vincent ein Sterblicher. Immer wieder werden ihre Leben durch Schicksalsschläge getrennt, doch für Vincents wichtigsten Kampf steht Matilda an seiner Seite. Schon bald lebt die besondere Verbindung zwischen ihnen wieder auf, doch zahlreiche Herausforderungen scheinen ihre Liebe unmöglich zu machen …
Rebecca Ross hat mich schon mit „Divine Rivals“ begeistert. Auch „Wild Reverence“ bezaubert wieder mit seinem magischen, verspielten Schreibstil. Während in der Welt von „Divine Rivals“ die fantastischen Elemente eine untergeordnete Rolle gespielt haben, gibt es in „Wild Reverence“ ein magisches Göttersystem, das je nach Sternenanzahl mehr Macht verspricht und in dem die Götter und Göttinnen sich gegenseitig diese Magie stehlen können.
Wir begleiten Matilda beim Heranwachsen bis zur Entfaltung ihrer Kräfte. Die Geschichte nimmt sich durchaus Zeit beim Erzählen, was man nicht nur an der recht ausführlich beschriebenen Charakterentwicklung merkt, sondern auch an der sich langsam entwickelnden Lovestory, die echter Slow Burn ist.
Wir erfahren sowohl durch die Sichtweise von Matilda, als auch durch die von Vincent, was in den beiden vorgeht. Vincent muss damit leben, dass Matilda für ihre Aufträge oder anderweitige Missionen in Reiche verschwindet, auf die er nie Zugriff haben wird, während Matilda viel Wissen über die Sterblichen fehlt. Ihre langsame Annäherung findet in malerischen Metaphern und emotionalen Momenten statt.
Die Geheimnisse rund um die Götterwelt und Matildas Magie haben zudem den Spannungsbogen aufrechterhalten.
Meine liebste Nebenfigur war Bade und eine der berührendsten Szenen hat für mich mit ihm stattgefunden.
Das Ende ist rund und nimmt Bezug auf Divine Rivals, was mir auch sehr gefallen hat.
Mit „Wild Reverence“ lässt Rebecca Ross wieder einmal die Magie der Worte aufleben und schafft eine Göttergeschichte, zwischen deren Seiten man sich nur zu gerne verliert und dabei in den Figuren wiederfindet.
Ich lese nicht viele Krimis bzw verirre mich nicht häufig in dieses Genre, "Minnesota" hat mich aber positiv überrascht. Die Geschichte überzeugt weniger durch die klassische Ermittlungsarbeit eines Kriminalromanes, ...
Ich lese nicht viele Krimis bzw verirre mich nicht häufig in dieses Genre, "Minnesota" hat mich aber positiv überrascht. Die Geschichte überzeugt weniger durch die klassische Ermittlungsarbeit eines Kriminalromanes, als durch dichte Atmosphäre, starke Figuren und einen flüssigen, schnörkellosen Erzählstil. Psychologische Tiefe verleiht der Handlung weitere Authentizität.
Das Setting ist kühl und rau. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber zielgerichtet, wodurch zwar die actionreichen Szenen fehlen, aber dennoch ein Lesesog erzeugt wird. Gerade das könnte den Roman auch für Leser interessant machen, die sonst einen Bogen um das Genre machen.
Kritisch sehe ich die stellenweise sehr düstere Grundstimmung und ein paar Längen im Mittelteil. Dennoch bleibt die Spannung konstant genug, um dranzubleiben.
Für mich ist "Minnesota" ein intensiver, gut geschriebener Roman, der mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat.
Das Cover von "Rabid" scheint erstmal unscheinbar, die Geschichte lässt aber sofort den typischen, düsteren Stil von Raven Kennedy erkennen, den ich schon bei "The Darkest Gold" so mochte. Die Atmosphäre ...
Das Cover von "Rabid" scheint erstmal unscheinbar, die Geschichte lässt aber sofort den typischen, düsteren Stil von Raven Kennedy erkennen, den ich schon bei "The Darkest Gold" so mochte. Die Atmosphäre ist dunkel und emotional aufgeladen, und genau das macht ihre Bücher für mich so fesselnd.
Die Grundidee fand ich stark. Raven Kennedy schafft es wieder, eine Welt zu zeichnen, die sich gefährlich anfühlt und in der man nie ganz sicher ist, wem man trauen kann. Die Figuren sind kaputt und innerlich zerrissen, an einigen Stellen geht es brutal und emotional her. Auch das erinnert sehr an "The Darkest Gold" und war für mich ein klarer Pluspunkt.
Dafür fühlten sich manche Konflikte allerdings etwas überzogen an und die Spannung im Verlaufe der Handlung flachte auch immer wieder ab. Ob man viel Spice mag, den es ab dem Mittelteil ausführlich gab, ist Geschmackssache.
"Rabid" ist ein starkes, düsteres Buch, das Fans von moralisch grauen Charakteren definitiv abholt, für mich aber auch einige Schwächen hatte.