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Veröffentlicht am 04.09.2023

Gelungener Auftakt mit wunderschönem Setting!

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Als ein skandalöses Video auftaucht, soll Aleksander Skogen für eine Weile untertauchen, bis sich die Wogen geglättet haben. Seine Eltern melden ihn für eine Trekkingtour durch die norwegische Wildnis ...

Als ein skandalöses Video auftaucht, soll Aleksander Skogen für eine Weile untertauchen, bis sich die Wogen geglättet haben. Seine Eltern melden ihn für eine Trekkingtour durch die norwegische Wildnis an, wo er auf Norah trifft, die diese Tour führt. Zwischen ihnen ist vom ersten Augenblick an etwas zu spüren, doch Norahs Herz wurde bereits ein Mal gebrochen.
Wird sie es wieder verschenken, besonders wenn sie weiß, dass Sander nach der Tour nach Oslo zurückkehren wird?

"Skogen Dynasty" von Carolin Wahl ist der erste Band der Crumbling Hearts Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven des dreiundzwanzig Jahre alten Aleksander Skogen und Norah Svendsen erzählt wird.

Sander ist der älteste Sohn der Familie Skogen und wurde sein Leben lang darauf vorbereitet, das Familienunternehmen, die KOSGEN-Keksdynastie, einmal zu übernehmen. Doch das ist nicht sein Traum, und so fügt er sich zwar bisher den Plänen seiner Familie, studiert in England und Deutschland, rebelliert aber auf seine Art und Weise, indem er eine Maske aus Lässigkeit trägt und so tut, als wäre ihm alles egal.
Vielleicht hört seine Familie ihn auch deshalb nicht an, als ein Video auftaucht, dass Sander in keinem guten Licht darstellt und einen Skandal auslöst.
Er soll untertauchen und seine Eltern schicken ihn auf eine Trekkingtour in die Wildnis Norwegens, auf der zu sich selbst finden soll.
Norah lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihren Großeltern und führt mit ihnen Hjerteslag Øyeblikke, das Trekkingtouren anbietet. Doch um das Unternehmen sieht es nicht gut aus und auch Norah muss herausfinden, welchen Weg sie für ihr zukünftiges Leben einschlagen möchte.

Ich mochte Sander und Norah richtig gerne! Sander ist ein Leben in der Öffentlichkeit gewohnt, verbirgt seine wahren Gefühle unter einer Maske, aber wir durften da drunter blicken und einen geduldigen, empathischen und liebevollen Mann kennenlernen.
Norah hat normalerweise die Regel, nichts mit einem Teilnehmer einer von ihr geführten Trekkingtour anzufangen, denn ihr Herz wurde bereits ein Mal gebrochen, was sie immer noch sehr schmerzt. Auch der frühe Tod ihrer Eltern macht ihr immer noch zu schaffen und so hat sie große Angst davor, ihr Herz erneut zu verschenken und sich auf jemanden einzulassen, der sie eventuell wieder verlassen könnte.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam, was aber gut zu Sander und Norah gepasst hat. Am Ende war es mir dann ein wenig zu viel Hin und Her, aber hier hat mir besonders Sander richtig gut gefallen, weil er um Norah gekämpft hat, auch wenn sie es ihm nicht leicht gemacht hat!

Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen und mir hat es richtig gut gefallen, dass wir Norah und Sander auf die Trekkingtour begleiten durften, weil wir so viele wunderschöne Orte Norwegens mit ihnen besuchen konnten! Zum Schluss ging es auch noch nach Oslo und dank Sanders Familienzugehörigkeit gab es noch ein wenig Glamour. Ich hätte allerdings gerne mehr von seiner Familie gesehen, auch weil seine jüngeren Geschwister Elli und Theo ihre Geschichten in den Folgebänden erzählen werden.
Besonders seinen Großvater hätte ich gerne noch besser kennengelernt, da er eine wichtige Rolle gespielt hat, weil er immer noch die Fäden der Firma in der Hand hält. Ich hätte mir zum Ende noch ein klärendes Gespräch mit ihm und Sander gewünscht, das hat mir ein wenig gefehlt.
Insgesamt hat mir das Buch aber echt gut gefallen, auch wenn es ein paar Stellen gab, die mich nicht ganz so fesseln konnten. Am liebsten würde ich sofort mit dem zweiten Band beginnen, denn ich freue mich sehr auf Ellis Geschichte!

Fazit:
"Skogen Dynasty" ist ein gelungener Auftakt der Crumbling Hearts Reihe von Carolin Wahl!
Mir haben Norah und Sander richtig gut gefallen. Ich mochte es, dass sich ihre Liebesgeschichte langsam entwickelt, auch wenn es mir dann zum Ende hin ein wenig zu viel Hin und Her war!
Das Setting ist ein Traum, denn wir lernen nicht nur Oslo kennen, sondern begleiten Sander und Norah durch die wunderschöne Wildnis Norwegens!
Die Geschichte ließ sich richtig gut lesen und hat mir insgesamt richtig gut gefallen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe!

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Veröffentlicht am 02.09.2023

Schwacher zweiter Band, der mich enttäuscht zurücklässt!

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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Seit Quinn erfahren hat, dass er ein Nachfahre ist, musste er sich vielen Gefahren stellen. Als dann aber auch Matilda ins Fadenkreuz geriet, machte er mit ihr Schluss, um sie zu beschützen.
Aber nicht ...

Seit Quinn erfahren hat, dass er ein Nachfahre ist, musste er sich vielen Gefahren stellen. Als dann aber auch Matilda ins Fadenkreuz geriet, machte er mit ihr Schluss, um sie zu beschützen.
Aber nicht nur im Saum muss Quinn sich vorsehen, auch in der wirklichen Welt gibt es viele Rätsel, die er lösen muss, was einfacher ist, wenn er Matilda an seiner Seite hat.

"Was bisher verloren war" ist der zweite Band von Kerstin Giers Vergissmeinnicht Trilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der sechzehn Jahre alten Matilda Martin und des achtzehn Jahre alten Quinn von Arensburg erzählt wird.

Schon der erste Band hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber den zweiten Band fand ich sogar noch schwächer.
Im ersten Band hatte ich das Gefühl, dass ich zu alt für Protagonisten bin, die erst sechzehn Jahre alt sind. Hier haben mir Matilda und Quinn zwar besser gefallen, aber meine Lieblingscharaktere von Kerstin Gier werden die beiden nicht mehr und auch die Handlung konnte mich absolut nicht mitreißen.

Ich weiß gar nicht, wann ich mich zum letzten Mal so zum Lesen motivieren musste und das auch noch bei einem Buch von Kerstin Gier! Das hat schon fast wehgetan, aber diese Reihe ist so gar nicht meins und irgendwie sie fühlt sich an wie eine Mischung aus der Edelsteintrilogie und der Silber-Trilogie.
Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber doch auch kurz darauf eingehen, was mich gestört hat.
Im ersten Band haben wir einen Wasserspeierdämon kennengelernt und nun wandeln wir auch auf den Traumkorridoren. Generell habe ich nichts dagegen, wenn man merkt, dass die Reihen von Autoren im selben Universum spielen, aber hier wirkte es auf mich, als hätte Kerstin Gier keine neuen Ideen und müsste deshalb auf Altbewährtes zurückgreifen, was ich so schade fand! Auch der Saum, ein Ort, an dem durch Vorstellungskraft alles möglich ist, bleibt irgendwie blass, weil man nicht wirklich in die Tiefe geht, immer nur an der Oberfläche kratzt, obwohl wir einen Ausflug in die Schattenstadt, den Untergrund des Saums unternommen haben.

Die Geschichte konnte mich ja auch nicht fesseln, weil gefühlt kaum was passiert ist, man nicht wirklich vorangekommen ist und die Handlung nur so vor sich hin plätscherte. Aus dem Ende des ersten Bandes hätte man mehr herausholen können und es kursiert immer noch eine Prophezeiung über den Weltuntergang, die aber kaum thematisiert wird, obwohl Quinn ein Auserwählter ist.
Ich habe nach dem Lesen des zweiten Bandes noch mehr Fragen als nach dem Auftakt! Ich weiß auch noch nicht, ob ich dem dritten Band lesen werde, obwohl ich schon neugierig bin, ob und wie alles im Finale aufgelöst werden wird. Dieser zweite Band lässt mich echt enttäuscht zurück.

Fazit:
"Was bisher verloren war" von Kerstin Gier ist ein schwacher zweiter Band der Vergissmeinnicht Trilogie.
Mich konnte weder die Welt überzeugen, noch konnte mich die Handlung mitreißen, vielleicht auch, weil kaum Handlung vorhanden war und die Geschichte mehr oder weniger vor sich hin plätscherte.
Ich bin echt enttäuscht von diesem Buch und vergebe zwei Kleeblätter, was echt weh tut, weil ich die Bücher von Kerstin Gier normalerweise echt liebe, aber diese Reihe konnte mich bisher überhaupt nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 25.08.2023

Gelungener Abschluss einer Wohlfühlreihe!

A Place to Shine
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Als Poppy McCarthy nach einem desaströsen Date auf dem Weg nach Hause ist, kommt sie an einer Unfallstelle vorbei und leistet Erste Hilfe, doch ausgerechnet Trace Bradley sitzt in dem Auto.
Trace, den ...

Als Poppy McCarthy nach einem desaströsen Date auf dem Weg nach Hause ist, kommt sie an einer Unfallstelle vorbei und leistet Erste Hilfe, doch ausgerechnet Trace Bradley sitzt in dem Auto.
Trace, den sie an Halloween vor fünf Jahren geküsst hat und für den sie Gefühle entwickelt hat. Trace, der daraufhin einen Song über den Kuss geschrieben hat und damit seinen Durchbruch als Countrysänger geschafft hat.
Als Poppy sich im Krankenhaus als seine Freundin ausgibt, bekommt die Presse Wind davon und um die Aufmerksamkeit zu nutzen und schlechte Presse abzuwenden, sollen die beiden weiterhin ein Paar spielen.
Doch was ist, wenn es sich schon schnell zu echt zwischen ihnen anfühlt?

"A Place to Shine" von Lilly Lucas ist der vierte und letzte Band der Cherry Hill Reihe, der aus der Ich-Perspektive der zweiundzwanzig Jahre alten Poppy McCarthy erzählt wird.

Poppy ist das Nesthäkchen der McCarthy Schwestern und hängt ein wenig in der Luft. Eigentlich wollte sie Jura an der Columbia studieren, doch dann starb ihr Vater und es hat sich für Poppy nicht richtig angefühlt, Cherry Hill zu verlassen. Sie hilft auf der Farm und hat gemeinsam mit ihrem besten Freund Flynn ein Baumhaus-Hotel aufgebaut, das jedoch nur schleppend anläuft.
Auch in der Liebe hat Poppy kein großes Glück, denn ihre letzten Dates waren alle Reinfälle.
Vor fünf Jahren ist sie Trace Bradley näher gekommen, als er nach dem Tod ihres Vaters für sie da war. Sie war gerade dabei, sich in ihn zu verlieben, als er seinen Song Small Town Love veröffentlicht, in dem er über ihren Kuss und ihre Gefühle schreibt, was Poppy ihm nie verziehen hat.

Poppy hat mir richtig gut gefallen! Sie ist nicht auf den Mund gefallen, ist fürsorglich und willensstark. Sie bleibt sich selbst treu und würde alles für diejenigen tun, die sie liebt.
Sie hat es Trace damals sehr übel genommen, dass er ohne ihre Einwilligung einen Song über ihre Gefühle geschrieben hat und ist entsprechend immer noch nicht gut auf ihn zu sprechen und auch nicht begeistert, dass sie für die Presse seine Freundin spielen soll.
Aber die Gefühle, die Trace schon vor fünf Jahren in ihr geweckt hat, sind immer noch da und nun verbringen die beiden mehr Zeit miteinander und lernen sich kennen. Ich mochte die Liebesgeschichte sehr gerne, auch weil ich Trace so gerne mochte!
Er ist freundlich und geduldig und man merkt schnell, dass Poppy ihm nie aus dem Kopf gegangen ist. Das Tempo der Liebesgeschichte war perfekt, nur die Wendung am Ende hat mir nicht so gut gefallen und die Erklärung konnte mich auch nicht komplett begeistern.

Cherry Hill war wieder ein Wohlfühlort, auch wenn wir dieses Mal auch viel Zeit auf Whispering Oaks, der Ranch von Traces Familie verbracht haben. Ich fand es schön, dass wir auch viel von June und Lilac mitbekommen haben. Von Maggy haben wir nicht ganz so viel gesehen, aber das war für mich okay, weil sie für mich nicht so ganz reingepasst hat und auch die Schwestern müssen sich erst an sie gewöhnen, was ja nicht von heute auf morgen geht.

Fazit:
"A Place to Shine" von Lilly Lucas ist ein gelungener vierter Band, der die Cherry Hill Reihe sehr gut abgeschlossen hat!
Ich mochte Poppy und Trace richtig gerne und habe mich auf Cherry Hill richtig wohlgefühlt!
Die Liebesgeschichte hatte ein perfektes Tempo und ich fand es schön, dass wir auch von den McCarthys wieder viel gesehen haben. Ich werde die Schwestern und die Farm sehr vermissen und vergebe vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 23.08.2023

Lässt mich etwas zwiegespalten zurück, aber besonders das Ende konnte mich begeistern!

The Things we leave unfinished
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Vor sechs Monaten ist Georgia Stantons geliebte Urgroßmutter Scarlett gestorben, und sie hat herausgefunden, dass ihr Mann Damian eine Affäre mit einer Frau hat, die nun ein Kind von ihm erwartet.
Nach ...

Vor sechs Monaten ist Georgia Stantons geliebte Urgroßmutter Scarlett gestorben, und sie hat herausgefunden, dass ihr Mann Damian eine Affäre mit einer Frau hat, die nun ein Kind von ihm erwartet.
Nach der Scheidung kommt Georgia zurück nach Poplar Grove, Colorado, um zur Ruhe zu kommen und findet ihre Mutter vor, die das erste und letzte Manuskript von Scarlett verkaufen will, das deren eigene Geschichte erzählt und das sie nie vollendet hat.
Ausgerechnet der Autor Noah Harrison soll das Manuskript beenden, aber er darf kein einziges Wort schreiben, das Georgia nicht abgesegnet hat. Während des Schreibprozesses kommen die beiden sich immer näher und aus den anfänglichen Streitereien wird schnell etwas ganz anderes ...

"The Things we leave unfinished" ist ein Einzelband von Rebecca Yarros, der in der Gegenwart aus den wechselnden Ich-Perspektiven der achtundzwanzig Jahre alten Georgia Stanton und des drei Jahre älteren Noah Morelli und in der Vergangenheit aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven von Scarlett Wright und Jameson Stanton erzählt wird.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da es einfach richtig gut klang! Ich liebe Familiengeschichten, die auf zwei oder mehreren Zeitebenen erzählt werden und ich finde die Zeit des Zweiten Weltkriegs sehr spannend!
Ich habe mich dann aber ehrlich gesagt mit der Geschichte eher schwergetan und lange konnte sie mich auch nicht komplett fesseln.
Die Geschichte springt meist nach jedem Kapitel in die jeweils andere Zeitebene, sodass ich irgendwie Schwierigkeiten hatte, mit den Charakteren so richtig warm zu werden, weil mein Lesefluss immer wieder unterbrochen wurde.
Insgesamt hat mir die Geschichte von Scarlett und Jameson in der Vergangenheit besser gefallen, obwohl ich die Geschichte von Georgia und Noah lieber gelesen habe. Klingt komisch, aber ich fand die Geschichte von Scarlett und Jameson runder, während es mir mit Georgia und Noah zu schnell ging und ich gerne viel mehr Zeit mit ihnen verbracht hätte.

Wir lernen Scarlett und Jameson im Juli 1940 kennen, wo sie beide in Middle Wallop stationiert sind. Scarlett ist die Tochter eines Barons, der seine Tochter gerne verheiraten würde, aber Scarlett hatte schon immer ihren eigenen Willen und dient gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Constance in der Women's Auxiliary Air Force als Plotterin bei den Sector Operations, während der Amerikaner Jameson als Pilot der Royal Air Force dient, auch um den Krieg von seiner Heimat fernzuhalten.
Schon bei ihrer ersten Begegnung ist eine ganz besondere Verbindung zwischen den beiden zu spüren und obwohl um sie herum der Krieg herrscht, wagen sie es und beginnen eine Beziehung. Doch viele Jahre später ist Scarlett in Colorado, wo sie vergeblich auf Jamesons Rückkehr gewartet hat.
Ihre eigene Geschichte hat sie zwar begonnen zu schreiben, hat diese aber nie beendet.
Nun fädelt Georgias Mutter ein halbes Jahr nach dem Tod ihrer Gran ein, dass ausgerechnet Noah Harrison das Buch beenden soll, von dessen Schreibkünsten weder Scarlett noch Georgia eine hohe Meinung haben. Doch Georgia kann erwirken, dass die finale Freigabe bei ihr liegt. Die beiden liegen sich ständig in den Haaren und besonders über das Ende sind sie sich uneins. Soll Scarlett, die erfolgreiche Liebesromanautorin, doch noch ihr Happy End bekommen?

Ich mochte alle Charaktere richtig gerne! Scarlett ist klug und mitfühlend, passt immer auf ihre Schwester auf. Jameson ist charmant und fürsorglich. Die beiden haben sich bewusst entschieden im Krieg zu dienen und machen das Beste aus ihrer harten Situation. Sie versuchen so oft wie es geht zusammenzusein, den Versetzungen und Launen des Schicksals zu trotzen und ihre Liebesgeschichte war wirklich etwas ganz Besonderes!
Georgia wurde von ihrer Urgroßmutter aufgezogen, denn ihre Mutter hat lieber ihr eigenes Leben gelebt, als dieses mit ihrer Tochter zu verbringen, was Georgia natürlich sehr weh getan hat, aber sie hatte mit ihrer Gran den besten Mutterersatz, den sie sich wünschen konnte! Aber als erst ihre geliebte Urgroßmutter stirbt und Georgia dann herausfindet, dass ihr Ehemann Damian eine seiner zahlreichen Affären geschwängert hat, stürzt sie das in ein tiefes Loch, aus dem sie gerade wieder herauskommt, als sie nach Poplar Große zurückkehrt und erfährt, dass ihre Mutter hinter ihrem Rücken den Buchdeal eingefädelt hat.
Georgia hat Probleme zu vertrauen, denn sie wurde immer wieder verletzt.
Mit Noah kommt ein selbstbewusster Mann in ihr Leben, der mit Worten gut umgehen kann und der Georgia wirklich sieht und nach anfänglichen Uneinigkeiten an ihrer Seite ist und ihr hilft, wieder auf die Beine zu kommen.
Ich mochte die beiden auch richtig gerne, aber ich hatte das Gefühl, dass hier richtig viel Potenzial auf der Strecke geblieben ist. Ich wäre beispielsweise gerne dabei gewesen, als Georgia ihre Kunst zum ersten Mal seit Jahren wieder nachgegangen ist, oder habe mir auch gewünscht, dass die beiden gemeinsam mehr über Scarlett gesprochen, oder auch ein wenig recherchiert hätten.
Ihre Geschichte ging mir zu schnell und hätte gerne noch stärker in die Tiefe gehen dürfen. Während Scarletts Geschichte war ich stellenweise echt zu Tränen gerührt und ich habe mir gewünscht, auch bei Georgia und Noah so mitfühlen zu können!

Nach der Hälfte des Buches konnte mich die Geschichte aber ein wenig stärker mitreißen und dann gab es einfach einen absolut genialen Plotttwist, mit dem ich niemals gerechnet hätte und der mich begeistern konnte! Gab es vorher noch Unstimmigkeiten, was die Geschichte von Scarlett und Jameson anging, so wurde durch diese Wendung alles sehr zufriedenstellend aufgeklärt und ich bin auch mit dem Ende von Noah und Georgia echt glücklich. Aber der Weg dahin war nicht immer einfach und so gut ich das Ende auch fand, so ändert das nichts daran, dass ich eben auch nicht ganz glücklich mit dem Buch bin.

Fazit:
"The Things we leave unfinished" von Rebecca Yarros ist ein Buch, das mich zwiegespalten zurücklässt.
Ich bin sehr schlecht in die Geschichte hineingekommen, weil mein Lesefluss immer davon unterbrochen wurde, dass wir nach fast jedem Kapitel in die jeweils andere Zeitebene springen, sodass ich lange gebraucht habe, um mit den Charakteren warm zu werden.
Während des Lesens habe ich immer lieber die Kapitel von Georgia und Noah gelesen, aber insgesamt hat mir die Geschichte von Scarlett und Jameson besser gefallen, weil diese runder war und mehr Tiefgang hatte als die von Noah und Georgia.
Die Geschichte von Jameson und Scarlett konnte mich stellenweise zu Tränen rühren und es gab einen genialen Plotttwist, der mich absolut begeistern konnte, da ich mit dieser Wendung niemals gerechnet habe!
Aber so gut mir das Ende auch gefallen hat, der Weg dahin war nicht leicht.
Ich vergebe schwache vier Kleeblätter, weil ich besonders von Georgia und Noah mehr erwartet hätte, die Geschichte von Scarlett und Jameson mir aber total gut gefallen hat!

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Veröffentlicht am 17.08.2023

Berührender zweiter Band!

Stay Here - New England School of Ballet
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Ein einziger Abend lässt Rayne Bellamys Leben auseinanderbrechen. Nach dem Tod ihrer Eltern weiß sie nicht mehr, wie sie weitermachen soll und zieht nach Boston, um an der New England School of Ballet ...

Ein einziger Abend lässt Rayne Bellamys Leben auseinanderbrechen. Nach dem Tod ihrer Eltern weiß sie nicht mehr, wie sie weitermachen soll und zieht nach Boston, um an der New England School of Ballet zu studieren, so wie einst ihre Mutter. Doch neben dem Tanzen schlägt ihr Herz auch für die Musik.
Als die das erste Mal vor Easton Coleman steht, möchte sie einfach nur den Menschen kennenlernen, mit dem sie Monate lang geschrieben hat. Sie braucht einen guten Freund stärker denn je und sich zu verlieben war nie der Plan.
Doch gegen ihre Gefühle können sie beide nichts ausrichten, aber werden sie ihre Freundschaft aufs Spiel setzen, um ihren Gefühlen nachzugeben?

"Stay Here" von Anna Savas ist der zweite Band der New England School of Ballet Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der achtzehn Jahre alten Rayne Bellamy und des zweiundzwanzig Jahre alten Easton Coleman erzählt wird.

Raynes Vater Liam war ein Sänger und ihre Mutter Laura eine Balletttänzerin, die sich jedoch gegen die großen Bühnen und für die Liebe entschieden hat.
In Rayne schlagen deshalb zwei Herzen: die Liebe zur Musik und zum Tanzen. Doch auch wenn Rayne gut ist, so ist sie auch nicht so talentiert wie ihre Mutter.
Nach dem Tod ihrer Eltern entscheidet sich Rayne trotzdem dafür, ein Studium an der New England School of Ballet zu beginnen und kämpft hart, um mithalten zu können.
Easton ist Sänger der Band We Are No Saints und sie haben einen Song von Raynes Vater gecovert, durch den Rayne auf die Jungs aufmerksam geworden ist. Sie und Easton haben Monate lang hin und her geschrieben und seine Nachrichten haben Rayne nach dem Tod ihrer Eltern bei Verstand gehalten, doch Rayne hat ihm nie ihren wahren Namen verraten.
Nun leben die beiden in der gleichen Stadt und sie lernen sich im echten Leben kennen. Aus ihrer Freundschaft wird schnell mehr, doch was ist, wenn es zwischen ihnen nicht funktioniert und Rayne den einzigen Menschen verliert, der ihr Halt gibt?

Auch der zweite Band der New England School of Ballet Reihe hat mir richtig gut gefallen!
Rayne lernen wir in einer sehr schweren Zeit kennen, denn der Unfalltod ihrer Eltern macht ihr natürlich schwer zu schaffen. Ihr Leben ist auseinandergebrochen und sie weiß nicht, wie sie wieder auf die Beine kommen soll. An der New England School of Ballet wagt sie einen kleinen Neuanfang, doch man merkt schnell, dass es nicht ihr Traum ist, Ballerina zu sein und so fällt ihr das Studium sehr schwer. Rayne liebt die Musik und war zum Teil sehr emotional und innerlich zerrissen. Easton war sehr liebevoll und mitfühlend und ich fand es sehr schön, wir er ihr wieder auf die Beine geholfen hat und immer für sie da war, wenn sie ihn gebraucht hat.
Die beiden schreiben sich über Monate hinweg, sodass sie bereits eine solide Freundschaft entwickelt haben, als sie sich zum ersten Mal im echten Leben treffen und ihre Geschichte hatte das perfekte Tempo!

Ich mochte es dann tatsächlich auch sehr, dass das Ballett hier nicht ganz so stark im Fokus stand wie noch im ersten Band, da Rayne und East beide für die Musik leben und sie ganz andere Ziele und Träume haben als Zoe und Jase! Auch wenn Rayne natürlich an der New England School of Ballet studiert, aber auch hier geht sie einen anderen Weg.
Ich mochte die Jungs der We Are No Saints total gerne und fand es auch schön, dass wir Jase, Zoe und Mae wiedersehen durften und auch schon etwas mehr über Skye und Lia erfahren, die ihre Geschichten in den nächsten Bänden erzählen werden. Ich habe das Gefühl, dass ihre Wege auch noch mal ganz anders aussehen werden, was dafür sorgt, dass ich mich sehr auf die Folgebände freue!

Fazit:
"Stay Here" von Anna Savas ist ein toller zweiter Band der New England School of Ballet Reihe!
Ich mochte die Geschichte von Rayne und Easton richtig gerne und fand es sehr gelungen, dass hier die Liebe zur Musik etwas stärker im Fokus stand als die Liebe zum Ballett, aber es gab trotzdem viele schöne Szenen an der New England School of Ballet!
Rayne und Easton haben mir richtig gut gefallen und so vergebe ich gute vier Kleeblätter und freue mich schon sehr auf den dritten Band!

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