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Chianti

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Veröffentlicht am 10.03.2018

Diese Reihe wird mit jedem Band besser!

Entbrannt
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Phoenix hat es geschafft seine Mutter Lilith aus der Hölle zu befreien, doch er hat ihre Macht unterschätzt und schon nach kurzer Zeit nimmt sie ihm die Zügel aus der Hand. Mit Hilfe der Grigori Schrift ...

Phoenix hat es geschafft seine Mutter Lilith aus der Hölle zu befreien, doch er hat ihre Macht unterschätzt und schon nach kurzer Zeit nimmt sie ihm die Zügel aus der Hand. Mit Hilfe der Grigori Schrift kann sie nun gezielt die Kinder entführen, denen es bestimmt ist Grigori zu werden und sie töten.
Das kann Violet jedoch nicht zulassen und so beginnt sie gemeinsam mit ihren Freunden eine Möglichkeit zu suchen um Lilith für immer loszuwerden..

"Entbrannt" ist der vierte Band von Jessica Shirvingtons Violet-Eden-Reihe und für mich der bisher beste Band der Reihe. Wie gewohnt bleibt es nicht langweilig, sondern geht sofort spannend los. Gemeinsam mit Lilith ist auch Evelyn, Violets Mutter aufgetaucht, was Violets Leben vollkommen auf den Kopf stellt. Sie kann Evelyn nicht verzeihen, dass sie Violet kurz nach ihrer Geburt eingetauscht hat und ihr Schicksal in die Hände von Engeln gelegt hat. Aber Violet ist auch mit der Situation überfordert nach siebzehn Jahren plötzlich eine Mutter zu haben.

Violet ist eine Protagonistin, die ich nur bewundern kann. Schon in den vorherigen Bänden hat sie mich damit beeindruckt, dass sie das Leben ihrer Freunde oft über ihr eigenes stellt. Sie ist aufopfernd und sehr loyal gegenüber den Menschen, die ihr wichtig sind. Sie nimmt bereitwillig jeden Schmerz auf sich, wenn sie weiß, dass es anderen hilft. Diese Eigenschaften werden auch im vierten Band nicht selten gefordert und ich bin überrascht, dass Violet sich nie unterkriegen lässt und immer weitermacht, egal wie schlecht es ihr geht. Violet hat auch ihre fröhlichen und glücklichen Momente, aber leider nicht so oft, wie man es ihr wünscht, denn sie ist wirklich eine ganz wunderbare Protagonistin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.

Die Liebesgeschichte ist für mich das Highlight schlecht hin, weil die Gefühle zwischen Lincoln und Violet fast mit den Händen greifbar sind. Während die beiden sich dafür entschieden haben ihre Seelen nicht zu verbinden, weil das Risiko zu hoch ist, hört man in diesem Band nicht nur Zustimmung, sondern auch leise Fragen, ob es nicht nützlicher wäre, wenn Violet und Lincoln ihre Seelenverwandschaft zulassen würden. Wieder habe ich mit den beiden mitgefiebert und gehofft, dass sie endlich richtig zusammenkommen und natürlich, dass alles gut ausgeht.Mit dem Verlauf der Liebesgeschichte bin ich wirklich voll und ganz zufrieden, auch wenn ich es gemein finde, was die beiden alles ertragen müssen. Trotzdem gab es viele wunderschöne Szenen mit den beiden, die ich immer wieder lesen könnte.

Auch die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen! Violet und ihre Freunde suchen nach einem Weg Lilith zu töten. Doch wirklich große Fortschritte machen sie nicht, denn der Rat der Grigori verlangt von Violet und ihrer Mutter sich an der Akademie einzufinden, damit dieser sich ein Bild von ihr und ihren Fähigkeiten machen kann. Wie gesagt es wurde zu keiner Zeit langweilig und besonders die letzten einhundertfünzig haben mich so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Spannung pur, aber auch sehr emotional, sodass ich die eine oder andere Träne nicht zurückhalten konnte.

Fazit:
Wenn ein Buch mich zum Weinen bringen kann, dann konnte es mich berühren und das macht für mich ein gutes Buch aus. "Entbrannt" hat alles, was ich mir als Leser nur wünschen kann: Wunderbare Charaktere und eine spannende Geschichte, die nicht nur mit viel Action überzeugen konnte, sondern mich auch emotional berührt hat. Deshalb gibt es verdiente fünf Kleeblätter!

Veröffentlicht am 10.03.2018

Spannender dritter Band!

Gebannt
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Während Violet und die Gruppe Grigori, zu denen sie gehört mit der Schrift der Verbannten aus Jordanien zurückgekehrt sind, ist die Schrift der Grigori nun im Besitz von Phoenix. Beide Seiten wollen an ...

Während Violet und die Gruppe Grigori, zu denen sie gehört mit der Schrift der Verbannten aus Jordanien zurückgekehrt sind, ist die Schrift der Grigori nun im Besitz von Phoenix. Beide Seiten wollen an die Schrift der jeweils anderen gelangen, um diese zu ihren Vorteilen nutzen zu können.
Durch eine List gelingt es dann aber Phoenix auch an die Schrift der Verbannten zu kommen und nun steht ihm nichts mehr im Wege seine Mutter Lilith aus der Hölle zu befreien..

"Gebannt" ist der dritte Band der Violet-Eden Reihe, die aus insgesamt fünf Bänden besteht und auch in diesem Band wird die Geschichte aus Sicht der siebzehnjährigen Violet Eden erzählt, die erst seit kurzem weiß, dass sie eine Grigori - halb Mensch, halb Engel ist. Aber man bekommt auch einen kurzen Einblick in die Gedanken von Phoenix, der mit allerdings nichts allzu gut gefallen hat, weil dieser nicht allzu viel neues offenbart hat.

Violet hat in diesem Buch seelisch einiges zu verarbeiten. Kurz bevor sie sich auf die Beziehung mit ihrem Seelengefährten Lincoln eingelassen hat, wurde den beiden gezeigt was passiert, wenn verbundene Seelen durch den Tod auseinander gerissen werden. Davon abgeschreckt sind die beiden auf Abstand gegangen, doch weder Violet noch Lincoln können ihre großen Gefühle füreinander vollständig unterdrücken und leiden sehr unter der Situation.

Man kann das Knistern zwischen Lincoln und Violet richtig wahrnehmen und so habe ich sehr mitgefiebert, ob die beiden sich wieder annähren, oder ob sie der Anziehungskraft immer noch widerstehen können. Ich mag die beiden sehr gerne und ich finde es schade, dass gerade man von dem liebenswerten Lincoln nicht mehr zu sehen bekommt, weil die beiden den Abstand zueinander wahren.

In diesem Buch war ich von Violets bester Freundin Steph überrascht - im positiven Sinne, denn während die Protagonistin Violet ja zu den übernatürlichen Wesen gehört, nimmt Steph den Part des Menschen ein, der mehr oder weniger in die übernatürliche Welt hineinrutscht. Oft ist es ja gerade der Mensch, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt ist, aber hier ist es mal andersherum und obwohl das ja nur eine kleine Nebensächlichkeit ist, hat es mir sehr gut gefallen.

Wie schon in den vorherigen Bänden konnte mich die Geschichte schnell begeistern und so sind die Seiten wieder nur so geflogen. Während die Grigori die Schrift der Verbannten haben, besitzt Phoenix die Schrift der Grigori, doch schon bald kann Phoenix auch die Schrift der Verbannten in seinen Besitzt bringen. Violet fühlt sich für die ganze Situation verantwortlich, denn wenn sie Phoenix nicht das Herz gebrochen hätte, weil sie eingesehen hat, dass sie ihn nie so lieben könnte, wie sie Lincoln liebt, dann würde Phoenix immer noch an seiner Menschlichkeit festhalten. Schon schnell beginnt es spannend zu werden, denn wieder beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in der Hoffnung Phoenix davon abhalten zu können Lilith zu befreien.

Bis kurz vorm Ende hätte ich "Gebannt" fünf Kleeblätter gegeben, aber der Showdown konnte mich nicht hundertprozentig überzeugen. Violet trifft Entscheidungen, die ich nicht vollständig nachvollziehen konnte und das hat mich doch sehr gestört.

Fazit:
In "Gebannt" erzählt Jessica Shirvington ihre Geschichte um die Grigori Violet sehr spannend weiter und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Daran hat auch die Liebesgeschichte großen Anteil gehabt, denn die Gefühle zwischen Violet und Lincoln sind so stark, dass man sie fast sehen kann und ich war einfach so gespannt wie es mit den beiden weitergeht. Das war für mich das Highlight der Geschichte!
Hätte ich Violets Gedanken am Ende der Geschichte besser nachvollziehen können, dann hätte ich "Gebannt" fünf Kleeblätter gegeben, so sind es gute vier!

Veröffentlicht am 10.03.2018

Sehr guter zweiter Band!

Verlockt
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Violet ist nun eine Grigori und muss neben der Schule auch noch das harte Grigori Training absolvieren. Jeder Tag ist aufs Neue eine Herausforderung, denn es treten immer neue Probleme auf, um die sich ...

Violet ist nun eine Grigori und muss neben der Schule auch noch das harte Grigori Training absolvieren. Jeder Tag ist aufs Neue eine Herausforderung, denn es treten immer neue Probleme auf, um die sich Violet kümmern muss. Das mit Abstand größte Problem ist dabei ihr Ex-Freund und Verbannter Phoenix, der sich wieder in Violet's Leben drängt und dieses sogar bedroht.

Im zweiten Band der Violet-Eden-Reihe lernt man sehr viele neue Charaktere kennen und lieben, denn es kommen fünf Grigori von der New York Academy zu Besuch um Violet zu trainieren.
Während Zoe und Salvatore ein frisches Grigori Paar bilden und mit so manchen Sprachschwierigkeiten zu kämpfen haben, wartet Spence noch auf seinen Partner. Die drei sind in Violet's Alter und brennen darauf sich zu beweisen. Nyla und Rudyard sind dagegen schon fast vierhundert Jahre alt und besitzen schon viel Erfahrung und eine gewisse Ruhe. Sie leiten den Unterricht.
Mir hat es sehr gut gefallen ein paar neue Grigori und ihre Geschichten kennen zu lernen, weil die Geschichte um Violet ja doch sehr ungewöhnlich ist und es wirklich schön war zu sehen wie es normal abläuft.

Violet gewöhnt sich nur langsam an ihr neues Leben als Grigori. Dadurch, dass sie noch zur Schule geht und nebenbei das Grigori Training absolvieren muss, hat sie eine größere Belastung als andere. Außerdem ist es hart für zu immer in Lincolns Nähe zu sein und zu wissen, dass die beiden niemals ein Paar werden können.
Gleichzeitig macht sie sich auch noch große Sorgen um ihren Grigori Partner, denn Lincoln ist in der letzten Zeit oft abweisend und verschweigt Violet etwas.

Wie schon der erste Band war "Verlockt" leicht zu lesen und nimmt rasch an Fahrt auf. Nicht zuletzt durch das plötzliche Auftauchen von Phoenix, dem Verbannten, auf den sich Violet eingelassen hatte. Phoenix besitzt immer noch einen gewissen Einfluss auf Violet und kann ihr dadurch schnell gefährlich werden. Während des Lesens war man immer auf der Hut vor einem erneuten Auftauchen von Phoenix, was die Seiten nur so fliegen ließ.

Am Ende des letzten Bandes erfuhr man, dass eine Liste existiert, die alle Namen der heutigen und zukünftigen Grigori enthält. Natürlich wäre es fatal, wenn die Verbannten, die hinter der Liste her sind, sie zuerst finden würden. Auch die Grigori machen sich nun auf die Suche nach dieser Liste und hoffen, dass sie sie vor den Verbannten finden werden.
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, in dem die Suche nach der Liste einen Großteil der Handlung auszumachen scheint, bin ich doch ein wenig enttäuscht, denn die Suche rückt im Laufe der Handlung immer mehr in den Hintergrund und wird von anderen Gefahren überlagert. Und wenn man schon gar nicht mehr an die Liste gedacht hat, nimmt sie plötzlich wieder einen hohen Stellenwert ein.

Fazit:
Der zweite Band der Violet-Eden-Reihe "Verlockt" hat mir sehr gut gefallen. Besonders die vielen neuen, unterschiedlichen Charaktere lockerten die Geschichte auf, während die bekannten Charaktere wie Phoenix und Lincoln durch ihre Handlungsstränge viel Spannung in die Geschichte brachten.
Violet ist eine super sympathische Protagonistin, die neben ihren übersinnlichen Leben auch noch mit den ganz alltäglichen Problemen zu kämpfen hat, weshalb sie mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band und hoffe, dass die Geschichte genauso spannend weitergeht wie bisher!

Veröffentlicht am 10.03.2018

Spannender Auftakt!

Erwacht
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Violet Eden ist kann sich einfach nicht auf ihren Geburtstag freuen - wie auch, wenn ihr Geburtstag gleichzeitig der Todestag ihrer Mutter ist?
Aber dieser siebzehnte Geburtstag sprengt auch Violets ...

Violet Eden ist kann sich einfach nicht auf ihren Geburtstag freuen - wie auch, wenn ihr Geburtstag gleichzeitig der Todestag ihrer Mutter ist?
Aber dieser siebzehnte Geburtstag sprengt auch Violets schlimmste Erwartungen, denn sie erfährt, dass sie halb Engel - halb Mensch ein. Eine Grigori. Doch das ist nicht mal das Schlimmste, denn ihr bester Freund und heimlicher Schwarm Lincoln besaß dieses Wissen und hat es ihr jahrelang verheimlicht.
Nun liegt es an Violet zu entscheiden, ob sie eine Grigori werden will, oder nicht.

Violet ist eine sympathische Protagonistin, deren Gefühle und Handlungen ich richtig gut nachvollziehen konnte. Schon lange ist sie in ihren fünf Jahre älteren Trainingspartner Lincoln verliebt, doch keiner der beiden hat je versucht die Beziehung zu vertiefen, obwohl sie sich fast täglich sehen. Als Violet nun herausfindet, dass fast alles, was sie über Lincoln zu glauben weiß, eine Lüge war und er sie auch direkt angelogen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Er war ihr Vertrauter und hat sie so hintergangen? Violets Reaktion ist Flucht und sie geht auf Abstand, was ich gut verstehen konnte.

Was ich dagegen nicht verstehen konnte war, dass Lincoln sie gewähren ließ. Man merkt deutlich, dass Violet ihm wichtig ist und er lässt sie in einer für sie schwierigen Situation alleine. Er hat nicht einmal versucht sie zu erreichen, was für mich völlig unverständlich war!
Nachdem Violet erfahren hat was sie ist, begegnet sie Phoenix einem verbannten Engel und der natürliche Gegner der Grigori. Nach dem Verlust von Lincoln beginnt Violet immer mehr Zeit mit Phoenix zu verbringen und er wird ihr immer wichtiger.

Schon früh gab es Anzeichen dafür, dass das Liebesdreieck einen Großteil der Handlung ausmachen wird, was mich aber nicht wirklich gestört hat. Und ich bin ein wirklicher Gegner von Liebesdreiecken! Dieses hier konnte ich aber nachvollziehen, wenigstens ein wenig. Nachdem Lincoln sie so sehr verletzt hat, war es verständlich, dass Violet dem aufmerksamen und gutaussehenden Phoenix nicht zurückstoßen wird.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Violet fast die gesamte Handlung über unentschlossen war, ob sie eine Grigori werden soll oder nicht. Meistens ist es ja so, dass die Protagonistin von ihrer Andersartigkeit erfährt und sich sofort ihrem Schicksal fügt. Hier war es anders. Violet hat die freie Wahl, ob sie eine Grigori wird, oder eben nicht. Ich hätte es jedoch schön gefunden, wenn Violet mehr darauf aus gewesen wäre, so viel wie möglich über das Wesen und die Geschichte der Grigori zu erfahren.

In "Erwacht" trifft man auf eine andere Art der Engel. Hier gibt es kein Gut oder Böse, sondern Engel des Lichts oder Engel der Finsternis. Auch der freie Wille wird sehr groß geschrieben. Nicht nur die Menschen haben die Wahl auch die Engel können entscheiden, ob sie das Engelreich verlassen und in der Welt der Menschen leben, als Verbannte leben möchten, oder aber im Himmel ihren Aufgaben nachgehen werden. Sie sollen die Menscheit leiten, aber niemals direkt eingreifen. Dass man nicht nur nach Gut und Böse gehen kann, fand ich sehr interessant und hat eine neue Sicht auf die Engel geöffnet.

Fazit:
"Erwacht" ist ein spannender Auftakt der Violet Eden Reihe, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde! Was mir besonders gut gefallen hat war, dass Violet tatsächlich die Wahl hatte, ob sie eine Grigori werden wird oder nicht und sie nicht dazu gezwungen wurde. Das Liebesdreieck fand ich erträglich und besonders die Geschehnisse am Ende rücken vieles in ein anderes Licht und veranlassten mich dazu viele Szenen nocheinmal zu überdenken.
Die Handlung war eher ruhig. Man lernt die Protagonistin ersteinmal richtig kennen, bevor die richtigen Geschehnisse losgehenen, diesen Eindruck hatte ich zumindest. Und deshalb bin ich sehr gespannt, was mich im zweiten Band erwarten wird!

Veröffentlicht am 07.03.2018

Für mich leider eine Enttäuschung!

Weil ich Will liebe
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Vor über einem Jahr sind sich Layken und Will zum ersten Mal begegnet und nachdem sie die vielen Hindernisse, die das Leben ihnen in den Weg gestellt hat überwunden haben, sind die beiden endlich glücklich. ...

Vor über einem Jahr sind sich Layken und Will zum ersten Mal begegnet und nachdem sie die vielen Hindernisse, die das Leben ihnen in den Weg gestellt hat überwunden haben, sind die beiden endlich glücklich. Wäre da nicht die Vergangenheit, die Will plötzlich einholt.

Von "Weil ich Layken liebe" war ich im letzten Jahr restlos begeistert. Es gab viele liebenswerte Charaktere und eine spannende Handlung. Colleen Hoover konnte mich mit ihrer Geschichte einfach mitreißen und ich war emotional tief gerührt. Das alles habe ich in "Weil ich Will liebe" vermisst.

In diesem Buch ist Will der erzählende Protagonist und während er mir in "Weil ich Layken liebe" total sympathisch war, fragte ich mich in "Weil ich Will liebe" wo dieser charmante Typ von nebenan geblieben ist. Es gibt keine Seite, auf der nicht mindestens ein Mal steht wie sehr Will Layken liebt oder wie umwerfend er sie findet. Anfangs hat es mich ja sehr gefreut, dass die beiden trotz der schweren Schicksalsschläge so glücklich miteinander sind, aber schon nach kurzer Zeit gingen mir diese ständigen Liebesbekundungen wirklich auf die Nerven.

Auch von Laykens Entwicklung war ich wenig begeistert. Genau wie Will war sie war mir im ersten Band sehr sympathisch, aber auch sie verliert einiges an ihrem Charme, denn als es zwischen Will und Layken das erste Mal kriselt, verhält sie sich wie ein kleines Kind und lässt den armen Will nicht mal zu Wort kommen. Auch wenn der nicht mal wirklich mitbekommt, dass er die Beziehung vor die Wand gefahren hat..

Denn als Will an seinem ersten Tag im neuem Semester seine ehemals große Liebe Vaughn wiedertrifft, die einzige Frau mit der er je geschlafen hat und die ihm nach dem Tod seiner Eltern das Herz gebrochen hat, verschweigt er Layken die Tatsache, dass er seine Ex-Freundin dreimal die Woche sieht. Aber damit nicht genug! Vaughn will Will auch noch zurückgewinnen, was dazu führt, dass die Beziehung von Layken und Will plötzlich vor dem Ende steht.

Ich mag Liebesdreiecke überhaupt nicht und es war von Anfang an klar, dass Will absolut nicht an Vaughn interessiert ist, aber ich fand es sehr schade, dass diese kleine Geschichte mit Vaughn nicht weitergeführt wurde. Diese beteuert zwar, dass es der größte Fehler ihres Lebens war mit Will Schluss zu machen, aber als die Chance kommt mit einem anderen ihrer Ex-Freunde wieder zusammenzukommen, nutzt sie diese Chance und weg ist sie. Ich habe mich gefragt warum Colleen Hoover Vaughn wieder auf die Bildfläche hat treten lassen, wenn sie die Geschichte sowieso nicht durchzieht? Klar hat Vaughn mit ihren Auftauchen ja einiges zwischen Layken und Will zerstört, aber ehrlich gesagt war genau das total übertrieben.

Meine letzte Hoffnung habe ich an die Nebencharaktere geheftet. Und diese konnten mich dann nicht vollkommen enttäuschen. Sowohl Gavin als auch Eddie tauchen wieder auf, aber ich fand es sehr schade, dass die beiden nicht mehr im Mittelpunkt gestanden haben, denn auch in ihrem Leben passiert so einiges, dass viel interessanter war, als die Geschichte um Will und Lake. Aber das wurde natürlich nicht verfolgt.
Mein Highlight war jedoch Kiersten, die neue beste Freundin von Caulder und Kel, den jüngeren Brüdern von Will und Layken. Sie ist zwar erst elf Jahre alt, benimmt sich aber viel älter und lockert die Geschichte mit ihrem einzigartigen Benehmen einfach auf.

Fazit:
Ich bin absolut enttäuscht von dem Buch. Nachdem ich bei "Weil ich Layken liebe" einfach nicht mit dem Schwärmen aufhören konnte, finde ich bei "Weil ich Will liebe" immer mehr Gründe warum mir das Buch nicht gefallen hat. Wüsste ich es nicht besser, würde ich annehmen, dass die Bücher gar nicht zusammengehören.