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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Eiskalt

Der Kurator
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Die Reihe um Washington Poe ist ja für mich ein absolutes Thriller-Spektakel. Es ist schrill, abgedreht, auf nerdige Art cool und gleichzeitig Super beängstigend. Aber dieser Band setzt nochmal locker ...

Die Reihe um Washington Poe ist ja für mich ein absolutes Thriller-Spektakel. Es ist schrill, abgedreht, auf nerdige Art cool und gleichzeitig Super beängstigend. Aber dieser Band setzt nochmal locker einen obendrauf, ist absolut abscheulich und unfassbar perfide. Ich fands unfassbar gut, für mich ein absoluter Pageturner.

Bin ehrlich, mir hat in diesem Band so ein bisschen der besondere Freundschafts-Vibe und das charmante Geplänkel zwischen Tilly und Poe gefehlt. Es gab zwar so ein paar Momente, aber charakterlich war das für mich nicht der stärkste Band.

Dafür ist der Fall selbst absolut spektakulär und so ein bisschen als Fall in einem Fall konstruiert. Ich hab hier echt versucht mitzurätseln und bin kläglich gescheitert. Aber die Ermittlungsarbeit von Poe und Tilly ist wieder allererste Sahne und ich hab es sehr genossen ihnen beim Zusammensetzen des Puzzles über die Schulter zu schauen.

Die Auflösung war absolut mindblowing. Darf man das? Ich war ja völlig geschockt und gleichzeitig wars ein absoluter Geniestreich.
Ich hoffe diese Reihe endet niemals.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Mitten ins Herz

The Friend Zone
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Abby Jimenez schreibt von der Art Beziehungen, die sich ein Großteil der Frauen wünscht und trifft damit zumindest bei mir immer voll ins Schwarze. Ich liebe den Green Flag Vibe, dass Josh und Kristen ...

Abby Jimenez schreibt von der Art Beziehungen, die sich ein Großteil der Frauen wünscht und trifft damit zumindest bei mir immer voll ins Schwarze. Ich liebe den Green Flag Vibe, dass Josh und Kristen so miteinander rumblödeln können und im Zusammensein miteinander Ruhe und Sicherheit finden. Liebe das einfach total und diese Geschichte hat mir einfach so viel gegeben.

Miscommunication ist normalerweise null mein Ding, aber hier fand ichs irgendwie nachvollziehbar, weil das Thema einfach tough ist. Ich hab so mit Kristen mitgelitten und konnte ihren Zwiespalt sehr nachvollziehen. Hier ist nicht alles eitel Sonnenschein, aber genau das macht die Geschichte so echt und berührend. Und Josh ist einfach so ein guter Kerl, eben der Inbegriff des Typen, den man sich für seine beste Freundin wünscht. Ich fands so süß, wie die beiden erst gute Freunde wurden, bis es unvermeidlich schien, dass sie mehr sein würden.

Und was ich wieder absolut geliebt habe: auch stehen Freundschaften im Zentrum der Geschichte, die als bedeutende Beziehung locker mit der Lovestory schritthalten können. Außerdem geht es viel um Familie, den eigenen Platz zu finden und darum, auch nach Rückschlägen weiterzumachen.

Die Geschichte selbst ist absolut herzzerreißend. Ich hab gelacht und geweint während ich dieses Buch gelesen habe. Fands einfach wieder total zauberhaft und emotional mitreißend.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Magische Familiengeheimnisse

The Blackgate Invitation
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Die Idee hinter der Geschichte war eigentlich ziemlich cool, obwohl oder gerade weil sie recht simpel war: ein Mord, ein Rätsel und ein magisches Erbe. Das Buch liest sich ein bisschen wie eine Partie ...

Die Idee hinter der Geschichte war eigentlich ziemlich cool, obwohl oder gerade weil sie recht simpel war: ein Mord, ein Rätsel und ein magisches Erbe. Das Buch liest sich ein bisschen wie eine Partie Cluedo- ein Mord, Hinweise suchen, eine Verdächtigung aussprechen, sie widerlegen, Repeat. Eigentlich ein ziemlich simples, aber cooles Konzept.

Das Setting des magischen Anwesens fand ich total cool, allerdings wurde das kaum ausgenutzt. Generell wird fast schon sparsam mit Magie umgegangen, dafür dass es sich um so mächtige Hexenlinien handelt, die Versuchen ein gewaltiges Erbe anzutreten. Da hätte ich eigentlich mit mehr Intrigen und generell mehr Hexerei gerechnet. Der Plot entwickelt sich zwar kontinuierlich, aber eher gemächlich.

Am Ende wird es dagegen ganz wunderbar düster, unheimlich und ein bisschen makaber. Habs total geliebt die Kräfte der Hexenlinien im Einsatz erleben. Schade eigentlich, dass es so lange gedauert hat all das zu entfesseln.

Es geht überraschend viel um Aufrichtigkeit, Moral, familiäre Band und Freundschaft. Das gibt der Geschichte einfach eine angenehme Grundstimmung, die die Schreckmomente ausgleicht. Ich fands sehr angenehm zu lesen, auch wenn es für mich gerne düsterer hätte sein dürfen. Die Grundlage. Dafür waren schließlich vorhanden.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Hat nicht so ganz meinen Geschmack getroffen

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Ich mag die Reihe um das Graphische Viertel super gern, aber dieses Buch war für mich das bisher schwächste der Reihe. Ich fand die Geschichte über weite Strecken sehr vage gehalten, als käme sie einfach ...

Ich mag die Reihe um das Graphische Viertel super gern, aber dieses Buch war für mich das bisher schwächste der Reihe. Ich fand die Geschichte über weite Strecken sehr vage gehalten, als käme sie einfach nicht so richtig auf den Punkt und als würde man eher Idee hinterherjagen als realen Personen.

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt und dieses Mal habe ich mich da sehr schwer getan jedes Mal wieder umzuswitchen. Es geht viel um Misstrauen, Geheimnisse innerhalb eines Freundeskreises über den jeweiligen Verbleib und Werdegang.
Bücher selbst spielten hier gefühlt eher am Rand eine Rolle

Stattdessen geht es um Spionage, ein okkultes Werk ungewisser Bedeutung und eine Mordserie nach Kriegsende. Generell fühlte sich das für mich thematisch überladen an.

Was aber wieder hervorragend war, das war für mich der Schreibstil. Die Atmosphäre war wieder düster und geheimnisvoll, die Figuren interessant und ansprechend. Ich hab das Buch an sich also gern gelesen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Obsessiv

No Way Home
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T.C. Boyle schreibt Bücher, die unter die Haus gehen und dort gären, bis das ganze Elend und die Tragik hervorbricht.
Das beziehungskontrukt, dass hier im Zentrum steht und frei Menschen auf obsessive ...

T.C. Boyle schreibt Bücher, die unter die Haus gehen und dort gären, bis das ganze Elend und die Tragik hervorbricht.
Das beziehungskontrukt, dass hier im Zentrum steht und frei Menschen auf obsessive und destruktive Art verbinden ist fragil, toxisch und furchtbar fesselnd.

Als Leser fühlt man sich als Voyeur im Leben der drei zentralen Figuren aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird. Die Geschichte entwickelt eine fast schon obszöne Sogwirkung, bekommt beinahe Telenovela-Charakter und schlittert unaufhörlich auf den Abgrund zu.

Bethany ist unbestritten die zentrale Figur, um die sich der Fokus der beiden Männer dreht. Für sie ist sie Lichtgestalt, gleichwohl fragt man sich als Leser unwillkürlich woran das eigentlich liegt. Denn Bethany ist wankelmütig, fast schon dreist und trotzdem unbeholfen.

Der Autor kann einfach erzählen, ich wollte unaufhörlich wissen wie es weitergeht; was als nächstes kommt. Die Geschichte entwickelt eine fast schon unangenehme Sogwirkung und bekommt einen voyeuristischen Charakter, der den Leser in seinen Bann schlägt. Ich hab selten bei einem Roman so mitgefiebert.

Das Ende lässt mich zwar ein bisschen unschlüssig zurück, passt aber eigentlich auch zur Geschichte. Ich fands super.

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