Eine Reise zu sich selbst
Der Wald der verlorenen Schatten"Der Wald der verlorenen Schatten" ist für mich das erste Buch der Autorin Danbi Eo. Angesprochen hat ich vor allem das mystische Cover und der Klappentext, der eine zauberhafte Liebesgeschichte verspricht. ...
"Der Wald der verlorenen Schatten" ist für mich das erste Buch der Autorin Danbi Eo. Angesprochen hat ich vor allem das mystische Cover und der Klappentext, der eine zauberhafte Liebesgeschichte verspricht. Das gesamte Buch ist sehr hochwertig gestaltet, da Papier der Seiten schön dick und die einzelnen Kapitelüberschriften sind zusätzlich in koreanisch. Also schonmal allein von der Aufmachung her sehr überzeugend.
Zum Inhalt: Hyoju hat kein leichtes Lesen, ihre Eltern starben als sie noch ein Kind war und seitdem ist sie allein. Sie arbeitet als Ticketverkäuferin an einem Busbahnhof und führt ein unspektakulären Leben. Als ihr Freund Dongwoo sie verlässt und sie kurz darauf auch noch ihren Job verliert, fällt ihr Leben in sich zusammen. Sie trinkt und kann die Miete nicht mehr bezahlen. Da bekommt sie einen ominösen Anruf, dass ihre Großmutter verstorben ist und sie als Haupttrauernde in das kleine Bergdorf Dogi reisen soll, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Da sie nichts zu verlieren hat und zudem einErbe winkt, tritt sie die Reise an, nicht wissend, dass diese ihr Leben verändern soll.
Um das Dorf und den angrenzenden Wald ranken sich viele Geschichte, von Leuten, die in den Wald gingen und nie zurückgekehrt sind. Deswegen zünden die Bewohner Kerzen an einem Schrein an, bevor sie den Wald betreten. In einem unbedachten Moment betritt Hyoju den Wald ohne dies zu tun- mit fatalen Folgen.
Es beginnt für Hyoju eine unglaubliche Reise zu sich selbst, während dieser sie Dinge sieht, von denen sie nie gedacht hätte, dass sie existieren. Und ganz nebenbei lernt sie viel über Gefühle, ihre Vergangenheit und findet die Liebe.
Ich fand das Buch wirklich toll geschrieben. Es lässt sich sehr angenehm lesen und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht.
Wir erfahren leider sehr wenig über Hyoju Eltern und ihre Großmutter. Bis auf die zwei Hauptcharaktere bleiben alle anderen recht eindimensionale Statisten für die Geschichte.
Trotzdem hat mir das Buch gefallen, einfach weil es mal etwas ganz andres war, als das was ich sonst so lese. Die Geschichte hat mich überrascht und fasziniert.
Ich werde mir wahrscheinlich auch andere Titel der Autorin besorgen.