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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2025

Packende Dystopie

To Cage a Wild Bird
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Das Buch klang schon richtig cool und hat mich quasi von Beginn an abgeholt. Die Geschichte hat alles um den Leser in den Bann zu schlagen und bis zum Ende darin gefangen zu halten. Absolut grandios, mit ...

Das Buch klang schon richtig cool und hat mich quasi von Beginn an abgeholt. Die Geschichte hat alles um den Leser in den Bann zu schlagen und bis zum Ende darin gefangen zu halten. Absolut grandios, mit epischen Szenen, die mich auf eine Verfilmung hoffen lassen

Obwohl ein Großteil der Handlung innerhalb des Gefängnis-Settings von Endlock spielt, wird ein anschauliches Bild der drei Ebenen von Dividium und auch der anderenen verbliebenen Städte gezeichnet, sodass der Leser einen Eindruck von der Größe der bestehenden Welt bekommt.

Der dystopische Charakter schlägt immer wieder eindrucksvoll durch und verknüpft Politik und Sozialstruktur mit dem tödlichen Entertainment für die Elite. Die Figuren werden herausgefordert ihre virgefertigten Meinungen und Denkmuster zh hinterfragen, Allianzen zu schmieden und Vertrauen im Angesicht des ungewissen zu fassen.

Die Arena erinnert teilweise stark an Tribute von Panem hat aber einen nich düstereren Vibe, bei dem ich total mitgefiebert habe.
Das Finale ist absolut fulminant. Es ist eine mitreißende Geschichte über Freundschaft, Loyalität und den simplen Willen zu überleben und sich nicht einem korrupten System zu beugen. Das Ende macht so Lust auf Band 2, ich kanns kaum erwarten

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Veröffentlicht am 30.11.2025

In den Schuhen ihrer Schwester

Belladonnas
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Dieser Thriller ist eine Art böse „doppeltes Lottchen“ Geschichte, bei der Julie in die Rolle ihrer toten Zwillingsschwester Chloe schlüpft, die ein deutlich privilegierteres, glamouröses Leben geführt ...

Dieser Thriller ist eine Art böse „doppeltes Lottchen“ Geschichte, bei der Julie in die Rolle ihrer toten Zwillingsschwester Chloe schlüpft, die ein deutlich privilegierteres, glamouröses Leben geführt hat. Doch mit diesem opportunistischen Rollentausch gehen auch Schwierigkeiten einher, die drohen, Julie zu Fall zu bringen, sodass sie immer tiefer in den Sumpf ihrer eigenen Lügen gerät.

Die Geschichte entwickelt sich anfangs recht gradlinig und vorhersehbar. Und dann wird es plötzlich irgendwie seltsam. Im Leben hätte ich nicht vorhersehen können, in welche Richtung sich die Handlung bewegt. Hätte es diesen Twist nicht gegeben wäre die Geschichte vielleicht sogar langweilig gewesen. Aber stattdessen wurde es schräg, irgendwie verdreht und auch ein bisschen unheimlich.

Ich hatte tatsächlich mehrere WTF-Momente beim Lesen und war total gebannt von der Handlung. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und ob Julie wirklich damit durchkommt. Die Erzählung ist schon super wild und so nen Ticken drüber, sind wir mal ehrlich. Ich würd sagen da ist absolut nichts authentisch und nachvollziehbar. Liest sich mehr wie so ein Fiebertraum. Aber echt nicht schlecht und einfach unfassbar packend.

Die Geschichte selbst ist echt nicht so krass, lebt halt total von den schrägen Episoden und davon, dass man sich permanent fragt, was zur Hölle da vor sich geht. Die Charaktere sind alle insgesamt super flach und ziemlich klischeehaft angelegt.

Definitiv nicht der stärkste Thriller, aber ich hab mich gut unterhalten gefühlt und die Geschichte ist sehr kurzweilig angelegt. So als Standalone kann man das ganz gut machen.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Wenn mächtige Frauen sich in egoistische Männer verlieben

Medea
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Ich weiß gar nicht, wieso Frauen in der griechischen Geschichte immer derart tragische Figuren sind. Fremdbestimmt, behandelt wie Eigentum, verschmäht und verachtet ist Medea das glänzende Beispiel einer ...

Ich weiß gar nicht, wieso Frauen in der griechischen Geschichte immer derart tragische Figuren sind. Fremdbestimmt, behandelt wie Eigentum, verschmäht und verachtet ist Medea das glänzende Beispiel einer mächtigen Frau, die durch ihre Liebe zu einem ehrgeizigen Mann zu Fall gebracht wird.

Medeas Geschichte macht wütend, betroffen und stimmt nachdenklich. Sie kann nichts für das Leben in das sie hineingeboren wird und trotzdem ist sie die Schuldige für alles, was im weiteren Verlauf der Geschichte passiert. Denn die Geschichten der Frauen sind nie die des Ruhmes, wie ihre zeitweise Weggefährtin Atalante beweist. Es ist eine Geschichte über das männliche Narrativ, über Manipulation und Missbrauch.

Jason schreibt Medeas Geschichte während er ihre Seele vergiftet und ihren Kopf mit Lügen füllt. Und ihre Rache ist so wunderbar, so mächtig, so alles verzehrend. Female Rage auf eine ganz andere Ebene erhoben- liest sich wie alles, was schon immer aus einem herausbrechen wollte.

Das Buch ist toll geschrieben und die Geschichte absolut catchy und mitreißend. Gerne mehr davon

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Angenehm märchenhaft

Das Dreizehnte Kind
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Ich hab das Buch als Hörbuch gehört, was für mich vermutlich die perfekte Wahl war. Die gesamte Geschichte mutet wie eine märchenhafte Erzählung an und das ist im Hörbuch perfekt rübergekommen.
Ich fand ...

Ich hab das Buch als Hörbuch gehört, was für mich vermutlich die perfekte Wahl war. Die gesamte Geschichte mutet wie eine märchenhafte Erzählung an und das ist im Hörbuch perfekt rübergekommen.
Ich fand die Prämisse rund die Kraft und Macht von dreizehnten Kindern total interessant und ich mochte Hazels Geschichte richtig gern.

Ich finde zwar, dass das Cover deutlich düsterer wirkt als die Geschichte selbst, wobei auch diese nach dem ersten Drittel in Sachen Atmosphäre nochmal düsterer wird und die Geister und Behandlungsmethoden fast schon ein bisschen ekelerregend sind. Das wirkt aber überhaupt nicht effektheischerisch, es passt eher so Hazels unverblümter Art, dass auch hier nichts geschönt wird.

Im Handlungsverlauf scheint es einige fast schon schicksalhafte Begegnungen und Ereignisse zu geben, die Hazel Werdegang bestimmen. Die Götter, die hier über allem schweben, werden dabei auf gelungene Art mit der Handlung verwoben. Zwischenzeitlich hatte es, vor allem gegen Ende, so ein paar Längen wo die Geschichte gefühlt so ein bisschen künstlich dramatisiert wurde. Aber insgesamt hat das im Rahmen der Handlung alles gepasst.

Ich fands einfach total angenehm der Geschichte zu lauschen und mich in diese Welt hineinziehen zu lassen. Ich hatte keine großen Erwartungen an dieses Buch, aber es hat mir richtig gut gefallen.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Zwischen Fiktion und Realität

Sweet Fury – Zärtlich ist die Rache
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Ein Thriller mit Bezug zu Fitzgerald und Anspielungen auf "Gatsby" und "Zärtlich ist die Nacht" hörte sich einfach zu verlockend an, um dran vorbeizugehen. Ich mag so literarisch anmutende Geschichten, ...

Ein Thriller mit Bezug zu Fitzgerald und Anspielungen auf "Gatsby" und "Zärtlich ist die Nacht" hörte sich einfach zu verlockend an, um dran vorbeizugehen. Ich mag so literarisch anmutende Geschichten, die eine psychologische Komponente haben. Mit der Umsetzung habe ich dann allerdings irgendwie gehadert und fand es vor allem durch die erste Hälfte hindurch dann auch ein bisschen zäh und weniger atmosphärisch als erhofft. Wird im zweiten Teil auf jeden Fall stetig spannender, aber bis dahin muss man sich erstmal so ein bisschen durchbeißen.

Ich fand den Erzählstil etwas ungünstig gewählt und stellenweise fast schon anstrengend zu lesen. Während ich die Szenen am Set rund um den Filmdreh und das glamouröse Künstler-Ehepaar sehr interessiert verfolgt habe, fand ich die Gesprächsprotokolle aus den Therapiesitzungen vor allem am Anfang nicht ganz so überzeugend. Spannend war aber, dass beide Erzählstränge sich zunehmend in unterschiedliche Richtungen entwickeln und es dadurch für den Leser unklar bleibt, welche Version der Ereignisse der Wahrheit entspricht.

Die Geschichte gibt irgendwie „You“-Vibes, ist obsessiv und verstörend und ich fand keine der Figuren auch nur ansatzweise sympathisch. Die Wendung, die die Geschichte zum Ende hin nimmt, ist absolut perfide. Ich mochte das Motiv und die Umsetzung des ganzen war sehr szenisch aufbereitet (was man sich bei der Einteilung der Geschichte in Akte eigentlich hätte denken können).

Leseerlebnis war für mich ok, aber vor allem den zweiten Teil der Geschichte fand ich storytechnisch tatsächlich echt packend. Ingesamt ganz solide, konnte den Fitzgerald-Vibe für mich aber nicht einfangen, da wär eindeutig mehr gegangen.

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