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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

selten ein Buch so weggesuchtet

Annie Knows Everything
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Ich hatte ehrlich gesagt keine super hohen Erwartungen an dieses Buch- einfach eine lockere, amüsante Geschichte, über die ich nicht viel nachdenken muss. Aber dieses Buch hat mich von Beginn an so gefesselt ...

Ich hatte ehrlich gesagt keine super hohen Erwartungen an dieses Buch- einfach eine lockere, amüsante Geschichte, über die ich nicht viel nachdenken muss. Aber dieses Buch hat mich von Beginn an so gefesselt und in seinen Bann geschlagen, wie es mir bei Romanen normalerweise eher nicht passiert.

Das liegt natürlich zu einem sehr großen Teil an Annie selbst. Als Protagonistin ist sie ein absoluter Knüller- resolut, gewitzt, charmant auf eine entwaffnende Art und trotzdem so eine Figur, wo man nie weiß, ob man nicht gerade an der Nase herumgeführt wird. Denn obwohl Annie den Eindruck vermittelt zu jeder Zeit alles unter Kontrolle zu haben, vor allem sich selbst, gibt es doch Momente, in denen die Fassade bröckelt.

In diesem Buch steckt eine bunte Bandbreite an Themen- Schwesternschaft und -Rivalität, Familienbande, das Erfüllen sozialer Erwartungen, Karrieredruck und vermeintliches Scheitern, Freundschaft, Dating und der ganz normale Wahnsinn, der sich Leben nennt.

Das Buch macht was mit einem. Zumindest ging es mir so, dass mich die Figuren, ihre Geschichten und das was alles zusammenhält- vorrangig Annie- irgendwie mitgerissen haben. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und endet. Lebhaft, szenisch, chaotisch und absolut menschlich hat mich dieses Buch für sich eingenommen. Habs sehr genossen

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Veröffentlicht am 27.04.2026

sehr feinfühlig

Zwei in einem Bild
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Die Geschichte hat etwas fast schon schmerzlich sanftes, ist sehr reflektiert und wunderschön gezeichnet. Es ist wie ein romantisch verklärter Traum zwischen Realität und einer magischen Anderswelt jenseits ...

Die Geschichte hat etwas fast schon schmerzlich sanftes, ist sehr reflektiert und wunderschön gezeichnet. Es ist wie ein romantisch verklärter Traum zwischen Realität und einer magischen Anderswelt jenseits der Bilderrahmen.
Die Begegnungen zwischen Jean und Claire sind sehr szenisch, trotzdem erfährt man über die beiden reichlich wenig.

Die Zeit vergeht in dieser Geschichte nicht unbedingt gleichmäßig. Einzelne Szenen werden sehr detailliert ausgeschmückt, dann gibt es aber auch Zeitsprünge, Raffer und viel ungesagtes.
Ich bin ehrlich, ich lese super ungern über die Corona-Pandemie in Büchern. Klar, markiert das eine relevante Zeit, aber ich fand diese Zeit so schrecklich, dass ich das in Büchern nicht nochmal erleben will.

Gegen Ende wurde es dann für diesen doch eher ruhigen Roman nochmal verhältnismäßig spannend, bevor ein bittersüßer Abschied droht. Ich weiß gar nicht, was für ein Ende ich mir erwartet hätte, denk eigentlich wirkt es rund, aber ich war trotzdem irgendwie enttäuscht.

Das Buch liest sich schön, vor allem die wechselnden Perspektiven haben mir gefallen. Jean wirkt dadurch geradezu plastisch. Seine Gedanken- und Gefühlswelt hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Starke Fortsetzung

Kiss of the Broken – Seine Liebe ist ihre Verdammnis
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Band 1 war eins meiner Fantasy-Favoriten im letzten Jahr und ich war so gespannt, wie die Geschichte rund um Scarlett und Ren weitergeht. Und ich muss sagen, auch Band zwei hat mich wieder überzeugt und ...

Band 1 war eins meiner Fantasy-Favoriten im letzten Jahr und ich war so gespannt, wie die Geschichte rund um Scarlett und Ren weitergeht. Und ich muss sagen, auch Band zwei hat mich wieder überzeugt und stark nachgelegt. Ich war am Anfang irgendwie nicht so begeistert davon, dass sie getrennt werden, aber für die Story funktioniert das ausgesprochen gut und durch die Schattenwelt bekommt auch ihre Beziehung nochmal eine weitere Dimension.

Weil sie sich losgelöst der Umstände einander öffnen können, entsteht ein weiteres zartes Band zwischen den beiden Protagonisten, was nochmal emotionale Tiefe innerhalb der Handlung schafft. Denn natürlich wird auch wieder spicy, aber ich muss sagen, es nimmt nicht überhand und war daher ok für mich.. Und während Ren und Scarlett gemeinsam Pläne schmieden, müssen sie herausfinden, wer auf ihrer Seite kämpft und wem sie trauen können.

Ich fand Ophelias Hintergrundgeschichte sehr spannend. Aurelians Schloss ist ein Ort des Schreckens, an dem dunkle Magie herrscht. Das gibt der Geschichte eine bedrohliche, packende Atmosphäre. Und auch das Schattenreich mit den arkanen Kreaturen, die es bevölkern, ist einfach cool angelegt. Der kleine Trupp Außenseiter, der sich um Ren und Scar formiert, ist einfach genial in seiner Zusammensetzung und hat so ein bisschen mein Herz erobert. Liebe das ja, wenn aus Fremden/Gegnern Verbündete werden.

Die Geschichte hatte einfach alles: epische Kämpfe, Figuren, die von ihrem Schicksal geplagt sind und trotzdem über sich hinauswachsen, eine kompromisslose Liebe und viel Spannung.Also echt ein richtig cooles Fantasy-Buch, wo sich Romance und Fantasy auch gut die Waage halten

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Storyline wie aus einem Teeniefilm

A First Time for Everything
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Ich liebe den Vibe dieser Geschichte total, das erinnert total an all die Teenie-Filme, die ich wie süchtig inhaliert habe. Die Geschichte hat diesen Flair zwischen Schule und Uni total toll eingefangen, ...

Ich liebe den Vibe dieser Geschichte total, das erinnert total an all die Teenie-Filme, die ich wie süchtig inhaliert habe. Die Geschichte hat diesen Flair zwischen Schule und Uni total toll eingefangen, diese verheißungsvolle Phase, in der man versucht herauszufinden wer man ist und wo es für einen hingeht. Da kommt bei mir echt auch Nostalgie auf.

Mads ist eine coole, nahbare Protagonistin und ihre Familie ist einfach Zucker. Ich hab mich in diesem Setting einfach so rundum wohlgefühlt und wäre am liebsten selbst mal zu Gast bei so einem tollen Familien-Dinner. Man merkt natürlich auch, dass die Familie wahnsinnig privilegiert ist, das schwingt hier schon auch immer sehr stark mit.
Ich fand die Idee Mads als Bachelorette, die Dates mit verschiedenen Typen hat, richtig witzig. Und dazwischen immer wieder diese Momente mit Marco und Connor- das hatte echt Netflix-Potential.

Die Story ist locker, hat diesen coolen, unbezwingbaren Vibe, der dieser „alles ist möglich“- Zeit zwischen Schule und College innewohnt und trotzdem bringt die Geschichte auch eine gewisse Tiefe mit. Die Themen rund um Familie, Freundschaft, Dates und der Unsicherheit, wie es nach der Schule weitergeht ist sehr authentisch eingefangen.

Für mich ist das einfach ein perfekter Schönwetter-Read gewesen, ein Buch, in das man sich regelrecht fallen lassen kann, zum Schmunzeln und ein bisschen auch zum Augenrollen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Das war mal schmerzlich zu lesen

Die Dinner Party
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Ich habe dieses Buch als reine Tortur empfunden, nicht weil es schlecht war, sondern weil ich mich beim Lesen regelrecht durch die Themen kämpfen musste, die sich wie eine Last auf meine Schultern legten. ...

Ich habe dieses Buch als reine Tortur empfunden, nicht weil es schlecht war, sondern weil ich mich beim Lesen regelrecht durch die Themen kämpfen musste, die sich wie eine Last auf meine Schultern legten. Und ich war so irre wütend auf Fran, die einerseits so ekelhaft passiv durchs Leben geht und gleichzeitig nicht weiß, wohin mit all der Wut und all dem Abscheu. Ihre Gewaltfantasien hatten etwas abstoßendes.

Fran arbeitet die Erlebnisse rückblickend auf, was ich einen interessanten Erzählansatz finde. Die Rückblenden zum Abend der Dinnerparty lesen sich unheimlich unangenehm, wobei ich nicht mal genau den Finger drauf legen könnte, wieso das so ist. Da sind einfach viele kleine Spitzen, Grenzüberschreitungen, Augenrollen und Stirnrunzeln.

Trotzdem hat mir die psychologische Aufarbeitung der Ereignisse gut gefallen. Und die ganze Zeit habe ich mich beim Lesen gefragt: „was war denn jetzt mit dem Messer?“. Das war zum Spannungsaufbau echt gut gemacht.
Die emotionalen Überreaktionen aller beteiligten Männer fand ich dagegen schon wieder witzig. Erstmal alles auf sich selbst beziehen, das Opfer spielen, den Vorfall herunterspielen. Das macht es gegen Ende etwas unübersichtlich, aber auch sehr stimmungsvoll.

Ein Buch, das nachklingt.

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