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Veröffentlicht am 13.08.2022

Wo stecke ich dich nur rein? - ein sehr facettenreiches, bewegendes Buch - auf gehts zur Zugreise...

Briefe an Abby
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Einsteigen bitte:

Grob zur Handlung. Es geht um Mia und Nick, sieh stehen kurz vor der Hochzeit. Nach einem Streit steht diese Entscheidung auf der Kippe und das Paar wird von Elin Barker in die Schweizer ...

Einsteigen bitte:

Grob zur Handlung. Es geht um Mia und Nick, sieh stehen kurz vor der Hochzeit. Nach einem Streit steht diese Entscheidung auf der Kippe und das Paar wird von Elin Barker in die Schweizer Berge geschickt. In ihrer Unterkunft finden Sie alte, verstaubte und vergessene Liebesbriefe? Was hat es mit Ihnen auf sich? Was ist Between? Kommen die beiden wieder zusammen, mit einem Happy End oder... Das erfährt man dann im Buch

Abteilungen des Zuges:

Abteilung ähm Empfehlung geht raus, für jeden der:
- nicht auf ein Genre fixiert ist
- komplexe Geschichten bevorzugt
- philosophischen (Ursprung Buddhismus, Christentum) Ansätzen nicht abgeneigt ist
- Coming-Age Story im weitesten Sinne mag
- Fantasy/SiFi-, Horror/ Zeitreisen - Elemente liebt, gepaart
- mit Thriller.

Reisebeschreibung:

Die Reise beginnt mit einem effektvollen Tunnel, um in eine reizvolle Landschaft überzugehen. Diese wird abgelöst durch spektakuläre Schweizer Berge, Berg- und Talfahrten (Achterbahnelemente kamen bei mir auch vor) um am Ende in London zu enden. Nicht in einen schnöden U-Bahn-Tunnel, sondern einer ungewohnt launischen Themse


Konkreter zum Buch (versuch nicht zu spoilern)

Dieses Buch hat mich positiv überrascht, denn wenn man die Genren liest, dann denkt man, das kann nicht gut sein. ABER genau das ist dem Autor gelungen. Der Leser wird von erstem Moment an mit auf eine Reise genommen, diese, sobald mal denkt, jetzt kommen die üblichen Fahrgewässer, die Fahrtrichtung wechseln. Im Laufe der Geschichte entstehen einige offenen Fragen, die am Ende des Buches gut gelöst alle zusammen fließen in ein sehr wunderschönes Ende. Man kann als Leser, guten Gewissen aus dem Zug steigen.

Im Großen und Ganzen dreht sich das Buch um Between, eine Welt zwischen Leben und Tod und die Geschichte von Mia. Es ist manchmal soooo schräg wie bei Terry Pratchett, philosophisch wie bei Matt Haig, Ansätze jeden guten Selfcarebuches, mit einer herrlichen Szene für das Motto ‚Lebe den Moment‘ oder einfach nur ein rasender Zug.

Eines meiner persönlichen Buchhighlights in diesem Jahr!

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Veröffentlicht am 05.06.2022

vielfältiger Methodenkoffer

Einsamkeit überwinden - Freunde gewinnen
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Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der erste handelt von der Theorie, der zweite um die Selbstfindung und der dritte um die Beziehung nach außen.

Das Buch besteht aus verschiedenen Selbsttest in zweiten ...

Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der erste handelt von der Theorie, der zweite um die Selbstfindung und der dritte um die Beziehung nach außen.

Das Buch besteht aus verschiedenen Selbsttest in zweiten Teil und mehreren Methoden. Der dritte behandelt dann den Punkt Freunde finden, halten und auch loslassen.

Das Cover und das Thema fand ich sehr ansprechend.

Der erste Teil war noch spannend. Der zweite und größte fand ich zu unübersichtlich, zu lange, zu komplex und er hat mich nicht wirklich abgeholt. Ich fand es schwierig zu lesen, da oft im Fließtext auf Methoden früher oder später im Buch verwiesen wurde und trotz, dass von Kapitel gesprochen wurde, war es im Großen und Ganzen nur ein Fließtext mit unterschiedlichen Größen und Farben. Der einzige Lichtblick waren Anmerkungen in blauen Kästen und am Ende eine mehrseitige Erklärung dem Züricher Ressourcen-Modell anhand von drei Beispielpersonen. Auf der Internetseite der Autorin kann ein Workbook heruntergeladen werden. Dies ist aber nur mit dem Buch auffindbar und es handelt sich um einfache Arbeitsblätter zum Notieren ohne Beispiele. Klassisch für Coach/Therapie/etc.

Persönlich hat mich dieser Teil an Fachbücher erinnert, in diesem eine Methodik erlernt werden soll. Nur im Gegensatz zu den klassischen Methodenbüchern, welche ich als strukturiert empfinde, war dieses leider m. E. weniger strukturiert. Mir fehlen hier wirklich die Zusammenfassungen, Checklisten, Erinnerungen - Wiederholungskästen. Sehr schade, weil das Thema wichtig ist.

Der dritte Teil hat die Enttäuschung des zweiten wieder etwas verbessert. Den es werden u.a. Themen wie Fernfreundschaft, alte Freundschaften wiederbeleben, Freundschaften beenden in strukturierten und mit passenden Tipps und Bespielen erläutert.

Fazit:

Das Buch ist als Methodenkoffer sehr nett und wird sicher noch mal angeschaut und durchgelesen. Es ist geeignet für jeden, der auf der Suche nach sich selbst ist. Für jeden der sich beruflich mit der Thematik Selbstreflexion, Coaching etc. beschäftigt. Der extra Stern gab es für das letzte Kapitel und die gute Qualität des Druckes, Papier etc.

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Veröffentlicht am 05.06.2022

kurzweiliger Thriller für jeden der Agentenstory, Klima, Geopolitisch und neues lernen will

Schmelzpunkt
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Inhalt:
Der Schwerpunkt der Geschichte findet in Grönland statt, und zwar in beim Sermeq Kujalleq (auch als Jakobshavn Isbræ oder Ilulissat-Gletscher bekannt). Sie beginnt mit einem jungen Inuk, der ein ...

Inhalt:
Der Schwerpunkt der Geschichte findet in Grönland statt, und zwar in beim Sermeq Kujalleq (auch als Jakobshavn Isbræ oder Ilulissat-Gletscher bekannt). Sie beginnt mit einem jungen Inuk, der ein massives Fischsterben, während seiner Touristentouren in der Diskobucht, entdeckt. Dieses versucht er aufzuklären und erhält hierbei Unterstützung von einer deutschen Wissenschaftlerin des Alfred-Wegner Instituts und zwei BND Mitarbeiter Diana Winkel und Nelson Carius. Wie für einen Klimathriller passend, geht es um das Thema Klimawandel, den Grund es Fischsterben und damit verbunden einer Agentengeschichte.

Persönliche Meinung:
Ich mag die Thriller von Wolf Harlander. Die Geschichten werden zwar immer nach dem gleichen Schema aufgebaut, wobei ich unschlüssig bin, ob das nicht ein klassisches 'Thrillerschema' ist. Anfangs werden die Charaktere vorgestellt. Wie immer ist ein Zivilist, der über Fachkenntnisse oder besondere Beobachtung verfügt, der Mittelpunkt der Geschichte. Im Schmelzpunkt handelt es sich um einen jungen Inuk, der versucht nach seiner Zeit in Dänemark wieder Fuß in Grönland zu fassen. Dazu kommen meistens ExpertInnen. In vorliegenden Buch eine deutsche Wissenschaftlerin des Alfred-Wegner Instituts und Kriminalbeamte des BND. Die im letzten Thriller eingeführten Charaktere Diana Winkels und Nelson Carius bekommen mehr Tiefe und die Entwicklung wird weiter fortgeschrieben.
Was der Geschichte dem gewissen Salz in der Suppe verleiht, denn auch die restlichen Charaktere wurden gut herausgearbeitet. Man fiebert mit ihnen, entwickelt eine Sympathie oder auch eine Antipathie und manche hab ich auch bedauert. Es gibt genug zwielichtige Gestalten, um bis zum Ende miträtseln zu können, wie die Zusammenhänge sind. Für mich wirkt manches, aber dann doch zu konstruiert, zu viel Klischee... Wobei wer weiß, vielleicht ist mehr Wahrheit dran, die ich gerne verdränge...
Sehr gut finde ich, dass die Geschichte von Nelson Carius weiter erzählt wird und man damit einen zweiten Plotstrang über die verschiedenen Bücher hinweg erhält. Wie lange die Suche nach der Wahrheit über das Verschwinden der Eltern noch spannend hinausgezögert werden kann, wird man in den Nachfolgeromanen sehen, wovon ich ausgehe. Sonst wäre es ein absoluter Minuspunkt, denn ich mag keine unfertigen Plotstränge.



Wie schon die ersten Bücher fand ich die Geschichte zum Nachdenken. Sei es der Wassermangel in Deutschland, die Abhängigkeit vom Internet oder in diesem Fall die wirtschaftlichen geopolitischen Ressourcenkämpfe in Grönland. Diese werden durch den Klimawandel verstärkt und anhand einer konstruierten Geschichte in Illusat erläutert. Sie ist sehr sozialkritisch und mein Wissen über Grönland, die Verkettung Antarktis und unser Wetter und die Folgen dazu wurde gesteigert.
Als Manko finde ich leider für mich manche logischen Fehler z. B. das Unwetter vom letzten Jahr hier in Deutschland und den Krieg in die Ukraine. Jammern auf hohen Niveau, denn der Rest des Buches schein sehr gut recherchiert zu sein.

Fazit:
Kurzweiliger Thriller mit klassischen Elementen auf der Basis des Klimawandels, Geopolitik, Marktwirtschaft und sozialen Ungerechtigkeiten. Ich finde die Themen gut in der Geschichte verpackt, sie regen zum Nachdenken an, ohne dass der große Zeigefinger erhoben wird. Aus dem Grund kann ich das Buch jeden empfehlen, die in das Genre eintauchen wollen und sich für die o. g. Thematiken interessieren.

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Veröffentlicht am 22.05.2022

„Glückliche Momente sind oft nicht mehr als ein Flüstern“ (Anne Goldberg) - ein Buch über Aufarbeitung von Traumas und Akzeptieren von Gegebenheiten

Remember when Dreams were born
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Inhalt des Buches:
Durch einen schweren Unfall wird Maggie aus ihrem Alltag gerissen. Sie hat noch Schmerzen, Einschränkungen und möchte zurück in die Normalität und als normaler Mensch angesehen werden. ...

Inhalt des Buches:
Durch einen schweren Unfall wird Maggie aus ihrem Alltag gerissen. Sie hat noch Schmerzen, Einschränkungen und möchte zurück in die Normalität und als normaler Mensch angesehen werden. Zu Beginn des Buches tritt Thomas in ihr Leben. Ein empathischer Snob und vermutlich der letzte wahre Gentleman Englands. Nur auch Thomas hat seine Vergangenheit, seine Erinnerungen und ein Geheimnis...

„Das ist es wohl. Der Zauber von 72 verpassten Sekunden.“ (Anne Goldberg)
Ich beginne mit diesem Zitat meine Beschreibung des Buches. Anne Goldberg gehört seit Only one letter zu den Autoren, von welchen ich jedes Buch lesen will. Ich mag ihren Schreibstil. Sie schafft es ernste Themen leicht wirken zu lassen. Als Leser ist man in dieser Zeit die beste Freundin der Protagonisten fiebert mit Ihnen mit und es hinterlässt die ersten Tage immer ein kleiner Abschiedsschmerz. Als wenn man die Freunde zum Flughafen bringt und sich für lange Zeit verabschieden muss.

72 Sekunden hat es gedauert, dass ich dieses Buch zu meinen Highlights der letzen Jahren zählen werde. Warum - lasst euch überraschen und bildet eure eigene Meinung. Ich hab mich entschlossen, dieses Mal sehr vage zu bleiben, denn will nicht spoilern...
Zu den Protagonisten. Ich mag sie. Maggie fand ich sehr toll herausgearbeitet. Die Ängste, Zweifel und auch Wut... ich hatte Dejavui von meiner früheren Arbeit als Therapeutin. Ja, wie die Vorredner schreiben - es ist vielleicht ab und an etwas verwirrend, aber dafür authentisch. Thomas - ach mal wieder ein Bookboyfriend zum Verlieben. Ich zieh meinen Hut von den Snob und er wird in der Gemeinschaft der Snob und Snobvereinigung England definitiv ein Ehrenmitglied

Das Buch ist aus der Sicht von Maggie und Thomas (Tom) geschrieben. Nebenfiguren sind wirklich Nebenfiguren. Aber ich finde die Geschichte wird dadurch noch intensiver.


Fazit des Buches:
Es ist für jeden, der gerne Liebesromane liest mit einen Touch Drama ohne Pathetisch zu werden.
Es ist ein Buch für jeden, der Drama mag mit etwas Liebe ohne großen Schnick Schnack.
Es ist ein Buch für jeden, der gerne mehr über das Thema Behinderung und damit verbundene Alltagsprobleme erfahren will - und zwar verpackt in einer wunderschönen Geschichte.
Es ist ein Buch für jeden, der gerne lacht, weint und auf schwarzen Humor steht.
Es ist ein Buch für jeden, der gerne Worte sucht für Dinge, die immer wieder kehren und keine findet wie z. B. „Glückliche Momente sind oft nicht mehr als ein Flüstern“ (Anne Goldberg)

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Veröffentlicht am 20.04.2022

‚Hirn to go‘, Zielgruppe junge Erwachsene und Freunde von andersartigen Lebensratgebern

Hirn to go
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Muss ganz ehrlich gestehen, mir fällt es sehr schwer, über dieses Buch eine Rezension zu schreiben.

Beginnen werde ich mit einem Zitat aus dem Vorwort der Autorin „Wissen to go? Manchmal muss es schnell ...

Muss ganz ehrlich gestehen, mir fällt es sehr schwer, über dieses Buch eine Rezension zu schreiben.

Beginnen werde ich mit einem Zitat aus dem Vorwort der Autorin „Wissen to go? Manchmal muss es schnell gehen. Pizza, Cappuccino, Döner-wieso dann auch nicht eine Portion Hirnforschung to go? Gönn dir jeden Tag eine Portion Weisheit: kurz, prägnant, heiß und einfach zum Mitnehmen“ (S. 12).

Der Buchtitel und die Buchcover klingen lustig und sehr vielversprechend und die ‚nur‘ 157 Seiten erscheint so, als wenn man das Buch schnell durchlesen kann.

Aber ich muss leider gestehen, ich habe mich echt gequält. Erwartet habe ich ein Buch in Richtung von Spitzer, Manfred. Provokativ, Auffrischung des irgendwann gelernten/gehörten und immer mit ‚ach, gugg mal oder oh wie spannend, so habe ich es noch nicht gesehen‘. Bekommen habe ich ein Buch, dass es kurzzeitig schaffte mich zu cachen, um dann in langen ausschweifenden Textpassagen im Sinne eines Lebensratgebers wieder zu verlieren. Ja, der Begriff ‚verlieren‘ hat bedauerlicherweise für mich desöfteren einen bitteren Nachhall hinterlassen. Es gab gefühlt, öfter der Punkt, wo ich den roten Faden gesucht habe und ganz offen und ehrlich gesagt, einige Passagen habe ich ausgelassen. Lebensratgeber sind grundsätzlich nichts Schlechtes und man kann immer was mitnehmen. Nur muss ich das auch wissen, mich einlassen und vor allem nicht was anderes suggeriert bekommen.

Die Sprache ist sehr jung und umgangssprachlich gewählt, sodass ich denke, dass es mit weniger Erwartung ein guter Einstieg in die Thematik Neurowissenschaft ist.

Fazit:

Das Buch ist für jeden geeignet, der mit einen großen Hauch eines Lebensratgebers in die Thematik Neurowissenschaft eintauchen will. Die Sprache ist umgangssprachlich und eher jugendlich gehalten. Für das Cover und die Grundidee gebe ich einen Extrastern.

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