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Veröffentlicht am 11.05.2025

Eigenbrötlerischer Ermittler in einem Waldkrimi

Jenseits der Baumgrenze
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Ein ruhiger Krimi mit “Waldfeeling”, der mit seinen Charakteren und seinen lustigen Momenten zu überzeugen weiß. Förster Arie Daamen glaubt seinen Augen kaum, als er eine menschliche Hand zwischen Holzstämmen ...

Ein ruhiger Krimi mit “Waldfeeling”, der mit seinen Charakteren und seinen lustigen Momenten zu überzeugen weiß. Förster Arie Daamen glaubt seinen Augen kaum, als er eine menschliche Hand zwischen Holzstämmen entdeckt. Eigentlich hoffte der etwas eigenbrötlerische Arie auf seinem Rundgang mit seinem Hund Vitali auf ein wenig Ruhe. Mit dieser ist es nach dem Fund definitiv vorbei. Die Leiche sorgt für Aufruhr in der so beschaulichen Gemeinde Moosach und Arie ist mittendrin.

Auf den ersten Blick wirkt Arie etwas unnahbar, doch das ändert sich im Laufe der Geschichte. Er hat den Wunsch nach freundschaftlichem oder familiärem Flair, aber gleichzeitig genießt er auch die Ruhe und das Zusammenleben mit seinen Hunden Vitali und Hermine. Als sehr interessanten Nebencharakter hat mir Tina Stadler von der Schreinerei Stadler gefallen. Sie versucht Arie immer wieder aus seiner Komfortzone herauszulocken. Arie kann dem nur schwer widerstehen, wobei das wesentliche Interesse an einer intensiveren Beziehung der beiden bisher immer von Tine kommt. Überhaupt wirkt Arie nicht wie der typische Frauenheld und doch schafft er es mit nur wenigen Gesten und Worten die Damen zu beeindrucken.

Die Handlung der Geschichte ist insgesamt als eher ruhig temperiert zu beschreiben, ohne dass diese zu irgendeinem Zeitpunkt langweilig wird. Die vielen humoristischen Aspekte des Tiroler Landlebens, als auch die persönlichen Konflikte von Arie mit der Chefinspektorin Salzhaller sorgen für stetige Unterhaltung.

Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und ich konnte mich sehr gut in diese von Wald und ländlich beschriebene Umgebung hineinfinden. Ein wenig mehr Ermittlungen hätte ich mir vielleicht noch gewünscht, aber dies schmälert nicht die zahlreichen “Fallstricke” der Autorin mit dessen Auflösung ich überrascht wurde. Ich hatte mich auf eine andere Person als Täter oder Täterin eingeschossen.

Ein rundum gut erzählter Krimi mit einem persönlichen Hauptcharakter. Ich würde gerne noch einmal einen Fall von Arie lesen und als Dackelfan habe ich Hermine jetzt schon in mein Herz geschlossen!

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Die Vergangenheit ruht nie

Die Mündung
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Eine Kommissarin der anderen Art wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Kommissarin Lena Funk kämpft gegen ein Trauma aus ihrer persönlichen Vergangenheit an. Ihre Schwester Jette wurde Opfer eines ...

Eine Kommissarin der anderen Art wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Kommissarin Lena Funk kämpft gegen ein Trauma aus ihrer persönlichen Vergangenheit an. Ihre Schwester Jette wurde Opfer eines Serientäters, dem sogenannten Gezeitenmörder. Der Schmerz über den Verlust ihrer geliebten Schwester treibt Lena an den wahren Täter zu finden. Dabei begibt sie sich in größte Gefahr. Wer hat ihre Schwester auf dem Gewissen?

Als dann ein Toter angespült wird, weiß Lena das sie nun in größter Gefahr ist. Lena ist ein eigenwilliger, aber auch tragischer Charakter. Ich hatte Sympathie für sie, erschwerend kommt hinzu, dass sie gerade von Ihrem Vater sehr schlecht behandelt wird. Die Schatten der Vergangenheit lasten sehr auf ihr und sie versucht stetig für “Gerechtigkeit” zu sorgen. Ihr ewiger Freund Mickel ist ihr dabei auch emotional durchaus eine Stütze.

Die Charaktere sorgen für ein sehr stimmiges Leseerlebnis und ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren. Die Spannung der Erzählung ist stetig auf einem atemberaubenden Niveau. Einige Tempowechsel in der Erzählung sorgen dabei für zusätzliches Kribbeln. Der Schreibstil des Autors ist gut lesbar und abwechslungsreich. Das Einzige, was mir schwer viel waren die vielen Zeitsprünge innerhalb der Erzählung. Auch wenn diese für die Spannung vielleicht notwendig sind, habe ich mich manchmal beim Lesen etwas verloren. Aber dies ist der einzige Kritikpunkt, an der wirklich spannenden Geschichte um eine Kommissarin, die auf der Suche in der Vergangenheit nach ihrer Zukunft ist.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Der Cancan im Schatten von Kunst und Liebe

Montmartre - Licht und Schatten
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Ein Roman der sich mit der Kunst in einem besonderen Viertel von Paris beschäftigt. Zwei Frauen deren Lebensverhältnisse unterschiedlicher nicht sein könnten werden am selben Tag geboren und wissen in ...

Ein Roman der sich mit der Kunst in einem besonderen Viertel von Paris beschäftigt. Zwei Frauen deren Lebensverhältnisse unterschiedlicher nicht sein könnten werden am selben Tag geboren und wissen in ihrer Kindheit noch nicht, inwieweit sich ihre Wege kreuzen werden. Die Geschichte wird abwechselnd erzählt und somit lernen die Lesenden sowohl Elise Lambert als auch Valérie Dumas näher kennen. Elise entdeckt das Tanzen für sich, während Valérie die Malerei liebt. Das Leben in Montmartre ändert sich mit der Zeit und beide Frauen werden mit der harten Realität konfrontiert. Werden sie es schaffen ihre Träume zu verwirklichen. Beide Hauptcharaktere sind sehr starke Persönlichkeiten. Elise treibt neben ihren Träumen vom Tanz die Sorgen um ihre Familie mit sich herum. Valérie kämpft gegen eine sehr konservative Mutter an und auch gegen die Standesdenke der damaligen Zeit. Denn dass Frauen zeichnen möchten, war damals unter dem Gesellschaftsdenken undenkbar. Sehr vielfältig sind die zahlreichen Nebencharaktere dieser Handlung. Am einprägsamsten waren dabei Louise Weber, die Freundin von Elise und Startänzerin des Cancans, sowie der Kunstmaler Henri de Toulouse-Lautrec hier nur Henri genannt. Gerade Henri war für mich besonders, da er die stärkste männliche Figur für mich in dieser Geschichte war. Er ist auf der einen Seite ein sehr tragischer Charakter, auch wenn er in seinem Verhalten neben Licht leider auch manchmal Schatten wirft. Ich mochte ihn in vielen Punkten manchmal schockierte mich aber auch sein verhalten.

Die vielen historischen Persönlichkeiten wie z. B. Vincent van Gogh, Paul Gaugin etc. sorgen zusätzlich für viel Abwechslung in der Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einprägsam und sehr gut lesbar. Die Handlung weist Zeitsprünge auf, denen man aber sehr gut Folge leisten kann. Mir persönlich hat der dritte, vierte und fünfte Teil etwas besser gefallen als die ersten beiden Teile. Dies kann aber auch daran liegen, dass mir die beschreibenden Ereignisse um die Kunstmaler-Szenerie näher war als die Ereignisse der Tanzkultur, welche schwerpunktmäßig in den ersten beiden Teilen vorkommt.

Was eine absolute Stärke des Buches ist, sind die hautnahen Beschreibungen des “Flairs von Montmartre”. Man taucht als lesende Person tief in das Künstlerleben ein und ich konnte mir die Handlung und das Setting so bildlich vorstellen. Die tragischen Schicksale und die positiven Wendungen sorgen für ein gutes Gesamtbild beim Lesen. Ich bin angetan von dem ersten Teil und freue mich schon auf den zweiten Band. Ich bin gespannt, inwieweit die beiden Frauen die anstehenden Probleme meistern werden, weil leicht wird es für beide nicht werden, dies verrät das teilweise überraschende Ende.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Krimi in Endzeitstimmung

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Dystopie, Fantasy und Krimi: dieses Buch weiß zu unterhalten. Nach einer großen Katastrophe haben es nur wenige Menschen auf eine Insel im Mittelmeer geschafft, indem sie vor einem tödlichen Nebel fliehen. ...

Dystopie, Fantasy und Krimi: dieses Buch weiß zu unterhalten. Nach einer großen Katastrophe haben es nur wenige Menschen auf eine Insel im Mittelmeer geschafft, indem sie vor einem tödlichen Nebel fliehen. Dank eines Abwehrsystems auf der Insel ist ein Überleben möglich. Nachdem aber ein brutaler Mord an einer berühmten Persönlichkeit auf der Insel geschieht, droht auch dieses Paradies unterzugehen. Den verbliebenen Menschen bleiben 107 Stunden, um das Rätsel zu lösen. Werden sie es schaffen oder alle untergehen?

Gut hat mir die Charakterdarstellung der Figuren in dem Roman gefallen. Dabei sind mir neben den Ermittlerinnen Emory und Clara, Thea und Hephaistos sehr gut in Erinnerung geblieben. Hephaistos ist so etwas wie der tragische Anticharakter, bei dem ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt habe. Aber auch Emory hat mir durchaus imponiert.

Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt, darunter die interessante Ich-Perspektive des Computerprogramms. Mit der Zeit hatte ich mich aber daran gewöhnt und konnte der Geschichte gut folgen.

Der Schreibstil ist direkt und gut lesbar. Die Spannung ist gut temperiert und gegen Ende hat sie sich nochmal auf einen Höhepunkt hin entwickelt. Ich hatte ein Gefühl für die Täter aber auf einen bestimmten Turn im Lauf des Buches war ich nicht vorbereitet. In Summe hat mir aber die Idee eines dystopischen Kriminalromans durchaus imponiert und auch überzeugt.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Ein Leben zwischen New York und Föhr

Das Licht in den Wellen
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Ein Leben zwischen New York und Föhr, ein Leben voller Höhen und Tiefen, mit unvorhergesehenen Wendungen. Inge Martensen blickt kurz vor ihrem 100 Geburtstag auf ihr Leben zurück.

Mit ihrer Urenkelin ...

Ein Leben zwischen New York und Föhr, ein Leben voller Höhen und Tiefen, mit unvorhergesehenen Wendungen. Inge Martensen blickt kurz vor ihrem 100 Geburtstag auf ihr Leben zurück.

Mit ihrer Urenkelin Swantje fährt sie ein letztes Mal per Schiff nach New York, eine Stadt, die sie sehr geprägt hat. In der quirligen Metropole hat sie die große Liebe gefunden. Zuvor ist sie aber ins kalte Wasser gesprungen und ohne ein Wort Englisch zu können nach NY gefahren, um in einem Diner zu arbeiten. Doch die Stadt hat so viel mehr für sie bereitgehalten.

Ein sehr unterhaltsamer Roman, der vor allen Dingen durch die stillen Momente überzeugt. Aber auch das Verweben von historischen Ereignissen mit der fiktiven Lebensgeschichte von Inge ist dem Autor gut gelungen. So begegnet Inge John F. Kennedy, das Woodstock Festival spielt eine Rolle und natürlich das quirlige Leben in New York in den vierziger und fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts.

Die Figurenzeichnung ist dem Autor ausgezeichnet gelungen, gerade Inge, Karolina und Giovanni habe ich plastisch vor Augen gehabt und bin mit ihnen durch New York gestreift. Wobei der Gemüsehändler Giovanni meine Lieblingsfigur ist, denn er macht einfach eine unglaubliche Entwicklung durch und ist Inge ein echter Freund bis zum Schluss.

Es ist interessant wie viele Verbindungen es zwischen Föhr und New York gibt und man lernt einiges dazu. So zum Beispiel das Föhrer Nationalgetränk der “Manhattan”, aber auch dass es einen Verein gab, der Menschen aus Föhr half in New York Fuß zu fassen.

Die Sprache des Romans ist sehr authentisch, denn auch in New York wird Fering gesprochen und nicht nur auf Föhr. Aber auch viele amerikanische Ausdrücke finden in den Roman einen Platz und schlagen auch so sprachlich eine Brücke zwischen den Kontinenten.

Der Roman wird größtenteils aus der Sicht von Inge erzählt, später fließen aber Passagen ein in der wir den Blickwinkel von ihrem Sohn einnehmen.

Für mich eine berührende Geschichte, die mir nicht nur sehr gut gefallen hat, sondern die mich mitgenommen hat und die zeigt, dass wir mehr im Leben können, als wir selbst anfangs glauben. Wer gerne etwas mehr über die Verbindung von Föhr und New York erfahren möchte oder gerne Romane über starke Frauen liest, der ist bei diesem Roman genau richtig.

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