Profilbild von Feliz

Feliz

Lesejury Star
offline

Feliz ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Feliz über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2020

Klischeehafte Geschichte ohne Highlights

Rendezvous in zehn Jahren
0

Das Cover gefällt mir nicht so richtig gut, auch wenn ich es nicht furchtbar finde. Es wirkt vor allem wie jeder andere 08/15 Liebesroman der letzten Jahre.

Somit passt es dann auch irgendwie ganz gut ...

Das Cover gefällt mir nicht so richtig gut, auch wenn ich es nicht furchtbar finde. Es wirkt vor allem wie jeder andere 08/15 Liebesroman der letzten Jahre.

Somit passt es dann auch irgendwie ganz gut zur Geschichte: Ted und Valerie lernen sich in einem kleinen Café in Amsterdam kennen und erzählen sich ihre größten Sehsüchte, die unterschiedlicher kaum sein könnten, denn während der Holländer Ted die Berge über alles liebt, will die Münchenerin Valerie nur ans Meer. Als sie sich nach zwei Stunden trennen müssen, hält sie es für eine gute Idee sich in zehn Jahren erneut genau hier wiederzutreffen und sich auf ein Date mit dem attraktiven Ted zu verabreden. Dieser erkennt schon kurze Zeit später, dass er sich in die lebenslustige Frau verliebt hat, doch er kann sie nicht finden. Über Jahre hinweg versuchen sie immer wieder sich gegenseitig zu finden, doch das Schicksal lässt sich nicht so leicht überlisten.

Ich habe nicht so viel von der Geschichte erwartet, außer vielleicht einer angenehmen und unterhaltsamen Geschichte ohne viel Anspruch, aber ich wurde dennoch enttäuscht. Die Idee der Story ist nicht neu, man hätte aber mit sympathischen, liebevoll gestalteten oder einer innovativen Storyline eine durchaus gute Geschichte schaffen können, aber mich hat nichts davon überzeugt. Der Schreibstil war ebenfalls nicht wirklich überzeugend, ich habe besonders zu Beginn immer wieder gestoppt und im Kopf die Sätze umgestellt, weil sie mir zu umständlich, zu schlecht formuliert vorkamen. Zum Schluss wurde es besser, weil ich mich zum einen daran gewöhnt hatte und zum anderen nicht mehr so genau gelesen habe. Was mich aber noch viel mehr gestört hat, sind die ständigen Perspektivwechsel. Dass man die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Ted und Valerie erlebt, ist glaubwürdig und auch sehr sinnvoll, aber der Blick anderer Menschen auf die Geschichte, egal ob Valeries Schwester Anne oder Teds Freund Roman, ist zu viel. Natürlich spielen alle diese Menschen eine wichtige Rolle im Leben der beiden, man muss aber nicht jeden zu Wort kommen lassen, sondern hätte das einfach weglassen können oder es aus der Sicht eines auktorialen Erzählers berichten lassen können, so wirkt es häufig sehr gezwungen.

Auch die Geschichte an sich ist zu unglaubwürdig und zu gezwungen. Immer wieder laufen die beiden derart knapp aneinander vorbei und verpassen sich so knapp, dass man sich immer wieder an den Kopf fasst. Ich habe durchaus schon Bücher mit einem ähnlichen Plot gelesen, wo mich das nicht so sehr gestört hat wie bei diesem Buch. Hier lag es vermutlich vor allem daran, dass es keinen richtigen Konflikt der Protagonisten gab. Beide kommen zwar gerade aus längeren Beziehungen, die ihnen noch immer nachhängen und aus der Ted auch einen Sohn hat, aber beide sind zum Zeitpunkt des Treffens ungebunden und hätten sich durchaus noch einmal treffen können, deswegen habe ich auch nicht verstanden, warum sie es nicht getan haben, sondern eben dieses Date in zehn Jahren ausmachen. Das wirkte so konstruiert, dass mich das vermutlich auch bei dem Rest der Geschichte gestört hat. Ich mochte die Figuren, besonders Ted und auch die Nebencharaktere durchaus und habe mir auch gewünscht, dass sie endlich zueinander finden, aber wie das schließlich passiert, hat mich extrem gestört, auch wenn ich hier nicht genauer in die Tiefe gehen will.

Alles in allem hätte das Buch eine nette Unterhaltung für Zwischendurch seien können, aber mich haben im Endeffekt so viele Kleinigkeiten gestört, dass ich das Buch zu keinem Moment so richtig genießen konnte, sondern ich immer wieder genervt den Kopf geschüttelt und die Augen verdreht habe, weil die ganze Geschichte vor allem konstruiert und unglaubwürdig wirkte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Poetischer Schreibstil, starke Frauen

Die Tanzenden
0

Ich mag das Cover wirklich gerne, weil es durch die lebendigen Farben und die Darstellung einer Tänzerin zunächst so gar nicht zu der Geschichte zu passen scheint, es aber nach der Lektüre doch tut und ...

Ich mag das Cover wirklich gerne, weil es durch die lebendigen Farben und die Darstellung einer Tänzerin zunächst so gar nicht zu der Geschichte zu passen scheint, es aber nach der Lektüre doch tut und vielleicht auch dadurch aus der Masse heraussticht.

Die Geschichte ist anders als man auf den ersten Blick denkt: Eugénie de Cléry passt nicht so richtig in das Bild, das ihr Vater gerne von ihr hätte, weil sie weder heiraten noch sich mit der Rolle als ruhige Hausfrau zufrieden geben will, vor allem aber weil sie mit Toten reden kann. Als sie sich ihrer Großmutter anvertraut, steckt ihr Vater sie, um den Ruf der Familie zu wahren, in die ‚Irrenanstalt‘ Salpêtrière. Dort trifft sie auf die Insassin Louise und die Aufseherin Genèvieve, die sie bittet, sie zu befreien und ihr die Möglichkeit zu geben, in die Gesellschaft zurückzukehren. Auch wenn diese sich zunächst weigert, gipfeln die Ereignisse in dem berühmten Ball vom Salpêtrière, wo die reichen Bürger einen Blick auf die verrückten Frauen werfen wollen und diese sich endlich wieder normal fühlen können…

Ich habe eigentlich gar nichts von der Geschichte erwartet, weil ich weder aus dem Klappentext noch aus der Leseprobe so richtig erfahren konnte, in welche Richtung sich das Buch entwickeln wird und habe ehrlich gesagt mit einer Familiengeschichte gerechnet. Mich hat vor allem das Cover gereizt weniger die Geschichte an sich und bei dieser habe ich auch eine ganze Zeit gebraucht, um wirklich in die Story einzutauchen. Das liegt vor allem daran, dass man sich erst einmal an den Schreibstil gewöhnen muss, besonders wenn man normalerweise andere Literatur liest. Dieser ist sehr leicht, sehr poetisch und lässt einen jeden Satz überlegen. Einen so anderen und gleichzeitig ausdrucksstarken Schreibstil habe ich schon lange nicht mehr erlebt.

Auch die Geschichte an sich ist nach einer Gewöhnungsphase durchaus spannend und interessant. Der Gedanke, dass Frauen im 19. Jahrhundert einfach eingesperrt werden konnten, wenn sie nicht mit den Anforderungen der Gesellschaft konform sind, lässt einen auch darüber nachdenken, inwiefern sich das in der Gegenwart geändert hat oder ob die Mittel vielleicht nicht nur andere geworden sind. Ich habe mit den Protagonistinnen mitgelitten und für alle auf ein besseres Leben gehofft, auch wenn mir von Anfang an klar war, dass es sich nicht für alle erfüllen wird. Besonders die ruhige, zumeist besonnene Art von Genèvieve fand ich sehr angenehm.

Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist wahrscheinlich, dass es wirklich sehr, sehr dünn ist. Man braucht bestimmt ein Drittel des Buches, um in die Geschichte zu finden und dann ist es schon fast wieder vorbei. Vor allem im letzten Abschnitt entwickelt sich die Handlung viel zu schnell, zu abrupt und letztlich auch ein wenig unglaubwürdig. Man hätte die Charaktere vielleicht ein bisschen behutsamer aufbauen und entwickeln können. Dennoch gefiel mir das Ende, weil es die Geschichte perfekt abrundet.

Alles in allem gefiel mir das Buch vor allem wegen des ausdrucksstarken Schreibstils und der ungewöhnlichen Geschichte. Victoria Mas schafft es eindrucksvoll, Frauen eine Stimme zu geben, die eigentlich keine haben und aufzuzeigen, wie schwer es war (vielleicht auch noch immer ist) eine Frau zu sein, die außerhalb einer Norm lebt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Leider nicht so überzeugend, wie es das Cover verspricht

Verloren sind wir nur allein
0

Ich mag das Cover unglaublich gerne, schon allein weil die Farbharmonie wunderbar ist und es aus diesem Grund aus der Masse heraussticht. Außerdem passt es mit seinen pastelligen Farben perfekt zum Genre ...

Ich mag das Cover unglaublich gerne, schon allein weil die Farbharmonie wunderbar ist und es aus diesem Grund aus der Masse heraussticht. Außerdem passt es mit seinen pastelligen Farben perfekt zum Genre des Jugendbuches.
Auch die Geschichte klingt erstmal reizvoll: Sky muss zusammen mit ihrer Mutter in das ländliche Texas zu Roger, dem neuen Freund ihrer Mutter, auf dessen Farm ziehen, auch wenn sie das so gar nicht will und noch immer ihren verstorbenen Vater vermisst. Dort zieht sie sich vor allen Menschen zurück und blockt jeglichen Kontakt ab, bis Jeff, der Neffe von Roger, es schafft, dass sie sich nach und nach öffnet. Doch auch er hat mit den Geistern der Vergangenheit zu kämpfen und das stellt die aufkeimenden Gefühle auf einen schweren Prüfstand.
Ich habe ziemlich viel von dem Buch erwartet, weil mir sowohl das Cover als auch die ersten Seiten des Buches unglaublich gut gefallen haben, vielleicht auch deswegen war ich am Ende ein wenig enttäuscht von der Story. Das liegt vor allem daran, dass ich Sky am Anfang super nervig fand, ja ich verstehe, dass sie trauert, aber wie gemein sie teilweise zu ihrer Mutter ist, fand ich einfach zu viel. Es hätte möglicherweise geholfen, wenn man ihren Vater kennengelernt hätte oder im Prolog quasi seinen Tod miterlebt hätte, einfach um die Traumatisierung von Sky besser verstehen zu können. So war ich spätestens nach den ersten Kapiteln genervt davon, wie sie sich verhält. Zwar kann man sich Sky als Charakter wunderbar vorstellen, das gilt aber leider nicht für die anderen Figuren, die eher blass und fast schon klischeehaft bleiben. Besonders ihre Freunde sind unglaublich typisch für diese Art von Jugendbüchern: April ist immer fröhlich und gut gelaunt, Rachel mag Sky auch sofort, obwohl sie etwas zurückhaltender ist und die Jungs konnte ich bis zum Ende nicht unterscheiden. Das liegt auch daran, dass immer wieder Ansätze einer möglichen Geschichte aufgenommen, aber nicht fortgeführt werden, wie beispielsweise die Verbindung Skys zu dem schwierigen Pferd Teardrop oder die Gefühle zwischen Rachel und Noah. Das alles wird erwähnt und dann allenfalls am Rande fortgeführt, das alles hätte die Geschichte etwas runder, glaubwürdiger machen können.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Sky und Jeff gefiel mir nicht so richtig, auch wenn ich den Anfang noch ziemlich gut fand. Dass Jeff sich von ihrem Verhalten nicht aus der Ruhe bringen lässt, sondern weiterhin nett zu ihr war und sie auch zu diversen Sachen mitgenommen hat, fand ich super. Allerdings entwickelt sich die Geschichte mir zu schnell, erst mag Sky ihn gar nicht, sondern war eher genervt und dann plötzlich ist sie in ihn verliebt und kann nicht mehr ohne ihn leben. Das ging mir einfach zu schnell, man hätte beispielsweise über Teardrop eine Verbindung herstellen können, indem sich beide um ihn kümmern, aber so vertrauen sie sich beide intime Dinge an und lieben sich dann.
Alles in allem klingt das viel negativer als ich es beim Lesen empfunden habe. Ich habe die Geschichte innerhalb eines Tages durchgelesen, was vor allem dem wunderbar leichtem und flüssigem Schreibstil geschuldet ist, aber vor allem das letzte Drittel der Story war mir zu unglaubwürdig und die Figuren blieben im Allgemeinen zu blass, als dass ich das Buch als wirklich gut empfinden konnte, auch wenn es wirklich Potenzial gehabt hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

Wieder einmal ein gutes Buch der Autorinnen, aber mit kleineren Schwächen

Rebel Soul
1

Ich mag das Cover ziemlich gerne, weil es zum einen wunderbar aus der Masse heraussticht und auch ziemlich gut zum Inhalt des Buches passt, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es mehr glitzert bzw. ...

Ich mag das Cover ziemlich gerne, weil es zum einen wunderbar aus der Masse heraussticht und auch ziemlich gut zum Inhalt des Buches passt, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es mehr glitzert bzw. glänzt.

Die Geschichte an sich ist nicht besonders außergewöhnlich: Gia schreibt in den Hamptons an einem Buch, kommt aber nicht so richtig über die ersten Kapitel hinaus, obwohl sie bereits eine Anzahlung erhalten hat. Deswegen kommt es ihr gar nicht so unrecht, als ihre Mitbewohnerin Riley sie bittet, als Barkeeperin für sie einzuspringen. Gia hat keine Ahnung von Cocktails und ist sehr bald heillos überfordert. Das bemerkt auch einer der Gäste, dem sie frei heraus erzählt, dass sie nicht weiß, was sie gerade tut. Blöd nur, dass es sich bei dem Gast um ihren Chef Rush handelt, der damit droht Riley zu feuern, wenn Gia nicht stattdessen für ihn als Hostess arbeitet. Sie stimmt zu, auch weil sie die Anziehung zu ihrem heißen Boss nicht leugnen kann und wissen will, was hinter seiner ablehnenden Fassade steckt. Je länger sie einander kennen, desto näher kommen sie sich bis ein Ereignis aus der Vergangenheit die aufkeimenden Gefühle zwischen den beiden bedroht.

Ich liebe den Schreibstil von Vi Keeland und Penelope Ward, weil sie es jedes Mal wieder schaffen, mich zum Schmunzeln und teilweise auch richtig zum Lachen bringen können. Dadurch, dass man ab der ersten Minute in das Buch hineingezogen wird, möchte man jedes Buch in einem Zug durchlesen.
Das liegt auch und vor allem an den wunderbar gestalteten Figuren, anders als in vielen anderen Büchern werden sie ab der ersten Seite von Namen zu Figuren, deren Geschichte man unbedingt weiterverfolgen will. Ich mochte Gia direkt unglaublich gerne, weil sie kein Blatt vor den Mund nimmt und immer sagt, was sie denkt, egal wer ihr Gegenüber ist. Das fand ich ziemlich cool, eben weil sie kein graues Mäuschen ist, sondern weiß sich durchaus durchzusetzen und ist in ihrem Handeln sehr selbstbewusst. Das fand ich ziemlich gut, weil viele anderen Bücher des Genres lieber eine weibliche Protagonistin aufbauen, die eher angepasst und zurückhaltend ist. Auch Rush‘ Gestaltung fand ich sehr gelungen. Er wirkt natürlich erst einmal wie der absolute Bad Boy, der sich nicht um Gefühle kümmert und sich nimmt, was er will. Dieser Eindruck wird aber ziemlich schnell durch Gia zerstört. Sie schafft es ab dem ersten Moment ihn aus der Reserve zu locken und seine Mauern zum Bröckeln zu bringen, sodass man schnell erkennt, was für ein gutes Herz er hat. Das liegt auch daran, dass man durch die abwechselnden Perspektiven sehr gute Einblicke in das Seelenleben der beiden erhält und so ab den ersten Kapiteln mit den beiden mitfiebert und auf ein Happy End der beiden hofft.

Allerdings gibt es auch Kritikpunkte an dem Buch: Es passiert zum einen nicht besonders viel in dem Buch, was mir während des Lesens allerdings nicht so richtig aufgefallen ist, sondern erst beim späteren Nachdenken, zum anderen entwickelt sich die Beziehung zwischen den beiden viel zu schnell. Rush sagt immer wieder, dass er keine Beziehung mit einer Angestellten will bzw. dass er keine Beziehung im Allgemeinen will und plötzlich überwindet diese Beziehung auch Schwierigkeiten, an der andere gescheitert wären, mehr will ich hier nicht dazu sagen, weil man ansonsten viel zu sehr spoilern würde. Ich fand es aber dennoch ein bisschen zu extrem und ein bisschen zu unglaubwürdig, auch wenn es mir gut gefallen hat, dass beide ihre Handlungen sehr stark reflektieren und wenigstens zu sich selbst ehrlich sind, das macht die beiden besonders. Der Punkt, der mich allerdings am meisten gestört hat, hat wenig mit der Handlung zu tun, die ich zwar manchmal ein wenig klischeehaft fand, aber die mich dennoch gut unterhalten hat, sondern viel mehr mit der Gestaltung des Buches. Mich stört unglaublich, dass die Geschichte in zwei Teile geteilt ist, zwar sorgt er ziemlich gut gewählte Cliffhanger dafür, dass man den zweiten Teil am liebsten direkt lesen will, aber der erste Band umfasst als eBook nicht viel mehr als 200 Seiten und auch der zweite wird eine ähnliche Seitenanzahl haben. Ich habe nichts gegen Dilogien Bücher mit Cliffhanger, aber hier habe ich einfach das Gefühl, dass man ein Buch künstlich in zwei Teile geteilt hat, um mehr Geld herauszuschlagen. Ich kaufe gerne Bücher und habe auch kein Problem mal ein bisschen mehr für eins auszugeben, aber hier sind beide Teile so dünn, dass sie ganz einfach ein Buch hätten sein können.

Alles in allem mochte ich das Buch wirklich gerne, wozu vor allem der unglaublich tolle Schreibstil, aber auch die die wunderbar gestalteten Figuren zu beitragen, allerdings ist die Handlung und die Entwicklung der Beziehung zwischen Gia und Rush am Ende ein wenig zu unglaubwürdig und das Buch zu gezwungen in zwei Teile geteilt, als dass ich es als perfektes Buch bezeichnen könnte. Ich werde, auch wegen des Cliffhangers, aber definitiv den zweiten Teil lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.03.2020

Eigentlich eine gute Idee, die Umsetzung wirkt aber unausgereift

Insta Love - Nur perfekt ist gut genug
0

Das Cover finde ich recht gelungen und ohne dieses wäre mir das Buch vermutlich auch gar nicht aufgefallen. Es erinnert mich zwar ein wenig an New Promises, aber da die Geschichte so anders ist, schafft ...

Das Cover finde ich recht gelungen und ohne dieses wäre mir das Buch vermutlich auch gar nicht aufgefallen. Es erinnert mich zwar ein wenig an New Promises, aber da die Geschichte so anders ist, schafft sie es für sich zu stehen.
Diese hat durchaus Potenzial: Jules hat sich gerade erst von ihrem Freund Dan getrennt. Doch nicht nur die Trennung macht sie fertig, sondern auch die Reaktionen darauf, schließlich ist sie ein aufstrebendes Model und er ein Extremsportler und zusammen haben sie unglaubliche viele Instagram-Follower, die so gar nicht begeistert über die Trennung sind. Nun muss Jules sich nicht nur ein Leben abseits von Dan aufbauen, sondern auch mit dem Druck in den Sozialen Medien klarkommen. IN dieser turbulenten und nervenaufreibenden Zeit lernt sie den attraktiven Paul kennen, der so ganz anders ist als alle anderen in der Branche und ihr an Anfang an Halt gibt. Doch die Beziehung zu ihrem Ex und die Anforderungen an sie als Model könnten die aufkeimenden Gefühle zerstören.
Ich fand die Idee des Buches von Anfang an ziemlich spannend, auch weil ein Model als Protagonistin und der Einfluss sozialer Medien auf Influencer eher selten vorkommt. Am Anfang war ich auch begeistert, wie die Autorin diese Ideen umsetzt. Am besten gefielen mir die Rückblicke auf die Beziehung zwischen Jules und Dan. Dazu wurden kleine Episoden erzählt und wie diese in einem Foto münden. Als Abschluss wurde dann die Anzahl der Likes erwähnt. Dies zeigt auf, wie falsch diese Insta-Welt ist, weil beispielsweise nach einem Streit dennoch ein wunderschönes Foto von Jules und Dan entstehen kann, das dann von mehreren Hunderttausend Menschen gelikt wird. Diese Art der Schilderung gefiel mir ausnehmend gut und war so interessant, dass ich am Anfang gar nicht aufhören konnte, zu lesen. Ich habe eigentlich gedacht, dass sie als Stilmittel dienen sollten, um zu auch die Geheimnisse in der Beziehung der beiden zu zeigen, aber falsch gedacht, sie zeigten einmal schnell auf, warum Instagram total fake ist und hörten dann vollständig auf. Das hat mich extrem geärgert, weil man so viel mehr daraus hätte machen können. Das Problem liegt aber auch darin, dass das Buch sehr dünn ist und für ausführliche Ausarbeitungen keinerlei Raum bleibt.
Genau dieses Problem gibt es auch in der aufkeimenden Beziehung zwischen Paul und Jules. Ich finde zu einen, dass sie sich viel zu schnell entwickelt bzw. Jules überhaupt keine Zeit hat, das Ende der Beziehung zu Dan zu verarbeiten. Das spricht zwar auch Paul immer wieder an, aber Jules hat anscheinend überhaupt kein Problem damit, ihm wieder zu vertrauen, obwohl auch er ihr nicht alles erzählt. Auch der Höhepunkt der Story war irgendwie sehr albern, weil das Problem meiner Meinung nach keins ist und sich Jules an keiner Stelle falsch verhalten hat, obwohl genau das suggeriert wird. Das hat mich zum Ende hin extrem aufgeregt und mir auch so ein bisschen den Lesespaß genommen, weil sich die Auflösung ewig lange hingezogen hat und zum Schluss einfach zu unglaubwürdig war.
Alles in allem wirkte es von Anfang an so, als hätte die Autorin die Mission die Gefahren der Sozialen Medien aufzuzeigen und zu deren Gunsten ein wenig die Storyline zu vernachlässigen. Zum Anfang war ich noch begeistert von der Art die Geschichte zu erzählen, aber leider war die Geschichte zum Ende hin, zu vorhersehbar und klischeehaft, dass ich am Ende ein wenig enttäuscht war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere