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Feliz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2018

Ein Mädchen zwischen zwei Prinzen

Wenn die Sterne Schleier tragen
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Das Cover ist auch in der Realität wunderschön gestaltet und passt hervorragend zu der Thematik des Buches.
Cecilia soll aufgrund der jahrelangen Freundschaft ihres Vaters zum König von Europa dessen ...

Das Cover ist auch in der Realität wunderschön gestaltet und passt hervorragend zu der Thematik des Buches.
Cecilia soll aufgrund der jahrelangen Freundschaft ihres Vaters zum König von Europa dessen ältesten Sohn Noran heiraten, obwohl sie ihn erst ein Mal gesehen hat. Um ihn besser kennen zulernen, reist sie mit ihrer Familie nach Vienna, der Hauptstadt Europas. Dort trifft sie zunächst einmal seinen jüngeren Bruder Elias, der sich ihr gegenüber unmöglich benimmt, während der Kronprinz sich als wahrer Gentleman erweist. Aber auch Elias schafft es, sich in ihren Gedanken einzunisten.
Die Geschichte erinnert mich sehr stark an die Selection-Reihe, was ich aber als eher positiv bewerten würde, schließlich liebe ich diese Bücher. Auch die Story gefällt mir im Großen und Ganzen gut, was besonders an dem Charakter Cecilias und an dem vom Elias liegt. Beide ergänzen sich so wunderbar und bringen sich gleichzeitig immer wieder auf die Palme, sodass die Spannung das Buch interessant macht. Allerdings werden bestimmte Probleme zu leicht gelöst, wie beispielsweise das Cecilias mit der Königin. Auch verliebt sie sich meiner Meinung nach viel zu schnell in Elias, sie unterhalten sich gefühlt nur zweimal und dann stellt sie fest, dass sie ihn mag.
Trotz dieser Makel wird das Buch zum Ende noch einmal richtig spannend und ich will auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht und was hinter Cecilias Rolle steckt.

Veröffentlicht am 24.07.2018

Solide Liebesgeschichte mit unpassendem Setting

Eine unbeugsame Braut
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Das Cover gefällt mir sehr gut. Durch den Blick auf das Mädchen wirkt es so, als wäre man selbst Teil der Geschichte.
Illiana Henriksdotter wünscht sich ein geruhsames Leben, in dem sie sich um ihre Heilpflanzen ...

Das Cover gefällt mir sehr gut. Durch den Blick auf das Mädchen wirkt es so, als wäre man selbst Teil der Geschichte.
Illiana Henriksdotter wünscht sich ein geruhsames Leben, in dem sie sich um ihre Heilpflanzen kümmern kann, ohne von den Nachbarn oder ihren Eltern skeptisch beäugt werden, weil sie noch nicht verheiratet ist. Sie ist mehr als glücklich, dass ihr der Nachbarssohn einen Antrag macht. Beiden freuen sich auf ein ruhiges Zusammenleben ohne große Gefühle oder Überraschungen. Doch dann erscheint der gefürchtete Markus Järv in Illianas Dorf und durch einen dummen Zufall landet sie nackt in seinem Zimmer. Aus diesem Grund zwingt Illianas Familie Markus zu heiraten und sie begibt sich in eine unsichere Zukunft mit einem Mann, der den Ruf hat, der grausamste der Ritter des Königs zu sein...
Die Story startet eigentlich sehr gut. Illiana ist ein Mädchen, das nur heiraten will, damit sie endlich Ruhe vor dem Gerede der Menschen hat. Trotz einer entsetzlichen Familie ist sie ein einfühlsamer und netter Mensch. Auch ihr erstes Treffen mit Markus ist so gestaltet, dass man die Spannung von Anfang an spüren kann. Danach wird die Story allerdings sowohl für das mittelalterliche Setting als auch im Allgemeinen unlogisch und flach. Menschen, die eben erst eingeführt werden, sterben innerhalb von Sekunden und emotionale Szenen werden in wenigen Sätzen abgehandelt. Zudem verhält sich die sexuell unerfahrene Illiana in manchen Szenen mehr wie eine Dirne (um mal dem mittelalterlichen Setting zu entsprechen), die versucht ihren Mann nach allen Regeln der Kunst zu verführen. Das passt in keinster Weise zu den Mädchen, das man zuvor kennengelernt hat.
Zudem stört es mich, dass man einfach eine x-beliebige Liebesgeschichte ins Mittelalter verpflanzt hat. Diese Geschichte hätte man genauso in der Moderne erzählen können (wenn nicht besser). Wenn ich einen historischen Roman lesen will, dann muss er sowohl zur Zeit passen, als auch ein paar historische Ereignisse aufweisen, sonst muss man es auch nicht in dieser Zeit spielen lassen.
Positiv kann man aber den Schreibstil bewerten, der sehr locker und leicht ist. Dieser hat dafür gesorgt, dass ich das Buch weitergelesen habe.

Fazit:
Die Liebesgeschichte zwischen Illiana und Markus ist eine solide, vielleicht sogar schöne Liebesgeschichte, die aber durch große Schwächen in der Handlung zunehmend verflacht. Der Schreibstil ist dennoch positiv hervorzuheben, sodass ich vielleicht noch mal einen Roman der Autorin mit modernem Setting lesen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühl
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Handlung
Veröffentlicht am 25.06.2018

Solides Jugendbuch

Zurück auf Gestern
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Das Cover finde ich wunderschön. Die Uhr ist sehr schön durch das Gold hervorgehoben und springt deshalb direkt ins Auge.
Leider hält die Geschichte nicht wirklich, was das Cover verspricht. Claire und ...

Das Cover finde ich wunderschön. Die Uhr ist sehr schön durch das Gold hervorgehoben und springt deshalb direkt ins Auge.
Leider hält die Geschichte nicht wirklich, was das Cover verspricht. Claire und ihre Freundin Lulu sind Herzenszwillinge und machen, seit sie sich vor anderthalb Jahren kennengelernt haben, alles zusammen. Deswegen schenkt Claire ihr auch einen Teil der Kette, die sie von ihrer Oma geerbt hat. Als Lulus Schwarm nach dem Schulfest nicht mit ihr, sondern mit einer der größten Zicken der Schule tanzt, wünscht sie sich die Zeit zurückdrehen zu können, was prombt passiert...
Ich hatte eine Geschichte im Stile von Rubinrot erwartet, doch das konte sich leider nicht erfüllen. Ich war schon von Beginn an von Lulu genervt, die immer ihren dramatischen Moment haben muss und es ihr dann fast egal ist, wie sie Claire dadurch behandelt. Das ist für mich keine wahre Freundschaft, auch wenn genau die im Mittelpunkt stehen soll. Zudem vermag es der Schreibstil nicht, mich so richtig zu packen. Ich musste mich nicht durchquälen, konnte es aber ohne Probleme nach einem Kapitel zur Seite legen.

Veröffentlicht am 23.06.2018

XOXO Gossip Girl

Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
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Zunächst einmal vorweg: Das Cover des Buches gefällt mir in natura noch viel besser als auf dem Bild. Man sieht ein Mädchen in einem violetten Kleid, die vor einer Skyline zu schweben scheint. Die Skyline ...

Zunächst einmal vorweg: Das Cover des Buches gefällt mir in natura noch viel besser als auf dem Bild. Man sieht ein Mädchen in einem violetten Kleid, die vor einer Skyline zu schweben scheint. Die Skyline im Hintergrund schimmert schön, sodass der Effekt von Lichtern in der Dunkelheit entsteht.
Nun zur Geschichte: Die Story spielt im Jahr 2118 in einem tausendstöckigen Wolkenkratzer. Dort leben verschiedene Teenager, deren Leben sich auf die ein oder andere Weise kreuzen. Zum einen sind da die Freundinnen Avery und Leda, die sich in den gleiche Jungen verliebt haben und sich nun immer mehr auseinander leben. Zur gleichen Clique gehört auch die unbeschwerte Eris, die nachdem sie ein Familiengeheimnis aufgedeckt hat, mit völlig neuen Lebensumständen umgehen muss. Viel weiter unten im Tower und somit im armen Teil lebt der Hacker Watt, der nur durch seine Computerfähigkeiten in die Elite der Gesellschaft eintauchen kann. Dort lebt auch Rylin, die sich nach dem Tod ihrer Mutter um ihre kleine Schwester kümmern muss und dadurch auch in illegale Aktivitäten verstrickt wird.
Auch wenn die Charaktere zum Teil recht oberflächlich wirken, gefällt mir die Schilderung der verschiedenen Perspektiven. Man versteht die Motivik der handelnden Personen so viel besser, auch wenn sich hier natürlich klare Sympathien entwickeln. Auch der Handlungsraum ist super interessant. Die Idee, dass quasi eine gesamte Stadt in einem Wolkenkratzer von tausend Etagen vorhanden ist und dass das Stockwerk über das Ansehen entscheidet, ist faszinierend. Das System wird gar nicht groß erklärt, man versteht die technischen Errungenschaften aber auch so gut und nimmt sie direkt als gegeben hin. Auch der Schreibstil gefällt mir gut, er ist flüssig und man kann das Buch in einem Zug durchlesen.
Den einzigen negativen Punkt, den ich nennen kann, ist das Ende. Ohne viel verraten zu wollen, ist das Ende meiner Meinung nach sehr klischeehaft und erinnert mich an den Kliffhänger einer typischen Teenieserie. Der Eindruck einer Mischung aus Gossip Girl und Pretty Little Liars, der sich einem schon am Anfang des Buches aufdrängt, wird durch diese Ende nochmal verstärkt. Trotzdem werde ich auch das zweite Buch lesen, da ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 23.06.2018

Leider enttäuschend

Drei Tage und ein Leben
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Die Story hatte viel Potenzial: Die Geschichte eines 12-jährigen Mörders, der mit seiner Schuld leben muss. Der Anfang war auch noch relativ vielversprechend. Antoine muss den Sommer isoliert von seinen ...

Die Story hatte viel Potenzial: Die Geschichte eines 12-jährigen Mörders, der mit seiner Schuld leben muss. Der Anfang war auch noch relativ vielversprechend. Antoine muss den Sommer isoliert von seinen Mitschülern verbringen, da seine Mutter ihm verbietet mit ihnen PlayStation zu spielen. Er baut also allein, nur begleitet von dem Hund Odysseus ein Baumhaus, das er schließlich auch dem fünfjährigen Rémi zeigt. Doch dann verliert Antoine seinen besten Freund, Odysseus wird zunächst angefahren und dann von seinem Herrchen, Rémis Vater, erschossen. Der Junge kann das nicht verstehen und flüchtet sich aus Trauer zu dem Baumhaus, zu dem ihm Rémi folgt. In seiner Trauer wirft Antoine Rémi das Verhalten seines Vaters vor und erschlägt ihn in seiner Trauer. Spätestens an dieser Stelle verlor ich die Begeisterung für die Story. Ich bin normalerweise ein emotionaler Leser und lese Bücher mit allen Emotionen, die dazu gehören, aber hier hab ich nichts gefühlt und das obwohl gerade ein kleines Kind von einem Jungen umgebracht wurde. Aber der Autor schilderte diese Stelle relativ unaufgeregt und trocken. Mir fiel es ab diesem Punkt schwer das Buch weiterzulesen, denn ich konnte Antoine nicht wirklich verstehen. Es tat mir leid, dass er seinen besten Freund verloren hatte und auch dass seine Eltern sich beide nicht um ihn kümmerten, sodass er keine wirklichen gesellschaftlichen Kontakte hatte. Dies ist aber noch lange kein Grund ein Kind zu töten. Ich konnte einfach kein Mitgefühl für ihn entwickeln. Das macht mir die ganze Geschichte kaputt, die gute Ansätze hatte, die aber durch den unemotionalen Schreibstil zunichte gemacht wurden.