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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2020

Wirbel

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Es ist das Jahr 2099 und die Welt ist seit dem Jahr 2020 verändert, denn da entstand die Welt neu durch den sogenannten Ur-Vortex, einem riesigen Energiewirbel, der die Länder und Klimazonen der Erde durcheinanderwirbelte. ...

Es ist das Jahr 2099 und die Welt ist seit dem Jahr 2020 verändert, denn da entstand die Welt neu durch den sogenannten Ur-Vortex, einem riesigen Energiewirbel, der die Länder und Klimazonen der Erde durcheinanderwirbelte. So entstanden ganz neue Klimazonen und auch sogenannte "Splits". Menschen aber auch Tiere, deren DNA verändert wurde und die nun eines der Elemente in sich tragen und es beherrschen. Inzwischen leben sie fast alle in sogenannten Zonen. Elaine wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Vortex-Läufer zu sein, doch dafür muss sie am Ende ihrer Ausbildung unter den 10 besten sein. Sie müssen durch einen Vortex springen, einem großen Energiewirbel, der sie an einen anderen Punkt auf der Erde katapultieren wird. Von dort aus müssen sie den folgenden Wirbel finden und möglichst schnell zurück an den Startpunkt in Neu-London gelangen. Elaine hofft, dass sie und ihr Freund Luka ihres schaffen werden. Denn gerade für Luka ist es wichtig, sich zu beweisen, weil er ein halber Split ist und das Feuer manchmal auf ihm lodert. Doch dann geschieht etwas eigenartiges. Elaine gewinnt das Rennen, doch dabei hat sie etwas gemacht, was sonst keiner kann. Bis auf einen Läufer, der jedoch vor einigen Jahren spurlos verschwand. Sie soll ein Sondertraining erhalten und dann verläuft alles anders, als sie es vorhergesehen hat... Interessante Geschichte, manchmal viele Parallelen zu bekannten Romanen, aber dann doch wieder ganz eigen. Ich bin schon gespannt, wie und wann es weitergehen wird.

Veröffentlicht am 16.04.2020

Nachtpost

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
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Emily ist zehn Jahre alt und ihre Mutter ist ihr total peinlich, weil sie einfach so anders ist als andere Mütter. Viel zu ausgeflippt. Aber sie ist eben eine Künstlerin. Da ist ihr Vater doch viel verlässlicher. ...

Emily ist zehn Jahre alt und ihre Mutter ist ihr total peinlich, weil sie einfach so anders ist als andere Mütter. Viel zu ausgeflippt. Aber sie ist eben eine Künstlerin. Da ist ihr Vater doch viel verlässlicher. Er ist Postbote bei der Nachtpost (eigentlich hat sie vor diesen Ereignissen nie gefragt, warum er nicht tagsüber die Post austrägt) und interessiert sich ansonsten vor allem fürs Gärtnern. Doch dann bekommt Emily mit, wie ein geheimnisvoller Brief um Mitternacht zugestellt wird und dann verschwindet ihre Mutter. Ihr Vater äußert sich nur recht vage, aber bald ist er auch verschwunden und Emily ist ganz alleine. Bald macht sie sich gemeinsam mit dem Igel Hoggins auf die Suche und landet in einer geheimnisvollen Parallelwelt. Ein tolles Cover, sehr schöne Zeichnungen um die Kapitelnummern herum und eine tolle Idee für eine zauberhafte Geschichte, aber sie wirkte auf mich leider oft zu "gewollt" und schweifte ständig ab, hinterfragte nichts und stellte zu viel einfach fest - selbst für ein Kinderbuch. Außerdem denke ich, dass das Buch eher für etwas ältere Kinder gedacht ist.

Veröffentlicht am 13.04.2020

Kraken

Die Herren der Zeit
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Dies ist der Abschlussband um Inspector Ayala alias der "Kraken". Wie auch die beiden vorherigen Bände spielt die Geschichte im Baskenland, in Vitoria. Dieses Mal geht es um einen historischen Roman und ...

Dies ist der Abschlussband um Inspector Ayala alias der "Kraken". Wie auch die beiden vorherigen Bände spielt die Geschichte im Baskenland, in Vitoria. Dieses Mal geht es um einen historischen Roman und um die persönliche Vergangenheit des Kraken, die in Zusammenhang mit einer aktuellen Mordserie stehen. Verbindung ist hier die Lesung aus dem Buch "Die Herren der Zeit", zu der der "Kraken" geht. Die Chronik aus dem Ende des 12. Jahrhunderts ist dann auch neben der Perspektive der Gegenwart die zweite Erzählperspektive, zwischen denen die Autorin Eva García Sáenz geschickt hin- und her wechselt. Die Spannung bleibt über weite Strecken gut erhalten und die Neugierde bleibt geweckt. Ein gelungener Abschluss der Trilogie, voller Spannung und mit Einblicken in die baskische Lebensweise.

Veröffentlicht am 13.04.2020

Frauenpower

Kirschkuchen am Meer
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Marie ist gerade bei ihrer Oma und macht Erdbeermarmelade - allein schon bei den Beschreibungen lief mir das Wasser im Mund zusammen. Oma ist noch im Garten und pflückt die restlichen Garten, als Maries ...

Marie ist gerade bei ihrer Oma und macht Erdbeermarmelade - allein schon bei den Beschreibungen lief mir das Wasser im Mund zusammen. Oma ist noch im Garten und pflückt die restlichen Garten, als Maries Schwester Lena anruft. Ihr Vater ist vor zwei Tagen gestorben. Die beiden Schwestern sind geschockt und traurig, obwohl sie kein gutes Verhältnis mehr zu ihrem Vater hatten und ihn schon länger nicht mehr gesehen hatten. Das lag jedoch vor allem an seiner zweiten Frau. Soll Marie zur Seebestattung fahren oder nicht? Lena ist hochschwanger und sie kann nicht mitkommen, aber dafür kommen ihre Mutter und ihre Oma mit und sie verbinden es mit einem Kurzurlaub an der Nordsee. Maries Verlobter Marc kann auch nicht mitkommen, denn er hat ein Vorstellungsgespräch.

Wer die Romane von Anne Barns kennt, weiß, dass man sich hier immer auf Anhieb wohlfühlt und man sich immer auf leckere Rezepte freuen kann - so auch hier im Anhang. Außerdem gibt es hier ein Wiedersehen mit einigen Personen aus einem der anderen Romane. Dieses Buch war einfach viel zu schnell ausgelesen und ich wäre liebendgerne noch länger verweilt. Was mir sehr gefallen hat: dieses Mal steht keine Liebesgeschichte so im Vordergrund; es geht mehr um Selbstfindung und Vergangenheit und Familiengeschichte. Ich werde die Tage definitiv mal schauen, ob ich die Zutaten für mindestens eines der Rezepte zu Hause habe. So kann ich noch etwas länger hier "verweilen".

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman von Anne Barns, wann immer er erscheinen wird.


Veröffentlicht am 09.04.2020

Eindrucksvoll

Die Tanzenden
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Dieses Buch wurde in Frankreich als "Bestes Debüt des Jahres" ausgezeichnet und menier Meinung zu Recht. Victoria Mas entführt uns ins Paris am Ende des 19. Jahrhunderts, in das Jahr 1885. Die gesamte ...

Dieses Buch wurde in Frankreich als "Bestes Debüt des Jahres" ausgezeichnet und menier Meinung zu Recht. Victoria Mas entführt uns ins Paris am Ende des 19. Jahrhunderts, in das Jahr 1885. Die gesamte Handlung spielt - bis auf den Epilog - nur über den Zeitraum von circa drei Wochen. Im Hospital La Salpêtrière werden - in der Regel lebenslang - Frauen aufgenommen, die als Hysterikerinnen gelten; diese Bezeichnung ist aus heutiger Sicht viel zu allgemein, denn es konnte sich zum Beispiel um Menschen mit Depressionen handeln oder auch solche mit Wahnvorstellungen und anderen Krankheiten, aber auch um ganz normale Frauen, die einfach zu fortschrittlich für die damalige Männerwelt waren und vor denen die Männer oftmals Angst hatten. Eingewiesen wurden die Frauen häufig von ihren Vätern oder Ehemännern. Die Autorin gibt uns mit den Geschichten von Louise, die seitdem sie zwölf Jahre alt ist, dort lebt, von der Wärterin Geneviève und der Bürgertochter Eugénie, die Geistererscheinungen hat, Einblick in diese Welt, kulmulierend im "Ball der Verrückten", zu dem "ganz Paris eilt, um sich die Verrückten anzuschauen". Ein toller, sehr französischer Schreibstil, eine interessante Geschichte - ein rundum gelungener Roman.