Cover-Bild Beastmode 2: Gegen die Zeit

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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 13.08.2020
  • ISBN: 9783522506311
Rainer Wekwerth

Beastmode 2: Gegen die Zeit

Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer besonderen Mission: der Rettung der Welt! Der finale zweite Band der „Beastmode“-Serie von Spiegel-Bestsellerautor Rainer Wekwerth erscheint im August 2020.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2020

Timehopping ohne Probleme

1

Vielen lieben Dank an NetGalley und den Planet!-Verlag für das Rezensionsexemplar!
Die Rezension spiegelt selbstverständlich trotzdem meine ehrliche Meinung wider.

Aufmachung:
Die Cover sind absolut genial! ...

Vielen lieben Dank an NetGalley und den Planet!-Verlag für das Rezensionsexemplar!
Die Rezension spiegelt selbstverständlich trotzdem meine ehrliche Meinung wider.

Aufmachung:
Die Cover sind absolut genial! Ich liebe es ja, wenn die einzelnen Teile einer Reihe auch im Aussehen zueinander passen und die Cover von Beastmode sind da ein Paradebeispiel.
Dazu kommt, dass sie auch wunderbar zum Inhalt passen: Die Gesichter, halb Mensch, halb Maschine, sehen in etwa so aus, wie ich mir Jenny vorgestellt habe. Wer die Bücher kennt, weiß, wie relevant sie für die Geschichte ist. 😉

Meine Meinung:
An Es Beginnt fand ich besonders schade, dass weder die Protagonisten noch der Plot sich mich in irgendeiner Weise überraschen konnten, obwohl die Idee dahinter wirklich genial ist – zumal Zeitreisegeschichten sehr tricky sind, da sich schnell Logikfehler einschleichen können!
Leider muss ich schon direkt zum Anfang der Rezension sagen, dass Gegen die Zeit sich gegenüber seinem Vorgänger in den Punkten leider nicht verbessert hat.

Positiv bleibt nach wie vor, dass es dem Autor wirklich gut gelungen ist, ein Zeitreiseproblem zu konstruieren, das in sich schlüssig und logisch ist und am Ende kaum Fragen offenlässt. Gerade in Geschichten mit Zeitreisen ist das keine Selbstverständlichkeit.
Um so trauriger fand ich es, dass mich die Handlung an sich so gut wie gar nicht mitreißen konnte.
Es passiert zwar einiges; die Plotdichte ist hoch und hätte durchaus Potenzial zum Pageturner. Allerdings bleibt die Handlung die meiste Zeit sehr vorhersehbar, was vor allem daran liegt, dass für die fünf Protagonisten keine Aufgabe eine wirkliche Herausforderung zu sein scheint.
Sie reisen von einem Ort zum anderen und lösen jedes Problem mit links, ohne dass sie mal wirklich länger als gefühlt fünf Minuten daran arbeiten müssen. Natürlich gibt es auch das eine oder andere „Hindernis“, aber selbst die sind in Nullkommanichts überwunden.
So bekommt die Geschichte natürlich kaum die Chance, den Leser richtig zu packen. Man macht sich keine Sorgen um die Protagonisten, da man weiß, dass sie innerhalb weniger Minuten ja schon ohne große Verluste weitermachen können.

Man „fliegt“ also regelrecht durch die Handlung, was aber nicht an der Spannung liegt, sondern vielmehr daran, dass sich Gegen die Zeit anfühlt, wie eine Zusammenfassung einer größeren Geschichte. Auch die Auflösung am Ende ist keine große Überraschung und nichts, was einen „vom Hocker haut“. Es gibt eben keine Spannung, die sich im großen Finale am Ende hätte entladen können.
Ich hätte mir hier gewünscht, dass der Autor an manchen Stellen etwas mehr in die Tiefe geht und die Protagonisten auch mal vor das eine oder andere größere Problem stellt, an dem sie vielleicht auch mal scheitern. Dann hätte mich die Geschichte vielleicht auch mehr packen können und es wäre nicht alles so vorhersehbar gewesen.

Ähnliches gilt auch für die Protagonisten. Ich hatte in meiner Rezension zum Vorgängerband schon kritisiert, dass alle fünf Charaktere auf mich sehr farblos wirkten. Das hat sich in Gegen die Zeit leider nicht geändert. Weiterhin zeichnet sich keiner von ihnen durch irgendetwas aus, das sie von anderen Jugendbuch-Protagonisten abhebt; vielmehr bleiben sie alle in ihrer Schublade, ohne mich groß zu überraschen. Zwar erfährt man hier einiges mehr über sie, vor allem über Jenny, aber trotzdem hatte ich den Eindruck, dass es hier kaum Entwicklung gab. Dadurch hatte ich so meine Schwierigkeiten, Beziehungen zu den Protagonisten aufzubauen.

Fazit:
Beastmode hätte also durchaus Potenzial gehabt, eine großartige Zeitreisegeschichte zu werden.
Dafür fehlt es der Dilogie jedoch hauptsächlich an Tiefe. Die fünf Protagonisten hüpfen von einem Problem zum anderen, ohne das diese für sie tatsächliche Herausforderungen darstellen. Ich hätte mir gewünscht, dass sie trotz ihrer Fähigkeiten auch mal an ihre Grenzen kommen und eventuell sogar versagen, oder sich zumindest nicht so schnell erholen und weitermachen können. Dem ist jedoch nicht so und die Handlung wird nicht nur vorhersehbar, es kommt auch leider keine Spannung auf. Das wird nur noch einmal verstärkt durch die Farblosigkeit der Hauptcharaktere, die sich kaum durch irgendwelche Besonderheiten auszeichnen.
Die Dilogie ist also vielleicht ganz nett für zwischendurch – dafür kann man sie wirklich flott lesen! –, wer jedoch ein Zeitreiseepos sucht, wird hier eher enttäuscht.
2/5 Lesehasen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Wirre Zeitreisen und verschwindende Charaktere

1

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Eigentlich fand ich die Handlung schon spannend, aber dann auch viel zu wirr, so wie es bei Zeitreise-Romanen ja oft ist. Das begann schon im ersten Buch mit der zweiten ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Eigentlich fand ich die Handlung schon spannend, aber dann auch viel zu wirr, so wie es bei Zeitreise-Romanen ja oft ist. Das begann schon im ersten Buch mit der zweiten Zeitreise, die erste Hälfte fand ich ja noch sehr gut, aber dann ist Damon verschwunden und sie haben den neuen Damon mitgenommen. Davor ging es darum, dass sie dafür sorgen müssen, dass die Gruppe ihre Vergangenheit so weit bringen müssen, dass sie sich eben in ihrer Gegenwart auf diese Reise machen können. Aber dann nehmen sie Damon mit und diese Dinge werden auch später nicht geklärt. Die gleichen Probleme hatte ich in diesem Buch dann auch wieder, daher fand ich das Buch nicht so richtig in sich stimmig.

Malcom mochte ich wieder am liebsten und auch Amanda war hier weniger zickig. Bei den anderen Charakteren fällt es mir schon etwas schwer, viel über sie zu sagen, denn sie werden während der Reisen ja durch ihre neuen Versionen ersetzt. Nur Amanda und Malcom, deren Leben schon vor ihrer Geburt beeinflusst wurde, sind die selben wie am Anfang, die anderen verschwinden bei der Reise in ihre Zeiten einfach plötzlich. Zu Wilbur und Jenny, die auch im ersten Buch zu den meiner Meinung nach weniger interessanten Charakteren gehörten, kann ich gar nicht so viel sagen, außer, dass sie ziemlich überfordert sind. Damon fand ich noch ganz unterhaltsam, statt des zweihundertjährigen Anführers am Anfang haben wir einen Dämon, der die Menschenwelt gerade erst kennenlernt, dämliche Fragen stellt und sich daneben benimmt.

Am Anfang wirkte die Handlung schon ein bisschen zu gehetzt, alles ging ziemlich schnell und eilte durch verschiedene kleine Abenteuerchen auf die richtige Handlung zu. Dass die anderen Sachen so leicht zu schaffen waren, lässt sie auch wieder so unwichtig wirken. Jennys Zeit bietet dann die interessanteste und ungewöhnlichste Geschichte in diesem Buch, aber da fand ich dann wieder den Schreibstil ziemlich laienhaft, denn man bekommt oft ganze Brocken an Informationen auf einmal und nicht unbedingt dadurch, dass man sie mit den Charakteren zusammen entdeckt.

Fazit
Letztendlich konnte mich "Beastmode - Gegen die Zeit" nicht ganz überzeugen, weil ich die Zeitreisen nicht ganz stimmig fand und ich hatte daher auch etwas Schwierigkeiten mit den Charakteren, obwohl ich eigentlich schon einige sympathisch fand und die Handlung an manchen Stellen auch spannend war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2020

Gutes Ende

0

Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer besonderen Mission: der Rettung der Welt! Der finale zweite Band der "Beastmode"-Reihe von Spiegel-Bestsellerautor Rainer Wekwerth.
Die abenteuerliche Reise ...

Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer besonderen Mission: der Rettung der Welt! Der finale zweite Band der "Beastmode"-Reihe von Spiegel-Bestsellerautor Rainer Wekwerth.
Die abenteuerliche Reise von Malcom, Damon, Amanda, Wilbur und Jenny – fünf Jugendliche mit übernatürlichen Fähigkeiten – ist noch nicht zu Ende. Sie stehen kurz davor, das Geheimnis, um das mysteriöse Energiefeld im Pazifik zu lüften. Doch dann kommen sie einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur, die alles verändert. (Klappentext)

Den ersten Band habe ich schon gut befunden, denn in den Bänden geht es um Zeitreisen. Man kann es mit Zurück in die Zukunft vergleichen. Den im ersten Teil beginnt die Zeitreise in der Vergangenheit, jetzt hier im zweiten Teil kommen wir langsam der Zukunft näher. Ich mochte beiden ganz gerne, deswegen kann ich nicht anders wie auch diesem hier gute 4,5 Sterne zu geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Fire Island - spannend, actionreich und überraschend - eine kreativ umgesetzte und sehr gut gelungene Dilogie!

0

„Die Zeit verläuft nicht linear aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Sie ist ein Kreis, dessen Anfang zum Ende zurückkehrt.“ (S. 200)

Meine Meinung:
„Gegen die Zeit“ ist nach „Es beginnt“ ...

„Die Zeit verläuft nicht linear aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Sie ist ein Kreis, dessen Anfang zum Ende zurückkehrt.“ (S. 200)

Meine Meinung:
„Gegen die Zeit“ ist nach „Es beginnt“ der zweite Band der Beastmode-Dilogie von Rainer Wekwerth und knüpft nahtlos an den Vorgänger an, da diese Geschichte von Anfang an nach eigenen Aussagen des Autors schon komplett „durchdacht“ war, bevor er das erste Wort zu Papier gebracht hatte. Nachdem wir in Band 1 die „Wurzeln“ der Göttin Amanda Nichols und die Beschwörung des Dämons Damon Grey miterlebt haben, reisen wir weiter in der Zeit und es geht hier nun mit den schicksalsentscheidenden Momenten für Malcolm Floyd weiter.
Ich war schon von Band 1 restlos begeistert und kann nun attestieren, dass Band 2 das hohe Niveau des Vorgängers mühelos halten kann! Hier ist es extrem fesselnd zu lesen, wie die fünf so unterschiedlichen Zeitreisenden ihr Schicksal quasi selbst schreiben - ein sehr faszinierendes Paradoxon, das sich Rainer Wekwerth hier erdacht hat! Durch die verschiedenen Zeiten und die stetig wechselnden Schauplätze – bis hin in eine dunkle und dystopische Zukunftsvision – bleiben Tempo und Spannung durchgehend auf einem hohen Level. Immer wieder kommt es hier zu unvorhersehbaren Widerständen und überraschenden Wendungen im Storyplot. So ist der Titel „Gegen die Zeit“ auch wirklich Programm, denn die fünf „modernen Superhelden“ kämpfen gegen die Zeit, und als Leser*in vergisst man diese so ganz, da es sich wunderbar tief in diese ungewöhnliche Story hineintauchen lässt.
Sehr gut gefallen hat mir dabei auch die Charakterentwicklung, denn einige Protagonisten wurden hier quasi „resettet“ und man hat sie nun zum Teil von einer ganz anderen Seite, zum Teil auch viel intensiver kennengelernt. Dabei werden Rätsel und Fragen, die sich im ersten Band aufgetan haben, sukzessive aufgeklärt und erscheinen dadurch nun nachvollziehbar und folgerichtig. Nur das ganz große Rätsel, das Paradoxon, auf dem diese Storygrundidee fußt, hat Rainer Wekwerth nicht aufgeklärt. Das war für mich aber absolut verschmerzbar, denn es müssen nicht immer alle Rätsel gelöst werden und zu diesem Plot passt es einfach perfekt, einen letzten Hauch von Mystik und Rätselhaftem beizubehalten.
Neben dieser außergewöhnlichen Storyline ist es Rainer Wekwerth aber auch gelungen, seiner Dilogie eine gehörige Portion Tiefgang zu verpassen. Viele aktuellen Themen blitzen hier immer wieder auf und regen dabei zum Nachdenken und Reflektieren an. Es geht u.A. darum, „anders zu sein“ und über alle Grenzen hinweg zu denken, es geht um Umweltschutz genauso wie um soziale Ungerechtigkeiten und die Frage, wohin uns der technische Fortschritt und das allgemeine Gewinnstreben noch führen können und welche Risiken wir dabei bereit sind, in Kauf zu nehmen. Und schließlich geht es um Fragen der Ethik und der Menschlichkeit.
Alles in allem also eine für mich perfekte Leseunterhaltung, die mich über beide Bände hinweg absolut gefesselt hat. Nur das Finale war mir persönlich ein wenig zu schnell „abgehakt“. Noch rund 20 Seiten vor dem Schluss habe ich mich gefragt, wie der Autor diese komplexe Geschichte auf den verbleibenden Seiten wohl noch zu einem überzeugenden Ende bringen will – doch er hat es geschafft. Trotzdem hätte ich hier gerne noch ein paar Kapitel mehr dazu gelesen!

FAZIT:
Eine in vielschichtiger Hinsicht außergewöhnliche Zeitreise-Dilogie und ein waschechter Pageturner – ein absolutes Must-Read!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Actiongeladene Zeitreisegeschichte

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Das Abenteuer der fünf Jugendlichen mit übernatürlichen Kräften geht weiter. Um das Geheimnis des zerstörerischen Energiefeldes zu lüften und damit die Welt zu retten, reisen die Fünf durch die Zeit. Am ...

Das Abenteuer der fünf Jugendlichen mit übernatürlichen Kräften geht weiter. Um das Geheimnis des zerstörerischen Energiefeldes zu lüften und damit die Welt zu retten, reisen die Fünf durch die Zeit. Am Ende ihrer Reise steht eine Entdeckung, mit der sie nie gerechnet hätten.
Die Geschichte um die fünf jugendlichen Superhelden ist auch in Band 2 raffiniert konstruiert und bereitet dem Leser zahlreiche Aha-Momente, vor allem wenn es um die Zeitreisen geht und sich Fragestellungen Schritt für Schritt auflösen. Der Plot mit seinen Verfolgungsjagden und Rettungsaktionen ist durchgehend spannend und erinnert in der schnellen Abfolge mit seinen nervenzerreißenden Szenen an einen Action-Film. Eine solche Kombination aus Superhelden- und Zeitreisegeschichte ist mir noch nie begegnet. Durch das Eintauchen in verschiedene Zeiten ist die Story äußerst reizvoll und bietet viel Spannungspotenzial. Auf der anderen Seite sorgen die Zeitreisen beim Leser auch für reichlich Knoten im Hirn. Malcom, einer der unerschrockenen Fünf, gibt gegen Ende der Geschichte, den entscheidenden Hinweis, um die Knoten zu entwirren:
„Die Zeit verläuft nicht linear aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Sie ist ein Kreis, dessen Anfang zum Ende zurückkehrt. Ändert sich daran etwas, beginnt ein neuer Kreislauf und der alte erlischt.“
Mit diesem Zeitkonstrukt lässt sich ein großer Teil der Fragen beantworten, die sich im Lauf der Geschichte ergeben. Es bleiben aber trotzdem Fragestellungen offen, bis hin zu einigen Punkten, bei denen die Handlung unlogisch erscheint:
Malcom verleiht Amanda ihre Göttlichkeit und verliert damit den Geist seines in ihm befindlichen Bruders. Dies geschieht vor Amandas Geburt in der Zeit des alten Ägypten. Als die fünf Helden im Jahr 2020 aufbrechen, um die Welt zu retten, ist Amanda eine Göttin und Malcoms Bruder ist noch in ihm vorhanden und Ursache für seine schiere Unzerstörbarkeit. Aber wie kann das sein?
Malcom erkennt: „Die Energiefelder bringen uns dorthin, wo wir werden können, was wir sind“. Das erklärt, warum die Jugendlichen nach dem Gang durch das Portal jeweils in einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Ort aufwachen und die Geschehnisse dementsprechend beeinflussen können. Woher aber wissen die Fünf beispielsweise, dass sie bei der Entdeckung des Energiefeldes durch General Matterson auch maßgeblich eingreifen müssen? Ihr Auftrag im Jahr 2017 war ja schon erfüllt.
Was in der Geschichte nicht aufgelöst wird und die größte aller Fragen darstellt, ist die nach der Funktionsweise des Portals. Wie kann es sein, dass die Jugendlichen und auch die Black Force immer an der richtigen Stelle des Zeitverlaufs landen, als ob das Portal über eine Intelligenz verfügen würde? Die offenen Fragen bilden einen Schwachpunkt der ansonsten ungewöhnlichen und spannenden Geschichte, die in einem zwar kurzen, aber fulminanten Showdown endet.
Die einzelnen Figuren mit ihren Superheldenkräften werden dem Leser Stück für Stück erklärt. Die Hintergrundgeschichten sind interessant und wichtig für die Handlung. Trotzdem bleibt die Darstellung der Figuren an vielen Stellen eher oberflächlich, was im Verlauf der actiongeladenen Handlung allerdings nicht wirklich stört.
Bei Malcom zeigt sich noch die größte Entwicklung im Laufe der Geschichte. Der zu Beginn unsichere Nerd wird durch seine analytischen Fähigkeiten zum wichtigen Bestandteil der Gruppe und lernt, sich durchzusetzen, vor allem in Hinblick auf die zickige Göttin Amanda. Damon lernt man in Band 1 als coolen, selbstsicheren Dämonen kennen. Am Ende des Bandes erlebt der Leser seine abenteuerliche Beschwörung im Jahr 1789. Ab diesem Zeitpunkt ist Damon in vielen Dingen völlig unwissend, erkundet erst die Welt und entwickelt sich in Band 2 zur ständig nachfragenden Nervensäge. Das ist in vielen Situationen zwar witzig, macht aber die Liebesgeschichte mit Amanda unglaubwürdig.
Ähnlich wie die Figuren bleiben auch die Liebesgeschichten der Story an der Oberfläche. Die in Band 1 sehr schnell zusammengefundenen Paare sind für die Geschichte für meinen Geschmack zu zahlreich und die jeweiligen Liebesgeschichten nicht richtig nachvollziehbar. Ich hätte mir die Beschränkung auf eine Lovestory gewünscht, die etwas mehr in die Tiefe geht.
Fazit:
Die Zeitreisegeschichte der fünf jugendlichen Superhelden ist ungewöhnlich und actionreich. Manche Fragen bleiben innerhalb des komplizierten Zeitreisegeschehens offen, trotzdem bietet die raffiniert angelegte Story viel Lesespaß.

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