Man vergisst zwischendurch, worum es eigentlich geht, weil Mark sich ausschließlich um den längst vergangenen Mord an seiner Schwester kümmert und stets eine Verbindung sieht, wie in dem Verschwinden der ...
Man vergisst zwischendurch, worum es eigentlich geht, weil Mark sich ausschließlich um den längst vergangenen Mord an seiner Schwester kümmert und stets eine Verbindung sieht, wie in dem Verschwinden der einst besten Freundin seiner Schwester. Immer wilder werden seine Theorien, immer irritierender sein Vorgehen. Bis hin zu absolut gewalttätigen Gedankengängen und Taten. Das ist so überbordend, dass man zum Schluss eher genervt ist. Und das ist diesem Köln Krimi leider sehr abträglich.
Der zweite Band mit Jon und Svea, in dem beide erneut durch persönliche Ereignisse in der Vergangenheit stark abgelenkt sind vom aktuellen Fall, der bizarrer und schrecklicher nicht sein kann. Ein Toter, ...
Der zweite Band mit Jon und Svea, in dem beide erneut durch persönliche Ereignisse in der Vergangenheit stark abgelenkt sind vom aktuellen Fall, der bizarrer und schrecklicher nicht sein kann. Ein Toter, dem das Herz herausgerissen, der Kopf abgetrennt und ein Tierkopf angenäht wurde. Man dreht sich bis zum alsbald darauf folgenden weiteren Mord nach gleichem Muster und einer Entführung im Kreise. Wieder wechselnd aus Sicht der beiden Ermittler temporeich erzählt. Retrospektiven erhellen den Hintergrund und Ursachen. Manches bleibt ungeklärt, das Ende etwas offen. Die Taten schwer erträglich. Gut konstruiert und mit gutem Spannungsbogen. Die Ablenkungen aus dem privaten Bereich bei beiden Ermittlern etwas überbordend, ebenso wie die Darstellung von deren Befindlichkeiten. Neugierde auf die nächste Folge ist in jedem Fall geweckt.
Wer Monique schon kennt, weiß, das man den Inhalt des Buches nicht ganz ernst nehmen darf. Die Person der Monique auch nicht. Allein die Gedanken, die immer unpassend durch ihren Kopf gehen. Man stolpert ...
Wer Monique schon kennt, weiß, das man den Inhalt des Buches nicht ganz ernst nehmen darf. Die Person der Monique auch nicht. Allein die Gedanken, die immer unpassend durch ihren Kopf gehen. Man stolpert ein wenig in die Geschichte hinein, in der Monique eigentlich nur ein bisschen relaxen will. Dann taucht aber eine Leiche auf und sie wird zurück ins Agentenquartier beordert. Die Geschichte ist merkwürdig verwickelt und am Schluss dröselt sie sich als Fake auf. Witzig, ein bisschen satirisch, manche Satzkonstruktionen zum Kringeln. Vergnüglich allemal.
Eine sehr verzwickte Geschichte um einen Toten am Strand, der dort offenbar ein romantisches Picknick geplant hatte. Gefunden von einer sehr verstörten Frau, die dem Verstorbenen merkwürdig intensiv nachtrauert, ...
Eine sehr verzwickte Geschichte um einen Toten am Strand, der dort offenbar ein romantisches Picknick geplant hatte. Gefunden von einer sehr verstörten Frau, die dem Verstorbenen merkwürdig intensiv nachtrauert, obwohl sie ihn nicht kannte, wie sie beteuert. Bei den Ermittlungen führen sich alle Befragten merkwürdig auf: scheinen zu lügen oder etwas zu verbergen, schweigen hartnäckig oder sind spürbar nervös. Christina muss mehrfach ihre Wochenendpläne mit der Familie umstellen, denn neben dem Verdacht, dass auch rechtsextremistische Aktivitäten dahinterstecken könnten, kommt noch der Staatsanwalt plötzlich mit konkret geplanten Umsturzplänen aus dem rechten Umfeld daher und ein dringend Tatverdächtiger wird ermordet. Flott erzählt, aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt, in ruhigem Ton und begleitet von malerischen Beschreibungen der Destination, den Leuten dort, dem Reiz der Umgebung, wird die Geschichte mit ordentlichem Drive zu ihrer Auflösung getrieben. Spannend, aber auch warmherzig.
Schon fast paranoid hat der Investigativjournalist Peter Hester sein Leben, seine Arbeitsstätte, seine Recherchen abgeschirmt – dennoch ist er jetzt tot, denn irgend jemand wollte wohl dessen Enthüllungen ...
Schon fast paranoid hat der Investigativjournalist Peter Hester sein Leben, seine Arbeitsstätte, seine Recherchen abgeschirmt – dennoch ist er jetzt tot, denn irgend jemand wollte wohl dessen Enthüllungen verhindern. Nur welche Enthüllungen? Alles deutet auf die Tiznit-Bande hin, deren Chef aufgrund von Recherchen von Hester nun in langjähriger Haft sitzt. Mara Eisfeld glaubt nicht recht daran und gerät im Verlaufe der Ermittlungen nicht nur den wahren Hintergründen und Tätern gefährlich nahe, sondern selbst auch in Lebensgefahr. Dabei hat sie es nicht nur mit mächtigen Gegnern zu tun, sondern auch mit ihren eigenen vielfältigen Problemen, wie dem Scheitern ihrer Ehe, den Abstimmungsprozessen mit ihrem künftigen Ex-Ehemann bzgl. der Betreuung und Erziehung ihres gemeinsamen Sohnes, dem zunehmenden Einsamkeitsgefühl, der zukünftigen Ehefrau ihres Vaters, der Zusammenarbeit mit ihrem Ex-Vorgesetzten, der der bezahlten Informantentätigkeit für eine Mediengruppe überführt, aber nicht suspendiert wurde, dem Chaos in ihrer Wohnung. Zügig und auch aus wechselnden Perspektiven erzählt, durch einige Wendungen spannend gehalten, die Protagonisten kommen erfreulich unaufgeregt daher. Mara erscheint auf der einen Seite kompetent und selbstbewusst, dann aber wieder recht naiv in der Beurteilung von Menschen und Situationen. Die Geschichte nimmt Fahrt auf, endet dann aber doch ein wenig abrupt, ganz plötzlich lösen sich alle losen Enden und offenen Fragen auf. Insgesamt eine angenehme, lesefreundliche und spannende Lektüre.