Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Den Einblick in das Hofleben und den Alltag einer Hofdame bei Elisabeth I. fand ich spannend.
Ich mag Graces Sarkasmus, den sie an den Tag legt.
Grace, Ellie und ...
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Den Einblick in das Hofleben und den Alltag einer Hofdame bei Elisabeth I. fand ich spannend.
Ich mag Graces Sarkasmus, den sie an den Tag legt.
Grace, Ellie und Masou bilden zusammen ein gutes Team aus drei Freunden. Die beiden sind nicht nur nützliche Helfer, sondern haben auch eigene Persönlichkeiten, die die Geschichte witzig machen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass sich die Geschichte sehr leicht lesen lässt.
Meine einzige Kritik ist die Erzählung in der Form eines Tagebuches. Das nimmt bei einem Krimi einen grossen Teil der Spannung.
Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Leseerlebnis für junge Leser*innen.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und konnte es kaum weglegen. Man wird direkt am Anfang mitten ins Geschehen geworfen und dies erzeugt Neugier und Spannung. Man will wissen, wie es zu dieser Situation ...
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und konnte es kaum weglegen. Man wird direkt am Anfang mitten ins Geschehen geworfen und dies erzeugt Neugier und Spannung. Man will wissen, wie es zu dieser Situation kam. Die Art und Weise wie die Autorin die Erzählung gestaltet hat, macht es interessant zu lesen: Die drei Teile des Buches sind nicht chronologisch. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen.
Ich liebe die düstere Atmosphäre, die schwierigen und tragischen Themen. Man erfährt von den Schrecken des Krieges und wie dieser den Alltag eines jeden Menschen bestimmt. Dass es schwierige Entscheidungen zu fällen gilt und manchmal keins davon die richtige ist. Man fühlt hautnah, dass der Krieg auch nach Kriegsende die Menschen verfolgt und beeinflusst. Ich habe mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen können. Das ist der Autorin gut gelungen, finde ich.
Wir haben es hier mit einer toxischen Beziehung zweier gebrochener Menschen zu tun, die sich langsam aufbaut. Es ist extreeeem Slow Burn und wer das mag wird auf seine Kosten kommen.
Ein sehr wichtiges und tragisches Geschehen zwischen den beiden, bringt einen sehr zum Nachdenken und ich weiss nicht, was ich davon halten soll, weil ich mich nie in so einer Situation befunden habe und hoffe, dass es so bleibt.
Trotz all der Begeisterung hatte ich am Anfang etwas Mühe mit dem Tempo. Gewisse repetitive Szenen hätte man streichen können, ohne dass die Erzählung darunter gelitten hätte, denn wir haben es hier mit einem tausendseitigen Buch zu tun.
Alchemised ist ein Buch, das Nachhall erzeugt und ich würde es allen empfehlen, die gern Bücher mit düsteren Elementen und tragischen Figuren lesen.
Es war erfrischend, eine Geschichte aus der Sicht der Dienerschaft zu lesen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, der zeigt, dass auch „unterhalb“ der aristokratischen Ebene Machtkämpfe, Hierarchien ...
Es war erfrischend, eine Geschichte aus der Sicht der Dienerschaft zu lesen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, der zeigt, dass auch „unterhalb“ der aristokratischen Ebene Machtkämpfe, Hierarchien und Konflikte existieren. Die Spannungen zwischen den Bediensteten und die Streitereien rund um Erbschaften der Adligen fand ich grundsätzlich interessant angelegt.
Stilistisch hat mir das Buch gefallen. Der Schreibstil ist ansprechend, die Formulierungen sind gut gewählt, und die Beschreibungen schaffen es, eine stimmige Atmosphäre zu erzeugen. Man merkt, dass die Autorin Wert auf Sprache und Detail legt.
Darin liegt für mich aber auch das grösste Problem des Buches. Der Alltag der Gouvernante wird sehr ausführlich und bis ins Detail geschildert. Teilweise so detailliert, dass auch eher belanglose Aspekte viel Raum einnehmen. Dadurch wirkt die Handlung über weite Strecken ruhig und ereignisarm.
Es gibt zwar einzelne Konflikte und interessante Ansätze, aber keinen durchgehenden Handlungsstrang, der Spannung aufbaut oder die Geschichte konsequent vorantreibt. Stattdessen reiht sich vieles eher episodisch aneinander, ohne dass sich ein übergeordnetes Ziel oder Problem klar herauskristallisiert.
Auch das Ende hat mich nicht überzeugt. Es kommt sehr abrupt und wirkt weniger wie ein bewusst offenes Ende, sondern eher so, als würde die Geschichte einfach abbrechen. Ein Cliffhanger oder ein klarer Abschluss haben gefehlt.
Insgesamt bietet „Der Wille der Gräfin“ eine interessante Perspektive und einen schönen Schreibstil, konnte mich jedoch erzählerisch nicht abholen. Wer ruhige, detailreiche Einblicke in den Alltag und die sozialen Strukturen der Dienerschaft schätzt, wird hier eher auf seine Kosten kommen. Mir persönlich hat jedoch die Spannung gefehlt.
Wegen dem flüssigen Schreibstil, der spannenden Handlung und dem interessanten Worldbuilding bin ich sofort in die Geschichte hineingetaucht und habe das Buch fast in einem Zug gelesem.
Besonders spannend ...
Wegen dem flüssigen Schreibstil, der spannenden Handlung und dem interessanten Worldbuilding bin ich sofort in die Geschichte hineingetaucht und habe das Buch fast in einem Zug gelesem.
Besonders spannend finde ich das Konzept der verschiedenen Wesen und ihren Magien (Schattenengel und Dämonen sowie die Todsündenmagien). Allerdings hätte ich mir hier mehr Tiefe oder zumindest eine Übersicht über alle Magien und Fähigkeiten gewünscht.
Die Kapitel aus Isaks Perspektive habe ich besonders gern gelesen, weil sein Charakter und auch sein Verhalten für mich nachvollziehbar gewesen waren. Auch wirkte er trotz oder gerade wegen seinen Schwächen und Macken authentisch.
Mit Grace hingegen bin ich leider nie richtig warm geworden. Sie wirkte auf mich oft wie eine bockige Fünfzehnjährige als wie eine Universitätsstudentin. Auch hat mich ihre Dynamik mit Isak nicht überzeugt. Ich liebe zwar den Enemies-to-Lovers-Trope, aber nur, wenn die Figuren tatsächlich Rivalen oder Feinde sind und nicht einfach nur gemein zueinander.
Insgesamt hat mir das Buch trotz der wenigen Kritikpunkte wirklich gut gefallen. Die Welt, das Magiesystem und die Handlung haben mich gepackt und ich würde den zweiten Band am liebsten sofort lesen statt noch einige Monate warten zu müssen.
Der Einstieg hat mir zunächst gut gefallen, denn die Grundidee hat Potenzial: eine Mordserie, die sich an Märchenmotiven orientiert. Solche literarischen Bezüge finde ich grundsätzlich spannend. Leider ...
Der Einstieg hat mir zunächst gut gefallen, denn die Grundidee hat Potenzial: eine Mordserie, die sich an Märchenmotiven orientiert. Solche literarischen Bezüge finde ich grundsätzlich spannend. Leider hat mich die Umsetzung jedoch nie wirklich mitgerissen. Trotz der düsteren Ausgangslage fehlte mir über weite Strecken die Spannung, und ich konnte mich emotional kaum auf die Geschichte einlassen.
Ein weiteres Problem war für mich der Zugang zu den Figuren. Weder Lyla noch Katie haben bei mir grosse Emotionen ausgelöst. Wirklich mitgefühlt habe ich eigentlich nur mit Grace, die bloss eine Nebenfigur war. Dadurch fiel es mir schwer, bei den Ereignissen wirklich mitzufiebern, selbst dramatische Wendungen wirkten auf mich eher nüchtern als packend. Selbst emotional einschneidende Ereignisse haben mich daher kaum berührt, weil ich mich nie wirklich mit den Figuren verbunden fühlte.
Teilweise fand ich einzelne Entwicklungen etwas schwer nachvollziehbar. Dass Lyla trotz ihres persönlichen Bezugs zum Fall die Ermittlungen leiten darf, oder dass Spurensicherung scheinbar kaum eine Rolle spielt, wirkte auf mich wenig überzeugend.
Die Geschichte spielt immer wieder mit Mythen und Andeutungen. Besonders die Hinweise auf nordische Mythologie fand ich interessant, allerdings wurde das nie so richtig aufgegriffen und wirkte daher eher wie ein nebensächliches Nebenprodukt.
Ab der Hälfte war dann die wichtigste Wendung vorhersehbar.
Die Auflösung am Ende hat mich dann am meisten enttäuscht und als Leser*in kommt man sich da recht veräppelt vor. Das Ende war unbefriedigend und frustrierend.
Insgesamt hatte das Buch einige interessante Ansätze und Ideen, besonders durch die Märchenmotive. Die Umsetzung konnte mich jedoch weder erzählerisch noch emotional überzeugen. Für mich blieb vor allem das Gefühl zurück, dass man als Leser immer wieder auf falsche Fährten geführt wird, ohne dass sich daraus am Ende eine wirklich befriedigende Auflösung ergibt.