Profilbild von Hoernchen

Hoernchen

Lesejury Star
offline

Hoernchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hoernchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2018

Absolut geniale Fortsetzung, die wieder für einige Überraschungsmomente sorgt

Scythe – Der Zorn der Gerechten
0

Inhalt:
Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.
Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose ...

Inhalt:
Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.
Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.
So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit.
Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

Meinung:
Citra ist mittlerweile zu Scythe Anastasia geworden und hat sich im Scythetum schnell einen Namen gemacht, da sie auf unkonventionelle Art und Weise ihre Auslese vornimmt. Dies stößt sowohl auf Begeisterung als auch auf Hass und Neid. Rowan hingegen ist nun Scythe Luzifer und versucht auf eigene Faust das Scythetum von den grausamen und kalten Scythe zu befreien. Die Lage innerhalb der Gemeinschaft der Scythe spitzt sich immer mehr zu. Ist doch die Gemeinschaft mittlerweile in zwei Lager geteilt, das der „alten“ und das der „neuen“ Ordnung.

In die Geschichte bin ich gut wieder hineingekommen, auch dank kleiner Rückblenden und Anspielungen auf das Geschehene wird einem dieser Punkt vereinfacht. Etwas Probleme hatte ich nur damit die vielen verschiedenen Scythe auseinander zu halten. Hier wäre ein Namensglossar ganz nett gewesen. Es ist für mich jetzt aber auch kein großer Störfaktor gewesen.
Ich muss sagen, dass mir zu Beginn der Geschichte noch so ein wenig das gewisse Etwas fehlte. Zwar geht es ab der ersten Seite spannend weiter, dennoch fehlte mir irgendetwas, was ich leider gar nicht so genau beschreiben kann. Spätestens ab der Hälfte des Buches hatte ich dann aber nichts mehr zu meckern. Neal Shusterman überzeugt mit genialen Wendungen, Überraschungsmomenten, die einen den Atem stocken lassen, genialen Charakteren und einer großen Portion Spannung. Gerade ein Augenblick hat mich doch sehr mitgenommen und durchgerüttelt.

Wie bereits in Band 1 tauchen wir auch in Band 2 in die Gedankengänge des Thunderhead ein. Fand ich diese Passagen in Band 1 noch nicht ganz so interessant, hat sich dies in Band 2 total gewendet. Seine Gedanken und Beurteilungen sind wahnsinnig faszinierend. Und je weiter es dem Ende zugeht, werden die Beschreibungen des Thunderheads immer spannender.
Aber auch die Perspektiven von Scythe Anastasia und Scythe Luzifer sind äußerst interessant mitzuverfolgen.
Zudem wurde ein neuer Charakter in die Geschichte eingebaut. Zu Beginn kann man wenig mit Greyson Tolliver anfangen, seine Geschichte entwickelt sich jedoch so rasant, dass man manche Dinge gar nicht schnell genug realisieren kann. Ich bin wahnsinnig gespannt, was Neal Shusterman in Band 2 für Greyson bereit hält, ist er doch aufgrund seiner Art und Weise zu einem meiner Lieblinge des Buches geworden.

Dieser zweite Band braucht sich vor seinem Vorgänger definitiv nicht zu verstecken. Die Machtspiele innerhalb des Scythetums gehen in eine neue Runde. Auch philosophiert der Autor viel über die Themen wie Überbevölkerung, das Universum, die Ewigkeit sowie das Leben und Sterben. Dies passt jedoch alles perfekt in die erschaffene Welt und wirkt zu keiner Zeit überflüssig.
Das Ende ist dann absolut höchstes Niveau. Nicht genug damit, dass sich die Dinge wieder überschlagen, nein auch wird alles auf den Kopf gestellt. Dabei dachte man eigentlich zu wissen, wohin die Geschichte nun laufen wird.

Fazit:
Liebe Leser schnallt euch an und lasst euch auf ein Abenteuer ein das Seinesgleichen sucht. Neal Shusterman hat einen wahnsinnig tollen Zwischenband abgeliefert. Das ganze Buch ist gespickt voller Spannung, Dramatik und unvorhergesehenen Wendungen. Eine Szene hat mir sogar eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Damit nicht genug, ist der Grundgedanke rund um die Scythe, deren Werte und Aufgaben auch in diesem Band genial beschrieben. Nach diesem fiesen Ende warte ich nun sehnsüchtig auf den Abschlussband.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 24.03.2018

Besser als der erste Band, dennoch kleinere Kritikpunkte

Auf ewig mein
0

Inhalt:
Neue Herausforderungen für Anna und Sebastiano! Ein Unbekannter hat die Zeitmaschine gestohlen und im Jahr 1873 rund um die Welt neue Portale geschaffen. Menschen aus der Zukunft drohen so, für ...

Inhalt:
Neue Herausforderungen für Anna und Sebastiano! Ein Unbekannter hat die Zeitmaschine gestohlen und im Jahr 1873 rund um die Welt neue Portale geschaffen. Menschen aus der Zukunft drohen so, für immer in der Kolonialzeit zu stranden.
Der Fremde verstrickt Anna gegen ihren Willen in ein teuflisches Spiel, bei dem sie und ihre Freunde von der Time School eine historische Reise rund um die Welt machen und die Portale schließen müssen - in achtzig Tagen! Gewinnen sie, bekommen sie die Zeitmaschine zurück. Scheitern sie, ist nicht nur das Spiel verloren. Denn dann erwartet auch Sebastiano ein schreckliches Schicksal ...

Meinung:
Anna und Sebastiano reisen weiter durch die Zeitgeschichte.
Auf einer der vielen Zeitreisen wird Jose schwer verletzt und die Zeitmaschine gestohlen. Nun ist es an Anna und Sebastiano diese zurückzubekommen. Dafür müssen sie in das Jahr 1873 reisen und auf den Spuren von Phileas Fogg und seinem Diener Passepartout aus Jules Vernes In 80 Tagen um die Welt wandeln. Denn einer der „Alten“ schickt die Freunde quer über den Kontinent. Immer an Annas Seite sind Sebastiano, Ole und Fatima.

Da der erste Band der neuen Reihe von Eva Völler in sich abgeschlossen war, war ich nun sehr gespannt was Anna und Sebastiano in diesem neuen Abenteuer erleben werden.
Beim ersten Band hatte ich doch ein paar Dinge zu kritisieren und ich kann schon so viel verraten, dass mir dieser zweite Band besser gefallen hat, auch wenn ich ebenfalls ein paar Kritikpunkte hatte.
Dennoch fühlte es sich bereits nach den ersten paar Seiten so an, als wäre ich wieder nach Hause gekommen. Mittlerweile sind mir Anna, Sebastiano, Jose und Co. doch in über fünf Bänden sehr ans Herz gewachsen. Auch die neuen Charaktere wie Ole und Fatima, haben bereits einen festen Platz in meinem Herzen.
Jedoch muss ich sagen, dass mir Anna in diesem Band teilweise etwas auf die Nerven ging. Sie handelt oft unüberlegt und launisch. In diesem Band kam mir Anna eher wie ein Mädchen mitten in der Pubertät, als eine über 20-Jährige vor. Ihr Verhalten hat teilweise seine Gründe, dennoch hätte ich mir mehr Reife und Führungspersönlichkeit von ihr gewünscht.
Sebastiano, Ole und Fatima hingegen sind absolut genial. Sie wirken auf mich sehr authentisch und ehrlich. Ihre Charaktereigenschaften sorgen dafür, dass es unterhaltsam wird in diesem Buch. Gerade die Kabbelei zwischen Ole und Fatima nimmt einen gewissen Rahmen ein. Ich fand dies unterhaltsam, kann mir aber auch vorstellen, dass der ein oder andere Leser mit der Zeit davon genervt ist.
Die neu eingeführten Charaktere wie Mr. Fox und John Doe mochte ich ebenfalls gerne, auch wenn sie nicht ganz so tiefgründig dargestellt wurden.

Die Idee der Geschichte, die Welt in 80 Tagen zu bereisen, konnte mich absolut überzeugen. Durch die Vorgabe der 80 Tage entsteht ein Zeitdruck und ein großer Spannungsbogen. Zusätzlich gefüttert wird dieser immer wieder mit kleinen Nebenaufgaben, die die Freunde zu erledigen haben. Langeweile kann also nicht wirklich aufkommen.
Der Fokus der Erzählungen liegt hauptsächlich auf der Sichtweise von Anna, aber auch Tagebucheinträge von Walter sorgen für eine gewisse Abwechslung.

Eva Völler hat für diese Geschichte wieder furchtbar viel geschichtliches recherchiert. Dabei legt die Autorin vor allen Dingen Wert auf die kleinen Details des früheren Lebens. Ihre Erzählweise mag ich daher furchtbar gerne und auch die historischen Aspekte wecken jedes Mal aufs Neue meine Neugierde. Allerdings muss ich ebenso festhalten, dass mir manche Beschreibungen über historische Orte, Personen oder Gegenstände etwas zu sehr ins Detail gegangen sind und den Lesefluss ein wenig bremsten.

Fazit:
Dieser zweite Band hat mir besser gefallen als der erste Teil. Dennoch habe ich auch wieder ein paar Dinge zu kritisieren. Nichtsdestotrotz habe ich wunderschöne Lesestunden mit Anna, Sebastiano und ihren Freunden verbracht. Die Reise um die Welt bietet jede Menge Spannung und Action und die Charaktere sind mir über die verschiedenen Bücher mittlerweile sehr ans Herz gewachsen.
Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen und freue mich schon sehr auf den Abschluss der Trilogie.

Veröffentlicht am 15.03.2018

Mir fehlen die Worte für dieses Meisterwerk!

Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
0

Inhalt:
Feyre hat ihren Seelengefährten gefunden. Doch es ist nicht Tamlin, sondern Rhys. Trotzdem kehrt sie an den Frühlingshof zurück, um mehr über Tamlins Pläne herauszufinden. Er ist auf einen gefährlichen ...

Inhalt:
Feyre hat ihren Seelengefährten gefunden. Doch es ist nicht Tamlin, sondern Rhys. Trotzdem kehrt sie an den Frühlingshof zurück, um mehr über Tamlins Pläne herauszufinden. Er ist auf einen gefährlichen Handel mit dem König von Hybern eingegangen und der will nur eins – Krieg. Feyre lässt sich damit auf ein gefährliches Doppelspiel ein, denn niemand darf von ihrer Verbindung zu Rhys erfahren. Eine Unachtsamkeit würde den sicheren Untergang nicht nur für Feyre, sondern für ganz Prythian bedeuten. Doch wie lange kann sie ihre Absichten geheim halten, wenn es Wesen gibt, die mühelos in Feyres Gedanken eindringen können?

Meinung:
Feyre ist an den Frühlingshof zurückgekehrt. Weit entfernt von ihrem Seelengefährten Rhysand startet sie an Tamlins Hof ein gefährliches Spiel. Feyre versucht mehr über Tamlins Pläne in Bezug auf seine Verbindung mit Hybern herauszufinden. Zeitgleich entspinnt sie jedoch einen Plan um Rache an Tamlin zu nehmen. Dabei muss Feyre jedoch sehr vorsichtig vorgehen, da niemand erfahren darf, dass ihre Verbindung zu Rhysand immer noch vorhanden und total intakt ist.

Wie so viele andere, habe auch ich dem dritten Band dieser Reihe entgegengefiebert wie keinem anderen Buch in diesem Jahr. Meine Erwartungen waren dementsprechend gigantisch hoch. Allerdings hatte mich Sarah J. Maas bis zu diesem Zeitpunkt auch noch nie enttäuscht und was soll ich sagen…“Sterne und Schwerter“ konnte meine Erwartungen vollkommen erfüllen. Ich kann mich mal wieder nur wiederholen, Sarah J. Maas spielt für mich in der obersten Liga der Fantasyautoren mit! Eine solche Komplexität der Geschichte, eine solche Charaktertiefe und solch überraschende Wendungen, habe ich bisher nur bei George R.R. Martin oder der Throne of Glass Reihe gelesen. Und tja wer hat Throne of Glass geschrieben? Natürlich Frau Maas.

Schon der Beginn ist absolut vielversprechend. Schnell war ich der Magie des Buches erlegen und konnte einfach nicht anders als zu lesen. Mein Glück war, dass ich die zwei Tage in denen ich das Buch verschlungen habe Zuhause war und somit genug Zeit hatte das Buch zu genießen. Ich glaube, hätte ich arbeiten müssen, wäre ich auf der Arbeit verrückt geworden, weil ich lieber gelesen als gearbeitet hätte. Ich denke, schon allein das spricht für dieses tolle Buch.

Neben der unglaublich komplexen Story versteht es die Autorin wie niemand anders ihren Charakteren eine große Tiefe zu verleihen. Sie bedient dabei gekonnt die Träume, Wünsche und Ängste der Fans und hat mit Feyre und ihren Freunden eine Gruppendynamik erschaffen, die ich so bisher noch nicht erlebt habe. Am liebsten hätte ich über jeden der verschiedenen Nebencharaktere eine eigene Reihe!
Auch der Ideenreichtum nimmt bei Sarah J. Maas einfach kein Ende. Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass wir die anderen High Lords und ihre Höfe endlich besser kennenlernen. Ebenfalls lernen wir andere magische Wesen entweder besser oder ganz neu kennen.

Bei über 750 Seiten würde ich bei anderen Autoren leicht in Panik geraten, da ich große Angst vor Längen hätte. Bei Sarah J. Maas weiß ich jedoch einfach, dass ihre Geschichten so packend sind, das gar keine Zeit für Langeweile aufkommt. Zwar hatte ich dieses Mal an der ein oder anderen Stelle das Gefühl, dass man manche Dinge anstatt auf einer Seite auch auf einer halben hätte erläutern können. Allerdings ist dies meckern auf absolut höchstem Niveau, da diese Stellen nicht oft vorgekommen sind. Außerdem reden wir hier von ein paar Seiten in Bezug auf ein Gesamtwerk von über 750 Seiten.

Spannung, Trauer, Humor, Hass und vor allen Dingen die Liebe gipfeln in einem Showdown der mir kaum Zeit zum Luft holen gelassen hat!
Am Ende muss ich auf jeden Fall noch loswerden, dass ich mich wahnsinnig auf den Zwischenband und die danach folgende Spin Off Reihe freue.
Außerdem kann ich jedem der noch kein Buch von Sarah J. Maas gelesen hat nur sagen: Geht bitte sofort in die nächste Buchhandlung und kauft einen ihrer Titel. Diese Frau ist ein Naturtalent und nimmt mich in jedem Buch auf eine Achterbahn der Gefühle mit.

Fazit:
War dieser dritte Band gut? Nein – er war fantastisch, gigantisch, phänomenal - kurzum einfach der Oberhammer! Bin ich traurig, dass die Trilogie nun zu Ende ist? Aber sowas von! Doch zum Glück können Fans der Reihe beruhigt aufatmen, da es ja noch weitere Bände über Feyre, Rhysand, Cassian, Azriel und Co. gibt. Dieses Buch lässt (fast) keine Wünsche offen und entfesselt auf über 750 Seiten einen Sog dem man sich als Leser einfach nicht entziehen kann.
5 von 5 Hörnchen für die Queen der Fantasy!

Veröffentlicht am 15.03.2018

Ein gewöhnungsbedürftiger Prota gepaart mit tollen fantastischen Elementen

Wilderwald (1). Die Rückkehr der dunklen Magie
0

Inhalt:
Xar, der Sohn des Magierkönigs, hat ein großes Problem: Er kann nicht zaubern. Als er keinen anderen Ausweg mehr sieht, macht er sich in den gefährlichen Wilderwald auf, um einer Hexe die Kräfte ...

Inhalt:
Xar, der Sohn des Magierkönigs, hat ein großes Problem: Er kann nicht zaubern. Als er keinen anderen Ausweg mehr sieht, macht er sich in den gefährlichen Wilderwald auf, um einer Hexe die Kräfte zu rauben. Ein völlig verrücktes Unterfangen, findet Xars sprechender Rabe Kaliburn, denn Hexen sind schon lange ausgestorben. Aber dann landet tatsächlich etwas in Xars Falle: das Kriegermädchen Willa. Obwohl sie aussieht, als könne sie keiner Fliege etwas zuleide tun, nimmt Xar sie kurzerhand gefangen. Schließlich sind Magier und Krieger die allergrößten Feinde! Doch als in den Tiefen des Waldes eine dunkle Magie erwacht, erkennen Xar und Willa, dass sie sich nur gemeinsam der Gefahr stellen können ...

Meinung:
Als Sohn des Magierkönigs geht es natürlich gar nicht, dass man keine magischen Fähigkeiten besitzt. Doch genau so ergeht es dem jungen Xar. So ist es nicht ganz verwunderlich, dass er reichlich Unsinn im Kopf hat. Mit unüberlegten Taten versucht Xar seinen Vater und seinen älteren Bruder zu beeindrucken. Total über die Stränge schlägt Xar allerdings, als er versucht eine der seit angeblich vielen Jahrzehnten ausgestorbenen Hexen zu fangen. Es geht ihm tatsächlich jemand in die Falle. Allerdings keine Hexe sondern das Kriegermädchen Willa. Dabei sind die Krieger und Magier seit vielen Jahren erbitterte Feinde.

Bereits nachdem ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe war ich hin und weg. Als ich dann auch noch erfuhr, dass das Buch illustriert ist und der Klappentext nach einem fantastischen Abenteuer klang, musste ich einfach zu „Wilderwald“ greifen. Überrascht wurde ich dann noch, als ich erfuhr, dass Cressida Cowell die „Drachenzähmen leicht gemacht“ Bücher geschrieben hat. Zwar habe ich diese nicht gelesen, jedoch fand ich den Film genial.
Wie bereits erwähnt, wurde das Buch von Clara Vath auf liebevolle Art und Weise illustriert. Die Bilder passen perfekt zur Geschichte und bringen das eigene Kopfkino noch mehr in Gang. Auch eine wunderschöne Karte der Welt gibt es zu bestaunen.

Zu Beginn der Geschichte lernt der Leser den jungen Xar und seine bunte Truppe an Freunden kennen. Und kunterbunt ist die Truppe wirklich, so besteht diese neben ein paar Magiern aus diversen Fabelwesen wie Elfen und … Schnell musste ich feststellen, dass Xar ein sehr ungewöhnlicher Protagonist ist. Er hat ziemlich viel Unfug im Kopf und scheut nicht davor zurück sich über gesteckte Grenzen hinwegzusetzen. Auch das Böse scheint eine große Faszination auf Xar auszuüben. So kam es, dass mir der eigentliche Protagonist der Geschichte nicht immer sympathisch war. Im Laufe der Geschichte lernte ich jedoch ihn so zu nehmen wie er ist. Gegen Ende hin muss ich sogar sagen, fand ich es furchtbar faszinierend, dass Xar nicht der typisch nette Held wie in so vielen anderen Geschichten ist. In ihm steckt definitiv Potenzial eine tolle Charakterentwicklung zu vollziehen.
Das Kriegermädchen Willa war da schon eher nach meinem Geschmack. Sie ist ziemlich taff und unerschrocken für ihr Alter und trägt ihr Herz am rechten Fleck.

Dieses Abenteuer für jüngere Leser ab 10 Jahren zeichnet für mich vor allen Dingen die fantasievoll gestaltete Welt mit all ihren magischen Wesen aus. Zudem ist die Spannung konstant hoch und an jeder Ecke gibt es tolle Dinge zu entdecken. Auch spielt der Humor eine nicht unwichtige Rolle in dieser Geschichte und ich ertappte mich dabei, wie ich des Öfteren über Xar, Willa und ihre Freunde schmunzeln musste. Das Ende bietet keinen fiesen Cliffhanger, jedoch macht es neugierig auf den nächsten Band der Autorin.

Fazit:
Ein fantastisches Abenteuer für junge Leser ab 10 Jahren wurde hier von der „Drachenzähmen leicht gemacht“ Autorin aufs Papier gezaubert. Viele magische Wesen, geheimnisvolle Orte und ungewöhnliche Charaktere kreuzen den Weg des Lesers und lassen ihn erst nach dem Zuklappen wieder aus dieser fantasievollen Welt auftauchen. Gerade der Protagonist Xar mit seiner frechen und etwas bösen Art hat es mir nach ein paar Anfangsschwierigkeiten doch sehr angetan.
Gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 15.03.2018

Idee genial und absolut neuwertig, allerdings zu viele Nebensächlichkeiten die einen aus der Geschichte reißen

Chroniken von York (Band 1) - Die Suche nach dem Schattencode
0

Inhalt:
Die Geschwister Morningstar waren geniale Architekten und Erfinder. Sie bauten in den Himmel ragende Türme mit zickzackfahrenden Aufzügen, unzähligen Geheimgängen und intelligenten Maschinen. Aber ...

Inhalt:
Die Geschwister Morningstar waren geniale Architekten und Erfinder. Sie bauten in den Himmel ragende Türme mit zickzackfahrenden Aufzügen, unzähligen Geheimgängen und intelligenten Maschinen. Aber eines Tages waren die Morningstars spurlos verschwunden. Zurück blieben nur ihre berühmten Gebäude und ein mysteriöser Code, dessen Auflösung unvorstellbare Reichtümer verspricht.
150 Jahre später finden die Zwillinge Tess und Theo und ihr Nachbar Jaime einen neuen Hinweis auf den bislang ungelösten Code- und der kommt genau im richtigen Moment! Denn sie müssen unbedingt den Abriss ihres Apartmenthauses verhindern. Und es scheint, als habe der Code nur auf sie gewartet ...

Meinung:
Vor über 150 Jahren lebten die Geschwister Morningstar in New York. Sie waren großartige Erfinder und Architekten und sorgten mit ihren genialen Ideen für Wohlstand in der Stadt. Eines Tages jedoch verschwanden die beiden spurlos und zurück blieb für die Menschheit nur ein mysteriöser Code, den es zu knacken galt. Am Ende, so heißt es, wird man mit einem Schatz belohnt. Doch all die Jahre sind die Menschen an diesem Code gescheitert. Eines Tages bekommen die Zwillinge Tess und Theo sowie ihr Freund Jamie einen Hinweis auf einen versteckten Schattencode hinter dem eigentlichen Code. Und die Suche geht in eine neue Phase.

Eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben ist mir wirklich schwer gefallen, da ich widerstreitende Gefühle während des Lesens empfunden habe und es mir schwer viel meine Wort vernünftig niederzuschreiben.
Der Einstieg in das Buch ist mir ein wenig schwer gefallen. Nicht das die Geschichte zu komplex gewesen wäre, viel mehr lag es daran, dass für mich im ersten Abschnitt der Geschichte recht wenig spannendes passiert. Natürlich bringt die Autorin dem Leser die Welt und deren Protagonisten näher, für meinen Teil wird dies jedoch etwas zu ausführlich getan.
Diese ausführlichen Beschreibungen ziehen sich leider durch das gesamte Buch. Untermalt werden diese von vielen Nebensächlichkeiten, die es mir teilweise schwer machten am Ball zu bleiben.

Gut gefallen haben mir die diversen Rätsel die es zu lösen gab. Hier musste ich allerdings auch erst einmal damit klarkommen, dass die Zwillinge Tess und Theo wahnsinnig intelligente Kinder sind. Oft kamen sie furchtbar schnell auf die Lösung des Rätsels, wo ich noch total im Dunkeln getappt bin. Stellenweise ging mir diese Auflösung doch etwas zu schnell.
Dies ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt was die Charaktere angeht, denn Tess, Theo und Jamie muss man aufgrund ihrer Art einfach nur ins Herz schließen. Die drei zusammen ergeben eine bunte und sehr humorvolle Mischung.
Ein Charakter hat sich allerdings besonders in mein Herz geschlichen: Cricket, die 6-jährige Nachbarstochter, ist der absolute Star dieser Geschichte. Was in ihrem Kopf vorgeht ist allerfeinster Humor und ich hoffe sehr, dass sie auch im zweiten Band eine Rolle spielen wird.

Die Morningstars haben viele nennenswerte Erfindungen erschaffen. So gibt es viel Unerwartetes zu entdecken wie z. B. Hybrid-Tiere, ein Roboter-Butler in Ritterrüstung oder ein Fahrtstuhl der immer wieder eine andere Route durch das Haus nimmt. Die eingebauten Steampunk Elemente haben mir hier wirklich gut gefallen.
Zu Beginn habe ich ein wenig die fehlende Spannung bemängelt, ab gut der Hälfte nimmt die Geschichte dann zum Glück deutlich mehr an Fahrt auf. Die Kinder und der Leser werden quer durch York geschickt und gerade gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse fast schon.

Fazit:
Die Bewertung dieses Buches ist mir recht schwer gefallen. Die Idee rund um den Code der Morningstars mit den eingebauten Steampunk Elementen hat mir sehr gut gefallen. Leider hat Laura Ruby einen Hang dazu viele Nebensächlichkeiten in die Geschichte einzubauen, die den Leser immer wieder aus der Geschichte herausreißen. Auch an die super intellektuellen Kinder musste ich mich erst gewöhnen. Gegen Ende bietet das Buch dann endlich die erhoffte Spannung und bringt einen zu einem neugierig machenden Finale.
Lange habe ich geschwankt, ob ich dem Buch 3 oder 4 Hörnchen geben soll, am Ende habe ich mich für sehr gute 3 entschieden.