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Veröffentlicht am 05.06.2021

Sechs Monate bewusster (er)leben mit seinem Hund

Frauchens Glücksjournal
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Egal ob Neuhundebesitzer oder ob der geliebte Vierbeiner schon einige Jahre das Leben mit einem teilt - dieses Journal passt einfach immer. Es baut darauf auf, dass sich der/die Hundehalterin jeden Tag ...

Egal ob Neuhundebesitzer oder ob der geliebte Vierbeiner schon einige Jahre das Leben mit einem teilt - dieses Journal passt einfach immer. Es baut darauf auf, dass sich der/die Hundehalterin jeden Tag über sechs Monate lang bewusst Zeit nimmt, um morgens darüber nachzudenken, wie der Tag mit Hund laufen kann/soll und abends dann zu reflektieren, was von den Vorsätzen umgesetzt wurde und wie es funktionierte.
Nach einer kurzen Einführung zum Konzept und zur Handhabung des Glücksjournals erfolgt direkt der Einstieg in die persönlichen Aufzeichnungen. Vorangestellt ist ein doppelseitiger Gesamtwochenüberblick mit Stimmungsbarometer, Platz zum Eintragen der Ziele und Highlights und für Termine mit und ohne Hund. Daran anschließend folgt für jeden Wochentag eine separate Seite mit Verwöhnmomenten für Hund und Besitzer
in und Platz, um Positiverlebnisse, Trainingseinheiten und -zeiten zu notieren. Sehr motivierend finde ich die „Glücks-Booster“ am Seitenrand. Diese kleinen Aufgaben für jeden Tag sind unglaublich facettenreich und sorgen für Momente der Freude und des Durchatmens, ja auch des bewussten Wahrnehmens der Welt. Wer achtsam mit sich selbst ist, kann auch seinen Hund besser lesen. Zum anderen sind es nette Inspirationen, um den Spaziergang spannender zu gestalten und den Alltagstrott ein wenig zu durchbrechen. Abschließend folgt ein erneuter Wochenrückblick mit Zufriedenheitsmessung, den Vorhaben für die kommende Woche und einem Zitat. Diese Abschnitten wiederholen sich, bis schließlich ein halbes Jahr mit Glücksmomenten vollendet ist. Auf den letzten Seiten folgen noch Tipps für entspannte Momente, Platz für Fotos und Beobachtungen, die im Laufe der sechs Monate gemacht wurden. Und wenn’s mal nicht so rund läuft, gibt es die „Meckerseiten“. Allerdings würde ich persönlich mir wünschen, dass auch auf den Wochentagseiten Platz für Dinge ist, die mal nicht rund gelaufen sind. Woran lag es? Wie war die Situation? Was kann man besser machen? Denn Glück und Ansporn kann man auch daraus ziehen, dass man einen Fehler erkannt und ihn beim nächsten Mal vermieden oder verbessert hat.
Das Layout des Buches ist wirklich sehr ansprechend gestaltet. Es ist nicht überladen, klar strukturiert, dennoch einem Journal entsprechend kunstvoll angelegt, mit angenehmen Schriftarten und farblich einheitlichem Konzept (Ocker, Schwarz und Weiß). Die Wahl eines Hardcoverbandes ist absolut richtig, denn ein Taschenbuch hätte bei täglichem Gebrauch inklusive Eintragungen wohl ganz schnell einen unansehnlichen Zustand erreicht. Und so macht das Glücksjournal auch haptisch und optisch mit seinem Stoffeinband und der goldenen Beschriftung sehr viel her.
Klar ist jedoch: Man muss sich für dieses Glücksjournal bewusst Zeit nehmen, planen und auch reflektieren. Aber es kann so auch ein Mittel zu einem strukturierteren und organisierteren Tagesablauf sein. Und gerade für Welpenbesitzer*innen ist dies bestimmt ein Andenken an eine anstrengende, aber sehr schöne Zeit, das man sich im Laufe eines (Hunde-)Lebens immer wieder gern anschauen wird.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Die Stimmung wird politischer, die Spannung steigt!

Eisige Wellen
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Fast hätten Alina und Mal es geschafft zu entkommen, doch die Häscher des Dunklen sind überall. Und so werden sie erneut gefangen genommen und an Bord eines Walfängers unter Kapitän Stormhond zurück über ...

Fast hätten Alina und Mal es geschafft zu entkommen, doch die Häscher des Dunklen sind überall. Und so werden sie erneut gefangen genommen und an Bord eines Walfängers unter Kapitän Stormhond zurück über die Wahre See Richtung Ravka transportiert. Doch zuvor will der Dunkle noch den zweiten Kräftemehrer an sich bringen, um die Kontrolle über Alina und somit Ravka zu vergrößern...

Band zwei steigert den Spannungsbogen enorm! Die Geschichte wird zunehmend politischer, die Märchenatmosphäre aus dem ersten Teil ist fast gänzlich verflogen und der harten Realität eines Landes im Krieg gewichen. Mit der Erweiterung des Figurenensembles vergrößert sich ebenfalls das Muster der eigenen Intentionen und Pläne, die jede Figur für sich verfolgt. Es ist also höchste Konzentration beim Lesen gefordert. Und apropos Figuren: Stormhond bzw. Nikolai sind eine wahre Bereicherung für diese Geschichte! Seine Wortgefechte mit Alina gehören zweifellos zu den Highlights dieses Bandes! Aber auch andere Figuren gewinnen an Schärfe und Kontur, was darauf hindeutet, dass sie im weiteren Verlauf noch eine tragende Rolle spielen werden.

Auch das Cover, dessen Bedeutung mir nun erst im Verlauf des zweiten Bandes aufging, ist wieder einmal wunderschön gestaltet. Passend abgestimmt, ohne dabei aber zu viel zu verraten. Denn ohne das Wissen um den Inhalt gibt das Cover nicht viel preis.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Ein verheißungsvoller Auftakt!

Goldene Flammen
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Alina Starkov, ein Waisenmädchen aus Keramsin, dient in der Ersten Armee des Kaisers von Ravka als Kartografin. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Malyen Oretsev, dem besten Fährtenleser der Einheit, soll ...

Alina Starkov, ein Waisenmädchen aus Keramsin, dient in der Ersten Armee des Kaisers von Ravka als Kartografin. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Malyen Oretsev, dem besten Fährtenleser der Einheit, soll sie die Schattenflur durchqueren, um Nachschub aus West-Ravka zu holen. In diesem durch ein schiefgegangenes Experiment entstandenen toten Landstreifen existiert kein Licht und er wird beherrscht von den Volkra, die durch dunkle Magie zu Monstern verwandelte, ehemalige Einwohner sind. Bei der Überfahrt wird das Schiff von ihnen angegriffen und mit Alina passiert etwas außergewöhnliches: Um Mal zu beschützen bricht plötzlich helles Licht aus ihr hervor, das die Volkra tötet und ihnen selbst das Leben rettet. Von jetzt an ändert sich alles in Alinas Leben, denn nun ist sie eine Grisha, eine Magierin – und noch dazu die lang erwartete und einzige Sonnenkriegerin. Der mächtigste Grisha, der Dunkle, nimmt sich Alinas Ausbildung an, denn er hat große Pläne mit ihr...
Es beginnt wie ein russisches Märchen... Leigh Bardugo hat hier eine unglaubliche Welt erschaffen: ein wenig nostalgisch-real, und doch so fantastisch anders! Sie schubst den Leser ohne große Umschweife in ihre Erzählung, konfrontiert ihn direkt mit den wirren politischen und gesellschaftlichen Umständen Ravkas und erklärt dabei nichts. Typisch Bardugo also. Wer sich nicht in die Geschichte fallen lässt und viel hinterfragt, dem dürfte der Einstieg schwer fallen. So erging es auch mir zunächst, denn ich bin sehr detailverliebt und wollte alles über die Hintergründe der Grisha-Magie erfahren. Ich musste mich allerdings schnell damit abfinden, dass Leigh Bardugo so einfach nicht erzählt. Es ärgert mich dennoch und ich hoffe, in den Folgebänden mehr Aufklärung zu finden. Daher ein halber Stern Abzug.
Die Figuren sind komplex und authentisch angelegt. Die Sympathielenkung auf Alina gelingt von der ersten Zeile an und auch Mals Treue konnte ich nachempfinden. Das Figurenensemble gefällt mir gut, von verabscheuungswürdig bis liebenswert ist alles vertreten. Auch die Janusgesichtigkeit des Dunklen hat Bardugo vortrefflich inszeniert.
Eine absolute Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans, die starke weibliche Protagonistinnen mögen.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Leider ein etwas schwacher Band...

Internat der bösen Tiere, Band 3 - Die Reise
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Noël hat sich kaum vom Schock der Entführung durch das Walross erholt, da erreicht ihn eine neue Hiobsbotschaft: Mrs Moa, die Schulleiterin, hat die geheimen Inseln verlassen! Doch zuvor hat sie auf der ...

Noël hat sich kaum vom Schock der Entführung durch das Walross erholt, da erreicht ihn eine neue Hiobsbotschaft: Mrs Moa, die Schulleiterin, hat die geheimen Inseln verlassen! Doch zuvor hat sie auf der Insel der Jäger eine Schatulle mit Briefen für Noël hinterlassen. Doch diese ist nun spurlos verschwunden, ebenso wie die Würgeschlange. Gemeinsam mit seinen Freunden Taiyo und Katókwe versucht Noël, dem Geheimnis der Schatulle auf den Grund zu gehen und gerät dabei – wieder einmal – in große Gefahr. Denn sein Gegner Uko wartet nur darauf, dass Noël unvorsichtig wird und die geheimen Inseln verlässt...

Leider konnte mich dieser dritte Band nicht so richtig mitreißen. Die Geschichte war abschnittsweise leider zu langatmig, die Story kam nicht recht voran und der Informationsgehalt war – im Vergleich zu den Vorbänden – doch recht spärlich bzw. trat erst auf den letzten ca. 50 Seiten komprimiert hervor. Dieser Teil erscheint mir eher ein ‚Füllband‘ zu sein, der Themen wie illegalen Tierhandel und die Logistik hinter den geheimen Inseln hervorhebt.

In Bezug auf die Figuren ist mir aufgefallen, wie anstrengend ich Noëls Impulsivität zunehmend finde. Ob ihm irgendwann einmal nicht mehr der Zufall und das Glück zur Seite stehen, wenn er sich unvorbereitet und Hals über Kopf in Gefahr begibt? Und auch Mr Pi habe ich bis zum Ende der Geschichte nicht vollends durchschaut. Ist er wirklich einer der ‚guten‘ Charaktere dieser Erzählung? Ich habe da so meine Zweifel... Denn nicht aufgeklärt wurde, warum er die geheimen Inseln und das Internat verlassen hat. Außerdem: Wer stiftet denn einen Jugendlichen so abgebrüht zum Diebstahl an, wenn nicht jemand, dessen täglich Brot dies ist? Ich bin gespannt, ob wir der kleinen Kakerlake mit dem großen Ego noch einmal begegnen werden.

Die unangefochtenen Highlights waren die Auftritte von Poison und Nummer 29! Sie haben einfach eine so charmante und unbeschwerte Art – man muss sie einfach lieben. Auch das Bild von Nummer 8 hat mich tief berührt, denn es zeigt einmal mehr, wie wir Menschen mit unserer Umwelt und Natur umgehen. Ich mag diese kleinen Episoden, in denen die Autorin an die Vernunft der menschlichen Leser appelliert und ihnen vor Augen hält, was tagtäglich in und mit Flora und Fauna passiert.

Die beigefügte Leseprobe zu Band 4 prophezeit einen Spannungsanstieg, ich freue mich sehr auf den Herbst 2021!

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Leider etwas langatmig und undurchsichtig

Charlie – Ein Schulbus hebt ab
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An diesem Morgen ist alles anders im Dreistein Internat: Statt zu Fuß über das Gelände zu den Klassenräumen zu laufen, fährt heute ein alter, gelber Schulbus von Haus zu Haus und holt die Schüler ab. Will, ...

An diesem Morgen ist alles anders im Dreistein Internat: Statt zu Fuß über das Gelände zu den Klassenräumen zu laufen, fährt heute ein alter, gelber Schulbus von Haus zu Haus und holt die Schüler ab. Will, Frank, Maisie und Luke müssen jedoch bald feststellen, dass dieser Bus ein Eigenleben führt. Er rast unkontrolliert durch die Rosenbeete, überfährt dann fast den Schuldirektor und hebt schließlich zu allem Unglück auch noch kurzerhand mit den Schülern an Bord in die Lüfte ab! Doch damit noch nicht genug der Überraschungen, denn der Bus kann tatsächlich auch noch sprechen – und er bittet die Kinder um Hilfe, denn Charlie der Schulbus muss dringend etwas wiedergutmachen...

Ich war sehr gespannt auf dieses Kinderbuch, dessen Buchcover ich wunderbar bunt und verheißungsvoll fand. Doch leider taten sich einige – für mich schwerwiegende – Schwachstellen in der Geschichte auf: Die Story wird an mehreren Punkten zu ausschweifend auserzählt, andere Aspekte bleiben jedoch vollkommen unbeachtet. Was essen die Kinder, nachdem die Käsebrote aufgebraucht sind? Warum bleibt der Diebstahl der Bohnen folgenlos und moralisch unaufgearbeitet? Wieso erfolgte keine Kommunikation mit den Tieren? Ich muss zugeben, dass mich die fehlende Aufarbeitung der ethischen Seite ziemlich geärgert und somit den Lesegenuss deutlich geschmälert hat. Denn es fehlt die Durchsicht darüber, wer ‚gut‘ und wer ‚böse‘ ist.

Ich bin gespannt, ob es mit dieser schwächelnden Abenteuergeschichte weiter geht. Die Grundlage dafür wurde ja im letzten Kapitel gelegt.

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