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Veröffentlicht am 31.01.2020

Zu viel des Guten

Unsere Liebe für immer
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"Unsere Liebe für immer" von J. P. Monninger war ein Muss für mich nach seinem Erfolg von "Liebe findet uns".

Zum Cover: Ich finde das Cover von "Liebe findet uns" besser gelungen. Da wurden nur 2 Farben ...

"Unsere Liebe für immer" von J. P. Monninger war ein Muss für mich nach seinem Erfolg von "Liebe findet uns".

Zum Cover: Ich finde das Cover von "Liebe findet uns" besser gelungen. Da wurden nur 2 Farben benutzt. Hätte man hier den oberen Teil dunkler gemacht, bin ich mir sicher, hätte man auch den Titel in dem Hellviolett schreiben können und müsste nicht eine dritte Farbe (rosa) verwenden.

Inhaltlich wurde ich jedoch schnell von diesem Buch enttäuscht.

Ich wurde nicht warm mit dem Protagonisten Ozzie. Er war kein Gentleman. Schade. Denn ich erinnere mich daran, dass mich "Liebe findet uns" umgeworfen hatte. Leider ist aber Monninger hier auf den "Playboy-Zug" aufgesprungen, der Probleme hat und sie nicht lösen kann. Ich habe diese ganze "Shades-of-Grey"-Manie so satt. Warum kann es nicht einfach mal wieder normale Menschen geben? Keine Frau will von einem nahezu Unbekannten gegen die Wand geschleudert werden und ohne ihren Willen direkt nach der Wucht auch noch geküsst werden von ihm. Das zeugt nicht von Respekt und Anstand.

Zweiter großer Kritikpunkt: Sie heiraten erst nach einem Drittel des Romans. In den ersten 50 Seiten taucht Ozzie kaum auf. Aber nach der Hochzeit geht es wie auf einen Schlag viel zu zügig voran. Während die ersten Seiten wirklich jedes Detail von jedem Tag erzählen, überspringt der Autor nun Monate, um schneller voran zu kommen und seine Idee zu schreiben. Das war ein katastrophaler Stil. Er hätte bei einer Variante bleiben sollen. Denn sie merkt, dass sie ihn kaum kennt und er will nicht über sein Problem reden und sie trennen sich. Dabei fand ich das sehr naiv, denn sie hätte ihre Augen schon ganz am Anfang öffnen können, das Problem wurde schon beim Kennenlernen mir zumindest bewusst.

Dritter großer Kritikpunkt: Die Inhaltsangabe verrät nahezu alles, was in dem Buch geschieht. Denn, dass Ozzies Boot untergeht erfährt der Leser erst im letzten Viertel des Buchs... Ergo: Es wurde kaum Spannung aufgebaut. Wenn das Spannende erst so spät beginnt, reizt es den Leser kaum noch und außerdem ist das dann auch eine wirklich extrem lange Einleitung.

Fazit: Ich denke, dass der Autor hier zu viel in ein Buch einbauen wollte und damit leider gescheitert ist ein gutes Werk zu schreiben. Schade. Außerdem denke ich, dass jeder nur eine Geschichte zu erzählen hat, und Monningers war "Liebe findet uns".

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2019

Misslungener Klappentext

Die Tankstelle am Ende des Dorfs
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"Die Tankstelle am Ende des Dorfs" von Lars Mytting ist ein Roman über einen Mann, der es in einer Kleinstadt auf sich alleingestellt schaffen will. Sein Studium bricht er ab und arbeitet Vollzeit bei ...

"Die Tankstelle am Ende des Dorfs" von Lars Mytting ist ein Roman über einen Mann, der es in einer Kleinstadt auf sich alleingestellt schaffen will. Sein Studium bricht er ab und arbeitet Vollzeit bei der einzigen Tankstelle im Dorf.

Inhaltlich geht er zwar ein paar Liebschaften ein, aber als Leser wird man da kaum warm mit auch nur einer Person, geschweige denn hofft auf ein Happy End mit unbedingt der Liebschaft Nr. XY.

Im Großen und Ganzen allerdings geht es hauptsächlich darum, dass der Autor Liebe für das Detail hat und beschreibt, wie Protagonist Erik Autos minutiös auseinandernimmt, um das Problem zu erforschen und anschließend das Auto wieder zum Laufen bringt. Wer sich für die Autos der 50er interessiert, dem ist das Buch zu empfehlen. Alle anderen verschwenden nur ihre Zeit damit.

Veröffentlicht am 30.11.2019

Kulinarisch ausgefallen

WW - Genial saisonal!
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"Genial saisonal! von WW" von Andi Schweiger ist ein Kochbuch von WW.

Meinung: Ich habe das Punktesystem nicht verstanden. Aber ich nehme das Buch nicht zum Abnehmen. Ich gehe davon aus, dass die Menschen, ...

"Genial saisonal! von WW" von Andi Schweiger ist ein Kochbuch von WW.

Meinung: Ich habe das Punktesystem nicht verstanden. Aber ich nehme das Buch nicht zum Abnehmen. Ich gehe davon aus, dass die Menschen, die das Buch aufgrund von WW kaufen, sich mit dem System auskennen und die, die es nicht tun, interessiert es höchstwahrscheinlich nicht.

Inhaltlich gibt es Rezepte mit: 10 Meeresfrüchten/Fisch; 20 Fleisch/Geflügel; 20 Vegetarisch und 10 Vegan. Außerdem ist das Buch wie der Titel schon voraussagt in Jahreszeiten unterteilt, sodass man das Buch in 4 Kategorien einteilen kann: Frühling, Sommer, Herbst, Winter. So kann man saisonal kochen und der Umwelt gleichzeitig etwas Gutes tun.

Kritik: Auf Seite 13 erklärt Schweiger, dass er am liebsten Bärlauch im Wald sammelt: Ich halte es für keine gute Idee, dass er das in dem Buch so anspricht, denn so klingt es als wäre es einfach - dabei ist gerade bei Bärlauch die Verwechslungsgefahr hoch und so auch die Gefahr groß, dass man sich selbst aus Versehen vergiftet!

Außerdem bestehen viele vegane Gerichte aus Smoothies und Suppen...aber ich gehe davon aus, dass man bei der relativen eingeschränkten Wahl als Veganer bei diesem Buch eher einen Bogen machen würde.

Positiv: Es gibt QR-Codes mit denen man auf YouTube weitergeleitet wird und die Rezepte so visuell mit Hilfestellung nachkochen kann (bei 7 Rezepten zumindest).

Fazit: Solange man kulinarisch absolut offen ist, ist das Buch wärmstens zu empfehlen. Ich bin aber Vegetarierin...so fallen schon die Hälfte der Rezepte weg für mich.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Aufschlussreich

Wir riechen besser als wir denken
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"Wir riechen besser als wir denken" von Johannes Frasnelli ist ein wissenschaftlich fundiertes Buch über das Riechen.

Inhaltlich ist es in kurze Kapitel unterteilt (Sehen Sie sich die Inhaltsangabe an), ...

"Wir riechen besser als wir denken" von Johannes Frasnelli ist ein wissenschaftlich fundiertes Buch über das Riechen.

Inhaltlich ist es in kurze Kapitel unterteilt (Sehen Sie sich die Inhaltsangabe an), die immer mit einem Tipp enden, den man leicht in den Alltag integrieren kann, um das eigene Riechvermögen zu erhalten/verbessern. Außerdem geht er oftmals darauf auf das Schmecken ein, da das sehr viel mit dem Riechen zu tun hat. Außerdem erklärt er häufig auch kurz das Sehorgan, da sich dies zum Vergleich eignet. Eine Win-win-Situation für den Leser also, da wir direkt drei Sinne erklärt bekommen.

Stilistisch schreibt Frasnelli nicht hochgestochen wissenschaftlich und wirft auch nicht mit Fachbegriffen um sich, sodass man kein Experte in dem Gebiet sein muss, um alles zu verstehen. Es tauchen zwar Fachbegriffe auf, allerdings erläutert Frasnelli sie sehr verständlich.

Kritik: Frasnelli hält sich mit Belegen zurück, sodass man nicht direkt nachschlagen kann, falls einem ein Thema besonders interessiert. Außerdem fehlt es ein bisschen an Darstellungen. Gerade dann, wenn das Organ erklärt wird, wäre es schön gewesen das auch visuell in dem Buch zu haben.

Fazit: Sehr empfehlenswert für Menschen, die schon immer etwas mehr über das Riechorgan erfahren wollten, denn das wird leider neben dem Sehen, Hören, Schmecken und Fühlen von Vielen sehr vernachlässigt.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Aufklärend und aufschlussreich

Die Hanf-Medizin
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"Die Hanf Medizin" von Tanja Bagar ist ein kompacktes Buch über die Hanf-Pflanze.

Inhaltlich startet Bagar damit die Geschichte der Pflanze zu erklären. Diese ist erst seit 100 Jahren "verdammt" worden ...

"Die Hanf Medizin" von Tanja Bagar ist ein kompacktes Buch über die Hanf-Pflanze.

Inhaltlich startet Bagar damit die Geschichte der Pflanze zu erklären. Diese ist erst seit 100 Jahren "verdammt" worden - ihrer Meinung nach zu Unrecht, da sie erklärt, dass die Pflanze in geringen Dosen eingenommen als Medizin wahre Wunder gegen viele verschiedene Krankheiten bewirken kann. Aber Achtung: Sobald man sie erhitzt (raucht) entsteht das gefährliche THC, was schädlich ist!

In dem Buch wird somit nicht nur die Vorteile der Pflanze erläutert (was sehr einseitig und unglaubwürdig/naiv wirken würde), sondern auch die negativen Seiten berichtet. Es gab beispielsweise auch schon Medikamenten, die zugelassen wurden und anschließend aufgrund der Nebenwirkungen wieder aus dem Markt genommen wurden.

Allgemein allerdings scheint die Pflanze sich positiv auf die Umwelt auszuwirken, da sie Schwermetalle absorbieren würde und daher die Welt vor menschlich verursachten Schaden reinigen würde. Daher plädiere ich nun nach dem Lesen dieses Buchs noch mehr denn je für die Legalisierung dieser Pflanze.

Sie schützt/lindert bei so vielen Krankheiten: Schmerzen, Parkinson, MS, Alzheimer, Epilepsie, Traumata, HIV-Demenz, alkoholbedingte Gehirnschäden, Umkehr von altersbedingten kognitiven Leistungsfähigkeit, Typ 2 Diabetes, Abnehmen, Herzinfarkt, Schlaganfall. Krebs: Brust, Prostata und Glioblastom.

Fazit: Empfehlenswert für Ärzte und angehende Ärzte, die sich für die Pflanze interessieren. Das Buch ist sehr wissenschaftlich fundiert und erklärt die einzelnen Prozesse, wie Enzyme an die Rezeptoren andocken und dabei helfen. Und empfehlenswert für Menschen mit diesen Krankheiten, die nach alternativen Therapiemöglichkeiten suchen, da im Epilog eine Liste von Ärzten vorzufinden ist, die Hanfmedikamente verschreiben.