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Veröffentlicht am 20.04.2026

Schön

Das Haus am Strand
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Was ist wirklich in dem Sommer vor zwanzig Jahren geschehen?
Sophie und Mathilda waren als junge Mädchen unzertrennlich. Jeden Sommer haben sie gemeinsam mit ihren Familien am Strand von Dorset verbracht. ...

Was ist wirklich in dem Sommer vor zwanzig Jahren geschehen?
Sophie und Mathilda waren als junge Mädchen unzertrennlich. Jeden Sommer haben sie gemeinsam mit ihren Familien am Strand von Dorset verbracht. Bis zu einem schicksalhaften Tag im Jahr 1997. An dem Tag, wo Mathilda durch einen Unfall ums Leben kommt. Sophie kehrt zwanzig Jahre später wieder nach Dorset zurück um das Ferienhaus ihrer Eltern für den Verkauf vorzubereiten. Und nebenbei lässt es sie plötzlich nicht mehr los und möchte nachforschen, was damals wirklich passiert ist.

Das Setting und die Atmosphäre sind wirklich sehr gut und ausdrucksstark beschrieben. Obwohl hier bei uns gerade tiefster Winter herrscht, war ich zwischen den Buchdeckeln im Hochsommer am Strand von Dorset. Das hat mir sehr gut gefallen. Abwechselnd wird aus Vergangenheit und Gegenwart geschrieben, Stück für Stück kommen immer mehr Wahrheiten ans Licht. Zum Großteil wird die Geschichte aus Sophies Perspektive geschildert, jedoch gibt es an manchen Kapitelenden eine Sicht von einer Person, die Sophie beobachtet. Dies wird dann kursiv geschrieben. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder Ideen, wer sie beobachten könnte, und wer über die Vergangenheit noch mehr zu wissen mag. Manchmal lag ich richtig, aber manchmal auch echt daneben. Das Zusammenspiel aus Früher und Heute hat mir unheimlich gut gefallen. Die zweite Hälfte des Buches habe ich an einem Tag verschlungen, weil mich plötzlich so ein Sog mitgerissen hat, dass ich unbedingt wissen wollte, wie alles zu einem Ende gebracht wird. Und da kam ich teilweise aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Auf den über 460 Seiten gibt es aber auch manche Informationen, die letztendlich nicht so wichtig für die Story waren,aber die trotzdem zur Verwirrung beitrugen.

Insgesamt ein toller Thriller, (den ich eher als Spannungsroman betiteln würde) der Familiengeheimnisse ans Licht bringt und einen tollen Spannungsbogen aufweist.

⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Wow

Alle glücklich
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Eine Familie, die scheinbar glücklich ist. Jeder führt sein Leben, alles reine Routine. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nina ist Mutter zweier Kinder und die Ehefrau von Alexander. Sie arbeitet als ...

Eine Familie, die scheinbar glücklich ist. Jeder führt sein Leben, alles reine Routine. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nina ist Mutter zweier Kinder und die Ehefrau von Alexander. Sie arbeitet als medizinische Fachangestellte und fühlt sich von ihrem Mann und ihren Kindern öfter mal missverstanden. Alexander ist Oberarzt, bringt das Geld nach Hause und sorgt dafür, dass die Familie es gut hat. Ein bisschen mehr Anerkennung würde auch er sich wünschen.
Emilia ist sechzehn und so richtig verliebt. Blind vor Liebe, könnte man meinen. Ben ist neunzehn und Student. Aber das auch nur gezwungenermaßen. Eigentlich fühlt er sich ziemlich allein.

Der Schreibstil von Kira Mohn ist unheimlich flüssig und authentisch. Sie schreibt soo anschaulich. Es erweckt den Eindruck, als würde sie von einer Familie in der Nachbarschaft schreiben. Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Familienmitgliedes geschildert. Die Reihenfolge bleibt immer gleich,somit wusste ich nach einer Weile schon, wer als nächstes wieder drankommt. Ich habe an den Zeilen gehangen und jedes Wort aufgesogen. Emilias Geschichte hat mich persönlich sehr mitgenommen. Ich habe den Schmerz gefühlt, den sie beschrieben hat. Aber auch Ninas Gedanken haben mich bewegt. Ben konnte ich lange Zeit sehr schwer einschätzen, aber auch seine Gefühle waren hart. Echt. Authentisch. Alexander wird definitiv nicht mein Lieblingscharakter, aber ich muss zugeben, dass mir sein Werdegang ein bisschen gefallen hat. (🤭)

Es geht ums Zuhören, Hinsehen und Da sein. Nicht alles in sich hineinzufressen, über Probleme reden und auch genau so richtig zu sein wie man ist. Jedenfalls nehme ich das aus dieser Geschichte mit. Mir hat es unheimlich gut gefallen und es hat mal wieder aufgezeigt, wie manche Familien scheinbar einfach nebeneinander her leben. Da sagt man lieber: Alle sind glücklich. Alles ist gut.

Für mich ein großartiges Buch und eine absolute Leseempfehlung!

⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Wow

Die Nacht der Bärin
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Nachdem ich vor zwei Tagen Kira Mohns aktuellsten Roman "Alle glücklich" beendet hatte (und es für mich ein Highlight geworden ist), musste ich nun auch direkt "Die Nacht der Bärin" lesen. Und was war ...

Nachdem ich vor zwei Tagen Kira Mohns aktuellsten Roman "Alle glücklich" beendet hatte (und es für mich ein Highlight geworden ist), musste ich nun auch direkt "Die Nacht der Bärin" lesen. Und was war das bitte für ein Buch? Es hat mich zerrissen..💔

Jule flüchtet sich nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Freund zu ihren Eltern. Dort wird ihre Mutter über den plötzlichen Tod ihrer Großmutter im Kenntnis gesetzt. Die Reaktion ihrer Mutter ist heftiger als erwartet, denn Jule kannte ihre Großmutter nur von Briefen und es wurde so gut wie nie von ihr gesprochen. Was ist damals vorgefallen? Jule möchte es genauer wissen, und taucht in die Vergangenheit ein. Zusammen mit ihrer Mutter fährt sie in das nun leerstehende Elternhaus.

Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte erzählt. Die Vergangenheit zeigt das Leben von Maja und Anna, die zusammen mit ihrem Vater und ihrer Mutter in einem kleinen Haus am Waldrand leben. Die beiden Geschwister trennen 4 Jahre, sind sehr verspielt und unzertrennlich. Sie lieben es gemeinsam im Wald herumzutoben, die Feen zu besuchen, und die Natur zu genießen. Aber der Alltag Zuhause ist von Gewalt geprägt. Kira Mohn beschreibt die Situationen ziemlich eindrücklich. Wobei die Szenen auch immer aus der Perspektive eines 12 jährigen Mädchens geschildert werden. Somit beschreibt Maja was sie wahrnimmt. Was sie durchmachen. Auch wenn es nicht immer detailliert beschrieben wird, so hatte ich dennoch Bilder im Kopf, die manchmal echt lange gedauert haben bis sie wieder verschwanden.

Nach und nach werden im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart einzelne Puzzleteile zusammengefügt. Ich konnte mich gar nicht von den Seiten losreißen, obwohl ich manchmal auch gerne eine Pause einlegen wollte um das gelesene zu verarbeiten. Die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird, hat mir unheimlich gut gefallen. Ich liebe das Verknüpfen von zwei Zeitebenen.

Bewegend. Beängstigend. Echt. Großartig!
Ich verstehe,warum der Autorin so viel an diesem Buch liegt. Es ist einfach was ganz besonderes!❤️

⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Wunderbar

Das Echo der Moore
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Wer mich schon etwas länger verfolgt weiß, dass ich Familiengeschichten total gerne lese. Letztes Jahr bin ich auf der Suche nach genau diesem Genre fündig geworden. Das Echo der Moore klang wieder einmal ...

Wer mich schon etwas länger verfolgt weiß, dass ich Familiengeschichten total gerne lese. Letztes Jahr bin ich auf der Suche nach genau diesem Genre fündig geworden. Das Echo der Moore klang wieder einmal genau nach einer Geschichte für mich:

Zwei entfremdete Zwillingsschwestern. Ein traumatisches Ereignis aus der Vergangenheit und ein Neubeginn.
Theresa kehrt nach über 15 Jahren wieder zurück in den Ort ihrer Kindheit, um ihre Doktorarbeit über das Moor zu schreiben. Sie war schon immer sehr wissbegierig und wollte was aus ihrem Leben machen. Chrissi, ihre Zwillingsschwester, lebt derweil immernoch in Moosbrunn. Gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Lukas hat sie drei Kinder. Die beiden Schwestern verbindet eine traumatische Vergangenheit. Ihr kleinerer Bruder litt unter einer chronischen Krankheit und ist auch daran gestorben. Ihre Mutter hat die Kinder nahezu alleine großgezogen, denn ihr Vater war lange Zeit auf Montage und später dann ganz weg.

Abwechselnd zwischen Vergangenheitskapiteln wechseln wir immer wieder in die Gegenwart. So wird nach und nach aus unterschiedlichen Perspektiven die Vergangenheit aufgerollt. Es wird sowohl die missliche Lage von Helen (der Mutter) aufgezeigt, als auch die der beiden Zwillingsmädchen. Denn meist sind sie es, die sich um die Mutter kümmern.

Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie mit der Zeit immer mehr Ereignisse aus der Vergangenheit ans Licht kamen und ich mehr über die Figuren erfahren habe. Nicole Wellemin schreibt mit ganz viel Tiefe und feinem Gespür für Emotionen. Ich mochte vor allem auch die Verbindung zwischen Theresa und ihrem Neffen Korbinian. Denn der scheint sich sehr für seine Tante und deren Job zu interessieren. Eigentlich ist er der Held der Geschichte,denn durch ihn raufen sich die beiden Geschwister wieder zusammen. Dinge, die früher gesagt wurden, und zu dem Bruch geführt haben, konnten endlich angesprochen werden.

Eine wirklich tolle Familiengeschichte mit einem starken Setting und wunderbaren Charakteren. Große Empfehlung !

⭐⭐⭐⭐,5 | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Toll

Der andere Arthur
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Nachdem ich “Der Gott des Waldes” letztes Jahr absolut gefeiert habe, musste natürlich auch Liz Moores neustes Werk “Der andere Arthur” bei mir einziehen. (Dabei ist dieses Buch bereits 2012 erscheinen,aber ...

Nachdem ich “Der Gott des Waldes” letztes Jahr absolut gefeiert habe, musste natürlich auch Liz Moores neustes Werk “Der andere Arthur” bei mir einziehen. (Dabei ist dieses Buch bereits 2012 erscheinen,aber wurde jetzt erst ins Deutsche übersetzt) Es sind zwei ganz unterschiedliche Bücher. Wo es bei dem Einen noch um einen ungeklärten Vermisstenfall ging, geht es hier um die Schicksale zweier Männer.

Arthur Opp war früher ein angesehener Literaturprofessor. Nun lebt er zurückgezogen in seinem großen Haus in Brooklyn. Er hat es seit zehn Jahren nicht mehr verlassen, weil er mittlerweile 250 Kilo wiegt. Er kann sich nicht mehr großartig bewegen und bewohnt auch nur noch das Erdgeschoss, weil er Treppen nicht mehr steigen kann. Trotz seiner Einsamkeit pflegte er viele Jahre eine intensive Brieffreundschaft mit einer ehemaligen Studentin.

Kel Keller lebt 30 Kilometer von Arthur entfernt, ist 18 Jahre alt und hat es in der Schule nicht immer leicht. Er möchte unbedingt den Schulabschluss und ein Sportstipendium. Doch nebenbei kümmert er sich auch noch um seine kranke Mutter.

Die beiden Schicksale haben mich zutiefst berührt. Liz Moore schreibt sehr einfühlsam und detailliert. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir die Charaktere sehr gut vor Augen führen konnte. Sie waren präsent und greifbar. Kel wurde etwas intensiver beschrieben und seine Liebe für das Football spielen ist überaus deutlich geworden. Für meinen Geschmack hätte das gerne etwas weniger Raum einnehmen dürfen. Das Verweben der beiden Schicksale ist der Autorin gut gelungen, dennoch habe ich mir ein bisschen was anderes erhofft. So war es eine unheimlich gute Erzählung, die mich berührt hat, aber trotzdem hat für mich etwas gefehlt. Die Entscheidungen und Veränderungen in derer beide Leben habe ich gerne mitangeschaut und war sogar ein bisschen wehmütig als ich das Buch zugeschlagen habe. Eine tolle, berührende Geschichte über schwere Schicksale und den Neubeginn fürs Leben.

⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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