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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2025

Eine starke Frau geht ihren Wrg

Eine Frage der Chemie
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Elizabeth Zott, was für eine coole Protagonistin.
Ich habe tatsächlich mal kurz gegoogelt, ob der Roman „Eine Frage der Chemie“ von der Autorin Bonnie Garmus auf einer wahren Begebenheit beruht. 😂
Ich ...

Elizabeth Zott, was für eine coole Protagonistin.
Ich habe tatsächlich mal kurz gegoogelt, ob der Roman „Eine Frage der Chemie“ von der Autorin Bonnie Garmus auf einer wahren Begebenheit beruht. 😂
Ich hätte es mir wirklich gewünscht, sie ist einfach so gut beschrieben und viele Ereignisse im Buch sind mit Sicherheit schon millionenfach so passiert und da bräuchte es einfach eine Elizabeth Zott, die den Herren der Gesellschaft mal zeigt, wo es langgeht.
Elizabeth ist Chemikerin und eine richtig gute noch dazu.
Es ist wahrlich nicht einfach, in einer männerdominierten Gesellschaft der 1960er Jahre in einem wissenschaftlichen Beruf bestehen zu können und die wohlverdienten Lorbeeren auch selber ernten zu können.
Ein spannender Twist im Buch ist Elizabeths Fernsehkarriere als Gesicht der Kochshow „Essen um sechs“.
Die kluge Wissenschaftlerin verknüpft gekonnt ihre Liebe zur Chemie und ihr Talent als Köchin und inspiriert damit viele Damen vor den Fernsehgeräten.
Sehr gerne mochte ich auch den Teil zwischen Elizabeth und Calvin Evans, dem brillanten Nobelpreiskandidaten.
Einer der wenigen Männer den ihr heller Verstand nicht abschreckt, sondern ganz im Gegenteil sehr anzieht.
Neben Zott selbst ist der zweite Star des Buches ihr schlauer Hund Halbsieben.
Ein treuer Gefährte durch Höhen und Tiefen und einem so lieben Wesen.
Ein wirklich unterhaltsames Buch mit wichtigen feministischen Aspekten und tollen Figuren.
Wer ebenfalls gerne Romane über starke Frauen liest, greift zu.
Leseempfehlung!!!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Geheimnisse der Vergangenheit

Die Anatomie der Einsamkeit
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Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍.
Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt.
Sowohl von Cover als auch ...

Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍.
Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt.
Sowohl von Cover als auch vom Titel her. Ein schönes Wiedererkennungsmerkmal.
In dem neusten Werk der Autorin Louise Pelt haben wir wieder unterschiedliche Zeitebenen in denen sich viele Geheimnisse der Vergangenheit befinden und die nach und nach aufgedeckt werden.
Zwischendrin gibt es immer wieder schön geschriebene Gedichte, die das miträtseln noch etwas anfeuern.
Im Jahr 2000 muss sich die erfolgreiche, aber nicht wirklich glückliche Anwältin Claire ihrem dunklen Kapitel mit ihrer verstorbenen Schwester Iris stellen und kommt dieser dabei näher als je zuvor.
22 Jahre später entdeckt die Journalisten Olive den Kompass ihrer Oma, ein vermeintliches Einzelstück, auf dem Bild einer vor kurzem entdeckten Leiche.
Ist das die Story die sie braucht um endlich die Anerkennung ihrer Chefin zu erlangen, ist der Fotograf Tom, ihre Begleitung, wirklich ein so unsympathischer Schnösel und was ist in der Vergangenheit ihrer Oma alles geschehen, wer ist sie wirklich?
Fragen über Fragen und die Antworten stehen im Buch 😉.
Ich möchte ganz ehrlich sein...Dieser Roman kommt für mich nicht an 'Die Halbwertszeit von Glück' ran, denn den habe ich wirklich geliebt.
'Die Anatomie der Einsamkeit' ist schön geschrieben und angenehm zu lesen, aber hatte für mich auch seine Längen.
Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den Personen im Buch dieses mal nicht so warm geworden bin.
Im Großen und Ganzen aber ein netter Roman mit Familiengeheimnissen, interessanten Wendungen und gut durchdachten Verstrebungen.

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Veröffentlicht am 26.02.2025

Wie die Liebe klingt

Für Polina
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Vorab schon mal... Das war sooo gut!
Der Roman 'Für Polina' von Takis Würger hat bei mir eine Menge unterschiedlicher Emotionen hervorgerufen und die meisten davon gingen mitten ins Herz.
So muss sie doch ...

Vorab schon mal... Das war sooo gut!
Der Roman 'Für Polina' von Takis Würger hat bei mir eine Menge unterschiedlicher Emotionen hervorgerufen und die meisten davon gingen mitten ins Herz.
So muss sie doch sein, die perfekte Unterhaltung.
Und darum gehts:
Hannes und Polina kennen sich schon ein Leben lang und wachsen quasi zusammen auf.
Trotz ihrer großen Gegensätze haben die zwei eine so innige Verbindung die wirklich schön mitzuerleben ist.
Polina ist die pfiffige, der Wirbelwind und Hans Dampf in allen Gassen. Aber es steckt auch eine gewisse Schwermut in ihr.
Hannes ist ein ruhiger, lieber Junge der gerne mit seinen Gedanken für sich ist. Manche halten ihn für nicht besonders helle, dabei ist er einfach nur anders.
Er findet heraus das Musik das Medium ist mit dem er sich mitteilen kann und das alte Klavier in der Moorvilla wird sein Sprachrohr.
Damit versucht er Polina von seinen Gefühlen für sie zu 'erzählen' und komponiert ihre ganz eigene Melodie.
Die schöne und unbeschwerte Zeit im Moor mit seiner Mama Fritzi, dem kauzigen und liebenswerten Heinrich, Polina und ihrer Mutter Günes nimmt ein jehes Ende und Hannes verliert seine Musik und damit auch ein Stück sich selbst.
Viele Jahre begleiten wir Hannes beim Erwachsenwerden und seiner ständigen Sehnsucht nach Polina.
Ob Hannes seine Musik und Polina wiederfinden wird, solltet Ihr selbst herausfinden.
Ein wirklich schöner Roman mit perfekten/unperfekten Figuren von denen ich fast alle in mein Herz geschlossen habe.
Die Charaktere sind allesamt recht überspitzt, aber das mochte ich.
Wer hätte zum Beispiel nicht gerne so einen Kumpel wie Bosch, den hünenhaften Klavierträger.
Ob ich den Roman empfehlen kann?
Hast du Tollkraut gegessen!
(🤫 Das heißt ja)

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Träume haben

Achtzehnter Stock
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Ich reihe mich mal ein in die vielen schönen Rezensionen zu dem Debütroman von Sara Gmuer 'Achtzehnter Stock'.
Wir lernen Wanda und ihre Tochter Karlie kennen und begleiten sie beim Spagat zwischen dem ...

Ich reihe mich mal ein in die vielen schönen Rezensionen zu dem Debütroman von Sara Gmuer 'Achtzehnter Stock'.
Wir lernen Wanda und ihre Tochter Karlie kennen und begleiten sie beim Spagat zwischen dem rauen Leben im Plattenbau und dem nicht weniger rauen, aber dazu auch noch unehrlichen Leben am Filmset.
Wanda strebt nach mehr und möchte Filme drehen und berühmt werden, was anderes kommt nicht in Frage.
Schwierig wenn man in einer anderen Welt feststeckt und noch dazu eine kleine Tochter hat.
Das Buch zeigt uns die Probleme einer alleinerziehenden Mutter gefangen zwischen unbezahlter Care Arbeit und Geld verdienen müssen.
Entgegen vieler anderer Stimmen empfand ich Wanda nicht als unsympathisch. Klar, manche Aktionen waren nicht okay, aber welcher Mensch macht schon alles richtig.
Ist es nicht auch normal als Mutter mal ausbrechen zu wollen und sich ganz egoistisch für sich zu entscheiden?
Wobei ich glaube das Wanda das meiste auch im Hinblick darauf gemacht hat um Karlie ein besseren Leben bieten zu können.
Ich empfand sie als eine sehr liebende Mutter.
Es wurden einige Klischees bezüglich der Menschen die in der Platte wohnen bedient, aber das war recht erfrischend und realistisch. Ich konnte mir total gut vorstellen mit Wanda, Aylins Mutter, Ming und Esther im Hof zu sitzen und warmen Sekt aus klebrigen Pappbechern zu trinken.
Ein ehrlicher ungeschönter Roman den ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Verdammt wütend

Wenn wir lächeln
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Das war intensiv muss ich sagen.
In Ihrem Debütroman 'Wenn wir lächeln' hat Mascha Unterlehberg eine Menge an Herausforderungen die Mädchen beim Erwachsenwerden meistern müssen gepackt.
Jara und Anto sind ...

Das war intensiv muss ich sagen.
In Ihrem Debütroman 'Wenn wir lächeln' hat Mascha Unterlehberg eine Menge an Herausforderungen die Mädchen beim Erwachsenwerden meistern müssen gepackt.
Jara und Anto sind Freundinnen.
Gemeinsam stehen sie auf einer Brücke und plötzlich ist Anto weg, ist gesprungen und die innerlich zerrissene Jara bleibt zurück.
Nach und nach erzählt uns der Roman die Geschichte der zwei, eine Geschichte wie sie einige aus ihrer Jugend sicherlich kennen. Über Freundschaft, bewundern und bewundert werden wollen, sich zeigen wollen und verstecken müssen, den Spagat schaffen zwischen dazugehörigen aber nicht um jeden Preis und viel Wut. Wut auf sich selbst, auf andere, auf den eigenen Körper, auf die fehlende Distanz anderer.
Und was passiert wenn diese Wut plötzlich überhand nimmt?!
Anfangs kam ich schwer rein in den Lesefluss und bis zum Ende haben mir die fehlenden Anführungszeichen der wörtlichen Rede und die Zeitsprünge es mir nicht leicht gemacht.
Man gewöhnt sich ein Stück weit daran, aber ich bin mir sicher das mir so einiges durch die Lappen gegangen ist.
Auch was uns das Buch vermitteln will erschloss sich mir erst nach und nach.
Allerdings hadere ich etwas mit dem Ende und Antos Verhalten, da bin ich mir nicht sicher ob ich es mir richtig zusammengereimt habe.
Die Autorin legt den Finger in die Wunde und berichtet wie es gerade in letzter Zeit sehr viele Autorinnen tun über die Wut der Frauen.
Finde ich gut, manchmal muss es weh tun um zu verdeutlichen was schief läuft.
Etwas mehr Struktur hätte mir besser gefallen, aber ansonsten ein guter Roman mit wichtiger Botschaft.

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