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Veröffentlicht am 14.07.2024

2 Fälle in einem

Die Vergessene
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Meine Gefühle zu "Die Vergessene" von Karin Slaughter sind ein kleines bisschen zwiegespalten.

Zum einen hat mich die Geschichte wahnsinnig interessiert, andererseits hab ich mich auch immer etwas gefürchtet ...

Meine Gefühle zu "Die Vergessene" von Karin Slaughter sind ein kleines bisschen zwiegespalten.

Zum einen hat mich die Geschichte wahnsinnig interessiert, andererseits hab ich mich auch immer etwas gefürchtet vor den Zeitsprüngen in die Vergangenheit, aus Angst was Emily jetzt schon wieder ertragen muss. Ich fand es fürchterlich, wie sie ihre besten Freunde behandelt haben. Oder auch wie Erwachsene behandelt haben, und ihr die Schuld an einfach allem gaben. Absolut erschreckend!

Der nicht-chronologische Aufbau der Geschichte bewirkte bei mir allerdings auch, dass ich nach ca. einem Drittel des Buches nochmal ganz von vorn begonnen habe, weil ich mich frage ob ich in der "Beweisführung" schon irgendwas übersehen habe, was auf den Täter schließen könnte. Also hab ich alles nochmal gelesen und besonderes Augenmerk auf gewisse Szenen gelegt. Schlauer geworden bin ich dadurch allerdings nicht, ich tappte weiterhin im Dunkeln - so auch wie unsere Protagonistin in der Gegenwart Andrea Oliver.

Die beschäftigt sich allerdings nicht nur mit dem Fall, der 40 Jahre zurück liegt, sondern auch mit ganz aktuellen Vorkommnissen. Womöglich hängt ja auch beides zusammen?
Ich fand die finale Auflösung ein bisschen unspektakulär und deshalb vielleicht auch ein bisschen unbefriedigend. Zu verschiedenen Dingen hätte ich mehr Info gewollt, oder als Leserin "live" dabei sein wollen.
Vielleicht gibt es ja auch noch eine Fortsetzung, die letzten paar Seiten deuten nämlich an, dass die Geschichte um Andrea noch nicht auserzählt ist.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Amüsante Anekdoten aus der Lebensmitte

LEBENSMITTEALLERGIE
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Der Titel ist so ein geniales Wortspiel, das hat mich wirklich gecatched und neugierig gemacht auf das Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Susanne M. Riedel erzählt unterhaltsam geschriebene Anekdoten ...

Der Titel ist so ein geniales Wortspiel, das hat mich wirklich gecatched und neugierig gemacht auf das Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Susanne M. Riedel erzählt unterhaltsam geschriebene Anekdoten aus ihrer 'Lebensmitte', oder beschreibt manchmal auch nur ihre Gedanken oder kleinen Glücksmomente. Man hört ja immer wieder, wenn jemand sagt, dass man auch die "kleinen Dinge im Leben" genießen oder wertschätzen soll, aber tatsächlich tut es dann im Alltag doch kaum jemand.

Viele Dinge konnte ich nachvollziehen und in einigen mich auch wiedererkennen. Besonders amüsant fand ich ihre Bahnfahrt nach Schweden.

Die kurzen Geschichten eignen sich auch perfekt als Lesestoff für zwischendurch mal, oder als "Klo-Lektüre".

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Veröffentlicht am 22.12.2023

Kolumnen zum Lebensabschnittwechsel

Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe
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Ich habe zu Beginn gar nicht gewusst, dass der Roman in Wien spielt. Das ist für mich ja immer ein Pluspunkt, und war es auch hier. Zumal ich während des Lesens sogar ganz in der Nähe des Brunnenmarktes ...

Ich habe zu Beginn gar nicht gewusst, dass der Roman in Wien spielt. Das ist für mich ja immer ein Pluspunkt, und war es auch hier. Zumal ich während des Lesens sogar ganz in der Nähe des Brunnenmarktes unterwegs war zu einer Weihnachtsfeier.
Das Thema - Kinder ziehen aus, und die Mutter ist plötzlich ganz allein - ist bei mir noch ein bisschen hin, aber ich konnte mich doch recht gut in die Protagonistin hineinversetzen. Die Gemütszustände hat Doris Knecht auch sehr gut beschrieben, und vor allem ist es auch überhaupt kein melancholisches Buch geworden. Ihre Protagonistin - die wohl auch sehr viele autobiografische Züge trägt, wenn ich mir die Kurzbiografie hinten im Buch so durchlese - fällt in kein tiefes Loch als sie plötzlich kinderlos ist, sondern begreift es einfach als neue Lebensphase. Und vor allem bleiben ihre zwei Kinder ja auch in unmittelbarer Nähe zu ihr wohnen. So könnte ich mir das auch gut vorstellen später...

In der Kurzbiografie über Doris Knecht steht als erste Berufsbezeichnung Kolumnistin, bevor dann noch Schriftstellerin folgt. Hier in diesem Buch steht die Kolumnistin deutlich im Vordergrund, denn es ist weniger ein Roman als eine Aneinanderreihung von einzelnen Kolumnen zu einem Oberthema, der weitesgehend eine chronologische Abfolge einhält. Ich persönlich hätte einen "echten" Roman etwas besser gefunden.

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Veröffentlicht am 06.12.2023

Cluedo in der Berghütte

Die Einladung
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Ich hab den neuesten Psychothriller (und diese Bezeichnung verdient er wirklich, mit dem Fokus klar auf "Psycho") von Sebastian Fitzek dieses Mal als Hörbuch genossen. Und es war soo spannend, dass ich ...

Ich hab den neuesten Psychothriller (und diese Bezeichnung verdient er wirklich, mit dem Fokus klar auf "Psycho") von Sebastian Fitzek dieses Mal als Hörbuch genossen. Und es war soo spannend, dass ich ihn auch weiterhören musste während ich mein ganzes Haus weihnachtlich dekoriert habe. Normalerweise ist dabei eine X-Mas-Playlist Pflicht, um in die richtige Stimmung zu kommen. Aber hier musste ich einfach wissen, wie es weitergeht - jedenfalls ab dem Moment als Marla in der Berghütte eintrifft.

Ich musste auch mehrmals den Zurück-Button betätigen, denn oftmals fragte ich mich "Habe ich mich da gerade verhört?". Die Dinge entwickeln sich wirklich auf sehr unglaubliche Art und Weise. Ständig ergibt sich eine neue Wendung; Geheimnisse und Motive werden aufgedeckt, die alles wieder in eine andere Richtung lenken. Ein kleiner Notizzettel mit den Charakteren und ihren Attributen kann ganz hilfreich sein, so wie bei Cluedo, damit man sich beim Mitdenken und -rätseln leichter tut. Allerdings hätte mir das auch nicht geholfen, um das Ende vorher zu sehen.

Für Kreativität dieses "Falls" und die Spannung ab der 2. Hälfte (die aber auch die 1., etwas weniger spannende Hälfte benötigte, um das Set-Up aufzubauen) würde ich Fitzek die volle Punktzahl geben. Für mich war der letzte Twist dann aber zu skurril. Ich weiß schon aus "Der Heimweg" und "Elternabend", dass er Überraschungsmomente sehr gern einsetzt - aber eben in der richtigen Dosis.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Keefes Verschwinden

Keeper of the Lost Cities – Sternenmond (Keeper of the Lost Cities 9)
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Keefe Sencen war von Beginn an eine wichtige Figur der "Keeper of the Lost Cities"-Reihe, stand aber nie so sehr im Focus wie jetzt (und auch schon im vorherigen Band "Entschlüsselt", wo wir einen Teil ...

Keefe Sencen war von Beginn an eine wichtige Figur der "Keeper of the Lost Cities"-Reihe, stand aber nie so sehr im Focus wie jetzt (und auch schon im vorherigen Band "Entschlüsselt", wo wir einen Teil der Handlung auch aus seiner Sicht präsentiert bekommen - alles zur Vorbereitung auf die nun folgenden Geschehnisse). Und selbst wenn er einen erheblichen Teil des Buches abwesend ist, dreht sich doch vieles um ihn.
Sophie war ja schon immer in Fitz verknallt, und das mag auch seine Gründe haben, aber Keefe ist definitiv der lustigere von beiden, der immer einen "Schmäh" drauf hat.

Endlich hatte ich auch mal das Gefühl, dass Sophie und ihre Freunde im Kampf gegen die Neverseen ein bisschen voran kommen. Auch wenn es natürlich am Ende doch wieder alles offen bleibt... Harry Potter hat zwar auch erst im allerletzten Band seinen Erzfeind final besiegt, dennoch hatte jedes Buch für sich zu einem runden Abschluss gefunden. DAs schafft Sharon Messenger leider nicht, immer wieder gibt es Cliffhanger und eine unbefriedigt zurückgelassene Leserschaft.

Da auch die Bücher und Storylines nahtlos ineinander übergehen, haben weder die Charaktere eine Atempause noch die LeserInnen - die meist sofort den nächsten Band lesen wollen (aber dann erstmal monatelang darauf warten müssen).
Mir fehlt das "Erfolgserlebnis" am Ende eines Buches schon, muss ich sagen. Das zieht sich nach insgesamt nun 10 Bänden (eines war ja ein "halber Band" doch ganz schön hin, zumal jeder Band für sich ein Wälzer ist und zudem nach wie vor mit seeehr viel Dialog und nur wenig Action gefüllt ist. Ich wäre so langsam mal bereit für einen - zufriedenstellenden - Abschluss. Zumindest was diesen speziellen Kampf gegen die Neverseen angeht.

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