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Veröffentlicht am 15.12.2025

erschreckendes Szenario

Koogland
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„Koogland“ ist ein fiktionaler Krimi,der in einer nicht ganz so fernen Zukunft spielt und wenn man ihn mit unserer Realität abgleicht,gar nicht so unrealistisch wirkt.

In Ostfriesland hat es nach einer ...

„Koogland“ ist ein fiktionaler Krimi,der in einer nicht ganz so fernen Zukunft spielt und wenn man ihn mit unserer Realität abgleicht,gar nicht so unrealistisch wirkt.

In Ostfriesland hat es nach einer verheerenden Sturmflut,bedingt durch den Klimawandel,große Schäden an den Deichen gegeben.Grosse Landstriche zwischen den beiden Deichen,die sogenannten Köge,die besiedelt waren,sind zerstört worden,viele Menschen gestorben.
Die Regierung hat den Eigentümern Entschädigungen angeboten und will den Landstrich nicht wieder besiedeln.Doch einige Einwohner wehren sich,nehmen die Entschädigungen nicht an,machen die Regierung für das Unglück verantwortlich,da sie die Deiche nicht geschützt und ausgebessert hat.
Sie wollen in den Kögen wohnen bleiben,gründen ihre eigene „Republik Koogland“ mit eigenen Gesetzen und Gerichtsbarkeit und einem „Anführer“.Mit Deutschland wollen sie nichts mehr zu tun haben.Sie werben Leute an,die auf den verlassenen Höfen leben und arbeiten sollen.Bis auf wenige Ausnahmen,versucht die Gemeinschaft autark zu leben.

Auch die Krankenschwester Lara strandet hier.Allerdings strebt sie kein Leben in dieser Gemeinschaft an,sondern sucht nach ihrer Schwester Alina,die hier mit ihrem Freund lebt und plötzlich nichts mehr von sich hören lässt.Was ist passiert ?

Das Buch zu lesen war schon gruselig.Ein Leben nach dem Vorbild der „Reichsbürger“, die sich vom Staat und allen Institutionen lösen,ihren eigenen Staat aufbauen und den Staat aushebeln wollen,nach ihren eigenen Gesetzen leben,mit einem Anführer,dem alle blind folgen und anhimmeln wie einen Popstar.
Wer sich für die Gemeinschaft entscheidet,natürlich nach einem Auswahlverfahren in dem der Anführer entscheidet wer geeignet ist oder nicht,lebt hinter einem Zaun und kann nicht mehr raus.

Die Vorstellung erweckt bei mir klaustrophobische Vorstellungen,das System noch mehr,weil es stark autokratische Züge zeigt.


Die Figuren waren interessant und facettenreich.Am besten haben mir Lara und Thies gefallen,was nicht heißt,dass ich Thies sympathisch fand.

Das Buch zeigt ein paar kleine Längen.Alles in allem aber ein interessantes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

eine Wohltat in diesen Zeiten

Mathilde und Marie
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Mathilde und Marie ist ein Buch das gut tut in Zeiten wie diesen. Ein Buch das entschleunigt und an die wichtigen Dinge im Leben erinnert.
Spielen tut das Buch in einem kleinen Dorf namens Redu.
Hier ...


Mathilde und Marie ist ein Buch das gut tut in Zeiten wie diesen. Ein Buch das entschleunigt und an die wichtigen Dinge im Leben erinnert.
Spielen tut das Buch in einem kleinen Dorf namens Redu.
Hier halten die Leute nicht so viel von der Digitalisierung, sondern setzen noch auf den persönlichen Austausch und das persönliche Miteinander.
Zwischen Marie, die hier in einer Buchhandlung anfängt zu arbeiten und Mathilde, die eine nicht ganz einfache Person ist und von deren Vorgeschichte der Leser nach und nach erfährt.
Auch wenn alles sehr idyllisch und beschaulich vonstatten geht in Redu, ist das Dorf nicht rückständig, nur der Fortschritt geht halt etwas langsam voran, dafür werden menschliche Werte sehr hoch eingeschätzt.

Das Buch konnte man, trotz kleiner Längen zwischendurch, gut lesen. Es ist ein klein wenig heile Welt Buch oder Bullerbü mit vielen Buchhandlungen, deren Existenzen dem Autor sehr am Herzen zu liegen scheinen.
Mir war diese heile Weltodylle manchmal ein wenig zu viel und zu dick aufgetragen, doch für viele Menschen wird dieses Buch, gerade in diesen unruhigen und unsicheren Zeiten, wie eine kleine Wellnessoase für Geist und Seele sein.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

etwas enttäuscht

Schwesternschwur
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Erzählt wird das Buch auf zwei Zeitebenen, die in Oklahoma spielen, 1909 und 1990.
Im Jahr 1990 lernen wir die Parkrangerin Valerie Boren - Odell kennen, die während ihrer Arbeit die knöchernen Überreste ...


Erzählt wird das Buch auf zwei Zeitebenen, die in Oklahoma spielen, 1909 und 1990.
Im Jahr 1990 lernen wir die Parkrangerin Valerie Boren - Odell kennen, die während ihrer Arbeit die knöchernen Überreste von drei Kindern in einer Höhle des Nationalparks findet in dem sie arbeitet. Grund genug für sie Nachforschungen anzustellen, was mit diesen Kindern geschehen ist. Ausserdem wird sie von einem Mädchen darauf angesprochen, dass ihr siebzehnjähriger Bruder verschwunden ist.

Im Jahr 1909 erfahren wir, dass Olive zusammen mit Nessa, einem Mündel der Familie, vor den Übergriffen ihres Stiefvater flieht, nachdem schon Nessas große Schwester verschwunden ist. Sie verstecken sich in den Wäldern, in denen sie auf weitere Kinder treffen.
Der Leser verfolgt ihre Flucht und fragt sich, ob sie es schaffen werden und was es mit den anderen geflohenen Kindern auf sich hat ?
Im Laufe der Geschichte lernt der Leser interessante Persönlichkeiten kennen, die sich für die Rechte von Kindern und indigenen Völkern stark gemacht haben, wie Kate Barnard und Gertrude Bonnin und gut in den Kontext dieser Geschichte passen, die Kinderarbeit und Misshandlungen von Kindern zum Thema hat.
Das Leben von Kindern zur damaligen Zeit , scheint der Autorin ein großes Anliegen zu sein.

Auch die Geschichte in den Neunzigerjahren Jahren nimmt an Dynamik und Spannung zu und hat mir gut gefallen, weil sie beide Geschichten zusammenführt.

Mir hat das Buch im großen und Ganzen gut gefallen, allerdings hatte ich manchmal etwas Schwierigkeiten mit dem schon sehr ausschweifenden Schreibstil der Autorin, der mich manchmal in meinem Lesefluss behindert hat.
Trotzdem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, denn ich habe viele interessante historische Fakten erfahren.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

starke Frauen

Wir schreiben unsere Namen in den Wind
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christines.mixtum.compositum
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„Wir schreiben unsere Namen in den Wind“ von Jodi Picoult, erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die um Sichtbarkeit und Anerkennung kämpfen.
Im16/17. ...

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„Wir schreiben unsere Namen in den Wind“ von Jodi Picoult, erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die um Sichtbarkeit und Anerkennung kämpfen.
Im16/17. Jahrhundert lernen wir Emilie Bassano kennen, deren ganze Liebe dem Schreiben gilt das sie mit Leidenschaft und Scharfsinn betreibt. Da es Frauen aber untersagt ist ihre Schriften auf die Bühne zu bringen,werden mit einer List unter William Shakespeares Namen herausgebracht.

Hat sich an dieser Praxis etwas verändert? Wenig!

Auch die Geschichte in der Gegenwart, die von Melina Green handelt offenbart, dass es Frauen schwer haben ,nicht nur in der Kunst ,anerkannt zu werden.Denn auch Melina,um die es in. Der Geschichte der Gegenwart geht ist Schriftstellerin und will ihr Stück über eben diese „Emilia Bassano“ veröffentlichen und es gelingt ihr erst, als sie es unter einem männlichen Pseudonym herausbringt.

Jodi Picoult gelingt es immer wieder mich mit ihren Büchern zu fesseln. Sie spricht Themen an, die Lücken in unserer Gesellschaft aufzeigen und die auch häufig eine soziale oder gesellschaftliche Komponente haben. Hier geht es um das jahrelange Ringen von Frauen mit Männern gleichgestellt zu werden, wie hier in der Literatur.Offenkundig ist, dass Frauen das Können haben und man sich fragt, welcher Genuss der Gesellschaft entgangen ist, weil man sie über Jahrhunderte nicht hat sichtbar werden lassen und auch heute noch Frauen mehr leisten müssen, um anerkannt zu werden.Ist es die Angst der Männer Privilegien und Macht zu verlieren ?

Jodi Picoult findet eine sehr feinfühlige Art die Geschichten der beiden Frauen zu erzählen,wobei mir die Geschichte in der Vergangenheit etwas besser gefallen hat, da der Charakter der Emilia interessanter beschrieben war.
Schreibstil und Charaktere haben mir gut gefallen und so spreche ich eine große Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

ein kleines feines Buch

Katzentage
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Ewald Arenz hat mit „Katzentage“ ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass er einfach wunderbar schreiben kann. Sein neues Buch ist ein schmaler Band mit wunderbaren Illustrationen und philosophischen ...

Ewald Arenz hat mit „Katzentage“ ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, dass er einfach wunderbar schreiben kann. Sein neues Buch ist ein schmaler Band mit wunderbaren Illustrationen und philosophischen Weisheiten, die wir uns mehr zu Herzen nehmen sollten.

Protagonisten dieses Buches sind Peter und Paula, die beide am selben Krankenhaus arbeiten. Sie ist Ärztin, er Jurist.In den Pausen hat man sich schon öfter getroffen und fand sich sympathisch, aber erst auf einer Fortbildung, zu der beide fahren,kommt man sich näher und verbringt die Nacht zusammen. Doch dabei soll es bleiben, nur nicht zu viel Nähe, man könnte ja scheitern.

Auf dem Rückweg streikt die Bahn und die beiden beschliessen die beiden „geschenkten“ Tage zusammen in Würzburg zu genießen.Peter hat daraufhin schon den Wunsch es mit Paula zu versuchen, doch Paula, die eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat, hat Bedenken dieses Schritt zu wagen, trotzdem man sich ,auch vom Gefühl her, näher gekommen ist.
Dann treffen sie auf eine Katze ,die ihnen hartnäckig folgt. Sie wird von den Beiden beobachtet und man stellt fest, dass es eine Katze doch gut hat, so in den Tag hineinzuleben, wie auch sie es im Moment dürfen, der Bahn sei Dank. Diese Katze macht sich sicher keine großen Gedanken, genießt und nimmt jeden Tag wie er kommt. Vielleicht auch eine gute Idee für die Beiden, weniger Kopf und mehr Gefühl walten lassen ? Manchmal kann man von Katzen einiges lernen.

Ich habe dieses kleine Büchlein in vollen Zügen genossen, nicht nur wegen der, wie ich finde, wichtigen Aussage, sondern auch wegen dem schönen Schreibstil und den wunderbaren Illustrationen von Florian Bayer.
Ausserdem hat es Spaß gemacht Peter und Paula durch Würzburg zu begleiten, dass man richtig Lust bekommt, auch dorthin zu reisen.

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