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Veröffentlicht am 14.09.2022

Eine wunderbare Tierfantasy, die Groß und Klein gefällt

Das Strahlen des Herrn Helios
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Skarabäus Lampe ist ein Detektiv, der einen Mordfall in einem Zirkus aufklären soll. Obwohl alle tierischen Darsteller ein Motiv zu haben scheinen, hat die Hundepolizei schnell einen Schuldigen ausgemacht. ...

Skarabäus Lampe ist ein Detektiv, der einen Mordfall in einem Zirkus aufklären soll. Obwohl alle tierischen Darsteller ein Motiv zu haben scheinen, hat die Hundepolizei schnell einen Schuldigen ausgemacht. Aber Lampe bezweifelt, dass die Schnüffler den richtigen Täter gefasst haben, und hier beginnt die Arbeit des Meisterdetektivs. Es folgen Verhöre und natürlich die Spurensicherung. Hilfe bekommt Hase Lampe von dem kleinen Teddy, einem jugendlichen Kater, den Lampe quasi als Ziehsohn bei sich aufgenommen hat. Da der Detektiv Teddys großes Vorbild ist, hängt er sich voller Enthusiasmus rein, und bringt sich selbst damit in große Gefahr. Kann Lampe gleichzeitig seinen Kumpel beschützen und den Mordfall aufklären?
In diesem Buch finden wir eine typische „Wer war’s“-Kriminalgeschichte á la Hercule Poirot. Lampe als Charakter ist Sherlock Holmes sehr ähnlich und trotzdem eigenständig genug, um nicht langweilig zu sein. Neben seinem Spürsinn beweist er Humor und hat ein großes Herz – sowohl für den kleinen Waisenjungen Teddy als auch für zwielichtige Damen.
Aber auch die anderen Figuren dieser Tiergeschichte haben mir gut gefallen. Das bunte Zirkusensemble bietet viele Anspielungen auf menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen, wie Eifersucht, Liebe oder Neugier. Es fällt dadurch sehr leicht, sich auf die Tierpersonen einzulassen und schnell ist man in die neue Welt abgetaucht. Es geht um Geld, Macht, Vorurteile und wie so oft sind Äußerlichkeiten wichtiger als Werte. Der Kampf zwischen Arm und Reich wird ebenso deutlich wie die Drogenprobleme dieser Gesellschaft. Beim ersten Lesen konnte ich kaum alle Details aufnehmen, so dass sich ein Nochmal-Lesen quasi aufdrängt.
Dabei ist die Geschichte an sich überhaupt nicht schwer zu verstehen und auch kindgerecht erzählt. Ein Buch also, dass sowohl Kindern als auch Erwachsenen Spaß macht. Ein Wohlfühl-Krimi, der humorvoll und spannend zugleich ist, und in dem viel mehr steckt als es zunächst den Anschein hat. Eine Geschichte, die ich kaum aus der Hand legen konnte und hoffentlich in Zukunft noch viele weitere Fälle für uns bereit hält!

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Veröffentlicht am 21.09.2021

Nett, aber lässt mich weitestgehend unbeeindruckt zurück

Die Rückkehr der Zwerge 1
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Dieses Buch ist der erste Teil der zweiten Reihe um die Zwerge von Markus Heitz. Da ich aus der ersten Reihe nur den ersten Band als Hörbuch gehört hatte, war ich gespannt, ob ich der Geschichte ...

Dieses Buch ist der erste Teil der zweiten Reihe um die Zwerge von Markus Heitz. Da ich aus der ersten Reihe nur den ersten Band als Hörbuch gehört hatte, war ich gespannt, ob ich der Geschichte überhaupt folgen könnte. Dies war aber problemlos möglich.
Der Zwerg Goimron ist in der Geschichte die Hauptfigur. Ihm fällt ein Tagebuch eines alten Zwergenhelden in die Hand, der eigentlich schon seit langem tot sein müsste. Doch anhand der Aufzeichnungen ist Goimron der Überzeugung, dass Tungdil Goldhand, der Held aus der ersten Zwergen-Reihe, noch lebt. Deshalb macht er sich auf die Suche nach ihm, damit er die Völker wieder gegen das Böse vereinen kann.
Die Geschichte wird spannend erzählt und hält auch viele interessante Ideen bereit. Mir gefällt besonders der Gedanke der Edelsteinmagie und die Kunst der Albae. Letztere sind die Feinde, gegen die es zu kämpfen gilt und diese böse Aura wird auch sehr gut transportiert.
Über manche Charaktere hätte ich allerdings gerne mehr erfahren, wie z. B. die Puppenspielerin oder den von den Albae gefangen genommenen Klaey. Auch der Hauptcharakter Goimron hätte etwas mehr Tiefe vertragen können. Ich habe nicht wirklich einen Zugang zu den Personen gefunden.
Ferner musste ich feststellen, dass ich immer wieder Probleme mit dem Schreibstil von Markus Heitz hatte. Ob es am Satzbau oder an den verwendeten Wörtern lag, kann ich gar nicht sagen, aber ich habe beim Lesen immer wieder gestockt. Es fiel mir schwer, die Abschnitte flüssig zu lesen, immer wieder hakte es und ich musste Sätze nochmal lesen. Das ist aber Geschmackssache und sicher bei jedem unterschiedlich. Keine Geschmackssache sind die immer wieder auftretenden Rechtschreibfehler, die mir aufgefallen sind und über die ich beim Lesen zusätzlich gestolpert bin. Hier hat der Verlag keine gute Qualität abgeliefert.
Als unzureichend empfinde ich außerdem die Karte im Umschlaginneren. Es wird bei den Kapiteln viel Wert darauf gelegt, wann und wo etwas stattfindet. Aber was nutzt mir das, wenn ich die Orte nicht auf der Karte finde? Meiner Meinung nach sollten auch alle erwähnten Orte auf einer Karte erscheinen, sonst ist sie unnütz.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich aber die Geschichte gerne gelesen. Falls ich die Reihe weiter verfolgen sollte, dann aber lieber wieder über das Hörbuch.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Sehr rasantes Abenteuer

Millenia Magika – Der Schleier von Arken
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Adrian muss herausfinden, wer seine Tante entführt hat und warum. In der Stadt Arken lernt er dabei viele fantastische Wesen wie einen Troll und einen Zauberer kennen, begegnet Golems und Ghulen und erfährt ...

Adrian muss herausfinden, wer seine Tante entführt hat und warum. In der Stadt Arken lernt er dabei viele fantastische Wesen wie einen Troll und einen Zauberer kennen, begegnet Golems und Ghulen und erfährt eine Menge über sich selbst, seine Familie und sein magisches Potential.
Die Rahmengeschichte hat mir wirklich gut gefallen und sie bietet interessante Figuren, die aber leider etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück bleiben. Ich hätte gerne die Charaktere und Beziehungen an der ein oder anderen Stelle mehr ausgefeilt gesehen und dafür etwas Action weggelassen. Mir passiert stellenweise einfach zu viel hintereinander, ohne dass Adrian und seine Freunde darauf irgendwie emotional reagieren können. In diesen Passagen wirkte die Geschichte nur noch wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen ohne Bezug zur eigentlichen Story. Glücklicherweise fängt sich die Geschichte aber zwischendurch immer mal wieder und dann hat sie mir auch richtig Spaß gemacht.
Wer also gerne actionreiche Fantasy liest, für den könnte das Buch genau das Richtge sein.

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Veröffentlicht am 27.11.2020

Interessant und lehrreich

Ein gutes Dutzend wilde Beeren
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Wer gerne draußen in der Natur ist oder vielleicht seinen eigenen Garten hat, der hat bestimmt schonmal seine eigenen Beeren gepflückt und verarbeitet. In diesem Buch von Otmar Diez werden 12 der beliebtesten ...

Wer gerne draußen in der Natur ist oder vielleicht seinen eigenen Garten hat, der hat bestimmt schonmal seine eigenen Beeren gepflückt und verarbeitet. In diesem Buch von Otmar Diez werden 12 der beliebtesten Beeren vorgestellt und erklärt, wo man sie findet und was man damit leckeres zaubern kann.

In der Einleitung wird zunächst beschrieben, wie man sich auf das Sammeln von wilden Beeren vorbereitet oder welche Vorteile ein eigener Beerengarten hat. Der große Hauptteil des 112-seitigen Ratgebers stellt dann in ausführlichen Portraits die Beeren vor: Berberitze, Brombeere, Heidelbeere, Hagebutte, Himbeere, Schwarzer Holunder, Preiselbeere, Sanddorn, Schlehe, Vogelbeere, Wacholderbeere und Weissdorn.

Jedes Portrait wird mit Bildern und Zeichnungen begleitet, damit man genau erkennen kann, wie die Pflanze aussieht und worauf man achten muss. Es wird erklärt, wo und wann die Beeren zu finden sind und wie man sie am besten erntet. Auch auf Verwechslungsgefahren wird hingewiesen sowie auf die guten Inhaltsstoffe, die für unsere Gesundheit förderlich sind.

Besonders schön finde ich die Abschnitte, in denen kleine Rezeptvorschläge gemacht werden. Neben Marmeladen, Muffins und Saucen gibt es hier allerhand Tipps, die gesammelten Beeren lecker weiterzuverarbeiten. Oder hättet ihr gewusst, dass man aus Vogelbeeren köstlichen Senf herstellen kann? Oder wie man einen Beberitzen-Essig macht? Bei diesen tollen Ideen bekommt man gleich Lust darauf, mit Handschuh und Körbchen loszuziehen.

Ist man dann auf den Geschmack gekommen, findet man im Serviceteil noch allerhand Vorschläge zum Weiterlesen und ein praktisches Register zum schnellen Nachschlagen. Das kurze Interview mit dem Autor finde ich sehr sympathisch, so dass man ein besseres Bild davon bekommt, mit wem man es zu tun hat. Die Hinweise auf giftige Pflanzen und Rufnummern für die Notrufzentrale runden das Buch ab.

Besonders für Anfänger im Beerensammeln ist dieses Buch ein toller Einstieg. Mit den detaillierten Fotos und Hinweisen lernt man die Pflanzen gut kennen und fühlt sich sicher, beim Sammeln das Richtige zu pflücken. Mir hat dieses Buch von Kosmos sehr gefallen und ich kann es auch als Geschenkidee für "Beeren-Einsteiger" weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 12.11.2020

Ein spannender Kampf zwischen Drachen und Raptoren

Silberdrache – Das Geheimnis der Drachenkönigin (Silberdrache 2)
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Da ich den ersten Teil von Angie Sage schon sehr mochte, musste ich natürlich auch die Fortsetzung der Reihe „Silberdrache“ lesen. Ich war etwas skeptisch wegen des Autorenwechsels, aber das ist gleich ...

Da ich den ersten Teil von Angie Sage schon sehr mochte, musste ich natürlich auch die Fortsetzung der Reihe „Silberdrache“ lesen. Ich war etwas skeptisch wegen des Autorenwechsels, aber das ist gleich auf den ersten Seiten verflogen.

Die Geschichte beginnt genau da, wo Band 1 aufgehört hat. Der Druck durch die Lennix mit ihren Raptoren erhöht sich. Die letzte Chance für Sirin, Joss und Allie besteht jetzt darin, die Geheimwaffe zu finden, mit der die Welt vor den bösen Drachen gerettet werden kann.

Dieser Kampf ist wieder sehr spannend geschildert und bietet viel Action und Abenteuer. Die Jagd nach der Geheimwaffe findet sowohl in den Verlorenen Landen als auch auf der Erde statt. Die beiden Parallelwelten sind also gleichermaßen betroffen und in Gefahr. Das erhöht noch einmal die Spannung im Vergleich zum ersten Teil.

Auch die Figuren haben sich weiterentwickelt: Joss kommt mir inzwischen viel erwachsener vor und Allie lernt, dass sie nicht alles allein schaffen kann. Auch auf der bösen Seite gibt es Entwicklungen, die mich bewegt haben und bei denen ich gespannt bin, wie es weitergehen wird. Das Ende ist nämlich offen und macht schon wieder neugierig auf den nächsten Teil.

Ich finde den zweiten Band „Das Geheimnis der Drachenkönigin“ richtig gut. Es ist eine tolle Fantasygeschichte mit interessanten Charakteren, die auch ihre Macken haben. Ich habe mich in dem rasanten Abenteuer keine Sekunde gelangweilt und kann die Fortsetzung kaum erwarten. Wer Kinderbücher und Drachen mag, ist hier gold- bzw. silberrichtig.

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